Garnisonkirche (die Diskussion um den Wiederaufbau)

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    • Herr Herrmann wrote:

      Ein neuer Strang wäre vielleicht zu diesem Thema sinnvoll.Vielleicht unter dem Titel"Potsdamer Geschichte"?
      Aber Moscheen haben meiner Meinung nach herzlich wenig etwas mit der aktuellen Gegnerschaft der GK zu tun.
      Friedrich Wilhelm I., der Erbauer der Garnisonkirche, hat im Jahr 1731 (überprüfen, andere Quellen 1739) für insgesamt 20 Lange Kerls aus der Türkei im Militärwaisenhaus am Langen Stall einen Saal als Moschee eingerichtet. Zumeist als "Königliches Dekret zu Potsdam" oder so beschrieben. Dort waren die Langen Kerls untergebracht.

      Man könnte also von einer Garnisonsmoschee sprechen. Ich persönlich hätte nichts dagegen einzuwenden die Garnisonkirche als Moschee zu nutzen. Nun hat aber die evangelische Kirche schon die Schirmherrschaft übernommen.

      Man könnte den Langen Stall als Moschee wiederaufbauen. Direkt neben der Garnisonkirche. Vielleicht auch Verbindungen schaffen. Außerdem die Plantage bis an die Breite Straße wiederherstellen.
    • Grundsätzlich wurde ein Punkt nicht beachtet, bei der ganzen Diskussion.

      Der Förderverein zur Wiedergewinnung der Potsdamer Mitte e.V. und auch der Oberbürgermeister Schubert (SPD) haben in den letzten Wochen jeweils einen Vorschlag unterbreitet, wie Sie sich ein zukünftiges Kirchenschiff (Innenbereich/Außenbereich) vorstellen.

      Auch von der Seite die das Kirchenschiff ablehnen, kam natürlich Kritik. Nun wäre es natürlich interessant das die Kritiker mal einen Vorschlag präsentieren wie sie sich die Umgebung vorstellen. Hier wäre ein Kosten- und Nutzungsplan natürlich wünschenswert.
    • Die 40 bis 60 Millionen Euro (je nach Entwurf und Nutzung) hat weder die ev. Kirche, noch die Stadt Potsdam, noch der Förderverein für die Potsdamer Mitte e.V. In allen Fällen müssten sich die Baukosten über die Nutzung finanzieren.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Auch wenn ein Finanz- und Nutzungsplan für das Kirchenschiff viel Geld verschlingt und abgesehen von den hohen Kosten. Der Förderverein zur Wiedergewinnung der Potsdamer Mitte e.V. hat eine Vision vorgestellt, wie das zukünftige Kirchenschiff aussehen kann (Innen/Außen). Somit hat man eine Grundlage zur Diskussion.

      Nun kommt es auf die Kritiker an, diese "Vision" sich anzuschauen, zu bewerten und einen Gegenvorschlag zu unterbreiten. Nur zu sagen, wir wollen das Rechenzentrum behalten, das ist keine Lösung.
    • Der "Nutzungs- und Finanzplan" verschlingt das Geld nicht, sondern der Bau und der Unterhalt für jedwede Nutzung. Bis dato ist mir noch von keinem der Diskussionsteilnehmer bekannt, daß er eine Quelle für die Kosten - in welcher Gestalt auch immer - hätte.

      Daß dies Fantasien beflügelt den Bereich des Schiffes unbebaut und das Rechenzentrum stehen zu lassen ist doch klar. Dem steht allerdings der B-Plan Nr. 1 und die bauordnungsrechtliche duldung der bauordnungswidrigen Zustände im Hause des Rechenzentrums entgegen. Wenn das Haus stehen bleiben soll und der Bau eine Schiffes unterbleibt müsste das RZ saniert und der B-Plan geändert werden. Für die Sanierung hat der Verein FÜR e.V., der sich für einen Bestand des RZ stark macht, auch kein Geld.

      Deshalb bleibt bis zum 1.10.2023, wenn der Ersatzbau für die "Kreativen" auf dem Areal der Feuerwache fertig sein soll, alles beim alten. Es sei denn einer hat eine nutzungsidee UND kann das Geld für die Umsetzung auftreiben.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Daß das Rechenzentrum eine Billigplatte ist, welche über die Jahre nur Sanierungskosten verschlingt, scheint einigen DDR Nostalgikern noch nicht bewußt geworden zu sein. Abgesehen davon, gibt es zahlreiche solcher Kisten welche absolut beliebig sind. Die Garnisionskirche - so sie denn wieder nach alten Plänen errichtet würde - wäre ein einzigartiger Bau welcher kaum einen Vergleich fände.
      Mit Ziegelsteinen kann man Fensterscheiben zerstören, mit Glas, Stahl und Beton ganze Städte.
    • MWn ist das Rechenzentrum keine Platte und es gibt auch keine anderen "Kisten", die genauso aussehen. Das liegt daan, daß die Lisenen schon heruntergenommen wurden.

      Die Kirche "würde" nicht nach alten Plänen wiedererrichtet, sondern sie wird wiedererrichtet - die Maurer sind ja täglich dabei, die Geschosse in traditioneller Bauweise wiederzuerreichten. Natürlich ist das ein einzigartiger Bau, "einfen Vergleich fände" die Garnisonkirch jedoch natürlich - es gibt viele außergewöhnliche Barockkirchen holländischer Prägung.

      Deshalb ist Frage der Einzigartigkeit sicht nicht der entscheidende Punkt, warum das Schiff (neben dem Turm mit Sockel) wiedererntstehen sollte. Bei dem zweistelligen Millionenbetrag muß schon eine Nutzung hinzutreten, die zum erheblichen Teil an der Refinanzierung der Baukosten beiträgt.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Konstantindegeer wrote:

      MWn ist das Rechenzentrum keine Platte und es gibt auch keine anderen "Kisten", die genauso aussehen.
      Nun ja, da sind wir wohl nicht der selbigen Ansicht, Du hast die Deine, ich die meinige - aber darüber müssen wir nicht streiten.

      Aber ich denke, daß viele Potsdamer dieses grottenhäßliche Rechenzentrum nicht vermissen werden wenn es abgerissen wird.

      Ich für meinen Teil würde Potsdam gern wieder besuchen so die Garnisionskirche wieder steht, und auch gern dort dann einen Gottesdienst besuchen - auch wenn es ein protestantischer ist.
      Mit Ziegelsteinen kann man Fensterscheiben zerstören, mit Glas, Stahl und Beton ganze Städte.
    • Konstantindegeer wrote:



      Deshalb ist Frage der Einzigartigkeit sicht nicht der entscheidende Punkt, warum das Schiff (neben dem Turm mit Sockel) wiedererntstehen sollte. Bei dem zweistelligen Millionenbetrag muß schon eine Nutzung hinzutreten, die zum erheblichen Teil an der Refinanzierung der Baukosten beiträgt.
      Das Argument zieht. Man darf bei einem rekonstruierten Kirchenschiff auch obendrein nicht die Umwegrentabilität vergessen, bedingt durch die zahlreichen zusätzlichen Touristen, die genau wegen der rekonstruierten Altstadt noch zusätzlich nach Potsdam kommen um dort zu nächtigen, die heimische Gastronomie zu unterstützen und die kulturellen Einrichtungen mitfinanzieren! Es gibt hier sogar eine ganz einfache Formel, die so leicht verständlich ist, dass sogar die betriebswirtschaftsfernen Linken diese verstehen können:

      desto > Rekonstruktionen = desto > Touristen = desto > (Umweg-)Rentabilität

      ergo

      desto < Rekonstruktionen = desto < Touristen = < desto < (Umweg-)Rentabilität
      „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)








    • Onkel Henry wrote:

      Konstantindegeer wrote:

      MWn ist das Rechenzentrum keine Platte und es gibt auch keine anderen "Kisten", die genauso aussehen.
      Nun ja, da sind wir wohl nicht der selbigen Ansicht, Du hast die Deine, ich die meinige - aber darüber müssen wir nicht streiten.

      Diese Frage hat mit Meinung nichts zu tun sondern mit der Baukonstruktion. Ich schaue gern in die Fachliteratur, um das zu klären, aber mWn war das keine Platte. Die Decken sind vor Ort gefertigt (Sandwich mit Asbesteinschlüssen) und der Stahlskelettbau hat eine Vorhangfassade. Damit ist er kein Plattenbau.

      Daß Du den Bau häßlich findest sei Dir ja zugestanden - das ist eine Frage von Meinung, genauso wie die Aussage, wenn Du wieder Potsdam besuchen magst. In jedem Fall wirst Du dich dann noch länger gedulden müssen.


      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Exilwiener wrote:

      Konstantindegeer wrote:

      Deshalb ist Frage der Einzigartigkeit sicht nicht der entscheidende Punkt, warum das Schiff (neben dem Turm mit Sockel) wiedererntstehen sollte. Bei dem zweistelligen Millionenbetrag muß schon eine Nutzung hinzutreten, die zum erheblichen Teil an der Refinanzierung der Baukosten beiträgt.
      Das Argument zieht. Man darf bei einem rekonstruierten Kirchenschiff auch obendrein nicht die Umwegrentabilität vergessen, bedingt durch die zahlreichen zusätzlichen Touristen, die genau wegen der rekonstruierten Altstadt noch zusätzlich nach Potsdam kommen um dort zu nächtigen, die heimische Gastronomie zu unterstützen und die kulturellen Einrichtungen mitfinanzieren! Es gibt hier sogar eine ganz einfache Formel, die so leicht verständlich ist, dass sogar die betriebswirtschaftsfernen Linken diese verstehen können:
      desto > Rekonstruktionen = desto > Touristen = desto > (Umweg-)Rentabilität

      ergo

      desto < Rekonstruktionen = desto < Touristen = < desto < (Umweg-)Rentabilität

      Das ist richtig. Man kann es auch klarer Ausdrücken: von einem in Potsdam ausgegebene Euro kommen auf Umwegen ca. 30 Cent in die Stadtkasse.

      Ob der Unterscheid mit oder ohne Kirchenschiff allerdings meßbar wäre bleibt fraglich. Wie auch immer wird jeder, der eine Idee für das Kirchenschiff hat, dessen Kofinanzierung durch die Nutzung nachweisen müssen. Davon sind bis dato alle verschiedenen Diskutanten in der Stadt weit entfernt, alle wollen ihre Ideen mit Steuermitteln umsetzen. Wenn das so bleibt, bleibt es Wiese.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Seit wann sind Carsten Linke und Jörg Kwapis "Künstler"? Die zitierten Sprecher des FÜR e.V. sind Referent für Klimaschutz im Landesumweltamt und Lokalpolitiker der Anderen (Linke) und Chef des Zentrums zur Therapie der Rechenschwäche (Kwapis).
      Das zeigt, daß ein Großteil der Nutzer des Rechenzentrums mit Kunst nichts mehr zu tun hat sondern es sich um ein politisches Zentrum handelt.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Das populistische Preußen-Bashing der Lokalpolitik trägt Früchte. Jetzt werden schon Königskronen von Baudenkmälern abgesägt, hier Originalgitter der Garnisonkirche.

      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Nun, Herr Schubert merkt wohl aktuell, was auch schon andere vorher erlebt haben: Man kann noch so sehr auf die Kritiker zugehen, Kompromisse vorschlagen und versuchen sie einzubeziehen, sie sind mit nichts zufrieden außer dass sie zu 100% gewinnen, dass das Rechenzentrum stehen bleibt und die Garnisonkirche nicht gebaut wird.

      Außer Maximalforderungen ist von den Gegnern doch nie etwas gekommen, geschweige denn dass man pragmatische Lösungen akzeptiert oder konstruktive Zusammenarbeit betrieben hätte.

      Ich bin mal gespannt wie es weitergeht, denn vielleicht wird auch ein Herr Schubert die Lust verlieren, sich immer wieder auf diese Leute zuzubewegen, die doch nie zufrieden sind und ihm zum Dank für seine sowieso zweifelhaften Bemühungen in der Öffentlichkeit in den Rücken fallen.

      @Konstantindegeer Was ist das denn für eine Kulturbarbarei?! Wo befindet sich das Portal denn aktuell und wieso kommt da einfach jeder so dran?
    • Centralbahnhof,das Portal befindet sich unmittelbar rechts neben der GK Baustelle(Giebel Studentenwohnheim.
      Ich denke bevor man einen Ersatzneubau in bester Stadtlage für diese sogenannten Kreativen errichtet,sollte geprüft werden wieviele wirkliche Künstler unter diesen angegebenen 250 Nutzern sind.
      Mein Eindruck ist,das ein sehr großer Teil der dortigen Mieter eher in der politisch Linken Krawalloszene zu finden sind.Und für solche Potsdamer ist kein Platz in einem neuzubauenden Kreativzentrum.Ausziehen aus dem alten RZ wollen sowieso die allerwenigsten.
      Das RZ ist mehr ein(linkes) Politisches Zentrum als ein Künstlerzentrum.
    • Konstantindegeer wrote:

      Das populistische Preußen-Bashing der Lokalpolitik trägt Früchte. Jetzt werden schon Königskronen von Baudenkmälern abgesägt, hier Originalgitter der Garnisonkirche.
      Das muss nicht einmal politisch motiviert sein. Hier werden oft bronzene Grabplatten, vermutlich von Schrottsammlern entwendet. Bei der Krone kann es sich um Liebhaber handeln, da sie unbeschädigt komplett abgetrennt wurde. Man hätte ihre Bedeutung auch durch Hammerschläge zerstören können.
    • ,,Das muss nicht einmal politisch motiviert sein" Das schließen Sie tatsächlich mit ein Elbegeist? :kopfschuetteln:
      Das es sich hier womöglich um irgendwelche Liebhaber oder Schrottsammler handeln könnte, ist sehr schwer zu vermuten.
      Radikalen GK Gegnern ist das entfernen der Krone wohl am ehesten zuzutrauen.Gerade bei den gegenwärtigen emotionalen Anfeindungen gegen das GK Projekt von diesen Leuten ist das denke ich,sehr naheliegend.