Bad Camberg (Galerie)

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    • Bad Camberg (Galerie)

      Nach der ausführlichen Galerie zu Idstein folgt eine Bildgalerie zu Bad Camberg:

      Bad Camberg ist eine Kleinstadt mit 14.000 Einwohnern und liegt zwischen Limburg an der Lahn und Wiesbaden.
      Die Geschichte des heutige Bad Cambergs fängt genau im Jahr 1000 nach Jesus Christus an, als der Ort als "Cagenberg" im Rahmen einer Schenkung des deutschen Kaisers Otto III zum ersten Mal erwähnt wurde! Zuerst war der Flecken im Besitz vom Kloster Burtscheid, später dem Kloster Seligenstadt 1053 kam Camberg an die Grafschaft Diez. 1281 verlieh Rudolf I, der erste Habsburgkaiser Camberg die Stadtrecht, seit dem 14 Jh mit Stadtbefestigung. 1388 nach Austerben der Diezer, kam die Kleinstadt an Nassau-Dillenburg. 1403 ist Camberg an die Katzenellenbogen verpfändet und deswegen von den Frankfurtern zeitweise besetzt worden. Nach kurzer Besitznahme durch Eppstein, der Grafen von Königsstein und der Landgrafschaft Hessen kam Camberg 1535 zur Hälfte in Besitz an Kurtrier und Nassau bis 1802. In diesem Jahr wurde die Stadt endgültig Nassauisch (Weilburg). Schließlich kam die gesamte Region 1866 zur preußischen Rheinprovinz. Seit 1945 zum Bundesland Hessen gehörig. Seit 1981 offiziell Kurbad.

      Die Kleinstadt überrascht mit ihrer kleinen, aber feinen Altstadt voller reichgeschmückter Fachwerkbauten! Besonders sehenswert der Amthof mit einer der längsten Fachwerkfassaden Deutschlands.

      Beginnen wir unseren Stadtspaziergang am Marktplatz:



      Die Nordfront besteht aus Häusern des 18 Jh. mit teilweise Mansarddächern und Erkern:







      Ein paar Details des rechten Hauses mit der Bäckerei, die im Übrigen sehr leckere Backwaren anbietet!

      Fränkischer Eckpfosten:



      Brüstungsfeld:



      Einfach herrlich diese Erker! Sie lockern die Fassaden auf, auch wenn das Fachwerk selbst schon sehr abwechslungsreich ist





      Der zeitgenössige Marktbrunnen:





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    • Blick in die Strackgasse:





      Doch kommen wir nun gleich zum prächtigsten Fachwerkhaus vom Marktplatz : der Nr 4, welches stark an Bsp am König Adolf Platz in Idstein erinnert! Es wurde 1592 errichtet für Johann Tiefenbach, Rentmeister der evangelischen Pfandherren von Dienheim und Nassau-Idstein. Das Haus gehört zu dem frühsten Fachwerkhaus der Renaissance mit dieser Schmuckdichte in Bad Camberg:




      Man erkennt in der Mitte des ersten Stockwerks auch den Bezug zum Bauherrn: er wird als Figur des Amtmann hier dargestellt:





      Dadrüber eine Inschrift auf Latein, welche als eine Trotzschrift gegen dem Bischof von Trier gerichtet ist, der die Protestanten 1582 augeswiesen hat!










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    • Das Giebelfeld ist besonders reich geschmückt mit musizierenden Engeln und sich streitenden Knechte:











      Das Seite zur Straße "Am Amthof":



      Das Erdgeschoss ist leicht schief:



      Noch ein Bild von der Ostseite des Markplatzes :



      Nun geht es Richtung Süden in die Straße "Am Amthof" mit Häusern hauptsächlich aus dem 18 und 19 Jh. :







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    • Wir steuern direkt auf das Haus Nr 4. Dabei handelt es sich um ein Fachwerkhaus aus dem 16 Jh. (angeblich 1492 als Gutshaus der Freiherren von Riedesel ("Riedeselscher Hof") errichtet). Seit dem 19 Jh Amtsapotheke. 1928 wurde das noch spätmittelalterliche Fachwerk freigelegt.













      Nun gehen wir links die Straße weiter. Zur Rechten sieht man erst eine Bausünde aus den 70er Jahren, das Bürgerhaus:





      Doch direkt gegenüber der berühmte Camberger Amthof, eine Fachwerkanlage aus dem 17 bis 18 Jh. Bis 1804, Sitz der kurtrierischen Amtmänner. Ein sehr malerisches und verwinkeltes Ensemble im fränkischen Fachwerkstil, mit vielen Schnitzereien und (Fenster)Erkern. Die Fachwerkfassade ist mit über 150 Metern eine der längsten in ganz Deutschland:




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      Gehen wir in den Innenhof. Der Nordflügel stammt aus den 50ern und zeigt in eindrucksvollster Weise, dass man auch nach dem Zweiten Weltkrieg sehr wohl harmonisch und regional bauen konnte:


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    • Der Innenhof mit Blick Richtung Norden auf das alte, zur Hinterseite hin verwinkelte Anwesen (Im Hintergund die Turmspitze des Stadttors) ...



      mit wunderschönen Renaissancetreppenturm aus Fachwerk!



      Panorama:














      Zurück zur Schauseite:



      Einer der wundervollen Erker:




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    • Der zweite Erker komplett fotografiert:



      und der dritte:




      Sehr malerische Durchfahrt. Rechts an der Stadtmauer angebaut die ehemalige Hauskapelle:






      Panorama















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    • Die "Brücke" von der anderen Seite:



      Detail des Stützpfostens:




      Hirtengasse 2 bis 6 sind direkt an der Stadtmauer angelehnt und links (Stadtseite) vom Oberturm gelegen. Die Bauten stammen aus dem 17 Jh.






      Der Oberturm wurde zwischen 1350 und 1380 erbaut:



      Feldseite:




      Mit Hauskapelle des Amthofs:










      Heute ist in der Kapelle ein Stadt- und Turmmuseum untergebracht:

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    • Der Nordflügel des Amthofs von der Obertorstaße aus: Der vordere, von hier aus links stehende Teil ist aus dem 18 Jh. der hintere aus den 50ern



      Das Wappen über dem Durchgang zum Hof :



      Der kleinere, nördlichere Hofteil vom Amthof ist noch enger und gemütlicher:






      und besitzt zahlreiche, reichverzierte Fenstererker:












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    • Wieder zurück auf der Obertorstraße. Ein paar Fotos vom 50er Jahre Flügel:



      Interessant ist hier der Eckpfosten, der ganz traditionell gedrechselt ist und wo dadrunter die Jahreszahl markiert ist:





      Nun gehts wieder Richtung Marktplatz weiter:



      Wenn man geradeaus weitergeht, ändert sich der Straßenname. Ab sofort heißt sie Bächelgasse. Hervorzuheben ist zuerst einmal die Nr 19, ein Fachwerkhaus aus dem 17 Jh. mit reichen Brüstungsschmuck und Verzierungen am Eckpfosten:







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    • Weiter gehts mit diesem Fachwerkhaus von 1516, noch in spätmittelalterlichen Formen. Da Camberg relativ abseits vom großen Schuss im Mittelalter lag, hielten sich archaische Formen bis ins 17 Jh. hinein!






      Gegenüber ein Haus, das anhand der Balken begonnen wurde erneuert zu werden, doch danach bleib wohl das Geld aus !?








      Nr 6 mit schmucken Fachwerk, K-Streben Formationen von 1663:






      Von der Vorderseite vorbildlich renoviert...






      sieht das Haus von der Rückseite erheblich anders aus, noch mit Eternitplatten aus den 60ern ummantelt:



      Dieser Hinterflügel könnte noch älter sein:



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    • Weiter gehts:





      Das Nachbarhaus von Nr 6, ein ehemaliges Handwerkerhaus ist ganz interessant: es könnte im Kern aus dem 16 Jh. stammen, doch wurde es vor Kurzem vorbildlich saniert bis auf das Erdgeschoss, wo man Stahlstäbe in Fachwerkform eingebaut hat:













      Etwas weiter in Richtung Kirche, das Haus Nr 1 , dessen Fachwerkstockwerke sehr schief gebaut wurden! Es stammt aus dem 17/18 Jh. und war noch vor Kurzem noch verputzt. Vielleicht tut sich ja noch was und es wird kernsaniert :anbeten: (Anzeichen dafür sind die mit Folie verklebten Fenster)









      Daneben ein sehr gepfelgtes, Fachwerkhaus mit ochsenrot gestrichenen Balken. Es stützt sich rückwärts direkt an der ehemaligen Stadtmauer:





      Der Chorraum der evangelischen Kirche ist aus der Barockzeit. Natürlich war diese Kirche leider verschlossen, sodass ich keine Bilder zum inneren beisteuern kann:

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    • Eine sehr geschlossene Häuserzeile direkt gegenüber von der Kirche aus dem 17 und 18 Jh:








      Das schlichte Eingangsportal zur Kirche St. Peter und Paul:







      Das Eckhaus Pfarrgase 1 ist nach neusten Forschungsergebnissen von 1477. Die rechte Erweiterung mit reich verzeierten Fenstererkern ist von 1673:
















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    • Die Nr 3 wurde 1560 mit überblatteten Bogenstreben, eben noch in mittelalterlicher Bauweise errichtet. Die Kellerzisterne stammt von 1275:



      Aus dem 17 und 18 Jh.










      Wir kommen in der Strackgasse, der Hauptstraße der kleinen Altstadt an mit ihren stattlichen und stilreinen Bauten im fränklschen Fachwerk aus dem 18 Jh.



      Biegen wir in die Schmiedgasse ein. Die verwinkelte Nr. 2 ist aus dem 17 Jh:









      Das Haus Nr. 6 gehört wieder zu den schmuckvolleren Fachwerkbauten der Stadt mit dreiseitigen Mittelerker und zahlreichen Fenstererkern:

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    • Ein paar Detailaufnahmen:













      Schräg gegenüber ein Neubau im Fachwerkstil:




      An der Ecke zur Schmiedgasse fällt dieses Fachwerkhaus aus mit archaichen Strebenformationen, das im 16 Jh. errichtet wurde:




      Etwas weiter in dieser Straße noch ein schiefes Fachwerkhaus um 1700 erbaut:







      Zurück Richtung Südwest:


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    • Ab hier wird die Grabenstraße zum Guttenbergplatz, benannt nach diesem haus, dem ehemaligen Hattsteiner Hof, ab 1767 Guttenberger Hof. Das Anwesen stammt vermutlich von 1526. Im Hintergrund, der Untertorturm:





      Nun geht es zurück zur Strackgasse. Dieses neuere Haus rechts hatte noch einen interessanten Holzerker eingebaut bekommen:





      Der Untertorturm, ein Relikt aus der mittelalterlichen Stadtbefestigung, wurde wie der Obertorturm zwischen 1350 und 1390 aufgebaut:




      Die Strackgasse hinauf Richtung Marktpaltz:






      Das Eckhaus Nr. 4 stammt aus der ersten Hälfte des 18 Jh.











      Gegenübert am Untertorturm angelehnt ebenfalls aus der selben Zeit:


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    • Ausblick von der Anhöhe der Altstadt (wahrscheinlich der "Camberg" ) auf die Landschaft des Hintertaunus:






      Steigen wir die Treppe hinunter zur Frankfurter Straße und dem neueren Stadtteil:






      An der Ecke zur Bahnhofsstraße dieses historistisches Haus von 1888 mit Kreuzigungsgruppe im Erdgeschoss:










      Das Eckhaus Limburger Straße Nr. 8 mit jugenstilhaften Formen. Der Erker mit Fachwerk eindeutig niederdeutscher Prägung:




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