Paulskirche

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    Die Abstimmung für das Gebäude des Jahres 2018 ist geöffnet! Abstimmungsende ist am 15. November 2018. Bitte gebt bis dahin Eure Stimme ab.

    • Absolut spannend, ja. Zeigt ja nur wieder, wie unterschiedlich die lokale Haltung beim Thema Rekonstruktionen ist.
      Da gibt es einfach keine klassischen Lager, wie wir auch neulich in der Diskussion feststellten.

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    • Schloßgespenst schrieb:

      Dass die in der ausgebrannten Ruine stehengebliebenen Säulen damals überhaupt weggerissen wurden, ist schon ein Hammer.
      Ich kann es nur immer wiederholen: Mauerwerk ausgebrannter Gebäude aufgrund von Fotografien auf dessen Tragfähigkeit zu beurteilen ist ein sehr heikles Unterfangen. Durch massive Hitzeeinwirkung verliert Mauerwerk einen grossen Teil seiner Tragfähigkeit. Ein Bild davon gibt es auf der Seite "Frankfurt1933-1945".
      frankfurt1933-1945.de
      (leider arbeitet diese Seite immer noch ohne Direktlinks, deshalb der Pfad:
      > links "nach 1945" anklicken
      > rechts "Wiederaufbau" anklicken
      > darunter "Das Haus aller Deutschen" anklicken
      > das oben erscheinende Bild kann zweimal vergrössert werden)

      Putzreste sind zwar an einigen Stellen haften geblieben, was aber noch nichts heisst. Sicher war man vor 70 Jahren noch unkomplizierter in der Beurteilung und Wiederverwendung von alten Bauteilen, da damals die Regulierungswut und TÜV und Prüfstatiker im heutigen Sinn noch nicht existierten (das ist eh ein deutsches Phänomen, das ich nicht verstehe).
      [off-topic]Das führte ja so weit, dass gerade jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, das intakte, 250 Jahre alte und 8 m tiefe Turmfundament der Garnisonkirche in Potsdam zerstört wird. Nur weil man sich vor einer statischen Prüfung scheute. Aber den Salat haben sie jetzt, weil das Fundament den ersten Bohrern wiederstand und dadurch zusätzlicher Zeitdruck und Kostensteigerung eintraten. Ab solchen Absurditäten kann ich nur schadenfreudig lachen. Hier nachzulesen.[/off-topic]

      1833 wurde die Paulskirche geweiht; also in 15 Jahren könnte man ihr 200-jähriges Jubiläum feiern. Ob man eine Rekonstruktion in diesem Zeitraum schafft?
    • Eine Rekonstruktion des Inneren der Paulskirche ist sehr zu begrüßen. Negativ fand ich den Vorschlag westlich (der Paulskirche) ein Museum über die Paulskirche etc. zu errichten. Dies würde die Möglichkeiten späterer weiterer Rekonstruktionen nach einer möglichen Beseitigung der Berliner Straße (oder Untertunnelung) d.h. einer Rekonstruktion des gesamten Platzes um die Paulskirche (auch nördliche Platzkante) konterkarieren. Ein neuer Museumsbau wird mit Sicherheit wieder zu einer hässlichen Modernisten-Spielwiese mit "spannenden Kontrasten" etc.. Besser wäre es den leerstehenden Platz östlich davon wieder zu bebauen (Block alte Börse und angrenzende Gebäude) und somit die Paulskirche wieder mit ihrer historischen Umgebung zu versehen. Insbesondere ein Wiederaufbau der alten Börse (siehe Link : https://de.wikipedia.org/wiki/Alte_B%C3%B6rse_(Frankfurt_am_Main)) wäre zu begrüßen. In der alten Börse könnte auch das Museum äußerst stilvoll untergebracht werden.

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    • Bündnis90 ist für die Sanierung!

      Die Paulskirche stellt den Beginn des Parlamentarismus und der Demokratie in Deutschland dar.
      Dieses ist in Analogie der Mauerfall mit der Gründung der Bürgerrechtsbewegung Bündnis90.
      Und eben jenes Bündnis90 ist bis heute Teil (auch des Namens) der Grünen.

      Diese Tatsache sollte selbst bei den Frankfurter Grünen ins Bewusstsein vorgedrungen sein.
    • Saxonia schrieb:

      Eigenartige Lagerbildung SPD, Linke und FDP für Rekonstruktion, CDU, Grüne und Ökos dagegen.
      Die "Grünen" sind in Frankfurt traditionell nicht sonderlich rekonstruktionsfreundlich. Und die CDU ist seit der "schwarz-grünen" Koalition inhaltlich völlig marginalisiert bzw. am Rockzipfel der "Grünen". Daraus erklärt sich das.
      Ansonsten bin ich eher (positiv) überrascht, dass es doch so viel Zuspruch für die Idee einer teilweisen Rekonstruktion der alten Paulskirche (Dach, Innenraumempore) gibt. Aber, es werden sich schon noch eine Menge Leute melden, die ihren Widerstand gegen eine Veränderung der Nachkriegsgestaltung anmelden. Jedenfalls eine spannende Sache.
      Bezüglich eines Museumsbaus sehe ich derzeit keine so große Gefahr. Wer soll das finanzieren? Womit ich auch den dauerhaften Unterhalt meine, denn eine solche Institution ist ja ein Zuschussgeschäft. Die Stadt wird das nicht stemmen können/wollen. Also könnten höchstens Land oder Bund ein solches Museum bauen und betreiben.
    • Grimminger schrieb:

      Eventuell würde hier ja zum richtigen Zeitpunkt eine Online-Petition helfen?!
      Da wäre wohl kein Datum passender dieses Jahr als der 18. Mai!
      Da jährt sich die Eröffnung der 1848er Frankfurter Nationalversammlung in der Paulskirche, des ersten gesamtdeutschen demokratisch gewählten Parlaments, zum 170. Mal!

      Damit wäre auch noch genug Vorbereitungszeit, schonmal einige Potenziale und Partner abzuklopfen. Zugleich darf es nicht deutlich später sein, da der Stein des Anstoßes bereits rollt! Das ist also die perfekte Gelegenheit. Es ist der Freitag nach der Jahreshauptversammlung von Stadtbild Deutschland, was ebenfalls eine gute Basis bildet. :)
    • erbse schrieb:

      Gibt's überhaupt brauchbare Bilder und Pläne von der alten Börse? Man sieht immer nur diesen uralten Stich...
      Ja gibt es, eine Menge sogar. Das Gebäude und die Umgebung waren vor dem WK2 ein häufiges Fotomotiv. Pläne gibt es bestimmt auch noch! Fotos von diesem Areal lassen sich etliche sogar recht schnell im Internet finden (Stichwort Paulskirche oder Alte Börse Frankfurt). Auch auf der Seite Altfrankfurt.com gibt es Bilder hierzu.

      Das Areal im Treuner Modell
      de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:…_Paulskirche_DSC_6281.jpg
      Gesamter Block (Freifläche östlich der Paulskirche), im nördlichen Bereich des Blocks befindet sich die Alte Börse.

      Links zu Bilder:
      frankfurt.de/sixcms/detail.php…5675&template=bildanzeige
      stadtbild-deutschland.org/foru…b%C3%B6rse-am-paulsplatz/
      frankfurt.de/sixcms/detail.php…0130&template=bildanzeige
      faz.net/aktuell/rhein-main/wir…m-paulsplatz-1360317.html
      upload.wikimedia.org/wikipedia…C3%B6rse%2C_Innenraum.png
    • Im Strang "Frankfurt in alten Ansichten" hatte ich irgendwo mal diese Privataufnahme aus meiner Sammlung gezeigt:



      Dürfte so um 1939 aufgenommen worden sein. Die beiden Gebäude, Paulskirche und Alte Börse, harmonierten sehr miteinander, machten also trotz der beiden unterschiedlichen, rege benutzten Funktionen einander keine Konkurrenz. Ich frage mich, welche Farbe die Steinfassade der Börse hatte. Gemäss der Abbildung schien der Sandstein eine hellere Farbe gehabt zu haben als die Paulskirche (links) mit rotem Sandstein, und das Obergeschoss sogar zwei verschiedene Steinsorten. Wir haben übrigens einen eigenen Strang zur Alten Börse.
    • Anbei noch ein Artikel in der FNP von heute mit Argumenten der Gegenseite:

      Während in der Sitzung eine Diskussion über den Antrag ausblieb, bezog in der Bürgerfragestunde der Stadtführer Mikael GB Horstmann eindeutige Position für den Erhalt der wiederaufgebauten Kirche nach den Plänen von Rudolf Schwarz: „Die Paulskirche ist in dieser Gestalt ein wichtiges Zeugnis der Nachkriegsgeschichte und des gemeinsamen Aufbauwillens aller Deutschen“, betonte er. „Würde man ihr das ursprüngliche Dach zurückgeben, wäre diese gemeinsame Leistung samt dem gespendeten Bauholz aus Thüringen nicht mehr sichtbar.

      Ähnlich äußert sich auch Grünen-Sprecher Andreas Laeuen auf Anfrage dieser Zeitung: „Die wiederaufgebaute Paulskirche hat Deutschland in die Demokratie zurückgeführt“, betont er. In dieser Gestalt und ihrer heutigen Funktion müsse sie saniert und als Denkmal erhalten werden. Laeuen kann sich nicht vorstellen, dass Stranks Antrag bei den Stadtverordneten eine Mehrheit findet.

      Geplante Sanierung: Paulskirche spaltet die Gemüter
      In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

      Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.
    • Man muss sich da eben überlegen, welche historische Erinnerung an diesem Ort Priorität besitzen sollte. Die Kritiker der Rekonstruktionspläne haben Recht, die derzeitige Frankfurter Paulskirche ist ein Denkmal für den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Problem ist aber, dass sie nur noch in sehr reduziertem Maße als gelungenes Denkmal für das eigentlich Besondere dieses Ortes gelten kann. Jetzt einmal im Ernst, liegt die Bedeutung der Paulskirche denn in der Nachkriegsära begründet? Ist sie dafür berühmt, eine besonders herausragende und einzigartige Schöpfung des Wiederaufbaus zu sein? Nein!!!! Die Paulskirche verdankt ihren Nimbus der Tatsache, dass hier das erste gesamtdeutsche Parlament getagt, dass sie als Stätte einer Glanzstunde unserer Geschichte, der ersten großen freiheitlichen deutschen Bewegung, fungiert hat. Von dieser historischen Strahlkraft ist heute im Inneren aber leider kaum mehr etwas zu spüren! Nun muss man sich fragen, will man hier weiterhin nur eines von tausenden Denkmälern für den Wiederaufbau Deutschlands behalten oder nutzt man endlich die Chance, um das wirklich Einzigartige des Ortes wieder erlebbar zu machen? Was hat denn an dieser historischen Stätte objektiv mehr Gewicht? Die Nachkriegsära, der man doch in Frankfurt sowieso auf Schritt und Tritt begegnet? Oder die Zeit der ersten deutschen Demokratie?
    • Ja so sehe ich das eigentlich auch. Zweifelsohne ist der Wiederaufbau eine große Leistung gewesen. Allerdings ist es doch eher eine Anekdote gescheiterter Frankfurter Ambitionen als Bundeshauptstadt in Zeiten gesamtdeutscher Ungewissheit. Das sollte man nicht aus dem Blick verlieren und in der Ausstellung entsprechend würdigen. Uninteressant ist das nicht. Die Frage ist, ob es hier im Zentrum stehen soll und das tut es mit der momentanen Gestaltung meines Erachtens. Vom demokratischen und nationalen Aufbruch, den das Jahr 1848 markierte, ist in diesem Raum sehr wenig zu spüren. Es ist eine andächtige Demutsarchitektur, die vielleicht für die unmittelbare Nachkriegszeit angemessen erscheinen mag, für 1848 aber wohl kaum.
      Man muss sich also erstmal entscheiden, was man dort überhaupt darstellen will. So wie sich der Raum seit Jahren präsentiert, kann man nicht behaupten, dass der Nachkriegsgestaltung ein hoher Stellenwert eingeräumt wurde. Wie gesagt, wenn man es nicht mal schafft, die Fahnen alle richtig herum zu hängen, ist das schon traurig...

      Im übrigen bin ich auf jeden Fall der Meinung, dass originale Ausstattungsstücke wie das erhaltene Germania Gemälde Philipp Veits in die Kirche zurückkehren sollten (derzeit Germanisches Nationalmuseum Nürnberg)


      commons.wikimedia.org/wiki/Fil…(painting).jpg?uselang=de
    • Triforium schrieb:

      Von dieser historischen Strahlkraft ist heute im Inneren aber leider kaum mehr etwas zu spüren!
      Also gar nichts mehr, finde ich.
      Das Traurige ist ja, dass man den Raum ohne Probleme auch ganz einfach, nicht als detaillierte Totalreko hätte wiederherstellen können, wenn man in einer schlichten Holzarchitektur die architektonischen Grundelemente Säulen, Empore, Gestühlanordnung, Kanzelaltar, Kuppel wiedergebracht hätte. So hat man es vielerorts bei wesentlich weniger bedeutenden Bauten gemacht....
      Dass man gerade auch auf dieses absolute Grundelement "Empore" verzichtet hat (die man wahrlich ja auch hätten gebrauchen können), ist, wenn man sich jetzt die Fenstersituation im Inneren ansieht, ein völliger Witz....
      Hannover ist eine mittelmäßige Stadt, aber dort sind viele, die sich große Mühe geben, etwas Besonderes daraus zu machen.
      Dresden ist eine besondere Stadt, aber hier sind leider viele, die alles versuchen, etwas Mittelmäßiges daraus zu machen (M. Roth)
    • Es gibt doch für alles eine Lösung. "Gespendetes Holz" kann man für den 2. Wiederaufbau auch an anderer Stelle einsetzen. Ich möchte nicht auf Dauer ein solches Nachkriegsprovisorium als Denkmal einer Zeit in der Verfolgte der NS-Herrschaft weiter in Haft saßen, in der Nazirichter weiter tätig waren, in der Frauen immer noch die Erlaubnis der Ehemänner zum Arbeiten benötigten. Es ist einfach nicht schön und der Sache nicht würdig.

      Die Dokumentation des jetzigen Zustandes kann in einer komplett rekonstruierten Paulskirche ganz im Stile dieser Nachkriegszeit in einem schmucklosen Raum mit weißen Wänden und hässlichen Glasvitrinen erfolgen. Das genügt dann aber auch.
    • Ich kann ja diese Reaktion auf eine mögliche Überhöhung der Nachkriegszeit verstehen, dennoch erscheint mir die Bewertung jener Jahre anhand von drei Stichworten zu pauschal, wenn nicht aus der DDR-Brille geprägt. Man kann jede Epoche anhand von wenigen Elementen markieren und dann in toto als negativ darstellen bzw. deren bauliche Zeugnisse komplett verwerfen ("Preußen = Militarismus, Obrigkeitsstaat"; "Kaiserreich = Kolonialismus, Kriegstreiberei"; "Weimar = Arbeitslosigkeit, sittliche Verlotterung"; NS-Zeit lasse ich mal aus, sonst gibt es wieder eine Diskussion; "DDR = Kommunistische Repression"; "BRD-Nachkriegszeit = NS-Richter, Patriarchalismus").
      Das soll keinesfalls heißen, dass ich den jetzigen Zustand der Paulskirche befürworte. Ich hätte nichts gegen den Vorschlag "Oktavians", die Grundelemente der Kirche wieder herzustellen, im Gegenteil. Aber doch bitte mit den passenderen Argumenten.
    • Eigentlich ist die Paulskirche einer der ganz wenigen Orte im Lande, an dem die Bundesrepublik in einer Pro-Haltung zu sich selbst stehen könnte.
      Die BRD steht ja ansonsten in ihrer Existenz hauptsächlich GEGEN die Vergangenheit, also gegen Monarchie und gegen Totalitarismus wie NS-Staat und DDR-Sozialismus. Daher treibt sie meistens auch orientierungslos durch die Zeit, ohne feste Bezugspunkte in der Vergangenheit. Die Paulskirche ist einer dieser wenigen Bezugspunkte und daher wäre hier natürlich eine echte Chance für ein würdiges und selbstbewusstes Auftreten. Da aber die Revolution von 1848 in den Köpfen der meisten Zeitgenossen als gescheitert betrachtet wird (obwohl danach viele wesentliche Elemente und Forderungen der Paulskirchenversammlung Einzug in die Länderverfassungen hielt, auch in diejenige Preußens), so werden hier sicher wieder eher Mahnmal- und Geschichtsbruchgedanken dominieren. Man sollte die Neugestaltung der Paulskirche daher sehr langsam und vorsichtig angehen.
      " Dem Wahren, Schönen, Guten "
    • Frankfurt gehörte bisher zu den hässlichsten Städten Deutschlands. Es tut sich aber etwas. Und etwas sehr Beachtliches.
      Die Stadt findet zur Schönheit zurück. Sie befreit sich gleichzeitig von all diesem akademischen Ballast, der letztlich nie etwas wirklich Schönes hervorbrachte. Der uns um lebenswerte Räume und Gebäude gebracht hat. Das liegt auch daran, dass wir eine nekrophile Gesellschaft sind. Das Anbeten toter Gegenstände (mein Haus, mein Auto, mein Boot) ist Grundlage unseres Wohlstandes und wird erst nach totaler Übersättigung damit so langsam in Frage gestellt. Auch das eine unmittelbare Folge der Zerstörungen des letzten Weltkrieges.

      Dem Leben heute neu zugewandt, fragen immer mehr Menschen, was soll mit diesem hässlichen Frankfurt werden? Sei es beim Schauspielhaus, in der Altstadt, bei der Paulskirche. Überall, wo die Moderne kläglich scheiterte.

      Der Frankfurter scheint endlich seine Sprachlosigkeit überwunden.
    • Hier eine schöne und detaillierte Grafik aus der Bildzeitung von 2014, zeigt sehr schön im Querschnitt die unterschiedlichen "Versionen" 1848/1950er:
      bild.de/media/vw-pdf-paulskirc…54582/Download/3.bild.pdf


      Der dazugehörige Artikel:
      bild.de/regional/frankfurt/pau…kirche-35256146.bild.html

      bild.de schrieb:

      Diktatur, Zerstörung, Wiederaufbau
      BILD erklärt die Paulskirche

      Heute vor 165 Jahren verabschiedeten 649 Abgeordnete die Reichsverfassung – das erste demokratische Grundgesetz Deutschlands

      Heute vor 165 Jahren verabschieden hinter den roten Main-Sandsteinquadern 649 Abgeordnete aus dem damaligen Deutschen Bund die Paulskirchenverfassung, auch Frankfurter Reichsverfassung genannt.

      Ein Grundgesetz, das uns ehrfürchtig erschaudern lässt: Darin sind die ersten bürgerlichen Menschenrechte unseres Landes – Freiheit, Gleichheit, Recht. Die Abgeordneten werden gedemütigt, während der Nationalversammlung 1848 wird mit Robert Blum sogar ein Abgeordneter hingerichtet.
      [...]
      Interessantes Detail: die erste, nachträglich zum Neubau eingezogene "Decke" unter der obersten Fensterreihe wurde während der Paulskirchenversammlung wegen der Akustik eingebaut und bestand aus an einem Holzrahmen gespannten Stoff [sic!].
      Die Moderne verleugnet ihre Herkunft, weil sie fürchtet, die Auseinandersetzung mit ihr könnte sie überfordern - oder ihr gar ihre eigene Banalität vor Augen führen. — Dr. Melanie Möller

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    • ^ Wow, klasse Schema! Die Originalanmutung gehört unbedingt wiederhergestellt. Das ist eines DER Symbole für Deutschland, und ein rundum positiv besetztes. Dieses Nischendasein mit der spartanischen Nachkriegsausstattung ist doch wirklich müßig.

      Für kürzere Ladezeiten und den Fall der Fälle habe ich den Schema-Ausschnitt mal als Bild hochgeladen: i.imgur.com/opLTqXM.jpg