Termin bitte vormerken: Am 9. November findet unser großes Initiativentreffen in Frankfurt am Main statt- Jeder ist willkommen.

Paris (F) (Galerie)

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    • Die Börse von Paris, 1807-13 erbaut :



      In der Nähe von der Opéra das Gaumont Kino:







      Etwas weiter entfernt in östlicher Richtung der Porte St. Denis Triumpfbogen unter Ludwig XIV 1672 errichtet:







      Dieses interessante eklektizitische Eckgebäude kann ich leider nicht mehr lokalisieren. huh:) Vielleicht kennt es jemand?



      Fortsetzung folgt Morgen mit dem Père Lachaise und den Spuren des alten Paris :gutenacht:
    • Père Lachaise

      Über dem Platz der Republik mit seinem 1883 aufgestellten Denkmal "Monument de la république"






      geht es zum Friedhof Père Lachaise. dem größten Freidhof von Paris und eines der besterhaltenen Friedhöfe mit geschlossenen Grabdenkmäler und sogar kleine Privatkapellen aus dem 19- Anfang 20 Jh.












      Teilweise kleine griechische Tempel als Gräber =O








    • Das modernistische Paris

      Aber auch das gehört zu Paris dazu: die modernistischen Bauten an der Seine flussabwärts des Bahnhofs "Gare de Lyon"



      Die französische Nationalbibliothek:



      Alte Brücken die über Schnellstraße und Seine überqueren:










      Hochhäuser an der Umgehungsstraße von Paris, dem Périphérique:





      Und natürlich die prominenteste Bausünde der Stadt, das Centre Pompidou. Man hat dafür die historischen Markthallen und ganze Straßenzüge abgerissen :wuetenspringen: :kotz:





    • Kirche St. Gervais St. Protais

      Die Kirche St. Gervais, St. Protais wirkt von außen wie eine ganz normale barocke französische Kirche durch ihre streng gegliederte Westfassade:. Sie wurde 1616 bis 1621 von Salomon de Brosse errichtet und gilt als eines der ersten Beispiele des französischen Klassizismus:



      Wenn man näher herangeht, erkennt man die typische klassische Säulenordnung, welche schon beim römischen Kolloseum zu entdecken ist: zuerst die dorischen Säulen, dann die ionischen Säulen und schließlich die korinthischen!






      Treten wir hinein:


      Wir bemerken, dass das Innere im spätgotischen Stil erbaut wurde. Grundstein für die Kirche war nämlich erst im Jahr 1494. Nach rascher Vollendung des Chors 1540 und des Querhauses 1578. Durch die innerfranzösischen Religionskonflikte verzögerte sich die Bauasuführung der Kirche erheblich, sodass das noch gotische Schiff erst 1600 bis 1620 errichtet wurde, kurz vor bzw noch während der Arbeiten an der klassizistischen Fassade!












      Die oberen Kirchenfenster sind aus der Renaissancezeit:






      Der zuerst fertiggestellte Chorraum:


    • Auf den Spuren des mittelalterlichen Paris

      Nun zeige ich euch endlich die Reste des mittelalterlichen Paris. Haussmann hat zwar eine verdammt gründliche Arbeit geleistet bei der Zerdtörung der Fachwerkaltstadt, doch in dem Viertel östlich der Kirche St. Gervais, St. Protais kann man sich einen Eindruck verschaffen, wie es einmal war im alten Paris.
      Verlassen wir also die Kirche und gehen in die Straße Rue de l'hotel de ville.



      Hier finde wir schon ein erstes mittelalterliches (die Nr 80), wohl verputztes Fachwerkhaus. Das Erdgeschoss besitzt die typisch französischen geschnitzten Eckpfosten. Ich habe im Netz ausführlich recherchiert, jedoch nicht das Baujahr des Hauses gefunden kann nur schätzen 15 bis 17 Jh huh:)










      Biegen wir nun in die Rue des Barres ein:


      St Gervais von der Rückseite:









      An der Ecke zur Rue Grenier sur l'Eau steht ein anderer Fachwerkbau: er wurde für die Abtei von Maubuisson die sich im nördlich von Paris gelegenen Tal Val d'Oise befindet, erbaut.






      Von der Rue Greniersur l'Eau aus macht er einen sehr mittelalterlichen Eindruck:


    • In der Rue Francois Miron befinden sich zwei besser erforschte, welche aber ebenfalls in einem nicht besonders guten Zustand sind. DIe beiden Fachwerkhäuser Nr 11 und 13 sind im dem 17 Jahrhundert errichtet worden und zeigen die typischen Altstadthäuser des alten Paris vor der radikalen Umgestaltung durch Haussmann. Vom Fachwerk her sind sie wie in den Städte der Umgebung im nordfranzösischen Stil, der bis zum Ende des "ancien Régime" also bis zur Revolution andauerte. Angeblich wurden die Häuser vor Jahrzenten renoviert und das Fachwerk wurde freigelegt. Höchste Zeit meiner Meinung nach, diese Schmuckstücke erneut frisch zu restaurieren!









      Gegenüber liegt das Haus Maison d'Ourscamp. Von außen nicht sehr spektakulär (17 Jh) daher habe ich es auch nicht fotografiert. Nur innen habe ich den romantischen Fachwerkhof verpasst sowie einen gotischen Gewölbekeller verpasst :wuetenspringen: . Heute befindet sich der Altstadtverein von Paris genannt Paris historique in diesem Gebäude.


      Das Viertel heißt im Übrigen le Marais, "Sumpf" zu deutsch, da es vor dem 13 Jh, als es durch dem König Karl V in die Stadt integriert wurde, ein großes Moorgelände war, das später trockengelegt wurde.

      Biegen wir rechts ein in de Jouy später Rue des Nonnains d'Hyères. Hier befindet sich ein Hôtel Particulier, das 1644-48 errichtet wurde: das hôtel d'Aumont. Nun befindet sich das Pariser Verwaltungsgericht dort.

      Ansicht von de Rue de Jouy:



      Von der Rue des Nonnains d'Hyères








      Schräg gegenüber befindet sich ein weiterer Höhepunkt von der "Altstadt" von Paris. Das Hôtel de Sens, eine Niederlassung der Erzbischöfe von Sens. Es wurde im 15 Jahrhundert errichtet und zählt neben dem Hôtel de Cluny im Quartier Latin eines der besterhaltensten spätgotischen Paläste von Paris.





    • Ein paar bauliche Details, die gut den Übergang zur Renaissance zeigen:







      Von der Rue d'Ave Maria aus sieht jedoch das Hôtel mehr wie eine mittelalterliche Burg aus mit dem gotischen Spitzbogen als Eingang u. a.





      An der Rue du jardin St. Paul ist noch ein gutes Stück der mittelalterlichen Stadtmauer die unter dem kapetingischen König Philippe Auguste Ende des 12 Jh. errichtet worden ist, erhalten:





    • Auf gehts zur nächsten Sehenswürdigkeit. Um dort hinzugelangen, müssen wir über die Rue Charlemagne aus links abbiegen in die Rue Saint Paul und dann rechts in die Rue St. Antoine. Dort auf linker Seite steht der nächste Adelspalast aus dem frühen 17 Jh im Spätrenaissancestil (Louis XIII Stil). Der Architekt, der dieses Kleinod von 1625 bis 1630 erbauen ließ, hieß Jean Androuet du Cerceau.











      Der Innenhof mit Garten:




      Das Gartenhaus und die Hofsituation haben mich schon vor längerer Zeit an das Palais Hoym bzw Palais Riesch in Dresden erinnert:



      An der Ecke kann man direkt zu den Arkadengänge des Vogesenplatz (place des Vogses) gelangen:



    • Vogesenplatz (Place des Vosges)

      Der Place des Vosges wurde 1605 unter Heinrich II begonnen als quadratischer, königlicher Platz ähnlich wie der Place Ducale in Charleville-Mézières. Die Backsteinhäuser sind so ähnlich gebaut wie die am Pont neuf auf der Île de la Cité und bilden ein sehr stimmiges Ensemble der nordfranzösichen offiziellen Baukultur des Anfang des 17 Jh. In der Mitte des sehr weitläufigen Platzes befindet sich heute ein Park mit einigen Wasserfontänen:





















    • Nun wenden wir uns links der Rue Antoine:

      Auf der gegenüberliegenden Seite sehen wir ein erneutes Hôtel paticulier, ebenfalls aus dem 17 JH. im selben Stil, das Hôtel de Mayenne:

      Es wurde damals gerade restauriert:






      Heute sieht es so aus: fr.wikipedia.org/wiki/H%C3%B4t…de-Mayenne-Paris-2012.JPG

      Daneben die evangelische Kirche Temple du Marais:




      Geradeaus geht es dann noch schließlich zum Place de la Bastille, dem Platz wo bis zum 14 Juli 1789 das berühmte Gefägnis der Bastille stand. In der Mitte steht heute eine große Säule, zum Gedenken an dieses bedeutende Ereignis für die französische Geschichte:











    • Das nächtliche Paris

      Wenn die Sonne untergeht am Seineufer, bricht eine ganz andere Stimmung herein, und die Stadt erstrahlt mit ihren Häusern und den Eiffelturm in einer goldenen Farbe:

      Mit den "Bateaux mouches", den Touristenbooten über der Seine fahren wir ein bisschen durchs nächtliche Paris. Aber davor noch ein paar Bilder vom Sonnenuntergang am Fluss:















      Auf dem Eiffelturm:






      Wieder Boot:







    • Die Herberge

      Für die erste Reise nach Paris waren wir in einem Kettenhotel weit außerhalb von der Stadt untergebracht, wir haben aufgrund der Staus ewig gebraucht, bis wir mit dem Bus in der Innenstadt waren. Es war daher nicht zu empfehlen!
      Jedoch bei der zweiten Reise in die französische Hauptstadt hatten wir ein wirklich gutes Hotel, mitten in der Innenstadt gefunden, in der Nähe der Grands-Boulevards und Montmartre gelegen, welches weiterzuempfehlen ist: das Ibis-style Hotel Paris Cadet in der 11 bis, Rue Pierre Semard. Es war ein schöner Altbau, und das Beste war von meinen Zimmer, welches ich mit meinem Klassenkameraden geteilt hatte, hatte man über dem Balkon einen wundervollen Blick auf die ruhige Seitenstraße, die voller Historismushäuser war! Paris pur!

      Das Viertel:








      Das Hotel von Außen:






      Das Zimmer oben links mit Balkon:






      Das Zimmer selbst natürlich sehr schlicht und klein:





      Aber der Blick: einfach einmalig <3












      Blick auf die Dachwohnungen gegenüber teilweise die grüne Hölle bei manchen :lachentuerkis:













      Der Nachbar :





      So ich hoffe, die Galerie hat euch gefallen. Ich würde mich freuen, wenn jemand noch ein paar Viertel ergänzen könnte, wie zB. das Quartier Latin, wenn das Fotomaterial existiert!


      --- Ende ---
    • Vielen Dank für die ausführliche Galerie von Paris. Einige schöne Ecken und die Existenz der wenigen mittelalterlichen Reste von Fachwerk waren mir neu, obwohl ich selbst schon einige Tage in Paris verbracht habe. Allerdings schwirrt schon seit dem Beginn der Galerie noch eine Frage in meinen Kopf herum: All die historistischen Gebäude der Stadt aus dem Plan Hausmanns sind ja Steinbauten. Aber gibt es im französischen Historismus und Jugendstil auch (Zier)fachwerk, wie das hierzulande oft der Fall ist?
    • Hallo Obsolet,

      Danke für die positive Rückmeldung ;) . Es stimmt, dass idR in der Epoche des Historismus in den großen Städten Frankreichs vorwiegend mit Stein gebaut wurde. (Technisches)Fachwerk wurde nur für Industrieanlagen verwendet sowie vereinzelt in ein paar Villen aber außerhalb der Zentren gelegen. Wo du jedoch ganz viel historistisches Fachwerk in Frankreich findest, dass sind die Strandbäder wie Deauville am Ärmelkanal und in der Normandie ;)

      goo.gl/images/z4P6zo

      goo.gl/images/VPt6nS
    • Riegel wrote:

      Fachwerkliebhaber wrote:

      Hier finde wir schon ein erstes mittelalterliches (die Nr 80), wohl verputztes Fachwerkhaus. Das Erdgeschoss besitzt die typisch französischen geschnitzten Eckpfosten. Ich habe im Netz ausführlich recherchiert, jedoch nicht das Baujahr des Hauses gefunden kann nur schätzen 15 bis 17 Jh huh:)


      Das ist aber eindeutig 20. Jahrhundert...
      Sicher? Vielleicht die Erdgeschosszone, aber nicht die oberen Stockwerke. Wenn du dir die anderen Bilder anschaust, ist das Haus von der Seite sogar schief!
    • Zum Quartier Latin kann ich leider nur wenige Bilder von meinem Aufenthalt 2012 besteuern. War übrigens ebenfalls ein im Rahmen einer Schulveranstaltung, hat sowohl in RLP als auch im Saarland gewissermaßen Tradition.. :D

      Das Panthéon mit Vorplatz, diesmal ein bisschen näher dran als von der Sacre Coeur










      Die Grande Mosque (Große Moschee) befindet sich in etwa zwischen Panthéon und Gare d' Austerlitz (also auch noch weitesgehend im Quartier Latin) und wurde 1922-26 erbaut. Der im Mudejar-Stil erbaute Turm erinnert ein wenig an marokkanische Moscheen.












      Das ist gleichzeitig auch das Wunderbare an Paris: Man kann die Stadt so oft besuchen, wie man will, es gibt jedes Mal neue Plätze, die man zum ersten Mal entdeckt..
      Der Untergang des römischen Reiches
      Rheinisches Landesmuseum, Stadtmuseum Simeonstift & Museum am Dom Trier
      www.landesmuseum-trier.de/sonderausstellung-2022
    • Fachwerkliebhaber wrote:

      Riegel wrote:

      Fachwerkliebhaber wrote:

      Hier finde wir schon ein erstes mittelalterliches (die Nr 80), wohl verputztes Fachwerkhaus. Das Erdgeschoss besitzt die typisch französischen geschnitzten Eckpfosten. Ich habe im Netz ausführlich recherchiert, jedoch nicht das Baujahr des Hauses gefunden kann nur schätzen 15 bis 17 Jh huh:)


      Das ist aber eindeutig 20. Jahrhundert...
      Sicher? Vielleicht die Erdgeschosszone, aber nicht die oberen Stockwerke. Wenn du dir die anderen Bilder anschaust, ist das Haus von der Seite sogar schief!
      Ich denke, Riegel meinte nur die Epoche der Eckpfosten, nicht das ganze Haus, da er ja auch das Bild der Eckpfosten zitiert hat. Dass das Haus alt ist, ist ja offensichtlich.