• Schlechte Nachrichten aus Saarburg (Link zum Zeitungsartikel):
    In der Altstadt, direkt neben der St. Laurentiuskirche, werden drei Häuser aus der Mitte des 19. Jh. abgerissen. Nachdem die katholische Kirche diese vor 20 Jahren (mit der Absicht dort ein neues Pfarrhaus zu erbauen) erworben hatte, standen die Häuser leer und vergammelten vor sich hin. Nun sind die Häuser baufällig geworden und der Unterhalt oder gar eine Sanierung sind der Kirche zu teuer.
    Aber immerhin darf man sich jetzt "endlich" auf einen schönen, großen Freiplatz vor der Kirche freuen, damit diese auch besser zur Geltung kommt. Auf dieser Fläche kann dann zukünftig auch mal ein Pfarrfest stattfinden. Außerdem wird der Pastor dann auch direkt vor seiner Kirche parken können. (frei zitierte Aussagen des Pastors der Gemeinde).
    Auch der Blick auf die ca. 6 Meter lange Brandmauer der Auberge St. Laurentius wird bestimmt fantastisch sein.
    Denkmalgeschützt sind die einzelnen Häuser leider nicht, lediglich als Ensemble. Der Denkmalschutz bedauert das ganze natürlich sehr und fordert, dass immerhin die Fassaden der abzureißenden Gebäude auf die dann sichtbare Brandwand des Nachbarhauses gemalt werden, damit das Ensemble auch gewahrt wird (kein Witz!).


    Der ganze Spaß kostet übrigens über 1 Million Euro. Es soll mir keiner erzählen, dass man dafür nicht den Altbaubestand einigermaßen sanieren könnte.


    Dieser Blick wird bald der Vergangenheit angehören. Es geht um das "Massgeschäft J. Hemmer", das ehemalige Restaurant "Zum Cunohof" rechts daneben, sowie das Gebäude links daneben. Wie man auf dem Bild erkennen kann, wurde im letzten Jahr bereits ein Gebäude unmittelbar vor dem Kunoturm abgerissen.



    Blick zum Kunoturm aus dem 14. Jh.



  • Um das Haus mit dem Giebel ist es schade. Das mit dem Freiplatz erscheint mir eine Ausrede. In Zeiten schwindender Kirchenmitglieder braucht es wohl kaum noch riesige Kirchhöfe, um Pfarrfeste ausrichten zu können.

  • Da wäre ich mir nicht so sicher, wenn ich die Teilnehmerzahl eines durchschnittlichen Sonntagsgottesdienstes in der evangelischen Wangener Stadtkirche (zehn bis zwanzig) mit der Teilnehmerzahl am Gemeindefest (Kirche, danach Gemeindehaus rammelvoll, zur Größe der Kirche siehe dort). Bei den Katholiken ist vielleicht die Diskrepanz zwischen beiden Zahlen nicht ganz so groß.


    Um die Häuser ist es trotzdem schade.

  • Natürlich ist das nur eine Ausrede. Die Häuser wurden erst durch die jahrelange Vernachlässigung baufällig, nach 20 Jahren ist der Zustand nun kurz davor, kritisch zu werden. Da wird lieber vorsorglich abgerissen, bevor noch etwas passiert oder das ganze akut ist. Außerdem wird die Neugestaltung des Platzes durch verschiedenste Töpfe von EU und Land gefördert, man bekommt das ganze also mit einem überschaubaren Eigenanteil.
    Für die Ausrichtung des Pfarrfestes war der Platz bisher groß genug, zumal das ganze ja praktisch in einer Fußgängerzone (nur Anliegerverkehr+Sackgasse) liegt.

  • @Luxemburger du kennst ja Saarburg wohl sehr gut. Hast du schon einen Leserbrief an den Volksfreund geschrieben zu den geplanten Abriss der Häuser? Denn nur durch gute Öffentlichkeitsarbeit kann man was erreichen und wenn viele Leute so denken, dann überlegt es sich die Kirche vielleicht anders!

  • EILMELDUNG - In Saarburg steht derzeit das Gebäude der Verbandsgemeindeverwaltung in Vollbrand!


    Bericht des Südwestrundfunks (mit Bild + Video)
    Bericht der Saarbrücker Zeitung
    Bericht bei lokalo.de (mit Bildern)


    Der sogenannte "Warsberger Hof" geht im Kern auf das 14. Jh. zurück, das derzeitige Erscheinungsbild wurde größtenteils beim Umbau um die Jahrhundertwende geschaffen. Die folgenden Bilder habe ich bereits in Saarburg (Galerie) veröffentlicht.






    Angrenzend ist auch das "Klein Venedig", hoffentlich greift der Brand nicht über..