Dinkelsbühl droht City Outlet

  • Sicher ist es kein flächendeckender Ansatz. Gerade in Ballungsgebieten, wo es kleinere Altstädte traditionell schwerer gegenüber den Großstädten haben, kann es aber ein gangbarer Weg sein. Dort entstehen Outlets sowieso - nur zu oft auf der grünen Wiese, obwohl kleinere Städte zur Verfügung stünden. Im ländlichen Raum ist es eher kein Weg. Da sollte man auf mehr Wohnanteil, touristische Nutzungen usw. statt leerstehende Gewerbebauten/Ladenzeilen setzen.



    Künftig wird der Kunde ohnehin immer seltener zur Ware kommen, sondern die Ware öfter zum Kunden. Das ist grundsätzlich der effizientere, ökonomischere -und uU auch ökologischere- Weg. Eine professionelle Logistikstruktur agiert ganz anders, als wenn jeder individuell in die Zentren strebt.


    Einerseits sicher weniger romantisch, aber da brauchen wir uns nix vormachen. Die Läden, die überleben werden, können dies nur, weil sie ein besonderes Einkaufserlebnis bieten. Ich habe schon 2012 in einem Schaufenster in Los Angeles lesen dürfen: "Dies ist der letzte Buchladen in LA."


    Es gibt zwar immer wieder leichte Gegentrends, doch die Tendenz ist eindeutig. Tatsächlich braucht man keinen Gedanken daran verschwenden, wie man das alles aufhält, sondern sollte vielmehr überlegen, wie dies positiv begleitet und für die Stadtbilder verträglich gestaltet werden kann. Ich sehe das eher als Chance für viele Stadtbilder, die durch schlimme Ladeneinbauten, Parkhäuser usw. verhunzt sind. Zudem ists auch produktabhängig.


    Ein paar Zahlen noch dazu:
    "Online-Handel: Frequenznehmer oder Umsatzbringer für die Innenstädte?" (IFH Köln)