Das lebendige Stadtschloss

  • Dennoch weiß ich nicht, wie das Zelt als Einfahrt funktioniert haben sollte. Dem Dachaufsatz nach zu schließen, müssen in der Mitte drei vertikale Stangen gestanden haben (auf der Skizze von W II nonchalant weggelassen). Vielleicht doch nur für Reiter und Pferd?

  • Nein, das könnte auch ohne Mittelstützen funktionieren. Die Zimmerleute bauen ja auch auch Dachstühle ohne Mittelpfosten, mit einem sogenannten Sprengwerk, also eine Verstrebungkonstruktion, die die Lasten nach außen auf die Mauern ableitet. Dürfte hier so ähnlich sein. Gekappte Mittelstützen, die die Zeltspitzen tragen und jeweils quadratische Rahmen mit Diagonalkreuz auf dem die Mittelstützen ruhen. Viel zu tragen haben die eh nicht. Sie Last übernehmen die Wandstangen, deren es viele sein dürften, vielleicht so viele, wie die Außenstangen für die Verzurrung mit den Seilen.

  • An eine solche Lösung habe ich auch schon gedacht, aber dann sind die pyramidenähnlichen Verdachungen natürlich Fake. Bei einem Dachstuhl ist das Sprengwerk (danke für den Fachbegriff, den ich noch nicht kannte!) integraler Bestandteil einer dauerhaften Konstruktion. Ein Zelt ist hingegen ist eine ephemere Architektur, die aus der Nomadenkultur kommt und darauf angelegt ist, mittels möglichst einfacher Konstruktionen auf- und abgebaut sowie transportiert zu werden. Daher die durchgängigen Pfosten.

  • Ich hab eine interessante Seite gefunden (hier), wo man taggenau das historische Wetter in Berlin ablesen kann. Für heute, den 5.4.1910 zum Beispiel max. Temperatur 17,9°C, wolkig mit Aufheiterungen. :biggrin:


    Zum Zelt könnte ich mir vorstellen, dass sich Wilhelm II. mit seinem Faible für Theatralik das Teil hat anfertigen lassen, wie er es auf seiner Reise in den Orient mal zum Dinner oder Empfang erlebt hat und nun unbedingt als überdachte Kutscheneinfahrt für sein Schloss auch sowas Exotisches haben wollte. Im Orient braucht man keine überdachte Kutscheneinfahrt, da regnet es selten und die Sonne hat einem eh schon auf der Fahrt aufs Dach oder auf den Kopf gebrezelt, da machen die paar Meter ins Haus auch nix mehr...

    Jedenfalls hat sich vielleicht trotz technischer Bedenken niemand getraut, der Majestät seinen Wunsch abzuschlagen oder ihm was zu sagen (im Sinne von "Der Kaiser ist nackt!" :lachentuerkis:). Man hat das Ding einfach gebaut und irgendwann mal pro Forma aufgestellt und das Foto gemacht. Danach ist es wohl im Keller oder der Rumpelkammer verschwunden, haha, meine Theorie.

  • Zu dem Zelt kann ich eine Vergleichsmöglichkeit anbieten, wie ein echtes osmanisches Großzelt aussieht:


    Dresdner Schloss, Türckische Cammer, Osmanisches Dreimastzelt (Bildrechte: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, David Brandt)


    Hier noch ein Foto von der anderen Seite (Foto: Elke Estel, Hans-Peter Klut) mit Hintergrundinfos einschließlich Maßangaben.


    Es handelt sich um das einzige begehbar ausgestellte osmanische Dreimastzelt der Welt. Deutlich sichtbar die drei Mittelstützen. Das Dach darüber ist durchgängig, hat also nicht drei einzelne Spitzen.


    Die Dreiteilung des Berliner Zeltdachs, die wir bei osmanischen und zentralasiatischen Zelten nicht finden, könnte mit einer Dachkonstruktion zu tun haben, wie SchortschiBähr sie oben beschrieben hat. Hierfür kann eine Unterteilung des sonst durchgängigen Daches sinnvoll sein. Für Schortschis These spricht auch die starke seitliche Abspannung des Berliner Zeltes, die wir so bei Türkenzelten nicht finden. Bei zentralasiatischen Völkern folgen die Jurten einem anderen Bauprinzip. Sie sind stets rund, haben gerade aufgehende Seitenwände, die durch eine Art Fachwerk oder Flechtwerk stabilisiert sind, und dann dünne Stäbe (eine Art Korsett), die in gleicher Weise die Dachhaut stabilisieren. Jurten haben häufig zwei dünne senkrechte Stützen, die aus der Mitte heraus nach beiden Seiten versetzt sind. Es gibt auch zentralasiatische Großzelte mit vier, um einen Mittelkreis angeordneten Stützen. Auch Jurtenkonstruktionen ohne senkrechte Stütze sind denkbar. Die Dachhaut hängt bei diesen Zelten aber nicht durch. Das Berliner Zelt folgt nicht diesem Prinzip, aber man kann sich im Vergleich schon vorstellen, dass das Berliner Zelt ohne Mittelstütze realisierbar wäre. Denkbar wären stark nach den Seiten versetzte dünne Stützen im Inneren des Zeltes, die weit genug auseinander stehen, um eine Durchfahrt freizugeben. Mir kommen auch gewisse Assoziationen zum chinesischen Hallenbau. Allerdings würden Chinesen das Dach nie so wie in Berlin in drei Stücke zerhacken.


    Zeltbau ist ein interessantes Thema. Bei modernen Zirkuszelten haben wir meist zwei große Stahlstützen, an denen, wie bei Pylonen einer Brücke, das Dach aufgehängt ist.


    Am sächsischen Hof gab es übrigens auch im 19. Jahrhundert eine sehr große Zahl an osmanischen Zelten, die in Gebrauch waren. Das waren Zweimastzelte, die dem Konstruktionsprinzip des oben gezeigten Dresdner Dreimastzeltes entsprachen, nur eben deutlich kleiner waren. Eines dieser Zelte blieb in wesentlichen Teilen erhalten und ist in der Türckischen Cammer ausgestellt.


    Das Berliner Zelt ist schon eine ziemlich theatralische Form der Achitektur. Ich finde die Platzierung vor dem großartigen barocken Portal nicht besonders elegant.


    Die Dachform des Berliner Zeltes erinnert mich an die Zeltdächer der Barbarakirche in Kuttenberg und der Kirche zu Laun (Louny) in Böhmen von Benedikt Ried.

  • Wenn wir schon bei der Transformation ephemerer Zelte in feste Architektur sind: es gibt natürlich fließende Übergänge. Einer ist das Obere Belvedere, das in dem von Prinz Eugen selbst in Auftrag gegebenen Stichwerk Salomon Kleiners als "Wunderwürdiges Kriegs- und Siegs-Lager" bezeichnet wird und dessen Dachlandschaft (v.a. auf den Eckpavillons und dem Mittelpavillon) ein Feldherrnzelt paraphrasieren - sicher auch in Anlehnung zu die schon von Rastrelli erwähnten osmanischen Zelten, vielleicht aber auch in Anlehnung an zeitgenössische Bühnendekorationen.

    Auch die Hofburg (sowohl der ältere, von Joseph Emanuel Fischer von Erlach erbaute Teil als auch die unter Franz Josef I. von Ferdinand Kirschner hinzugefügte Hauptkuppel) imitieren Zeltdächer. Und dann gibt es vollständig als Zelt gestaltete Architekturen wie das Wachhaus in Drottningholm (Ende 18. Jh.). Im Empire erhalten dann auch die Innenräume zeltartigen Charakter: später auch Schinkels Zeltzimmer in Charlottenhof (Sanssouci) und der Teesalon im Berlin Schloss, womit der Kreis wieder geschlossen wäre. All das erinnert auch an Gottfried Semper, der den Ursprung der Architektur in der Zeltarchitektur und in zwischen Pfosten gehängten Stoffen sah.










  • könnte es nicht doch sein, das es ein Mitbringsel oder Geschenk der Jerusalem-Reise 1898 war. Der Tross des Kaisers war über 200 Personen stark, sie nächtigten in über 75 Zelten außerhalb von Jerusalem.


    Der Reisekaiser in Jerusalem



    Das Zeltlager außerhalb von Jerusalem







  • Gibt es überhaupt auch andere Zeichnungen seiner Majestät? Ich mein, so schlecht ist die ja nicht. Vielleicht ist der Kaiser an dem Abend im Jahre 1904 auch nur mit dem Hofbauinspektor Geyer ins Gespräch gekommen, hat ihm seine Fantasien geschildert und der hat gezeichnet und sie später natürlich in untertänigster Hochachtung dem Willy zugeschrieben.

    Und sich am Morgen ausgenüchtert nicht getraut hat, die technischen Bedenken vonwegen Kutschzufahrt zu beichten. Ich sag nur: "Der Kaiser ist nackt!" :lachentuerkis:

  • classica Ja, ich kenne ein sehr passables Aquarell eines Schlachtschiffs und eine Entwurfszeichnung, die Prof. Knackfuß (er hieß wirklich so) dann umgesetzt hat. Sie trägt den Titel: Völker Europas, wahret eure heiligsten Güter. Wilhelm hat diese Zeichnung dann an die verschiedenen Höfe geschickt. Ich schaue mal, wo ich was finde....

  • könnte es nicht doch sein, das es ein Mitbringsel oder Geschenk der Jerusalem-Reise 1898 war. Der Tross des Kaisers war über 200 Personen stark, sie nächtigten in über 75 Zelten außerhalb von Jerusalem.

    Nein, wie gesagt, es handelt sich um ein Zelt, das nach einem eigenhändigen Entwurf Kaiser Wilhelms I. angefertigt wurden. Daher hatte ich ja auch beide Bilder mit Bildunterschrift eingefügt und die stammen aus dem Buch von Albert Geyer zur Geschichte des Berliner Schlosses.

  • Zum zeichnenden Kaiser und was mir auffiel: hm, das ist mir neu. Mir scheint der Kaiser war doch ein passabler Zeichner, alle Achtung. Die Figurengruppe ist proportional und in der Haltung, wie Komposition für einen Laien durchaus gelungen. Hat er wohl in seiner Jugend Zeichenunterricht bekommen!?

    Auffällig bei der Zeichnung oben: Wilhelm zeichnet eine Art antike Siegesgöttin mit Ordensritterschild (siehe Kreuz) und der Knackfuß macht einen Erzengel Michael mit Flammenschwert daraus (das ist der Knackpunkt). Sowas aber auch! Hat er seiner Majestät Entwurf verändert!

    Man denke dabei auch an den Drachentöter im Großen Schloßhof. Ist das nun der Heilige Georg oder Erzengel Michael. Na, wohl eher Georg, auf dem Pferde.

  • Im Grunde ist der Entwurf von Knackfuß sehr diplomatisch. Deutschland steht jetzt im Vordergrund, übernimmt aber keine Führungsrolle mehr. Es belehrt die anderen auch nicht mehr, denn diese sehen nun selbst, was geschieht, nachdem Michael sie auf die "gelbe Gefahr" hingewiesen hat. Michael ist der Schutzpatron Deutschlands, aber auch der Beschützer Frankreichs (der Mont Saint-Michel als geistliche Bastion). Im Mittelalter schützte Michael ohnehin alle Gotteshäuser, wenngleich er zur untergehenden Sonne nach Westen kämpfte und gerade nicht wie bei Knackfuß nach Osten wies). Des weiteren ist das Kreuz nun auf alle bezogen und stellt nicht mehr den privaten Nimbus der Germania dar. Germania und Russia sind geschwisterlich vereint, während Austria-Hungaria das Bündnis mit Britannia sucht.

    Das Bild zeigt, wie sehr Wilhelm an einer Einheit der Völker Europas gelegen war, wie zuwider ihm ein europäischer Krieg war. Um diese Einheit zu begründen, projizierte er eine "gelbe Gefahr" - wahrscheinlich muss man hier den Boxeraufstand kontextualisieren - und beschwor die Erinnerung an die uralten europäischen Traumata des Mongolensturms und der Hunneninvasion herauf (wenngleich er, inkonsequent wie er war, die Deutschen vor dem Boxeraufstand ausgerechnet mit den Hunnen verglichen hatte).


    Wollte man das Bild aktualisieren, müssten die Damen alle Atemschutzmasken tragen.....

  • Dreikaisertreffen 1872

    Vom 6. bis 11. September 1872 kam es zwischen dem österreichisch-ungarischen Monarchen Franz Joseph I., dem deutschen Kaiser Wilhelm I. und dem russischen Zaren Alexander II. in Berlin zu einem Zusammentreffen, das als politische Demonstration der Zusammenarbeit der Kaisermächte Osteuropas gedacht war (Dreikaiserverhältnis).

    Hinter den Kulissen kam es während dieses Treffens zu den eigentlichen politischen Gesprächen zwischen den leitenden Staatsmännern Otto von Bismarck, Gyula Andrássy und Fürst Alexander Michailowitsch Gortschakow. Dabei ging es im Wesentlichen um gemeinsame Maßnahmen zur Unterdrückung der revolutionären Bewegung, die Stellung zum republikanischen Frankreich und eine russisch-österreichische Verständigung über den Status quo auf dem Balkan.

    Während dieses Treffens wurden keine schriftlichen Abmachungen getroffen; allerdings brachte Bismarck seine außenpolitischen Pläne ein gutes Stück der Verwirklichung näher und bereitete somit das Dreikaiserabkommen von 1873 vor.

    Ankunft zum Bankett im Weißen Saal des alten Schlosses ("The Illustrated London News" 21. September 1872)


    Quelle: ebay


    Bankett für die Kaiser im Weißen Saal des alten Schlosses ("The Graphic" British weekly newspaper, 31. September 1872)

    Quelle: ebay


    Tattoo bei Fackellicht (Zapfenstreich) ("The Graphic" British weekly newspaper, 31. September 1872)

    Quelle: ebay

    Konnte man damals schon in Kombination von Gasbeleuchtung, Linsen und Spiegeln eine Art Flutlicht erzeugen?


    Preußische Militärkapelle beim Zapfenstreich ("Frank Leslie's Illustrated Newspaper" US-Magazin, 2. November 1872)

    Quelle: ebay


    Im Züge dieses hochrangigen Zusammentreffens sind noch weitere Veranstaltungen im Bild (wennauch nicht als Foto) festgehalten wie:

  • Dreikaisertreffen 1872

    Tattoo bei Fackellicht (Zapfenstreich) ("The Graphic" British weekly newspaper, 31. September 1872)

    Quelle: ebay

    Konnte man damals schon in Kombination von Gasbeleuchtung, Linsen und Spiegeln eine Art Flutlicht erzeugen?

    Ist vielleicht für einige von Euch ein alter Hut, aber ich habe das nicht gewusst oder vermutet. Es wird sich tatsächlich um elektrische Scheinwerfer gehandelt haben mit Glühlampen, die seit dem frühen 19. Jahrhundert entwickelt wurden.


    Hier ein Bild aus derselben Zeit (1873) vom Winterpalast in St. Petersburg.

    Der Deutsche Kaiser in St. Petersburg, vom Balkon des Winterpalais einem Militärkonzert bei elektrischem Licht lauschend.

    Quelle: ebay

  • Novemberrevolution 1918 / Weihnachtskämpfe


    "Seit mehreren Wochen gab es Streit um die Volksmarinedivision, die während der Novemberrevolution in Berlin gebildet worden war. Der preußische Finanzminister Hugo Simon (USPD) beschuldigte am 12. Dezember deren Angehörige, die sich im Berliner Stadtschloss einquartiert hatten, für das Verschwinden wertvoller Kunstschätze verantwortlich zu sein. Der Rat der Volksbeauftragten plante, zuverlässige Matrosen der Volksmarinedivision in die republikanische Soldatenwehr zu übernehmen und den Rest nach Gewährung einer Entschädigung zu entlassen. Am 13. Dezember weigerte sich die Volksmarinedivision aber, das Schloss zu räumen. Der zuständige Stadtkommandant Otto Wels (SPD) stellte der Einheit daraufhin ein Ultimatum bis zum 16. Dezember 12 Uhr mittags. Die Truppe weigerte sich und setzte eine Maschinengewehrabteilung in Alarmbereitschaft..." (Quelle: Wikipedia "Weihnachtskämpfe")


    Weihnachtskämpfe im Pfeilersaal des Berliner Schlosses

    Quelle: Wikipedia (Bundesarchiv, Bild 146-1976-067-30A / CC-BY-SA 3.0)


    am Fenster positioniertes MG

    Quelle: Pinterest


    So hausten Matrosen in des Kaisers Schloss

    aus einem Artikel der Frankfurter Zeitung vom 01.01.1919:

    " ...Rein äußerlich weist das Schloß infolge der letzten Kämpfe starke Narben auf ... Aber diese Schäden werden bald beseitigt sein: Maurer und Glaser sind bereits am Ausbessern... Umso größer sind aber die Verheerungen der Plünderer...

    Wer hat nun geplündert? Zunächst in den ersten Tagen, als die Anhängerschaft Liebknechts sich im Schlosse breit machte, vieles verschwunden. Aber der größte Teil der Gegenstände ist verschleppt worden in den Wochen, in denen das Schloß in der Obhut der Matrosen war. Noch in den letzten Tagen sind von Neuem Schränke aufgebrochen und ausgeraubt worden und selbst noch in der gestrigen Nacht. Die Schloßverwaltung schätzt den Wert der geraubten Gegenstände auf 6 bis 7 Millionen Mark... "

    November 1918 beschädigtess Portal V bei Kämpfen während der Novemberrevolution. Auf dem Bild sind Mitglieder der Volksmarinedivision zu sehen.


    noch einmal das beschädigte Portal

    Quelle: cartespostales


    Es ist das Portal IV, nicht V

    Quelle: akpool


    Zerstörungen am Portal IV aussen

    Quelle: ebay

    MG-Stellung am Portal II

    Quelle: ebay


    zerstörte Säule im Eosanderhof Portal IV innen (weiteres Bild)

    Quelle: ebay


    Quelle: ebay


    Schäden im Schlüterhof Portal V innen

    Quelle: ebay


    Aufbahrung der Gefallenen im Schlosse (Ist das zu Fuße der Gigantentreppe?)

    Quelle: ebay

  • Man wollte das Portal V, vor dem Karl Liebknecht am 9. November 1918 die „sozialistische Republik“ ausgerufen hatte, bei der anstehenden Sprengung bergen, um es in einem noch zu errichtenden Staatsbau wiederzuverwenden. Vom Balkon des Portals V hatte bereits Kaiser Wilhelm II. am 1. August 1914 den Eintritt des Deutschen Reiches in den Ersten Weltkrieg verkündet. Bei der Sprengung hatte man vor Portal V Strohmatten ausgelegt, damit die Bauteile, die darauf fallen sollten, wiederzuverwenden seien. Doch nach erfolgter Sprengung fand man nur noch zerborstene Sandsteinbrocken auf dem ausgelegten Stroh. Damit war Portal V verloren und man zerlegte nun das alternativ stehengelassene Portal IV aufwendig in Handarbeit, um es dann als Portal V auszugeben.

    :lachentuerkis:

    Abgesehen davon hat Liebknecht höchstwahrscheinlich gar nicht vom Balkon, sondern vom Dach eines Lastkraftwagens zu den Massen gesprochen. Aber schön, dass diesem Mythos wenigstens der Erhalt einiger weniger Originalteile zu verdanken ist, wennauch leicht fehlerhaft, was bei der jetzigen Rekonstruktion korrigiert wurde (nachzulesen hier).