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Würzburg - die Stadtbefestigung

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    • Brückentor auf der Alten Mainbrücke & weitere Würzburger Befestigungen - rekonstruieren?

      So wahnsinnig viel ist nicht mehr von der wirklich mittelalterlichen Würzburger Stadtbefestigung übrig, oder?

      Hier mal eine sehr imposante Ansicht von 1642, natürlich Matthäus Merian d. Ältere:


      commons.wikimedia.org/wiki/File:Wuerzburg-1650-Merian.jpg

      Dichter:


      commons.wikimedia.org/wiki/Fil…toris-9309.tif?uselang=de


      Interessant finde ich neben den vielen typischen Stadttoren und -türmen das westliche Brückentor auf der Alten Mainbrücke. Es wurde 1701 begonnen, laut Würzburgwiki stammt das Wappen des Fürstbischofs Johann Philipp von Greiffenclau und die vier Statuen der beiden Fassaden stammen von Balthasar Esterbauer.

      Weiter heißt es: "Durch Flügelmauern war das Tor rechts und links an die Mainmauer angeschlossen und stellte mehr eine Sperre denn ein aktives Verteidigungswerk dar. Die Plattform mit umlaufender Brustwehr hatte zwar einige Schießscharten, allerdings konnten nur leichte Geschütze aufgestellt werden. Eine weitere Verteidigungsmöglichkeit bestand vom Brückentor nicht. Bis 1865 besaß das Tor nur eine zentrale Durchfahrt, dann wurden nach längerem Widerstand des Militärs zwei seitliche Durchgänge für Fußgänger durchgebrochen. Vier Jahre später, im Mai 1869, fiel der gesamte Bau den Verkehrsnotwendigkeiten zum Opfer."

      Hier eine Lithographie des schmucken Bauwerks von ca. 1860:


      Quelle (gemeinfrei): ZVAB

      Weitere, auch frühere Ansichten: commons.wikimedia.org/wiki/Cat…e_in_W%C3%BCrzburg_in_art

      Ich finde solche Brückentore (wie etwa auch in Worms, Heidelberg und natürlich Prag) ja immer sehr pittoresk. Sie sind eine großzügige Geste und ein Willkommensruf in Richtung Altstadt. Da es heute eine reine Fußgänger- und Radbrücke ist, wäre eine Rekonstruktion doch zu erwägen. Das wäre eine hochspannende Angelegenheit.
      Es würde womöglich den Blick auf das historisch große Würzburg wieder stärker schärfen, neue Perspektiven (im wahrsten Sinne) eröffnen. Und aus dem tiefen Tal der städtebaulichen Lethargie und Stagnation führen. Ohne dass dafür etwas anderes abgerissen werden müsste.

      Wäre es denkbar, auch weitere Tore, Türme etc. zu rekonstruieren?
    • Spontan (grad kaum Zeit; komm in ungefähr nem Monat wieder) würden sich eigentlich zuerst das Mühl- und das Holztor mit dem angrenzenden Stadtmauerabschnitt auf dem rechten Mainufer, nördlich von der Alten Mainbrücke aufdrängen - am besten zusammen mit Kärrner-, Holztor-, Stockfischgasse, Ankerplatz und Fischmarkt ;) ; beide waren bis zum Zweiten Weltkrieg erhalten. Kleines Problem: Das Areal ist überbaut.