Berlin - Marien- und Heiliggeistviertel zwischen Fernsehturm und Spree

  • Der Siegerentwurf sowie alle weiteren Entwürfe zur Umgestaltung des Rathaus- und Marx-Engels-Forums sind nun auch auf der Senatshomepage einzusehen.

    Zudem gibt es nun dieses kleine Video:


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    "80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wiederholen Politiker jedes Jahr die Worte 'Nie wieder'. Und nun sehen wir, dass diese Worte wertlos sind." (Wolodymyr Selenskyj)

  • Bild 984: was alles da noch stand und zu reparieren war.....hätten wir heute eine sehr schöne von historische Bauten geprägter Platz.

    Gilt für ganz Berlin.... Und dann noch die unnötige Beiseitigung von Stuck, Ecktürmen und ganzen intakten Bauten und Viertel.

  • Molkenmarkt = Dort wird die Berliner Altstadt in einigen Leitbauten wiedererstehen.

    Hört, hört!

    Kein Zufall, dass Giffey das so sagt - sondern kontinuierliche Arbeit des Berliner Ortsverbandes von Stadtbild Deutschland, des Bürgerforums und weiterer Akteure. ;)

    Es wurde einiges unserer Bürgerinitiativen daran gesetzt, einen politischen Neuanfang auch im Bereich der Stadtgestaltung zu ermöglichen.

  • Kein Zufall, dass Giffey das so sagt - sondern kontinuierliche Arbeit des Berliner Ortsverbandes von Stadtbild Deutschland, des Bürgerforums und weiterer Akteure. ;)

    Es wurde einiges unserer Bürgerinitiativen daran gesetzt, einen politischen Neuanfang auch im Bereich der Stadtgestaltung zu ermöglichen.

    Schön wärs . . . daran glauben kann ich allerdings nicht so richtig. Denke eher, dass Frau Giffey hier nicht im Sinne von "dem Original nach rekonstruierten Leitbauten" gesprochen hat. Lasse mich jedoch sehr gerne positiv überraschen :thumbsup:

    "Mens agitat molem!" "Der Geist bewegt die Materie!"

  • Das Thema Berliner Altstadt ist schwierig. Es müsste der enorme Verkehr umgeleitet werden, was kaum möglich ist. Der Stadtring ist zu weit weg.

  • Kein Zufall, dass Giffey das so sagt - sondern kontinuierliche Arbeit des Berliner Ortsverbandes von Stadtbild Deutschland, des Bürgerforums und weiterer Akteure.

    Klingt gut. Aber welchen Einfluss habt "ihr" denn konkret auf Frau Giffey genommen??


    P.S. bist du jetzt in Berlin gelandet, Erbse? (und nicht mehr in MeckPomm aktiv?)

    "80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wiederholen Politiker jedes Jahr die Worte 'Nie wieder'. Und nun sehen wir, dass diese Worte wertlos sind." (Wolodymyr Selenskyj)

  • Sehr gut!! Ist Frau Giffey in diesem Kontext auch davon überzeugt worden den Neptunbrunnen vor das Schloss zurück zu versetzen?? (siehe Beitrag 970)

    Auf jeden Fall scheint nach der bleiernen Lüscher-Zeit ein neuer Wind zu wehen. Hoffentlich gibt es jetzt auch noch eine vernünftige Person auf dem Chefsessel des Bausenats.

    "80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wiederholen Politiker jedes Jahr die Worte 'Nie wieder'. Und nun sehen wir, dass diese Worte wertlos sind." (Wolodymyr Selenskyj)

  • Interessanter Vortrag des Architekturhistorikers Ulrich Hartung zur Geschichte des Marienviertels / der historischen Mitte:


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    "80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wiederholen Politiker jedes Jahr die Worte 'Nie wieder'. Und nun sehen wir, dass diese Worte wertlos sind." (Wolodymyr Selenskyj)

  • Das Marx-Engels-Forum bietet unverändert ein Bild der Verwahrlosung, Ungepflegtheit ringsherum. Derzeit finden Bauarbeiten in der Mitte des Terrains statt, u.a. Pflasterarbeiten. Da das Terrain in den kommenden Jahren neu gestaltet werden soll stellt sich die Frage nach dem Sinn der aktuellen Baumaßnahmen.



    Derweil fristet in der Neptunbrunnen in der großen Brache ein kümmerliches Dasein. Interessanterweise ist der Brunnenteil, der am meisten angefasst wird der Busen der Dame. :biggrin: Angesichts der geringen optischen Sinnenfreude, die die dortige Umgebung bietet ist das aber irgendwie auch verständlich:


    "80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wiederholen Politiker jedes Jahr die Worte 'Nie wieder'. Und nun sehen wir, dass diese Worte wertlos sind." (Wolodymyr Selenskyj)

  • ^ Der runde Platz steht in der Fassung der DDR unter Denkmalschutz und diese Fassung wird von der BVG demnächst rekonstruiert, so ist zwischen dem BA Mitte und der BVG vertraglich vereinbart. Hier der Eintrag der Denkmalliste:


  • ^ Der runde Platz steht in der Fassung der DDR unter Denkmalschutz und diese Fassung wird von der BVG demnächst rekonstruiert, so ist zwischen dem BA Mitte und der BVG vertraglich vereinbart.

    Aber offenbar nur mit temporärem Bestand, für zwei drei Jahre vielleicht. Der Gewinner des Wettbewerbs zur Neugestaltung des Terrains, Landschaftsarchitekt Lenzen hat den Kreis in seinem Entwurf nicht mehr vorgesehen, siehe Bild.

    "80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wiederholen Politiker jedes Jahr die Worte 'Nie wieder'. Und nun sehen wir, dass diese Worte wertlos sind." (Wolodymyr Selenskyj)

  • Aber offenbar nur mit temporärem Bestand, für zwei drei Jahre vielleicht. Der Gewinner des Wettbewerbs zur Neugestaltung des Terrains, Landschaftsarchitekt Lenzen hat den Kreis in seinem Entwurf nicht mehr vorgesehen, siehe Bild.

    Nein, irgendwelche Wettbewerbe ändern nichts an der Denkmaleigenschaft. Ausweislich der Wettbewerbsunterlagen war die Denkmalpflegebehörde nicht beteiligt, insofern sind solche Entscheidungen nichtig. Die Denkmaleigenschaft müsste ja aufgehoben werden, was ich mir in diesem fall nicht vorstellen kann - das Landesdenkmalamt untersteht einem sozialistischen Politiker.


    Beim Rentnerdenkmal kommt das Urheberrecht der Künstlers hinzu, die jeder Veränedrung zustimmen müssen. Die Urheber des Denkmals waren am Wettbewerb auch nicht beteiligt.

  • Das mag ja alles ein, aber laut Medienberichten ist der große Steinkreis trotzdem obsolet:

    In drei Jahren sollen die Urväter des wissenschaftlichen Kommunismus wieder an ihren Ort und Richtung Osten blicken – diesmal mit dem Stadtschloss im Rücken. Das drei Meter hohe Philosophen-Duo steht dann aber nicht mehr auf dem gepflasterten Rund, sondern auf einer Wiese.

    Der Erhalt des Steinkreises würde den Entwurf von Lenzen jedenfalls völlig auf den Kopf stellen bzw. zu einer massiven Umplanung führen müssen.

    "80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wiederholen Politiker jedes Jahr die Worte 'Nie wieder'. Und nun sehen wir, dass diese Worte wertlos sind." (Wolodymyr Selenskyj)

  • Du must nicht alles glauben, was in einem Anzeigenblättchen steht. Und in Berlin schon dreimal nicht.

    Meinst Du ernsthaft die Denkmalpflege hebt den Denkmalschutz auf? Vielleicht bleibt das Denkmal dort, wo es momentan ist, weil es Stötzer besser findet. Aber auch dafür müsste der Denkmalschutz reagieren. Dann wären aber die Arbeiten der landeseigenen BVG ein Fall für das Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes.

  • Ich kenne wirklich keine andere Hauptstadt in Europa (oder der Welt?), die eine solch trostlose und sinnentleerte Mitte besitzt, und das auch so beibehalten möchte. Wenn man nicht wüßte, dass es mal ganz anders war, könnte man sich vielleicht irgendwie damit abfinden. Aber so nicht.

  • Ich kenne wirklich keine andere Hauptstadt in Europa (oder der Welt?), die eine solch trostlose und sinnentleerte Mitte besitzt, und das auch so beibehalten möchte. Wenn man nicht wüßte, dass es mal ganz anders war, könnte man sich vielleicht irgendwie damit abfinden. Aber so nicht.

    Antwort:

    Quote from Maecenas

    Das Marx-Engels-Forum bietet unverändert ein Bild der Verwahrlosung, Ungepflegtheit ringsherum.

    Überall dort, wo die ideologischen Geisteskinder von Marx und Engels regieren schaut es nach kürzester Zeit immer so aus. Also eigentlich authentisch und zum aktuellen Berlin durchaus passend und das ist (nicht) gut so.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • der Slanderbergplatz in Tirana

    Ich habe den Skanderbeg-Platz (nicht "Slanderberg" :zwinkern: ) in Tirana eigentlich nicht als unangenehm empfunden. Es ist eben einer jener sozialistischen Stadtplätze, die es auch in ehemaligen Sowjetrepubliken gibt (z.B. in Asgabat/Turkmenistan) oder auch in Peking gibt. Der Platz ist weiträumig, aber gepflegt, und sie haben (wohl in jüngerer Zeit) dort auch Wasserspiele zur Auflockerung installiert.


    Hier ein Bild von mir aus dem Jahr 2017:


    Tirana


    Die Situation in Berlin ist insofern eine andere, als (1.) sich dort - im Gegensatz zu Tirana, wo der Skanderbeg-Platz 1917 auf einer Freifläche in der Nähe des Basars angelegt wurde - die Berliner Altstadt befand, also in gewisser Weise der (nun leergeräumte) Ursprung der Stadt. Zum Anderen (2.) ist die Situation derzeit unbefriedigend, als dort seit Jahren eine Art Baustelle ist, ein verwahrlostes Areal, das nun endlich mal in Ordnung gebracht gehört. Aber in Berlin bzw. mittlerweile ganz Deutschland gehen solche Vorhaben einfach quälend langsam voran.


    Ich hoffe auf baldige Herrichtung der Grünfläche, dann auf 20 Jahre Ruhe. Danach schauen wir, wie die politische Landkarte neu geordnet wurde und ob etwas hinsichtlich einer qualitativen Wiederbebauung in Anlehnung an die Berliner Altstadt machbar ist oder nicht.