Freiberg - Ein Aufruf!

  • Unterschrieben mit besten Grüssen.


    Ich auch werde nie verstehen warum Medien seit neusten bei 70er beton Klötzen sagen es seien bau Sünden, aber so
    etws,was denn selben belanglosen beton-geist atmet gutheisen.


    Wir stehen vor einer Umwelt Kriese. Wir müssen wieder nachhaltig bauen da ist so ein Abris müll nicht mehr drin!

  • Gestern erschien in der Freien Presse ein Artikel über die gescheiterte Wiedereinführung des alten Freiberger Stadtwappens von 1227 als Logo der Stadt, dem ältesten in der ehemaligen Mark Meißen, mit den wichtigsten Begründungen des Stadtrates. Neben dem "Totschlagargument" Finanzierung findet man eine weitere bemerkenswerte Begründung eines Stadtrates. Eigentlich sollte man nicht reagieren aber so qualtitätvoll stimmen heutige Entscheidungsträger einer Stadt ab.


    https://www.freiepresse.de/mit…abblitzen-artikel10508094

  • Ich denke, irgendwann wird der Stadt ihr "Logo" vermutlich ohnehin langweilig und nicht mehr als zeitgemäß erscheinen. Solche Logos werden über die Jahre immer mal wieder überarbeitet. Dann wird die Suche neu beginnen, und man kann die Sache mit dem Stadtwappen wieder auf das Tablett bringen, ohne dass Finanzierungseinwände greifen können.

  • Also ich hätte jetzt mit der üblichen Argumentation gerechnet, dass Wappen eben Hoheitszeichen sind und nicht auf allen möglichen nichtamtlichen Dokumenten wie Werbe- und PR-Artikel der Stadt verwendet werden sollen. Aber der Herr Tippmann von den Linken hat mit seinem Geschwafel vom "reaktionären Herrschaftszeichen" wirklich den Vogel abgeschossen. Da weiß man, welch Geistes Kind der Mann ist. Seine Uhr ist vor 30 Jahren stehen geblieben.

  • Nun hat der Stadtrat von Freiberg die Online- Petition zum geplanten Neubau am Stadt- und Bergbaumuseum behandelt.
    Wie zu erwarten, wurde ihr nicht entsprochen. Warum auch, sollten diejenigen Parteien, die den Baubeschluß getroffen haben, sich nun korrigieren. Neulinge im Stadtrat trauen sich sicherlich nicht, dem Fraktionszwang zu wiederstehen.
    Es ist jedoch ein Skandal, daß man immer wieder lesen mußte, der Protest kam zu spät. Die Visualisierung des Neubaus gelangte erst nach dem Baubeschluß an die Öffentlichkeit. Gegen was sollte man sich also vorher wenden? Und typisch für Freiberg, Indiskretionen von Stadträten vor einem Beschluß werden laut Geschäftsordnung bestraft. Und wenn schon viel Geld verbraucht wurde, kann man natürlich nicht umplanen und wenn ein Projekt teurer wird, evtl. wissentlich vorher "kleingerechnet" , kann man später nicht abbrechen.
    In einem Bundesland, in dem es kein Freiheitsinformationsgesetz gibt, braucht man sich über nix mehr wundern!




    https://www.openpetition.de/pe…gbaumuseum-in-dieser-form



    https://www.freiepresse.de/mit…etitionen-artikel10606132

  • Tja, das ist bundesweit das Problem. Und wenn es, wie hier in Dessau, sogar zum Bürgerentscheid kommt, so ist die Bevölkerung, den Zahlen nach, zu träge, um noch etwas gerade zu rücken.

  • Die spätgotischen Domherrenhäuser wurden mit dieser Lücke geplant (Dachstuhl Am Dom 2 Ende 15. Jhd. dendrodatiert).
    Erst in der frühern Neuzeit gab es einen einfachen Zwischenbau, der bis auf dieses eine Bild (siehe ganz unten) nicht besonders dokumentiert ist.


    http://www.freiberg.de/freiber…81560040DB25?OpenDocument


    Auch neueste Ausgrabungen ergaben nix spektakuläres.
    Bis 1903, Eröffnung des Museums an dieser Stelle, rekonstruierte Arwed Rossbach (vergl. Leipziger Paulinerkirche) die Giebel der Domherrenhäuser. Sie selbst sind jetzt schon ein Denkmal.
    Ich muß es immer wieder erwähnen, es gab vor ein paar Jahren Planungen für einen flachen Zwischenbau, von der Denkmalpflege in Dresden schon abgesegnet, der die beiden benachbarten, als Museumsdepot genutzten Domherrenhäuser einbeziehen sollte (bekam die Öffentlichkeit nie zu sehen, Heimlichtuerei ermöglich diskussiuonsfreies Durchregieren). Der völlige unsinnige Verkaufsplan der beiden Häuser, inzwischen wieder zurückgenommen (neuer Plan: Übernachtungspension in spätgotsiche Häuser), verhinderte einen Verbinder und eine flache Hofbebauung. Da hätte der Platz gereicht. Ein Solitär ohne Hofbebauung mußte zwangsläufig zweigeschossig werden. Um dem Kubus angeblich die "Wucht" zu nehmen, schlug die ehem. Landeskonservatorin Prof. Pohlack selbst das Silbergespinst mit dem Wort "Silber" in vielen Sprachen vor. Wenn an dieser Stelle der Umgebungsschutz nach Sächs. Denkmalschutzgesetz nicht greift, wo dann in Sachsen? Dresden rettete damit vor Jahren seinen Canaletto- Blick, den es gar nicht mehr gibt.
    Die Fachleute von Freiberg bauten zuerst den gläsernen Fahrstuhl, dann den Keller mit eigenem Baubeschluß und ohne zu wissen, wie der oberirdische Baukörper wird. Der Baubeschluß für diesen kam zuletzt. Wie schon berichtet, Stadträte können nicht auf allen gebieten Fachleute sein, vor Ort informiert haben sie sich nie und wer vor Baubeschlüssen externe Hilfe sucht, wird bestraft.
    Diesem Projekt hätte ein Architekturwettbewerb gut getan aber nein, es wurde wieder einmal mit guten Bekannten des Baubürgermeisters geplant. Da braucht man natürlich keinen.


    PS. Wenn ein Oberbürgermeister bei einer Interviewanfrage des MDR äußert, "kein Kommentar, es sei alles gesagt" , ist das schon sehr bedenklich. Und dies, obwohl er sonst bei jeder Gelegenheit vor der Kamera steht.

  • Hallo,

    hier der aktuelle Stand zum Neubau am Freiberger Stadt- und Bergbaumuseum. Der Betonkubus hat seine volle Höhe zwischen den spätgotischen Domherrenhäusern erreicht. Die Selbsteinschätzung der Planer steht auch schon fest. LINK
    VG aus der Altstadt von Freiberg

  • In Freiberg wurde vor kurzem der nächste Neubau fertig. Es handelt sich um Funktionsräume/Hörsäle der TU Bergakademie. Er steht auf den Fundamenten des Dominikanerklosters (Stichwort Dietrich von Freiberg). Von diesen sind nicht mehr viele sichtbar. Teile der Bevölkerung nennen den Bau schon jetzt "Hochbunker"


    http://page.mi.fu-berlin.de/bl…lligent-eye/freiberg.html

    https://www.archaeologie.sachsen.de/2217.htm


    http://www.coskun-pm.de/portfolio/spq2-freiberg/


    Bilder von der Straßenseite (von mir)


    Der nächste Funktionsbau in der Nähe des Doms St. Marien wird bald folgen, ein Depotgebäude für das Stadt- und Bergbaumuseum.
    Der jetzige Baubürgermeister wird negativ in die Geschichtsbücher der Stadt eingehen.