Freiberg - Ein Aufruf!

  • Bei meinen Recherchen zu unseren historischen Städten in Deutschland bin ich vor kurzem auf diese I- Seite gestoßen und habe interessiert einige Beiträge gelesen. Ich habe mich nun angemeldet, um einen Hilferuf aus Freiberg zu senden.
    Die Stadt spielte trotz ihres reichen baukulturellen Erbes im Forum leider noch keine größere Rolle. Dies soll sich etwas ändern. ;)


    Die alte Bergstadt in Sachsen hat den 2. Weltkrieg und die DDR- Zeiten recht gut überstanden. Berühmt sind der spätgotische Dom St. Marien mit seiner romanischen „Goldenen Pforte“ sowie die älteste noch existierende montanhistorische Hochschule der Welt (Bergakademie) von 1765. Im Vorfeld der 800- Jahrfeier 1986 wurden hauptsächlich die großen Altstadtstraßen äußerlich in Stand gesetzt. Auch bedeutende Einzelobjekte wurden mit den zur Verfügung stehenden Mitteln gut saniert. Es gibt auch gut angepassten Neubauten und 1: 1 Rekonstruktionen. Für die Stadt wirkten zu DDR- Zeiten sehr verständige Personen.


    Nach der Wiedervereinigung Deutschlands nahm die Sanierung der Altstadt einen starken Aufschwung. Bis auf wenige Problemfälle konnten vor allem in den 1990er Jahren dank der damaligen Fördermittelpolitik die meisten Häuser in einen guten Zustand versetzt werden. In nicht wenigen befinden sich großartige Ausstattungstücke bzw. Malereien oder gar mittelalterliche Kellertonnen. Auch in den letzten Jahren gelangen vorbildliche Sanierungen aber davon vielleicht später mehr.


    Erst mit dem sogenannten „Stadtumbau Ost“ ab 2006, bei dem mit viel Steuergeld die städtischen Wohnungsgesellschaften in Ostdeutschland entschuldet wurden, traten schmerzliche Verluste in Freiberg ein. Da die Neubauviertel am Rande der Stadt mit Krediten der SAB gut saniert waren, griff man auf zentrumsnahe Gebäude (Gründerzeit und Heimatstil der 20er Jahre) zurück, um sie abzureißen. Insgesamt sollten 1000 Wohnungen „vom Markt genommen“ werden. Unter ihnen befanden sich teilsanierte Gebäude und auch denkmalgeschützte. Ein nach dem Leipziger Vorbild gegründetes Stadtforum (http://www.rettet-die-stadtmauer.de) und der Protest der Bürger konnten einige Abrisse verhindern. Bei dem schlimmsten Verlust handelt es sich um die Gartenstadt, dem sog. Franz-Mehring- Platz aus den 1930er Jahren (bei Interesse einfach mal googeln). Heute sind viele der freigeräumten Bauplätze wieder bebaut. Damit wurde die Begründung für den „Stadtumbau Ost“, der demographische Wandel, ad absurdum geführt.


    Der nächste traurige Verlust ereignete sich 2011, als für ein innerstädtisches Parkhaus die mittelalterliche Stadtmauer für die Zufahrt durchbrochen wurde und ein Barockhaus abgebrochen wurde. Gerade dieses diente im 7jährigen Krieg Friedrich dem Großen, Prinz Heinrich von Preußen sowie einigen Offizieren der Reichsarmee als Quartier. Natürlich wurde ewige Begründung angeführt, dass das Haus unrettbar sei. Dies stimmte definitiv nicht, denn ein Privatinvestor wollte es in den Parkhauskomplex integrieren. Mit Mitteln aus dem Bundesprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ wurde das Denkmal abgerissen. Dies konnte man in den Beschlussvorlagen des Stadtrates nachlesen. In der Folgezeit wurde dies vom Bundesbauministerium als gravierender Fall angesehen. Es kam jedoch wie immer, eine Begründung wurde gefunden und alles war nicht so richtig wahr. Fest steht, dass nur kurze Zeit später die Richtlinien für das Förderprogramm geändert wurden. Wegen Freiberg?


    In der Folgezeit wurden die Beschlussvorlagen aus dem Ratsinformationssystem der Stadt entfernt. Auch im Kreistag von Mittelsachsen spielt sich heute ähnliches ab. Obwohl der Innenausschuss von Sachsen erst dieses Jahr klarstellte, dass Städte solche Inhalte veröffentlichen können, machen scheinbar immer weniger Städte davon Gebrauch. Damit wird man lästige Fragen oder gar Proteste vor einem Stadtratsbeschluss los. In Freiberg verklagte die Stadtverwaltung sogar eine Stadträtin vor dem Oberverwaltungsgericht Bautzen, da sie Beschlussvorlagen ins Netz stellte. Von „Transparenz“ und „Mitnahme der Bürger“ entfernen wir uns immer mehr, und dies 27 Jahre nach der Wende.


    Und nun zu meinem Anliegen:
    Die Stadt Freiberg plant seit vielen Jahren eine neue moderne Museumskonzeption für das Stadt- und Bergbaumuseum. 2015 wurde deshalb schon ein gläserner Fahrstuhl an den spätgotischen Westgiebel angebaut.


    Vor 155 Jahren wurde das Museum des 1860 gegründeten Freiberger Altertumsvereins eröffnet. Noch heute bildet die bis zur Übergabe des Museums in das Eigentum der Stadt Freiberg im Jahre 1939 aufgebaute Sammlung einen wichtigen Grundstock des Stadt- und Bergbaumuseums. Der Freiberger Altertumsverein e.V. sieht sich deshalb noch heute in einer besonderen Verantwortung und Beziehung zum Museum.
    Aktuelle Ereignisse und Presseinformationen, die sich mit der künftigen Entwicklung des Museums beschäftigen, haben in den letzten Monaten für Unruhe und Besorgnis unter den interessierten Bewohnern gesorgt. Wie aus der Presse 2016 zu erfahren war, beabsichtigte die Stadt Freiberg einen neuen gläsernen Zwischenbau in der Lücke zwischen den Häusern „Am Dom 1“ und „Am Dom 2“ zu errichten (siehe http://www.phase-10.de). Angeblich aus klimatischen Gründen für das Museumsgut wurde dieser verworfen.


    Neuerdings sollen zur Finanzierung des Museumsanbaus die beiden heute zum Stadt- und Bergbaumuseum gehörenden Häuser „Am Dom 2“ und „Am Dom 3“ laut „Mittelfristigen Investitionsplan‘ für 300000,- Euro an die Städtische Wohnungsgesellschaft verkauft werden. Beide Gebäude dienen gegenwärtig als Depot für das Museum und wären für Wohnungen und Büros denkbar ungeeignet. Damit wurde der Plan eines Verbindungsbaus hinfällig.
    Bei den Häusern „Am Dom 2“ und „Am Dom 3“ handelt es sich ebenso wie beim Gebäude „Am Dom 1“ (heutiges Stadt- und Bergbaumuseum) um ehemalige Domherrenhäuser. Die kurz vor bzw. um 1500 errichteten Häuser stellen sehr wertvolle Denkmale dar, die neben dem Dom „St. Marien“ die Bebauung des Untermarktes prägen. Besonders das spätgotische Gebäude „Am Dom 2“ ist noch in großen Teilen unverändert erhalten geblieben und bildet mit der ehemaligen Thümerei „Am Dom 1“ ein architektonisches Ensemble von hohem Rang. Ein neuer Zwischenbau zwischen zwei so bedeutenden Kulturdenkmalen müsste sich diesen Bauwerken enorm unterordnen. Eine Beeinträchtigung der jeweiligen Giebel darf nicht erfolgen. Die Frage der Abstandsflächen ist problematisch.


    Deshalb bat der Freiberger Altertumsverein e. V. die Stadtverwaltung und den Stadtrat in einem „Offenen Brief“ nachdrücklich, auf einen Verkauf der Häuser „Am Dom 2“ und „Am Dom 3“ zu verzichten, um sich nicht für alle Zukunft die Möglichkeit einer Erweiterung des Museums zu verbauen und eine denkmalgerechte Nutzung derselben zu sichern. Für das Stadt- und Bergbaumuseum sind außerdem beide Gebäude als flächenmäßig geeignetes Magazin unentbehrlich.
    Kurioserweise soll in der Stadt ein anderes Gebäude zum neuen Stadtarchiv und Museumsdepot umgebaut werden. Da aber in diesem Altbau der Platz scheinbar nicht reicht, wird ebenfalls über einen modernen Anbau nachgedacht. Damit wird die Begründung ad absurdum geführt, der Erlös für den Verkauf der zwei spätgotischen Häuser (300000,- Euro) wird dringend benötigt.
    Um eine höchstmögliche Qualität und die beste Lösung für den Verbindungsbau am Museum zu erlangen, wurden ein deutschlandweiter Architekturwettbewerb sowie ein Schaudepot vorgeschlagen. Die Stadtverwaltung äußert sich dazu bisher nicht. Der neuen Zwischenbau wird wieder einmal einem Freiberger Architekten ohne vorherige Ausschreibung geplant. Niemand in der Bürgerschaft und nur wenige Stadträte kennen bisher nähere Details oder Visualisierungen. Lediglich ungenaue Beschreibungen lassen auf einen dreigeschossigen !!! Bau mit vollverblendeten Sandsteingiebel zur Straßenseite und Sandsteindach schließen.


    Eigentlich sieht die Sächsische Gemeindeordnung vom 03. März 2014 folgendes vor: § 11 Unterrichtung und Beratung der Einwohner „(2) Über Planungen und Vorhaben der Gemeinde, die für ihre Entwicklung bedeutsam sind oder die die sozialen, kulturellen, ökologischen oder wirtschaftlichen Belange ihrer Einwohner berühren, sind die Einwohner frühzeitig und umfassend zu informieren.
    Solch ein überdimensionierter Baukörper in dieser kleinen Baulücke würde das spätgotische Ensemble enorm beeinträchtigen. Ich bin der Meinung, dass in diesem Bereich mit den spätgotischen Domherrenhäusern „Am Dom 1- 3“ sowie dem gegenüberliegenden national bedeutsamen Dom „St. Marien“ (siehe Bild „Museum1“) laut sächsischem Denkmalschutzgesetz der sogenannte „Umgebungsschutz“ anzuwenden ist ( §2 (2) und (3) SächsDSchG). Wenn nicht hier, wo sonst?
    Anfang Juni soll dann der Baubeschluss in den Stadtrat eingebracht werden. Bei Annahme wird es dann wohl keine Einflussnahme durch die Bürgerschaft oder die interessierte Öffentlichkeit mehr geben.


    Ich möchte all diejenigen Interessenten unseres gemeinsamen baukulturellen Erbes bitten, die das gezeigte Bauensemble ebenfalls für eine höchst sensible Stelle halten, mit einem Schreiben noch im Mai an die Stadträte, die Verwaltung von Freiberg und die Presse zu wenden (Adressen können gern auf Anfrage mitgeteilt werden), dass dessen Bedeutung unterstreicht und der geplante überdimensionierte Bau unterbliebt, ein Architekturwettbewerb eingeleitet wird sowie die spätgotischen Domherrenhäuser als Ganzes im Bestand der Stadt verbleiben.
    Aber bitte beachten: Die Stadtverwaltung hat kürzlich die Weiterleitung eines anderen offenen Briefes an die Stadträte unter eigenartigem Vorwand verzögert (siehe http://www.freiepresse.de/LOKA…traete-artikel9895348.php)


    Mit Freiberger "Glück Auf"
    Ein Freibürger

    Files

    • Museum1.zip

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    • Museum2.zip

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    • Museum3.zip

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    • Museum4.zip

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  • der demographische Wandel ... ad absurdum geführt

    Heutzutage wird doch alles absolut dicht zugebaut. Denn die Menschenmassen müssen ja schließlich untergebracht werden. Es wäre so schön, wenn es eine geringere Bevölkerungsdichte geben würde. Vielleicht ist das ja im Osten Deutschlands anders... Aber zumindest in Süddeutschland wird uns noch die letzte Grünfläche genommen, um alles hochgradig zu verdichten ("Urbanisierung").

  • Hallo,
    nun ist nach langen vergeblichen Versuchen, den Neubauentwurf am Freiberger Stadt- und Bergbaumuseum in die Öffentlichkeit zu holen, dieser bekannt geworden. Aber dies erfolgte nur dadurch, da am 06. Juli im Stadtrat der Baubeschluß erfolgte. Niemand durfte vorher etwas erfahren. Damit ersparte man sich Diskussionen innerhalb der Freiberger Bürgerschaft. Die ganzen Hintergründe sind einfach unerträglich. Von Mitnahme der Bürger und Transparenz keine Spur mehr. Jetz kann man sich in der Verwaltung entspannt zurücklehnen, der Stadtrat hat beschlossen und basta!
    Das linke spätgotische Domherrenhaus und das nicht sichbare sollen verkauft werden. Sie stehen damit einer Erweiterung des Museums nicht mehr zur Verfügung, obwohl in den bestehenden Ausstellungen einige Zeitepochen nicht umfassend repräsentiert sind. Den Stadträten fehlt das Wissen und die Visionen.


    Photo Quelle Stadtverwaltung Freiberg




    NeubauSBM.zip

  • Es ist sicher an früherer Stelle schon erklärt worden aber wie kann ich den Link durch das richtige Bild ersetzen?
    Der Menüpunkt "Bilder" in der Leiste läßt mich mit meinen Anmeldedaten nicht zu.

  • Am besten direkt hier im Forum hochladen. Für das Bilderhosting müsstest du erst freigeschalten werden.

    Es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, sowie eine andere, die sie zerstört.

  • Freibuerger, gab es denn in der Öffentlichkeit bisher Proteste gegen diesen unerträglich unharmonischen 0815-Würfel?

  • Ja, wir haben viel versucht. Wir hatten Kontakt zum ehemaligen Lndeskonservator Prof. Glaser, der Direktor vom Grünen Gewölbe Prof. Syndram hat sich vor Ort informiert, der Verband Deutscher Kunsthistoriker hat einen Offenen Brief an die Stadt geschrieben, es erfolgten Anschreiben an die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, an die SAB wegen den Fördermitteln, an das Forum für Baukultur Dresden, an die Stadträte von Freiberg (Offener Brief durch den Freiberger Altertumsverein e.V.) usw. Einem Stadtrat wurde, weil er in Vorbereitung eines Gesprächstermins mit dem OB dem Altertumsvereins wenige Details der Planungen nannte, ein Ordnungsvverfahren wegen Geheimnisverrat angehangen. Es äußerten sich zu dem vorherigen unmöglichen Bau der Domkantor A. Koch, zugleich Mitglied im Sächsischen Kultursenat, der ehemalige Leiter des Besucherbergwerkes "Reiche Zeche" H. Pforr sowie ein Mitarbeiter der hiesigen Bundestagsabgeordneten der CDU. Viele Bürger schrieben Leserbriefe. Alles umsonst. Die Stadtverwalrung ist beratungsresistent Ein Architekten- oder Ideenwettbewerb wurde abgelehnt. Der damalige Museumsdirektor bekam einen Maulkorb. (https://www.freiepresse.de/mit…bonus-hat-artikel10105140)
    Offizielle Meinungen zum dem Würfel stehen noch aus.

  • Alles umsonst. Die Stadtverwalrung ist beratungsresistent Ein Architekten- oder Ideenwettbewerb wurde abgelehnt. Der damalige Museumsdirektor bekam einen Maulkorb.

    Das ist ein strukturelles Problem in vielen deutschen Städten!

  • Hallo Erbse,
    dies ist bei den Verantwortlichen leider aus verschiedenen Gründen sinnlos. Bei dem Wort "Denkmalpflege" .....
    VG
    Freibuerger


    PS. Hier mal die Interpretation des früheren OB zum Abriß des Hauses Fischerstrasse 21, dem ehemaligen Winterquartiers Friedrich des Großen im Siebenjährigen Krieg, für ein innerstädtisches Parkhaus zum Neujahrsempfang 2012:



    Zitat: “…Und für den notwendigen Abriss des Gebäudes, in dem der König von Preußen im Siebenjährigen Kriege Quartier bezog, gibt es eine bemerkenswerte Interpretation, auch wenn Friedrich der Große seinen 300. Geburtstag hat. Die letzte Schlacht bei Freiberg am 29. Oktober 1762 war kriegsentscheidend. Die Freiberger erdulden Kämpfe, Entbehrungen und Plünderungen doch Sachsen hatte den Krieg verloren. Wer aber das Hauptquartier des Gegners einnimmt, der erfährt – nachträglich gewissermaßen Genugtuung für die Freiberger Bürger… „

  • Es ist einfach schlimm. Diesen Anbau da reinzuknallen, zwischen zwei so tolle Gebäude. Da muss man als Denkmalschutz halt auch mal sagen nein, hier geht es nicht. Aber stattdessen hat man es wieder mal verschlimmbessert und diese Blechbüchse bekommen. Wo doch wirklich jeder nur die Hände überm Kopf zusammenschlagen kann. Allein den Giebel des Rektorats so zu verdecken oder den Treppenturm, die kleine Hofsituation zu zerstören - einfach alles ist hier grauenhaft.


    Auf der im Artikel erwähnten Facebook-Seite habe ich im Übrigen auch das Parkhaus in der Fischerstraße zum ersten mal gesehen. Du liebes Lieschen. So ein Schrott, wie in den 70ern.

  • Hallo Saxonia,
    der Denkmalschutz kann in Sachsen "Nein" sagen, wie er will. Hier sind oft höhere Mächte im Spiel. Ich kenne einige Beispiele, auch in Freiberg, wo Leute aus höheren Kreisen Einfluß genommen haben, so z:B. bei der Beseitigung der gotischen Keller im Schloß Freudenstein. Wie hat früher schon W. Ulbricht gesagt: Das Ding muß weg!
    Und da wundert man sich, wenn man den Bürgern ihre vertraute Umgebung mutwillig ! verpfuscht, daß sie die Parteien satt haben.
    Wenn ich mal Zeit habe, stelle ich eine Freiberger Verlustliste der letzten Jahre ein.
    VG

  • Noch ein kleiner Nachtrag.
    Der geplante Bauplatz zwischen den Domherrenhäusern war bis ca. 1800 nicht bebaut. Dies belegen auch derzeitige archäologische Ausgrabungen. Der dann errichtete Zwischenbau wurde beim Umbau des Museums 1900- 1902 abgerissen, um die alten Sichtbeziehungen wieder herzustellen. Die Leitung des Umbaus hatte der bekannte Leipziger Architekt Arwed Roßbach.
    Als vor Jahren der neue Eingangsbereich geplant wurde (von einem anderem Freiberger Architekten), sollte das als Depot genutzte Domherrenhaus in die Moseumskonzeption einbezogen werden. Schön wäre gewesen, ein Schaudepot, Sonderausstellungsfläche zu den beiden in Freiberg geborenen Kurfürsten Moritz und August, Verwaltungsäume in historischem Ambiente. Der "Zwischenbau" wäre bis zum Wendelstein eingeschössig geblieben, dahinter zweigeschossig. Da hinter dem Gebäude sich ein geigneter Hinterhof befindet, wäre der Platz ausreichend gewesen. Aus einer hinten gelegene Cafeteria wären Sichtbeziehungen zum Dom St. Marien und die Giebel der Domherrenhäuser möglich gewesen.
    Da die derzeitige Stadtrverwaltung kompromißlos und ohne Nutzung von externen Fachwissen, die beiden Bürgermeister wissen alles besser, die beiden in der Nachbarschaft stehenden Domherrenhäuser an die SWG verkaufen will, enstand das nun vorhandene Dilemma. 2020 möchte Freiberg die Sächs. Landesausstellung ausrichten. Also ist wieder einmal keine Zeit für sinnvolle Planungen.
    Falls möglich, bitte helfen und zahlreich Protestbriefe verfassen.

  • Hallo,
    es gibt immer mehr interne Details zu dem geplanten Neubau am Museum. Bei facebook findet sich (wie schon früher) eine interessante Seite mit Kommentaren. Selbst der in Sachsen sehr bekannte Historiker Prof. Dr. Heinrich Magirius hatte sich schon 2017 geäußert. Da die Seite "heimliche Mitleser" hat, auch von Seiten der beauftragten Architektenschaft, bitte rege weitere Kommentare schreiben.
    VG
    Freibuerger



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