Auerbach (Stadt Bensheim) (Galerie)

  • Einer der Berge, die vom hessichen Teil des Odenwalds zum Rheintal hin abfallen und die die Bergstraße bilden, ist im Bereich von Auerbach der Auersbacher Berg. Auf dem steilen und hohen Auerberg erhebt sich als eindrucksvolle Ruine das "Auerbacher Schloss". Die heutige Anlage erbauten im 14. Jh. die Grafen von Katzenellenbogen. Es handelt sich um eine dreieckige Burganlage, die nach Nordosten hin ein tiefen Halsgraben und eine starke Schildmauer schützt. Auf jener Mauer wächst seit schon 300 Jahre eine mächtige alte Kiefer, die bisher alle Unbilden der Witterung und alle Stürmen überstanden hat.


    Hier nähern wir uns vom Odenwald (von Osten) her der Burg und man erkennt über den Baumwipfeln nur den in Butterfassform errichteten Bergfried der Ruine (Südturm):


    Nachdem wir die Ruine erklommen haben, erkennt man links oben im Bild auf der Krone der Schildmauer den Baum, etwas weiter links im Hintergrund eine Bastion. Die große Ruine in der Bildmitte ist der einstige Pallas, im Hintergrund der Odenwald:


    Der Bergfried in Butterfassform, rechts das dicht bebaute Rheintal, im Hintergrund der Odenwald:



    Blick vom Auerbacher Schloss zu den Höhen des Odenwalds:


  • Ich erlaube mir ein paar Bilder hinzuzufügen, zuerst der Eingang zum inneren Hof



    Blicke vom Schloßhof auf den Palas und die Ecke des Innenhofs mit dem Aussichtsturm



    ein Blick in den Palas



    dann der Blick zum Aussichtsturm



    ein Blick vom Aussichtsturm auf Palas und Nachbarturm



    und dann ein Blick zurück auf die berühmte Kiefer, die offenbar von Liebe und Luft leben kann


  • Aber Auerbach hat noch eine andere Attraktion zu bieten, das Fürstenlager. Es handelt sich um eine Sommerresidenz der Landgrafen von Hessen-Darmstadt, wobei das ein großspuriges Wort für die Ansammlung von Häuschen in einem schönen Park ist. Um 1790 errichtet versuchte man daraus sogar ein Heilbad zu machen, aber das hielt nur das eine oder andere Jahrzehnt.


    Man betritt den Park durch eine Allee (Blick rückwärts auf die Brücke)



    weiter geht es durch Baumreihen



    bis man die zentrale Gebäudegruppe im Tal erblickt



    vor dem Restaurant steigt der südliche Hang mit exotischen Bäumen an



    hier von oben vom nördlichen Hang gesehen



    die Bäume und Weinberge bilden reizvolle Bilder, wenn man sich auf dem nördlichen Hang Richtung Westen bewegt



    Richtung Osten hin werden es eher Wiesen und Obstbäume



    auf dem südlichen Hang begegnen wir einem Tempelchen mit verlängerter Sichtachse bis ganz nach unten



    generell sind von den kleinen Staffagebauten und Denkmalen nicht so viele erhalten und auch nicht jede Sichtachse ist noch nachvollziehbar, hier mal eine Kleinigkeit


  • aber es gibt charmante Alleen



    und manchmal bricht doch eine Sichtachse durch



    oder ein schöner Talblick



    und wieder im Tal angekommen noch einmal ein Blick den Hang hoch zum Tempel



    dann ein Blick von der Voliere mit den Papageien runter auf das Hauptgebäude



    nochmal zur Orientierung ein Blick von oben jetzt ganz auf die Gebäudegruppe fokussiert



    und mit einem Blick zurück geht es wieder Richtung Ausgang


  • Einerseits stellt Auerbach die Mutterstadt Bensheim, von der man 1939 eingemeindet wurde, mit seinen beiden Sehenswürdigkeiten fast ein wenig in den Schatten, andererseits sieht sich den Ort selbst so gut wie niemand an. Und trotz 10000 Einwohnern ist das historisch in der Tat eher eine kleine Ansiedlung. Eine Kirche auf dem Hügel und darunter windet sich die Bachgasse als Altstadtkern. Interessanter sind die Villen der Jahrhundertwende, auch wenn man in Bensheim davon mehr zusammenhängend antrifft. Ein kurzes Porträt:


    Hier zuerst die Bergkirche auf Augenhöhe und von der Bachgasse aus




    in der Bachgasse findet man einige wohlgeformte Fachwerkhäuser wie Nummer 31/33



    eine wichtige Dominante ist das alte klassizistische Rat- und Schulhaus, Nummer 60



    interessant die Nummer 66 mit Schweifgiebel aber leider nicht im besten Zustand



    als Kuriosität sei auch Kappengasse 2 gezeigt




    die Villen findet man entlang der Darmstädter Straße, die sich von Bensheim her nordwärts zieht (beide Orte sind mittlerweile nahtlos miteinander verwachsen), Nummer 133 ist ein historistischer Metzendorf Bau an der südlichen Grenze des Ortes



    die schöne Nummer 247, ein typischeres späteres Werk von ihm kann man hingegen gut in einen Rundgang einbauen (die prächtige Nummer 233, ein Hauptwerk, ist leider gerade in Sanierung und eingerüstet)



    dazu muss man von der Alt"stadt" Richtung Burgstraße vielleicht mit einem Schlenker über die Martinstraße an der Jahnstraße vorbei gehen, dort findet man einige nette Villen wie Burgstraße 7 und 14



    Ich bezweifle, dass allzu viele Leute sich nach der Burgruine und Fürstenlager noch mit Auerbach selbst aufhalten, Bensheim bietet einfach Ähnliches in größerem Umfang, aber wer aus der Region ist, mag vielleicht einen Blick werfen.