Bremen - Wiederherstellungen/Renovierungen Bremer Häuser

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    • Auch von mir mal ein Update. Ich lungere in der Gegend recht viel rum und habe ein Auge für Veränderungen.

      Zum ersten Bild: Ich glaube, dieses Haus hast Du, Heinzer, schon einmal hier gepostet. Seit einigen Wochen gab es hier keine Fortschritte mehr.

      Zum zweiten Bild: Hier handelt es sich wohl um die Bauernstraße 7a. Bei Google ist die Fassade leider unkenntlich gemacht, aus der Seitenperspektive sieht man aber ein Stück des Hauses. Die würdelose Holzbrüstung des Balkons wurde durch eine schmiedeeiserne Variante ersetzt, die gleich viel besser wirkt. Den Vorzustand der Fenster kenne ich nicht, aber es sieht so aus, als habe man das obere Drittel der ursprünglichen Fensteröffnung wieder entfernt und setzte nun wieder auf die alten Proportionen. Sehr schön. Man ist versucht, dort einfach mal zu klingeln und sich zu bedanken.

    • Vielen Dank für Dein Update, MAK! Das erste Haus in der Humboldtstraße war vorher eines dieser Häuser, denen man den Eingang ins Souterrain gelegt hatte, leider kann man das nur im 3D-Modus von GoogleEarth erkennen, da genau dieser Abschnitt der Humboldtstraße das Streetview verloren hat. Ich hatte das Haus letztens auch mal fotografiert, genau aus dem Grunde, dass man ahnte, dass da was Positives passiert war, bin aber erst jetzt durch Deinen Post der Sache nachgegangen.

      Sowohl die schöne sandsteinerne Haustreppe inkl. Podest (für einen Wintergarten?) als auch die Haustür inkl. Stuck sind also neu, da war vorher nur ein Fenster, die Haustür wie gesagt neben der Garage im Keller, wie heute noch beim Nachbarhaus rechts angeschnitten zu erkennen:



      Das war auch so eine Unart, gerade bei den etwas größeren Bremer Häusern, zur Flächenoptimierung den Eingang ins Souterrain zu verlegen. Gerade diese kleinen Verbesserungen laufen tatsächlich permanent und ohne, dass man sie in jedem Einzelfall wahrnähme, so ab. Das Stadtbild verändert sich zwar schleppend, aber doch nachhaltig in die richtige Richtung, zumindest in den Boombereichen der Stadt. Auch in der Bauernstraße ahnt man ja eine Aufwertung/Verbesserung der Situation in der Mache. Und wie gesagt, die kleinen Dinge, ein rekonstruierter Vorgartenzaun hier, ein Wintergarten dort, neue Holzfenster im Stil des Hauses hier, dort mal ein neuer Treppenabsatz mit z.B. Sandstein anstatt rutschigen weißen Fliesen, das alles läuft überall fast unbemerkt.

      In den weniger glücklichen Gegenden hingegen laufen bis zum heutigen Tage diese wertmindernden Sanierungen in die falsche Richtung, war neulich im hinteren Hastedt, da kann man noch Entstuckungen und neue Plastikhaustüren im Landhausstil frisch eingebaut erleben, leider.

      Würd mich freuen, wenn Du die Entwicklungen weiter mitdokumentieren würdest, 4 Augen sehen mehr als 2 ;).
    • Neue Bremer Häuser, Inspiration aus der Tradition

      Schön, dass hier der Ball aufgenommen wird, der u.a. vom APH ausgeht:

      Impulse für Neubaugebiete
      Neue Ideen für das Altbremer Haus

      Sara Sundermann, 26.03.2018
      Altbremer Häuser sind in der Stadt allgegenwärtig. In keiner anderen deutschen Stadt gibt es so viele Reihenhäuser wie hier. Die alten Häuser können Anregungen für Neubauten liefern, sagen Experten.

      Weiter: weser-kurier.de/bremen/bremen-…r-haus-_arid,1714248.html
    • Ein kleines Update bei einer Sanierung:

      Vorher (leider verdeckt hinter dem Busch):



      Während des Umbaus, das alte Querfenster unten wurde schon zugunsten der alten Fensterproportionen entfernt, ebenso wie die Haustür wieder auf Originalmaße ihres rechten Nachbarn hergestellt:



      Und jetzt fertig:



      Das ist eben so das Niveau hier... die alten roten Spaltriemchen, die das Haus wohl mal hatte, sind praktisch unmöglich bzw. sehr teuer nachzubekommen, insofern ein gewisses Verständnis für eine Putzlösung. Das WDVS hätte aus meiner Sicht natürlich nicht sein müssen und dass die Fensterrahmen und die neue Haustür zweifarbig sind (schwarz UND braun, ganz seltsame Sache), musste auch nicht sein.

      Farbwahl dann wieder ganz okay, dezent. Auf dem letzten Bild nun also drei Bremer Häuser. Links die immer noch häufig anzutreffende maximal verhunzte Variante, in der Mitte eine recht typische Sanierung/tlw. Wiederherstellung, rechts das kleine, aber feine Original. So sahen die anderen beiden wohl auch mal aus.
    • So, hier mal wieder ein kleines Update:

      Dieses Haus in der Ilsenburger Straße:



      ist jetzt fertig:



      Leider und wie schon weiter oben befürchtet mit nicht originalen Fenstergrößen im 1. OG, so dass jetzt die Fläche unter der Stuckleiste des 2. OG entsprechend "zu groß" wirkt und das Haus somit -typisch für Bremen- mal wieder auf 3/4 des Weges steckengeblieben ist, ohne erkennbaren Grund. Trotzdem natürlich eine deutliche Verbesserung, v.a. im Vergleich zum Vorstand oben oder beim Nachbarn.

      Erfreulich ist auch der von mir schon genannte Dominoeffekt. Genauso, wie es eine Mode war, die Häuser im obigen Sinne zu entstucken und die Fenster zu horizontalisieren und die Renovierung eines Hauses in diesem Stil häufig Nachahmer nach sich gezogen hat, gibt es diesen Effekt nun auch umgekehrt (dieses Haus ist auf dem ersten Foto das 5. in der Reihe, man erkennt die Wiederherstellung der "alten" Fensterproportionen an dem offenen/neuen Mauerwerk zwischen den neuen Fenstern):



      Im Ergebnis sieht die Straße von der anderen Seite nun so aus:



      Immerhin 2 von 3 horizontalisierten Häusern sind oder werden gerade wiederhergestellt. Das letzte Haus jetzt also ein erkennbarer "Schandfleck" in der Straße, das hoffentlich ebenfalls eine Reaktion des Eigentümers provoziert. Spätestens bei einem Eigentümerwechsel wird dieser wohl ebenfalls die alten Proportionen wiederherstellen und vielleicht auch (teil)wiederbestucken.

      Insgesamt in diesem Bereich in und um die Braunschweiger Straße nun allein im letzten Jahr 4 derartige Wiederherstellungen (über die 4. werde ich auch noch berichten, dort sind die Gerüste noch nicht gefallen), so dass hier ein eindeutiger Trend vorliegt. Insgesamt natürlich sehr erfreulich, wenngleich es immer noch besser geht.
    • Und weiter geht es, diesmal geht es in einen anderen Stadtteil, die Neustadt. Auch hier wütet die Gentrifizierung in den von Bremer Häusern dominierten Straßen. Das folgende Haus steht in der Willigstraße in der hinteren Neustadt, wo die Preise noch nicht komplett durch die Decke gegangen sind.

      Leider fehlt mir ein richtiges "Vorher"-Foto und bei Streetview gibt es die Straße leider nicht (mehr), also ein erster Zwischenstand schon mit neuen Fenstern und neuem Putz (ich vermute eine dieser abwaschbaren grauen Spaltriemchenfassaden), nachdem es von mir entdeckt wurde. Ich schätze, es muss ein übel zugerichtetes Haus gewesen sein, wie man vielleicht noch an der herrlichen Aluhaustür ablesen kann:



      Nun, fast fertig:



      Neue Fenster, wiederbestuckt, insgesamt ein erfreuliches Ergebnis.
    • Noch ein erfreulicher Nachtrag: Erst beim Hochladen des Fotos bin ich auf das Logo "Sanierungsgebiet Huckelriede" am Gerüst aufmerksam geworden, auf der Homepage der Stadt (Homepage des Senators für Umwelt,Bau und Verkehr) findet sich die Erläuterung, dass die Stadtgemeinde in den Sanierungsgebieten u.a.

      - den Rückbau verunstaltender Fassadenverkleidungen sowie
      - den Rückbau von Fensteröffnungsformaten zum ursprünglichen Stil des Hauses
      - und die Wiederherstellung von Fassaden"applikationen" (ich gehe von Stuck und Schmuck aus)

      nach Antrag durch einen direkten Zuschuss (ohne Rückzahlung) unterstützt. Sehr gute, längst überfällige Maßnahme, die möglichst flächendeckend im Bremer Stadtgebiet eingeführt werden sollte.