Quartier VI - Blobel (im Bau)

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    • Ich find die Lücke nicht sooooooo schlimm. Die ist doch sogar richtig gut gestaltet. Ja, die Symmetrie geht flöten, aber dafür kommt was lockeres an die Stelle - also in der Fassadenabfolge. Von daher: es gibt deutlich schlechteres. Außerdem haben wir doch so unseren geliebten Bruch und Kontrast *hüstel... ;) (der eben ausnahmsweise mal besser ausfällt, als üblich)
    • RobBerg schrieb:

      Ich find die Lücke nicht sooooooo schlimm. Die ist doch sogar richtig gut gestaltet. Ja, die Symmetrie geht flöten, aber dafür kommt was lockeres an die Stelle - also in der Fassadenabfolge. Von daher: es gibt deutlich schlechteres. Außerdem haben wir doch so unseren geliebten Bruch und Kontrast *hüstel... ;) (der eben ausnahmsweise mal besser ausfällt, als üblich)
      Seltsamer Beitrag mit einigen Aussagen, die Fragen offenlassen oder wenig Sinn ergeben.
      1. Wie wurde die Lücke "richtig gut" gestaltet?
      2. Was ist "locker" an der Gestaltung?
      3. Warum ist dies sogar Symmetrie vorzuziehen/ein Pluspunkt gegenüber Symmetrie?
      4. Warum ist das "unser geliebter Bruch und Kontrast"?
      Es sind Modernisten, die sich diese Brüche im Stadtbild ersehnen und nicht Proponenten traditioneller Architektur und Stadtbildern.
    • Symmetrie hätte es doch auch so nicht mehr gegeben. Weder der Blobel-Bau noch das Au petite Bazar sind bz. waren symmetrisch zum Jüdenhofeckbau. Natürlich braucht es diesen Zwischenbau nicht. Man könnte sehr gut ohne leben. Aber wie bei manchen Dingen hier habe ich kein Verständnis, warum man sich daran so hochzieht. Entstellend ist es nun wirklich nicht.
      Ich würde nicht von "Bruch" sprechen, aber hier erzählt der Wiederaufbau eben auch seine eigene Geschichte. Oft wird kritisiert, dass Quartiere in einem Rutsch entstünden und alles etwas geleckt aussehe. Hier haben wir ein beredtes Zeugnis, dass zwei Bauherren mit unterschiedlichen Philosophien gebaut haben. Das macht eine Stadt durchaus aus und gibt ihr mit der Zeit historische Tiefe.
    • Treverer schrieb:

      RobBerg schrieb:

      Ich find die Lücke nicht sooooooo schlimm. Die ist doch sogar richtig gut gestaltet. Ja, die Symmetrie geht flöten, aber dafür kommt was lockeres an die Stelle - also in der Fassadenabfolge. Von daher: es gibt deutlich schlechteres. Außerdem haben wir doch so unseren geliebten Bruch und Kontrast *hüstel... ;) (der eben ausnahmsweise mal besser ausfällt, als üblich)
      Seltsamer Beitrag mit einigen Aussagen, die Fragen offenlassen oder wenig Sinn ergeben.1. Wie wurde die Lücke "richtig gut" gestaltet?
      2. Was ist "locker" an der Gestaltung?
      3. Warum ist dies sogar Symmetrie vorzuziehen/ein Pluspunkt gegenüber Symmetrie?
      4. Warum ist das "unser geliebter Bruch und Kontrast"?
      Es sind Modernisten, die sich diese Brüche im Stadtbild ersehnen und nicht Proponenten traditioneller Architektur und Stadtbildern.
      1. Fensterlaibungen, Fensterkreuze, Dekorationselemente
      2. keine stringente Abfolge einer Fassade die ganze Länge entlang
      3. weil die Symmetrie NIE enstanden wäre, somit obsolet und keiner Erwähnung mehr wert
      4. Ironie ist dir ein Begriff oder gehts dir nur wieder ums stenkern?
    • RobBerg schrieb:

      1. Fensterlaibungen, Fensterkreuze, Dekorationselemente2. keine stringente Abfolge einer Fassade die ganze Länge entlang
      3. weil die Symmetrie NIE enstanden wäre, somit obsolet und keiner Erwähnung mehr wert
      4. Ironie ist dir ein Begriff oder gehts dir nur wieder ums stenkern?
      Zu 1., 2. und 3.:
      Fensterlaibungen, Fensterkreuze etc. sind ja wohl das Mindeste, was man an Gestaltungsmitteln erwarten kann.
      Vollkommen aus der Luft gegriffene Beschreibungen, wie "richtig gut" und "locker", sind mir noch immer unverständlich, wenn ich mir anschaue, was dort gestalterisch geleistet wurde. Es sieht chaotisch und verbaut aus.
      Ich habe übrigens auch keine Symmetrie gefordet, als ich vorschlug, die Nebenachse dem Blobel-Bau optisch anzugliedern. Ganz einfach durch einen Anstrich in der gleichen Farbe. Das wäre logischer, ehrlicher und optisch sehr viel angenehmer gewesen.
      Zu 4.: Mich als zu dumm hinstellen, Ironie zu verstehen und im selben Satz stänkern falsch schreiben... Das nenne ich Ironie. ;)
      Ernsthaft, mir war schon klar, dass es ein Versuch der Ironie war. Der hat aber nicht hingehauen, weil es nur dann lustig gewesen wäre, wenn wir diejenigen wären, die immer Brüche fordern würden. Ganz nach dem Motto: Wir fordern immer Brüche, jetzt bekommen wir sie auch. Den Witz kannst du im DAF bringen, dann ist es Selbstironie.
    • erbse schrieb:

      Ihr habt beide Recht und gut. ;) Streit um des Streites willen tut hier nicht Not. Jeder kann das Endergebnis hier ja unterschiedlich beurteilen.
      Ganz selbstverständlich kann man unterschiedliche Meinungen zu dem Ergebnis haben. Ich habe lediglich ausgedrückt, dass ich RobBergs Beitrag und seine Beurteilung schwer nachvollziehen kann. Meine Fragen waren rein sachlich, während RobBerg sich entschied, mich direkt und persönlich anzugreifen: Ich wäre wohl nicht helle genug, um Ironie zu begreifen und mich als allgemeinen Stänkerer hinzustellen. Ihm gingen die sachlichen Argumente zuerst aus... Wer mir dumm kommt, der kriegt es dann auch zurück.
    • Dieses Loch ist wirklich der Tupfen auf dem I, was die ästhetische Unzulänglichkeit dieser Fassade anbelangt. Zum Glück kommen Bäume (stets eine städtebauliche Notlösung), sonst müsste man es direkt bedauern, dass man (wahrscheinlich aus bau- und nachbarrechtlichen Gründen) vor diesen Schund nicht ein Neues Gewandhaus mehr stellen kann.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Bin gestern (leider im Dunkeln) dran vorbeigelaufen. Die Fassade zur Frauenstraße sieht eher unspektakulär aus, aber das war zu erwarten. Irritierend ist, dass der Bau zwischen dem Dinglinger-Haus und dem Bothen-Nachbau zwar abgerüstet, aber nicht verputzt oder stuckiert ist. Sieht also immer noch aus wie ein Rohbau... ?(
      Dafür ist man an der Ecke Galeriestraße - bis auf das Erdgeschoss - soweit fertig, sieht sehr schön aus. Vielleicht hätte die Farbgebung etwas kräftiger sein können, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Warten wir mal die Fertigstellung ab (für den Blobel-Bau ist wohl Frühjahr 2019 angesetzt).

      Ich warte auch immer noch auf den Stuck am Regimentshaus... :P
    • Mich verwundert schon sehr, dass es hier so viele Anhänger des Blobel-Gebäudes gibt. Wir fordern in diesem Forum stets hohe Qualtität bei den Rekonstruktionen und neuen Gebäuden am Neumarkt ein. Und bei diesem Gebäude werden nun Abstriche gemacht? Nur weil es eine Art historisierende Fassade erhalten hat, statt einer modernen? Die Fassade stimmt hinten und vorne nicht, dass wurde von einigen Forenmitglieder fachmännisch erläutert. Letzten Endes ist das Gebäude nichs weiter als beliebiger Kitsch. Als Vorlage für alternatives Bauen dient es daher auf keinen Fall, jedenfalls nicht, wenn man ein hohes Niveau erhalten möchte. Das trifft auch auf die Nachbarfassade zu. Beide Bauherren haben völlig versagt, am Neumarkt ein qualitativ gelungenes und würdig abschließendes Exemble zu errichten. Die Symetrie hätte es im Übrigen gegeben, wenn die beiden Kopfbauten jeweils mit Mansarddache sowie der Mittelbau+Blobel-Fensterachse einheitlich ausgeführt worden wären. Entsprechende Visualisierungen gab es zu genüge. Dazu hätten sich die Bauherren aber abstimmen müssen. Die Baumbepflanzung wird in der Tat ihr gutes haben und diese misslungene Fassadenabwicklung teilweise verdecken.
    • Es ist schlichtweg keine Rekonstruktion. Das hat Blobel bzw. sein Architekt soweit ich weiß auch nie behauptet. Klar, eine Rekonstruktion wäre besser gewesen, aber das was du beliebigen Kitsch nennst, ist für mich immer noch tausendfach besser als die besten "modernen" Entwürfe, die in Deutschland typischerweise an solchen exponierten Stellen gebaut werden. Man muss doch nur die Straßenseite wechseln und steht vor moderner "Baukunst", die sogar noch überdurchschnittlich gut gelungen ist. Und so sehen das auch die meisten Besucher.
    • An der Sache gibt es m. E. nur ein - allerdings schwerwiegendes - Problem, nämlich das hineingequetschte zusätzliche Geschoß der Blobel-Nachbarn. Dadurch wird das "Blobel-Haus" zu ´übergewichtig´ und bringt den Block optisch zum Kippen.

      Selbst den Dachaufbau finde ich für sich genommen akzeptabel. Die schwarzen Balkongitter sind zu dominant, die würde ich mir in einem hellen oder mittleren Grau wünschen.

      Die Bäume sind völlig daneben, bei der Pflasterung bin ich sehr skeptisch und warte auf die Bilder nach Fertigstellung.
    • Also eigentlich bin ich völlig bei Collins. Finde den Begriff "Kitsch" vielleicht etwas zu hart, da ja zumindest einiges an Dekor rekonstruiert wurde. Aber ansonsten ist dieser Bau ein Tiefschlag für den Rekonstruktionsgedanken. An dieser exponierten Stelle, inmitten des Ur-Rekoareals Deutschlands, hätte nur eine exakte Rekonstruktion oder ein komplett moderner Entwurf hingehört. Damit hat Hr. Blobel der GHND und allen Streitern für weitere Rekonstruktionen keinen Gefallen getan, auch wenn der Bau natürlich optisch nicht so schmerzt wie ein krasser moderner Entwurf.
      "Willst du eine Stadt vernichten, baue Kisten, Kisten, Kisten!"
    • Das Problem dieses Quartier ist, dass nicht miteinander gebaut wurde sondern gefühlt gegeneinander. Der eine streckt sein Haus bis an die Grenze, der andere macht das Gegenteil und staucht was die Möglichkeiten her geben.

      Heraus kommt ein hybrides Quartier mit einem eklatanten Maßstabs- und Proportionenproblem. Als hätte man eine Modelleisenbahn mit zwei unterschiedlich Maßstäben zusammen geklöppelt.

      Das Ergebnis ist enttäuschend. Ich finde Herr Blobel hätte da fern ab seiner Ziele viel mehr auf die Umgebung achten müssen. Diese angehängte Fensterachse macht es dann vollends grotesk. Statt das Problem der Maßstäbe bei den Eckbauten zu kaschieren betont man das Desaster nur noch mehr.

      Es ist lobenswert, dass Herr Blobel mit seinem Bau zeigen wollte, dass es nicht eine Rekonstruktion sein muss, sondern dass man auch weiter denken kann. Nur muss man es dann auch können und ein Gefühl für historische Proportionen und Ensemblewirkung haben und das geht dem Bau leider völlig ab.
      APH - am Puls der Zeit
    • Apollo schrieb:

      Das Problem dieses Quartier ist, dass nicht miteinander gebaut wurde sondern gefühlt gegeneinander. Der eine streckt sein Haus bis an die Grenze, der andere macht das Gegenteil und staucht was die Möglichkeiten her geben.

      Heraus kommt ein hybrides Quartier mit einem eklatanten Maßstabs- und Proportionenproblem. Als hätte man eine Modelleisenbahn mit zwei unterschiedlich Maßstäben zusammen geklöppelt.

      (...)

      Es ist lobenswert, dass Herr Blobel mit seinem Bau zeigen wollte, dass es nicht eine Rekonstruktion sein muss, sondern dass man auch weiter denken kann. Nur muss man es dann auch können und ein Gefühl für historische Proportionen und Ensemblewirkung haben und das geht dem Bau leider völlig ab.

      Mir hat noch niemand hier erklärt, warum da jetzt Herr Blobel Schuld sein soll - und nicht die (gierigen) Investoren der Nachbarhäuser mit dem dazugequetschten Geschoß!

      So wie es sich mir darstellt, hat sich doch Blobel in etwa an die historisch korrekte Geschoßhöhe gehalten. Wieso nörgelt man dann ständig an ihm und seinen Entscheidungen herum, wo es doch die verbockt haben, die sich gerade nicht an die Vorkriegssituation gehalten haben!?