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Quartier VI - Blobel (im Bau)

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    • Ich dachte schon jetzt kommt die Staffelgeschossplanung vom benachbarten Quartier auf historisch. Der Zwischenbau ist wirklich das größere Manko. Dieser sollte zumindest an den Rest angepasst werden. Das Staffelgeschoss gehört aber jedenfalls auch nicht drauf, total untypisch für Dresden.

      Lässt sich da noch was machen?

      Edit:

      Oktavian wrote:

      Das Bild ist mehr als gnädig.
      Schade, dass mans nicht richtig sieht: Von weiter weg ist oben noch ein weiteres Staffelgeschoss drauf. Stichwort: Café aufm Humboldt-Forum.
      ablachen:) ... :kopfwand:
      Es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, sowie eine andere, die sie zerstört.
    • Na, das wurde aber auch Zeit!
      Die Proportionen sind etwas ungewöhnlich...aber naja. Aber das Dach... Und dann wird noch versucht das Ganze mit pseudohistorischen Gitterchen zu kaschieren. :/
      Und wo kommt auf einmal die Extraachse/der Zwischenbau her? Das sieht nach einer sehr unbefriedigenden Lösung aus. Wurde das von den Nachbargrundstücken abgeknappst? Fehlt da eine Achse?
    • Na klar, die Semper-Ladenfront hat eine Achse eingebüßt. So sieht's aus.

      Na mit einigen Jahren Abstand betrachtet wird der Neumarkt einst zum architektonischen Panoptikum, das vom für Deutschland stellvertretendnen qualvollen Kampf um die Wiedergewinnung bauästhetischer Identität künden wird. Und das wird neben Staunen und Anerkennung auch fröstelndes Kopfschütteln und Veränderungswillen auslösen. Mal sehen! So in 30-40 Jahren ... !
      Aber immerhin: Blobel geht in die Neunarktgeschichte ein, als der das historische Vorbild völlig unbekümmert, wie einen Faller-Bausatz neu variierend handhabende Investor aller Zeiten in Dresden. <X :--) :cool:
    • Ich finde, daß dieses Gebäude im Pariser Stil sich auch im Originalzustand schon mit seiner barocken Umgebung im Konflikt befunden hatte. Für sich genommen ist der französische Hausmann-Stil sehr schön, aber in Dresden eben ein Fremdkörper. Daher sehe ich bei der Neuinterpretation durch Blobel hier keine wesentliche Veränderung eintreten. Sein Neubau mag gewöhnungsbedürftig sein und sicher keinen Anspruch auf ein Reko-Paradebeispiel erheben, aber gewöhnungsbedürftig war der Gesamtanblick auch schon vorher.
      Umgekehrt könnte man sich ein Taschenbergpalais in der Rue de Rennes in Paris auch nur schwer vorstellen:

      flickr.com/photos/meteorry/7601074552

      Daher stimme ich den Leuten hier im Forum zu, die immer noch lieber so ein Haus dort entstehen sehen als eine kritische Rekonstruktuon unserer Modernistenfreunde aus der unverfälschten Kubistenszene.
      " Dem Wahren, Schönen, Guten "

      The post was edited 1 time, last by Der Münchner ().

    • Treverer wrote:

      Na, das wurde aber auch Zeit!
      Die Proportionen sind etwas ungewöhnlich...aber naja. Aber das Dach... Und dann wird noch versucht das Ganze mit pseudohistorischen Gitterchen zu kaschieren. :/
      Und wo kommt auf einmal die Extraachse/der Zwischenbau her? Das sieht nach einer sehr unbefriedigenden Lösung aus. Wurde das von den Nachbargrundstücken abgeknappst? Fehlt da eine Achse?
      Die Fensterachse gehört schon immer zum Kaufhaus. War nur früher an das Nachbargebäude angepasst.



      Mal was anderes. Jetzt weiß ich woran mich das Dach die ganze Zeit erinnert und warum es mir so bekannt vorkommt.
      goo.gl/maps/56r85SvYDcA2
      Wenn nicht anders angegeben, sind alle Bilder von mir.

      Da das Einbinden externer Bilder nicht mehr im Forum gestattet ist, leidet etwas die Quaität meiner Bilder. Sorry :(
    • Treverer wrote:

      Wurde das von den Nachbargrundstücken abgeknappst? Fehlt da eine Achse?
      Nein, denn die Besitzverhaltnisse waren seit jeher so, dass diese eine Acshe zum Bothen-Grundstück gehörte!

      Der geniale Bothen hat tatsächlich um die optimale Proportion des Au-Petit-Bazar zuerlangen, diese letzte seiner Hausachsen freiwillig (!) vollkommen der spätbarocken Architektur des "Mittelbaus" angepasst (was damals durch die gleichhohen Stockwerke natürlich auch ging!)! Auf einigen Vorkriegs-Farbfotos sieht man das noch durch eine leichte farbliche Veränderung an dieser Achse zum "Mittelbau".

      Eine geniale, demütige und das Gesamtbild (!) des Platzes respektierende Geste! So was kann man vom heutigen Bauherrn wohl nicht mehr erwarten....
    • Schlaget mich, aber wenn alle Fuellbauten am Neumarkt diese Qualitaet haetten, dann koennten wir uns doch gluecklich schaetzen. Die wirklichen Katastrophen am Neumarkt stehen fuer mich ganz woanders und in jedem anderen Quartier. Eine richtige Reko von Bothenhaus waere natuerlich besser, aber im Gegensatz zu den komischen Fuellbauten im QIII oder dem Inside Hotel in der Rampischen, der Pyramide von Makkaba neben der Frauenkirche oder dem schrecklichen Kulturpalast...ist das doch nur Luxusproblem. Schlimmer fuer mich ist, dass nicht das Palais Riesch kommt oder die Haeuser neben dem Hoym. Wenn ich mir vorstelle, dass dort die Gestaltungskommission etwas zu sagen gehabt haette, dann bin ich sehr gluecklich uber Blobel! Besser geht immer, aber aus Erfahrung und gerade in Dresden auch viel schlechter.

      Nur meine Meinung, aber 90Prozent der Altstadt ausserhalb des Neumarkt sind slums, wo man nicht hingehen kann, weill so haesslich. Erste weiter draussen wird es wieder Dresden. Dort liegt doch das Problem an Dresden und die Politik, die nicht festschreibt die Rekonstruktionen am Neumarkt und die Gestaltungssatzung nicht verbindlich macht! Dann kommt eben so etwas oder etwas noch schlimmere Kompromisse heraus. Schuld ist die Politik und die Wetterfahnen Politiker haben die Dresdener gewaehlt.
    • SchortschiBähr wrote:

      Aber immerhin: Blobel geht in die Neunarktgeschichte ein, als der das historische Vorbild völlig unbekümmert, wie einen Faller-Bausatz neu variierend handhabende Investor aller Zeiten in Dresden.
      Das Schlimme ist, daß Blobel als Ehren(!)mitglied der GHND sämtliche Ziele, Kämpfe und Bemühungen des Vereins (für die einige Leute immerhin 15 Jahre ihres Lebens und ihrer Karriere geopfert haben) komplett ignoriert und coram publicam über Bord geworfen hat. Selbstverständlich muss nach außen hin der Eindruck entstehen, dass der Verein damit einverstanden ist und diese Architektur evtl. vielleicht sogar auch noch gut findet. Spitzenleistung!

      Wie gesagt: GHND steht seit je her für Gesellschaft Historischer Neumarkt und nicht "Historisierender". Das haben Blobel und einige andere wohl nie erkannt bzw. nie erkennen wollen.
    • Ich hab ja keine Ahnung wie die GHND dazu steht und ob dies überhaupt mögich ist.
      Aber wenn der GHND der Entwurf Blobels missfällt, bleibt ihnen nur ein Ausschluss von diesem Ehrenmitglied.
      Ansonsten wird es lächerlich für alle Beteiligten.
      Aber wie gesagt, ich habe keine Ahnung ob sowas möglich ist.
      Wenn nicht anders angegeben, sind alle Bilder von mir.

      Da das Einbinden externer Bilder nicht mehr im Forum gestattet ist, leidet etwas die Quaität meiner Bilder. Sorry :(
    • Oktavian wrote:

      Eine geniale, demütige und das Gesamtbild (!) des Platzes respektierende Geste! So was kann man vom heutigen Bauherrn wohl nicht mehr erwarten....
      Genau so ist es.

      Und da muss man trotzdem Herrn Blobel zu Gute halten, dass er eben keine Konsortium angehört, was ganze Viertel kauft und einen großen Kasten drauf setzt. Dieses Gebahren ist schlimmer, als alles, was er da grad abliefert.

      Ich sehe das so: es ist ein evolutionäres Produkt aller Bauten an dieser Stelle, die sich seit dem Abbruch des Gewandhauses gebildet haben. So gesehen kulminiert die Baugeschichte des Neumarktes bei Blobel in einer (mir sehr gefälligen) Bauweise, die Zitate nutzt und keine vermanschte Versuchsrekonstruktion wurde (wie diverse abgehackte Fassaden, eckige Gauben der Mansarde, extra Stockwerke, graue Fassaden oder Styrophor-Zierrat).

      Im Vorkriegsdresden wäre so ein Neubau nichtmal aufgefallen. Nur leider sind wir an unendliche, puristische, kahle und kalte Fassaden und weite trostlose Flächen so gewöhnt, dass gerade so ein Bau vielen einfach zu sehr in die Magengrube schlägt - und damit mein ich dann wohl beide Seiten der Extreme: die 1:1 Reko und die Modernisten.

      Baukultur an anderen Stellen der Stadt sieht so aus: da hilft schon garkein Baum mehr...