Sonstige Potsdamer Meldungen

  • Es gibt eine interessante, kostenfreie App "Museum Barberini" für Android, eventuell auch Eifon. Dabei gibt es neben den üblichen Veranstaltungshinweisen auch den Punkt "Spaziergang durch Bella Potsdam" mit einer Vorstellung von ca. 30 Sehenswürdigkeiten mit ihren italienischen Vorbildern. Vorgelesen wird von Günter Jauch.


    Zwei technische Probleme bei mir:

    - Ton geht nicht über die Lautsprecher, sonder nur über Kopfhörer

    - Jedesmal wenn man die App neu startet, müssen alle Daten neu runtergeladen werden


    So sieht es aus:

  • Potsdamer Neuste Nachrichten schreibt in ihrer Ausgabe vom 30.06.2020, dass im Wohngebiet "Am Stern" vier neue Hochhäuser mit 650 neuen Wohnungen entsehen werden.


    https://www.pnn.de/potsdam/neu…-meter-hoch/25964434.html


    Jetzt war das Wohnen "Am Schlaatz" und "Am Stern" zwar günstig aber auch Brennpunkte. Werden diese vier neuen Hochhäuser die Gegend aufwerten und das Leben "Am Stern" lebenswerter machen?

  • Ich finde die Argumente die gegen sozialen Wohnungsbau sprechen ziemlich seltsam. Zudem frage ich mich, wer gerne in einem Gewerbegebiet eingezwängt zwischen einer Schnellstraße und einer Autobahn wohnen möchte, wozu noch kommt, dass dort wirklich nicht die beste Gegend in Potsdam ist. Das Stern-Plaza wirkte als Solitär noch ziemlich gut. Ich stelle mir eine solche Hochhausfront dann allerdings doch ziemlich erdrückend vor.

  • Der Wohnungsbedarf ist in Potsdam weiter ungebrochen hoch.Ein Hochhaus hat nur eine kleine Grundfläche und bietet dafür aber nach oben hin eine sehr hohe Anzahl an Wohnungen. Städtebaulich würden diese vier Hochhäuser an dieser Stelle das Potsdamer Stadtbild auch nicht beeinträchtigen.Sie liegen dann dennoch sehr zentral(Nutheschnellstraße,Sterncenter,Autobahn A115...).Ich denke Vermietungsprobleme wird man da keine haben.Ja,letztendlich wird rund um das Sterncenter dann aber eine sehr konzentriert hohe Wohndichte sein.

  • Wo werden die PKW-Stellplätze nachgewiesen, die nach Brandenburgischer Bauordnung für jede Wohnung angelegt werden müssen? Wie hoch ist deren Platzverbrauch?

  • Ein Hochhaus hat nur eine kleine Grundfläche und bietet dafür aber nach oben hin eine sehr hohe Anzahl an Wohnungen.

    Wenn man Stadtplanung funktional betrachtet, hat man hier die Lösung gefunden: Menschen aufeinander stapeln. Wurde ja bereits in den 1960er Jahren gemacht. Die langfristigen Auswirkungen interessieren da nicht. Anonyme Hochhaussiedlungen entwickeln sich nämlich gerne zu sozialen Brennpunkten. Das kann sich drastisch oder schleichend zeigen. Hat natürlich auch etwas mit der Bevölkerungsstruktur zu tun. Und da hat Potsdam offenbar noch ein bisschen zeitlichen Spielraum gegenüber anderen Städten.

  • Heimdall, seit mitte der 60er Jahre gibt es unzählige Hochhäuser in Potsdam. Ich denke,die Wohnunggesellschaften werden ja schon die soz. Langzeitauswirkungen in Potsdam kennen,sonst würde man ja auf weitere Hochhäuser verzichten.Aber Sie haben Recht das Hochhaussiedlungen sich meistens zu soz.Brennpunkten entwickeln.

    Man hat ja deshalb schon sogar in einigen Ländern z.B.Frankreich ganze Hochhausiedlungen gesprengt.Aber es kommt auch darauf an was für eine soziale Zusammensetzung in einer Hochhaussiedlung ist.Und die ist nicht überall gleich gut oder gleich schlecht.

  • Hallo zusammen,

    Während das ehemalige Wohnhaus des Fährmanns inzwischen wieder in altem Glanz und sogar mit Turm erstrahlt, soll auf der gegenüberliegenden Straßenseite, das ebenfalls denkmalgeschützte Chauseehaus für die neue Straßenbahnlinie abgerissen werden. Nachricht aus der PNN.

    640px-Neu_Fahrland_Chausseehaus.jpg

    Chausseehaus, Quelle Wikipedia


    Das gesamte Ensemble, samt bereits in den 90 ern abgerissener Brücke, stammt übrigens von Persius.

    12996-20145028616-1-jpg

    Ehemaliges gesamtes Ensemble von Persius mit Brücke, links das wieder hergestellte Fährhaus, das Chauseehaus [Edit] ist rechts nach dem Bildrand [/Edit Ende], Quelle Wikipedia


    Luftpost

  • Wohnhaus des Fährmanns

    Zum Vergleich...

    Wohnhaus des Fährmanns/Havelhaus siehe hier: https://www.potsdamwiki.de/index.php/Havelhaus

    (Nachtrag Heimdall: Falsches Fährhaus, wie "Luftpost" im unteren Post erläutert. Aus Verständnisgründen lasse ich den Link stehen.)


    Zitat aus dem PNN-Artikel:

    Grundsätzlich gebe es drei Möglichkeiten: Entweder werde es abgerissen oder das Chausseehaus nördlich der Insel Neu Fahrland werde verschoben oder die Tramstrecke verlagert. Letzteres scheint aber unwahrscheinlich. „Die jetzt skizzierte Trasse ist unsere Vorzugsvariante“, sagte Rubelt.


    Natürlich wäre eine Verschiebung des Hauses, wenn schon die Tramstrecke dergestalt verlaufen soll, die schönere Variante. Die Kosten wären zu prüfen.

  • Heimdall

    das Havelhaus war das Wohnhaus das Fährmanns auf der Havel Zwischen der Berliner Vorstadt und dem heutigen "Zentrum Ost". Diese Fähre existiert seit der Humboldt-Brücke (ca.1970) nicht mehr. (Vergleiche Potsdam.de)


    Oben genanntes Fährhaus ist in Nedlitz (0rtsteil Fahrland), die ehemalige Fähre lag in Verlängerung des Sacrow-Paretzer Kanals zwischen Weißer See und Jungfernsee. Diese Fähre wurde bereits mit der ersten Brücke (der Vorgängerbau von Persiusses Brücke) um 1655 eingestellt. (Vergleiche Potsdam.de und Wikipedia)


    Und anstatt den im Raum stehenden Abriss mit dem Zitat zu relativen, wäre ein anders Zitat viel hilfreicher gewesen: der geneigte Interessierte darf zu den Plänen Stellung nehmen. Das abgegebene Meinungsbild soll das weitere Vorgehen beeinflussen (können).

  • 12996-20145028616-1-jpg

    Ehemaliges gesamtes Ensemble von Persius mit Brücke, links das wieder hergestellte Fährhaus, das Chauseehaus ist noch weiter links am Bildrand angeschnitten, Quelle Wikipedia


    Luftpost

    Das in Frage stehende "Chausseehaus" befindet sich zwar auf der anderen Straßenseite, aber auch auf der anderen Havelseite, also auf dem Bild rechts. Es ist aber auch nicht angeschnitten, sondern befindet sich entweder rechts des Bildausschnitts oder existierte zum Zeitpunkt der Zeichnung noch gar nicht. M.M.n. müsste es im Bereich der Böschungsmauer rechts der beiden Pappeln stehen.

  • Genau. Hier der Vorschlag der Stadt.

    „Kreativität entsteht nicht durch Überfluß sondern durch Mangel.“
    Richard David Precht

  • Ich bin ja ein großer Fan des Torbogens, der bis Kriegsende (oder darüber hinaus?) auf der Brücke stand. Was für ein Auftakt für die Insel Potsdam! Leider kehrt der wohl nicht wieder - schon wegen des Verkehrsaufkommens wäre es unmöglich. Aber vielleicht könnte man die neuzubauende Trambrücke an das Erscheinungsbild der Persiusbrücke angleichen? Doch wer soll das bezahlen...

  • Das ist ein interessanter Artikel. Es geht um altes Holz und alte Steine, um alte Bäume und sehr viel Geld. Vor allem geht es in der massiven Auseinandersetzung zwischen den Neu Fahrländern Carlos Zwick, seiner Lebensgefährtin Claudia Kensy und den Behörden um die Frage, wann ein historisches Fachwerkgebäude noch ein Altbau ist oder durch die Sanierung zum Neubau wird – und der Denkmalschutz entfällt.


    https://www.pnn.de/potsdam/-te…ant-nedlitz/26059594.html

    (Quelle: Potsdamer Neuste Nachrichten, 02.08.2020)

  • Von den Potsdamern wird er aufgrund seiner runden Form hier und dort "Zirkus" genannt aber es handelt sich eigentlich um ein Babelsberger Industriedenkmal, der alte Lokschuppen. Dieser soll saniert werden und bis zum Jahr 2023 soll dort das Hauptzollamt mit 500 Mitarbeitern einziehen.


    https://www.pnn.de/potsdam/dur…lokschuppen/26226638.html

    (Quelle: Potsdamer Neuste Nachrichten, 29.09.2020)


    Ergänzung zum obengenannten Beitrag: bei diesem "Lokschuppen" handelt es sich nicht um eine Abstellhalle, sondern dort wurden Loks bis zur Deutschen Einheit montiert und hergestellt.

  • Nein das war kein Lokschuppen, in dem Loks zwischen Betriebszeiten der Bahn untergestellt werden / wurden.


    Es handelt sich viehlmehr um das zentrale Werksgebäude vom ehemaligen Orenstein & Koppel, davon jedoch nur noch als Fragment. In diesem befand sich zentral eine Drehscheibe, auf dem die Loks in die einzelnen, davon abgehenen Werkbereiche gedreht und geschoben werden konnten. Aus dieser Drehscheiben-Funktion innerhalb eines Gebäudes entstand wahrscheinlich der umgangssprachliche Begriff des Lokzirkus.


    Zu DDR Zeiten wurde Orenstein&Koppel in Karl-Marx-Werk umbenannt. Aus der Dampflokentwicklung und -Produktion wurden dann Auto-Drehkräne und Kältemaschinen. Und kurz nach der Wiedervereinigung der Betrieb dann ganz eingestellt.


    Weite Teile der Werkanlagen wurden Abgerissen und bezugslos überbaut. Das Fragment des "Lokzirkus" ist das letzte Überbleibsel und trotz Denkmalstatus in seinem Bestand weiterhin, wegen Untätigkeit, stark gefährdet.

  • Ein schöner Bericht des Senders Radio Prag über die ehemalige Böhmische Exilantengemeinde Nova Ves (Nowawes) und deren sanierten Gebäude in Babelsberg:


    https://deutsch.radio.cz/nowaw…onie-nahe-potsdam-8701971


    Man erkennt auch hier wieder, dass Preußen einer, wenn nicht sogar der toleranteste Staat Europas war. Ich finde, dieser Aspekt ist es immer wieder wert, dass man ihn hervorhebt. Potsdam ist in großen Teilen noch immer durch und durch ein preußisches Paradies.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Was mich mal interessieren würde,was ist eigentlich aus dem Gestaltungsrat geworden, der leider nur für eine kurze Zeit in Potsdam aktiv war?

    Wenn es ihn noch bis heute gäbe,ob da das Blu und einiges andere Neue in seiner jetzigen Form durchgegangen wäre?

    Weiß da jemand näheres?

  • Der Gestaltungsrat ist nach wie vor aktiv, tagt aber seit Amtsantritt des neuen Baubeigeordneten nur noch im Geheimen und ohne Öffentlichkeit, um mehr Investoren anzulocken (offiezielle Begründung).

    „Kreativität entsteht nicht durch Überfluß sondern durch Mangel.“
    Richard David Precht