Sonstige Potsdamer Meldungen

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    • Zentrum-Ost, Potsdam, Baller-Viertel

      Für Baller-Fans möchte ich mal ganz kurz eine kleine Katastrophe schildern. In den Jahren 1999–2002 ließ Pro Potsdam (GEWOBA, heutige PRO-Potsdam-Tochter) Wohnhäuser an der Nuthestraße im Zentrum–Ost bauen. Es geht um die so genannte Nutheschlange am Humboldtring 32-120. Von nicht so Wohlmeinenden auch einfach „Gurke“ genannt.
      Hier wurden zwei- bis dreigeschossige Reihenhäuser (mit mehr als 200 Wohnungen) auf insgesamt 200 Pfähle gesetzt und stehen so teilweise an, teilweise in einem künstlichen Wasserlauf. Das Problem: Seit der Fertigstellung treten immer häufiger gravierende Schäden auf, die auf Ausführungsfehler und/oder auf Planungsfehler zurückgeführt werden.

      Stand 2011: Dächer undicht, Keller nass, Wände feucht oder Fenster blind. Mieter ziehen weg, Neuvermietung fast unmöglich

      Schon 2002 schrieb die Berliner Morgenpost über den Architekten Hinrich Baller:
      An seinen Häusern scheiden sich die Geister: Während die einen in dem Berliner Architekten Hinrich Baller mit seinen langen ergrauten Haaren geradezu einen Guru der Gestaltung sehen und seine verschnörkelt expressiven Gebäude sogar mit denen Antonio Gaudís in Barcelona vergleichen, halten andere den 65-jährigenBaumeister für ein Pfuscher, dessen Markenzeichen undichte Dächer und feuchte Wände sind. Nach diversen Bauskandalen in Berlin steht Baller nun auch in Potsdam in der Schusslinie.“

      Und am 20.8.13 schrieb die MAZ einen aktuellen Zustandsbericht:

      „Die auf Stelzen stehende Wohnanlage ist undicht ‒ Dächer, Terrassen, Fenster, Fassaden. Schimmel in den Wohnungen ist eine Folge. Aber auch absturzgefährdete Balkone, Risse im Fußboden, fehlerhaft verlegte Leitungen und Korrosion ließen den Traum vom naturnahen Sozialbau, der letztlich90 statt der geplanten 70 Millionen D-Mark kostete, zum Albtraum werden.“

      PNN,03.02.18:

      Das Fallbeil über dem Kopf der „Nutheschlange“
      Die finanziellen Konsequenzen seien gewaltig, wird dort berichtet..
      „Zu den 35 Millionen Euro, die der Bau gekostet hat, addieren sich inzwischen 16 Millionen Euro, die die ProPotsdam bislang in die Sanierung des Komplexes gesteckt hat. Erst vor zwei Jahren wurde die Instandsetzung der sogenannten Schmetterlingshäuserabgeschlossen, die mit 160 Wohnungen den größten Teil des Ensembles aus machen. Schimmel, Kältebrücken und undichtes Mauerwerk mussten beseitig werden. Wegen der Schäden und der sechs Jahre währenden Bauarbeiten stand ein Großteil der Wohnungen leer, die Mietausfälle beliefen sich schon 2015 auf rund 2,5Millionen Euro. Als letzte Etappe will die Pro Potsdam in diesem Jahr mit der Sanierung der 25 Anglerhäuser beginnen, die auf Stelzen im Teich stehen. Die Schäden seien dort nicht so groß wie im Terrassenhaus, sodass sich eine Instandsetzung lohne, sagte Runge. Für diese Arbeiten werden dennoch weitere2,5 Millionen Euro draufgehen.“
      So kam man bei PRO Potsdam auf den Gedanken, den Kopfbau der Nutheschlange abzureißen und völlig neu nach einer Ausschreibung zu errichten.






      Fotos: Autor
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      Meine Video-Sammlung: https://www.youtube.com/user/MrPotsdamfan/videos
    • potsdam-fan schrieb:

      In den Jahren 1999–2002 ließ Pro Potsdam (GEWOBA, heutige PRO-Potsdam-Tochter) Wohnhäuser an der Nuthestraße im Zentrum–Ost bauen.
      Schon Wahnsinn. 16 Jahre alt und bereits kompletter Schrott. Da wollten welche ganz besonders modern sein und begaben sich ins finanzielle Desaster.

      Darf ich ein wenig aktualisieren?

      Wohnungen in Potsdam
      Kompromiss für „Nutheschlangen“-Neubau
      pnn.de/potsdam/wohnungen-in-po…ngen-neubau/21269498.html

      Kopf der „Nutheschlange“ wird Ende 2019 abgerissen
      maz-online.de/Lokales/Potsdam/…wird-Ende-2019-abgerissen
    • Der Bau ist von Hinrich und Inken Baller, Architekten aus Berlin. Diese baulichen Probleme gibt es bei sogut wie allen Bauten der Ballers, insofern war das bei Beauftragung bekannt. Das hat die Stadt Potsdam nicht davon abgehalten die beiden zu beauftragen und zahlt nun bitteres Lehrgeld - wenn man daraus lernt.

      la-belle-epoque.de/germany/berlin/ballerd.html
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Nachdem gestern in TV die Adlon Trilogie gespielt wurde, hat mich vor allem die Geschichte des Sommerhauses der Familie Adlon in Neu Fahrland interessiert und siehe da, bin ich doch bei meiner Recherche auf nachfolgendes Video gestoßen, welches unter anderen (neben einer Familie, die ein Schloß sowie einer zweiten Fam, die ein Fachwerkhaus saniert) auch von der Sanierung des Anwesens durch die neuen Eigentümer berichtet, die das Anwesen von der Familie Adlon kauften:

      vimeo.com/192592695
      "The Sun" antwortet auf den Brief Campinos und AKKs aus Deutschland:

      „Liebes Deutschland“,…wir lieben Dich auch. ...hat uns sehr berührt, dass Ihr uns in Wahrheit ganz gerne habt. Humor, Tee mit Milch und die Pantomime zum Weihnachtsfest – all das würden die Deutschen bald also vermissen. Alles sehr bewegend. Aber mal ganz ehrlich - es gibt nichts, was wir an Euch vermissen werden. Weil wir nämlich nirgendwohin gehen. Der oder das einzige, was geht, ist die EU!“