Sonstige Potsdamer Meldungen

  • Dass der "Froschkasten" nicht mehr als Gaststätte existiert, ist schade. Es war allerdings sowieso nicht mehr das alte Lokal (wurde soweit ich weiß vor dem 2. Weltkrieg schon geschlossen), sondern eine nach der "Rekonstruktion" der Kiezstraße 1979 bis 1983 neu eingerichtete "Alt-Berliner Gastwirtschaft" (in Potsdam, absurderweise). Durch die Lage jenseits der Breiten Straße verirrten sich kaum Individualgäste dorthin, und von den Touristenbussen allein konnte der Wirt offenbar nicht leben...
    Der Umbau zu (Eigentums-?)Wohnungen ist aber recht gut gelungen. Hier sieht man einmal, wie wichtig und auf welch hohem Niveau die Denkmalpflege ist: da der rechte Teil des Doppelhauses ein Neubau von 1981 ist, bestand der Denkmalpfleger darauf, dass das Dach sich ebenfalls absetzt, was durch unterschiedliche Firsthöhe und Neigungswinkel auch gelungen ist.
    Über den rückwärtig angebauten Wintergarten kann man streiten - aber die Hoffassade ist nicht denkmalgeschützt, und man kann es dem Bauherrn nicht verdenken, dass er die Fläche nutzen wollte. Weder ein Garten noch zusätzliche Parkplätze wären da wesentlich besser gewesen...

  • Die PNN Veranstaltet heute Di.11.06. 20uhr eine Diskussionsrunde zum Thema,,Heimat Potsdam?!"
    Da diese Veranst.ausverkauft ist,wird sie live auf www pnn.de sowie auf der Pnn Facebook Präsenz und dem Youtube Kanal übertragen.Gäste sind OB Schubert,Saskia Hüneke,Günther Jauch,und Peter Effenberg.

  • Hat denn jemand gestern die Talkrunde von der Pnn gesehen bzw.besucht?Gäste waren Saskia Hüneke,G.Jauch,OB Schubert und Peter Effenberg.Thema,,Heimat Potsdam"?!Die Werbung für diese Veranstaltung war in der Pnn nicht zu übersehen.

  • Wäre wirklich klasse Erbse ,wenn du lieber auf den Inhalt meines drei Zeilen Textes trotz unkorrekter Satzzeichen eingegangen wärst .

  • Hier ein Artikel zum Gefecht Schubert gegen Jauch! https://www.pnn.de/potsdam/emo…oCC_PJz9IRd2txymBAQ337uNc


    Um das ganze mal zusammen zu fassen......Potsdams OB hat den Blinker links auf Anschlag. Ich stimme @Konstantindegeer zu, dass man bei den aktuellen politischen Entwicklungen in Potsdam als Freund von Garnisonkirche & Co. langsam feuchte Finger bekommt.

    Wenn es jemand kann, dann ist es keine Kunst. Und wenn es jemand nicht kann, dann ist es erst recht keine Kunst!

  • Knobelsdorfff92,wir sind mit diesem Thema im falschen Strang.Passt eher unter Sonstige Potsdamer Meldungen.
    Kurz mein Eindruck zur Veranstaltung.Jauch und Hüneke hatten klare Vorstellungen und eine klare Meinung.Der OB hingegen wollte es allen(eher etwas mehr den Linken)irgendwie recht machen und Effenberg redete viel aber so richtig wusste ich nicht am Ende, wie denn nun was den nun??Für mich war es im großen und ganzen eine Faire und nicht zu emotionale Diskussion.

  • Ich fand die Ansicht des Videos aufschlußreich, weil es die Haltung des OB Schubert klar macht. Er hat keine Lösungen für die Probleme der Stadt Potsdam sondern sieht sich nur als Moderator und Ausgleicher. Das hat mit Politik aus meiner Sicht nichts zu tun.


    Schon die grüne Saskia Hüneke bezeichnet er als "Puristin der Rekonstruktion" und wirft ihr vor "wegen 1,5 Metern dem Wiederaufba des Stadtschlosses nicht zugestimmt" zu haben. Tatsächlich ist es gerade die Präzision im Wiederaufbau, die gelungene Rekoprojekte von Jahrmarktskisten unterscheiden. Bei der Garnisonkirche will er "nochmal innehalten" und den Stadtkanal "neu interpretieren".


    Die Strategie ist klar: die Rekofreunde sollen marginalisiert und ihnen mit einem modernen Stadtkanal der Wnd aus de Segeln genommen werden. Gottlob scheietern diese Vorhaben an der Tatenlosigkeit der Stadtverwaltung selbst. Wer es in 20 Jahren nicht schafft nie marode Lange Brücke neuzubauen errichtet auch keine 10 neuen Brücken über einen wiederausgegrabenen Stadtkanal.


    Vor allem aber wird das vorgegebene Ziel verfehlt, die "Versöhnung" der Bürgerschaft, die der OB fortwährend "Stadtgesellschaft" nennt. Boede & Co. sind daran gar nicht interessiert, auch wenn sie sich zu fast 100 Prozent durchsetzen. Das hat das Beispiel des Minsk gezeigt. Der Verkauf des Areals an Hasso Plattner für einen Umbau als Kunstmuseum wurde von den anderen abgelehnt. Das wird Schubert auch bei anderen Projekten erleben: selbst wenn erw weit auf die linke Seite zugeht, werden diese ihn trotzdem nicht gut finden.

    „Kreativität entsteht nicht durch Überfluß sondern durch Mangel.“
    Richard David Precht

  • Als Außenstehender fand ich die TV Runde auch sehr interssant. Man konnte deutlich merken, dass Günther Jauch mit den konservativsten hier aus dem APH problemlos mithalten kann. Welch ein Glück für die Stadt.
    Der Bürgermeister und der Medientyp sind mir auch besonders negativ aufgefallen. Tatsächlich wirds mit dem in sachen Rekos schwer werden.
    Bedauerlich fand ich auch die Zuschauermeinungen. Am Kleidungsstil der Leute konnte man sehen das sie vermutlich wohl dem linken/ alternativen Teil Potsdams angehören.
    Bei meinem erstmaligen Besuch neulich in Potsdam bin ich auch mit Ur-Potsdamern ins Gespräch gekommen. Da war der Tenor auch eher in die Richtung eines "zuviel Reko", was ich denen natürlich versucht habe auszureden.
    "Seit doch froh, dass ihr hier keine Gelsenkirchener Verhältnisse habt..."

  • Hatte leider erst heute die Zeit gefunden, mir die PNN Diskussion anzusehen! Sehr gute Diskussion und ausgeglichen eingeladen. Einziges, aber wesentliches Manko: Die Tonübertragung ist katastrophal und fast schon gemein, dass man den beiden Gegnern die kaputten Mikrophone gab...Jauchs wunderbare Beiträge kamen so natürlich noch viel besser herüber. Effenberg ist ja teilweise leider aus der Fassung gekommen und hat dann wirklich schwach argumentiert - aus meiner Sicht und was ich aufgrund der schlechten Übertragunsgqualität überhaupt vesrtehen konnte.


    Gib es eine Möglicheit oder ein Video in besserer Übertragungsqualität zu sehen?

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Potsdamer Neuste Nachrichten (PNN) berichtet in ihrer Ausgabe vom 12.07.2019, dass die Verhandlungen über den Verkauf der Persiusspeicher gescheitert sind. Unterdessen verfällt das denkmalgeschützte Gebäude. Wäre dies nicht ein Platz für die "Künstler" aus dem Rechenzentrum gewesen, denn diese zahlen ja ungefähr die gleiche Miete und man hätte endlich das Rechenzentrum abreisen bzw. Platz machen können, für die Garnisonkirche.


    Auch heißt es, der zur Havelufer marode Anbau sollte abgerissen werden um für neue Wohnungen Platz zu schaffen. Hat jemand ein Bild von diesem maroden Anbau?


    https://www.pnn.de/potsdam/per…t-verklagen/24588308.html

  • Interessanter fände ich fast, etwas über die juristischen Gründe zu erfahren, die dem Verkauf plötzlich entgegenstehen, über die aber nichts öffentlich verlautbart werden soll... huh:)

  • Der "marode Anbau von 1903" sieht fast genauso aus, wie der Rest des Baus aus der Stülerzeit. "Marode" ist natürlich reine Propaganda, da mit einem Neubau das ganze Projekt attraktiver gemacht werden soll. Natürlich kann man auch die Erweiterung der Kaiserzeit sanieren - es ist eine reine Frage der Kosten.


    Die Stadt meint hier schlicht aufgrund der Marktlage durch eine Neuausschreibung bessere Konditionen und einen ordentlichen Schluß aus der Geldpulle erreichen zu könne, um die Verluste des naiven Verhaltens der Stadt in den letzten 20 Jahren wieder ein wenig wettzumachen. Ob das gelingt wid sich erweisen, in der Vergangenheit galten die Verträge der Landeshauptstadt Potsdam nicht als die pfiffigsten.


    Insgesamt, glaube ich, muss man aber die Gesamtanlage "Dampfmahlmühle der Preußischen Seehandlung mit Magazin, Speicher und Beamtenwohnhäusern" betrachten (Denkmalliste). Ein Großteil der Anlage ist von einem Hotel genutzt, einem Restaurant und kleinteiligen Büro/Arztpraxen. Auch hier stünde bald die nächste Sanierung an. Aber der Teich vor dem Persiusspeicher führt über den Schafgraben in die Parkanlage von Sanssouci und versorgt die dortigen Wasserspiele. Es wäre wünschenswert, wenn der Schafgraben und sein Uferweg auch saniert würden.


    Es ist reine Frage der Konzeption, da auch der jüngere Teil der Kornspeicher unter Denkmalschutz stehen und hier Steuerabschreibungen möglich sind. Aber ein 08/15-Neubau nach Abriß mit Styroporfassade und Plastikfenstern, wie schon beim Hotel, verspricht natürlich schnellere Rendite.


    Ansicht von Osten (links Teil von 1903, rechts von 1840/1). Rechtes Bild Westansicht (links "sanierter Teil von 1840/1, rechts Anbau von 1903)


    „Kreativität entsteht nicht durch Überfluß sondern durch Mangel.“
    Richard David Precht