Umfeld Berliner Schloss - Allgemeines

  • Hier gibt es einige Bilder von der Demonstration:

    Eindrucksvolle Bilder: Tausende protestieren für Palästina
    Am Samtagnachmittag zieht ein riesiger Protestzug voller Palästinflaggen durch Berlin Mitte. Die besten Fotos in der Bildergalerie.
    www.morgenpost.de

    Darunter Bilder vom Humboldt Forum/Berliner Schloss, und vom Berliner Dom, und vom Klettern auf dem Neptunbrunnen.

    Hier sind noch zwei Bilder vom Klettern auf dem Neptunbrunnen:

    https://pbs.twimg.com/media/F-LeG96WMAEeH20?format=jpg&name=large

    https://pbs.twimg.com/media/F-H2C54WgAA8p0r?format=jpg&name=medium

  • Ein Adler existiert noch.Er befindet sich im Märkischen Museum Berlin.Dieser Adler stammt aber nicht von der Adlersäule sondern vom Kaiserlichen Nationaldenkmal.

    Über die Adlersäule wurde schon an anderer Stelle diskutiert. Das Kapitell der Säule befindet sich im Pergamonmuseum. Die Bronzefigur (Adler) sollte nach Sanssouci gebracht werden, dort verliert sich jegliche Spur und die Reste der Säule kamen auf die Deponie.

  • Ein Plädoyer für das historische Schlossumfeld


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  • Ein Plädoyer für das historische Schlossumfeld


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    Vor Dir, Eiserner Pirat ?

    Nimm das Recht weg, was ist der Staat dann noch anderes als eine große Räuberbande? (Augustinus von Hippo)

  • „Versetzungsgegner“ beharren darauf, dass Neptunbrunnen und Rossbändiger bleiben, wo sie sind. Sie behaupten, dass sich beide örtlichen Bevölkerungen daran gewöhnt haben und, dass „die Rossebändiger inzwischen ein konstituierender Teil des Gartendenkmals Heinrich-Kleist-Parks geworden sind“ (Meinung von Prof. Petra Kahlfeld). Das Landesdenk­malamt besteht darauf, diese städtebaulichen Zeugnisse der DDR-Zeit denkmalwürdig zu erhalten. Dem folgt auch der Berliner Senat. Die Zustands- und Besitzstandswahrer berücksichtigen eines nicht. Beide Standorte sind keineswegs gleichrangig und beliebig austauschbar:

    Die erstrangigen und geschichtsträchtigen Kunstwerke, NB und RB, mussten in der frühen Nachkriegszeit (NB 1950 und RB 1945) aufgrund des bombardierten Schlosses bzw. vor seiner Sprengung von ihren sehr repräsentativen Standplätzen direkt am Schlossbau im städtebaulich erstrangigen Umfeld weggeholt werden. Beide Kunstwerke mussten deshalb (?!) an minder repräsentative, zweitrangige Plätze, teils auf eine übergroße, nicht eingefasste Leerfläche, teils in den abgelegenen Kleistpark versetzt werden. Bessere Möglichkeiten gab es damals nicht. Jetzt da Schlossbau und Umfeld wieder stehen, haben ein eigensinniger Bezirksbürgermeister, örtliche Bürger, im Brunnen spielende Kinder und das Versteck der Rosse im Kleistpark mehr Gewicht als die Rückgewinnung der hervorragenden Kunstwerke für die weltberühmte Museumsinsel und zu den internationalen Besucherströmen. Armes, ihre Kunst, Kultur und Geschichte wenig achtendes Berlin.

  • Diese Überlegungen stellt sich die Fachbehörde, das Landesdenkmalamt Berlin, schlicht nicht. Petra Kahlfeldt folgt hier nur der Denkmalbehörde, die im übrigen dem Kultursenator angegliedert ist und nicht der Bauverwaltung.


    Die Argumentation des LDA ist einfach und - wie so häufig - nur auf die Substanz gerichtet. Die ehem. DDR-Staatsachse Fernsehturm - Marx-Engels-Denkmal mit Neptunbrunnen und die Gartengestaltung im Kleistpark stehen unter Denkmalschutz. Weil die Denkmalpflege pflegen und bewahren soll darf hier nichts geändert werden. Sonst wäre der Zeugniswert dieser Stätten, die sich weitgehend im Original der Entstehungszeit befinden, zerstört. Das betrifft im übrigen auch die Attitakfiguren des Potsdamer Stadtschlosses auf der heutigen Humboldt-Universität.


    Bei der Staatachse stellt das LDA in seiner Unterschutzstellung eben ganau diese axiale Verbindung dar, die am Fernsehturm beginnt und über den Neptunbrunnen und das Rentnerdenkmal bis zum Palast der Republik ging. Durch den Abbruch desselben ist diese Achse gekürzt und nicht mehr verstehbar, da die Achse nicht mehr auf den vermeindlichen Kraftpunkt der DDR, den Volkskammersaal, zuläuft. Heute zeigt diese Achse auf Südseeboote. Zudem ist das Umfeld durch den Umbau des Fußumbauung des Fernsehturms und der Marienkirche stark verändert worden. Richtig ist, dass ein einfaches Wegnehmen des Neptunbrunnens die Gemüter älterer Ostberliner hochkochen liesse, dies könnte aber durch einen konsistenten Vorschlag der Neugestaltung des von Regula Lüscher immer "Rathausform" genannten Ortes (von "Forum" keine Spur) verhindert werden.


    Im Kleistpark behauptet das Gutachten zur Unterschutzstellung der Gartenanalge, dass die Gestaltung von Prof. Georg Pniower aus dem Jahr 1946 ausserordendlich zeittypisch und schützenswert sei. Die Gestaltung musste Pniower innerhalb von 14 Tagen auf Geheiss des britischen Stadtkommandanten entwerfen und hatte sich über die historischen Teile nur mäßig informieren können. So hielt der den Genius mit der Fackel vom Denkmal Fridrich Wilhelms III im Lustgarten für einen "Engel vom Schloß". Die Aufstellung der Rossebändiger bezeichnete Pniower als "Notbehelf", insgesamt seinen die Proportionen nicht stimmig. Quelle: Geord Pniower, Rund um den Kleistpark, in- Garten und Landschaft 69 (1950), Heft 4.pdf


    Bei den Attikafiguren des Potsdamer Stadtschlosses hält das Landesdenkmalamt die Verwendung der Potsdamer Figuren, die nach der Sprengung des Potsdamer Stadtschlosses beim Wiederaufbau des Heinrichspalais verwendet wurden, für ein "Symbol der Wiederaufbauleistung der DDR". Die Die HumboldtUni waren zuerst noch neue Figuren des sozialistischen Realismus konzipiert worden, die allerdings verworfen wurden. Dann kopierte man die historischen Figuren auf dem Mittelrisalit, was sich allerdings als so teuer herausstellte, dass man auf die Potsdamer Figuren zurückgriff. Eine Rückführung der Figuren nach Potsdam lehnt Berlin ab. Den Vorschlag die ursprünglichen Figurenschmuck, bekannte Liebespaare nach Ovid, wiederherzustellen wurden als "Geschichtsfälschung" abgelehnt.


    Natürlich könnte sich die Landespolitik in Gestalt des Kultursenators bzw. des Regiermeisters (beide CDU) darüber hinwegsetzen - aber offenbar sehen sie in solchen Entscheidungen kein Wählerklientel. Ich halte das für eine grob falsche Einschätzung.

  • Metapher zur Hauptstadt Berlin:

    Für ein repräsentatives Rathaus wurden schönste und wertvollste Bilder gemalt bzw. angeschafft und in den Empfangs-, Besuchs- und Repräsentations­räumen aufgehängt. Weil das Haus danach schwer beschädigt wurde, mussten die Kunst­werke in anderen, einfachen, unmöblierten bzw. abgelegenen Häusern provisorisch abgestellt werden. Nach der späten Reparatur des Rathauses ver­weigerten die Bewohner an den zweitrangigen Interims-Standorten die Rück­führ­ung der Artefakte, an die sie sich gewöhnt hatten. wegen der Proteste der Bewohner wurde entschieden, die einfachen, unmöblierten bzw. abgelegenen Häuser irgendwie (?) aufzuhübschen, um den wertvollen Bildern einen einiger­maßen würdigen Rahmen zu geben. Die Bilder durften jedenfalls nicht wieder in den Repräsentationsräumen des Rathauses gezeigt werden. Dafür sollten irgendwelche neuen Bilder als Ersatz gemalt werden. Ein wieder schmuckvolles, repräsentatives Rathaus war den kunstfernen Kleinbürgern und den Entscheidern nicht wichtig.

    Arme, ihre Kunst, Kultur und Geschichte wenig achtende Kleinstadt.