Umfeld Berliner Schloss - Allgemeines

  • Wäre bitte jemand noch so freundlich, kurz mitzuteilen, welche Figuren jetzt genau im Schlüterhof auf ihre jeweiligen Sockel gehoben wurden?

    Die gerade durchgeführte Suche durch die einzelnen Threads empfinde ich als zu langwierig. Vielen Dank!

  • Vielen Dank für die hervorragenden Bilder. Besonders gut erkennbar ist die gelungene Gestaltung der hoch dekorativen Fahrradständer und auch die gut sichtbare eindrucksvolle Platzierung im Schnittpunkt der Westfassade und der Südfassade. Da hat sich der Senat nun doch bei der Gestaltung des Schlossplatzes selbst übertroffen. Ich ziehe deshalb selbstverständlich nach dieser Glanzleistung meine früher geschriebenen dummdreisten Beiträge mit der penetranten und völlig überflüssigen Forderung nach Rückversetzung des Neptunbrunnens zurück. Es bleibt zu hoffen, dass auch auf der Lustgartenseite rechts und links vor Portal IV weitere dekorative und kunstvolle Fahrradständer montiert werden, so dass dort auch keine Rossebändiger mehr gebraucht werden. Damit ist nun auf höchst elegante Art jede Auseinandersetzung um die Rückversetzungen von Kunstwerken beendet. Ein Glück!

  • Was willst Du denn? Die Haltestangen spielen kreativ mit dem Ort und nehmen dabei aufgrund ihrer Materialität in kritischer Weise Bezug zum historischen Neptunbrunnen. So entsteht zur Südfassade des Humboldt Forums ein spannender Kontrast, der eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart baut.

  • Darüber hinaus sind die Fahrradständer ein wichtiges ikonographisches Motiv, stehen sie doch in denkbar engem Verhältnis zur figürlichen Bauplastik. Während die in luftigen Höhen fliegenden Famen des Eosanderportels für absolutistisches Selbstüberhöhung stehen, verkörpern die Fahrräder die geistige Erdung und Bodenständigkeit einer demokratischen Zivilgesellschaft. Man kommt auch als einfacher Bürger vorwärts - ohne abzuheben. Die darin enthaltene kritische Selbstermahnung beziehen die Auftraggeber, also die derzeit politisch Verantwortlichen, selbstverständlich auch auf sich und ergänzen so die Programmatik der (noch zu ergänzenden) Personifikationen der Herrschertugenden (Westportal) sowie des zivilisatorischen und geistigen Fortschritts (Südseite).
    Des weiteren spielt das Motiv des Rades auf die Ezechielvision von der Merkaba , dem Thronwagen Gottes, an, dessen vier Räder jeweils in alle Richtungen laufen können (Hes 1,4 EU ff). Damit wird natürlich eine Brücke zu den künftigen Prophetenskulpturen am Kuppeltambour geschlagen. Und indem sich der steinerne Figurenschmuck in den Fahrradständern und den daran befestigten Rädern fortsetzt, bezieht er natürlich auch die Menschen, die diese Räder nutzen, in den Bildapparat der Architektur ein. Im Menschen vitalisiert sich das Schloss gleichsam und dies nirgendwo so deutlich und tiefgründig wie an dieser Stelle.

    Nimm das Recht weg, was ist der Staat dann noch anderes als eine große Räuberbande? (Augustinus von Hippo)

  • So sehr ich mich über das Schloss freue,aber Kritikpunkte bleiben bei mir bei der direkten Schlossumfeldgestaltung.Das Schloss steht irgendwie nackt so da.Die einstig architektonisch üppigen Schlossterrassen ersetzt heute eine bescheidene und nüchterne Grünanlage.Auch die Südseite ist ziemlich Steinernd monoton steril.:|

  • So sehr ich mich über das Schloss freue,aber Kritikpunkte bleiben bei mir bei der direkten Schlossumfeldgestaltung.Das Schloss steht irgendwie nackt so da.Die einstig architektonisch üppigen Schlossterrassen ersetzt heute eine bescheidene und nüchterne Grünanlage.Auch die Südseite ist ziemlich Steinernd monoton steril.:|

    An uns hier liegt es nicht. Das ist politisch so gewollt.

  • Weshalb man sich über mehrere Beiträge über ein paar Fahradständer aufregen kann, ist wirklich nicht nachzuvollziehen.


    Freut Euch doch über das Ereichte!

  • Weshalb man sich über mehrere Beiträge über ein paar Fahradständer aufregen kann, ist wirklich nicht nachvollziehen.


    Freut Euch dich über das Ereichte!

    ...das erstens nicht nur durch die Installation von Fahrradständern in seiner Wirkung gemindert wird, sondern auch durch die spätere Ansammlung von wild durcheinander "geparkten" Fahrrädern. Kann man an sehr vielen Stellen in der Stadt beobachten.

    Aber wer unsensibel mit alten oder wieder errichteten Kulturgütern umgeht, muss sich nicht wundern, wenn die allgemeine Gleichgültigkeit der Gesellschaft in Bezug auf sehr viele Probleme zunimmt.

  • eine Trauerweide

    Der Baum wurde bewusst als ökologische Maßnahme gepflanzt. Daran siehst Du, dass nicht nur bei den oft geforderten Gras-Flachdächern, sondern vor allem in der öffentlichen Platzgestaltung das Thema Klimaschutz immer eine entscheidende Rolle spielt. Vor allem für einen rot-rot-grünen Senat, der das Thema auf seine Agenda gesetzt hat. :zwinkern:

  • Eine einzige Trauerweide - naja, zum heutigem Tage (Totensonntag) passt das ja. Aber ökologische Maßnahme? Ich glaube unsere "Umweltschutzpartei" hat da so einige Dinge wohl gründlich mißverstanden - mit einem einzelnem Bäumchen ist es mit der Begrünung der Uferpromonade nicht getan :biggrin:

  • Ist denn die Trauerweide nicht als eine Reminiszenz an das einst dort vorhandene Gärtchen gedacht? Abgesehen davon, ich finde die Lösung peinlich, und mir tun die drei zusammengepferchten Bäumchen jetzt schon Leid in ihrer Einsamkeit.


    Trauerweiden verlieren das ganze Jahr über sehr viele Blätter und Ästchen und erreichen ein Alter von nur etwa siebzig bis hundert Jahren. Diesbezüglich finde ich die Wahl der Baumart dort unpassend und ungeeignet (eine mächtige Trauerweide in unserem Garten stürzte tatsächlich ohne vorher erkennbare Anzeichen am Stamm im 70 Altersjahr nach einem Sturm um). Ich denke, dass aus Sicherheitsgründen diese Trauerweiden kaum siebzig Jahre Bestand haben werden.

  • Die müssen dann halt immer wieder gestutzt werden. Sieht nach dem Friseurbesuch nicht schön aus, treibt aber sehr schnell nach. Hier im Dorf machen sie das an einer an der Straße stehenden Trauerweide alle 2-3 Jahre!

  • Ein einsames Bäumchen vor der tristen, grauen Wand und dem einbetonierten Umfeld... :weinen:

    Stimmt. Wenigstens an diesen Mauern könnte man wilden Wein usw. hochranken lassen, wenn man es bei der Ostfassade schon nicht tun will.