Umfeld Berliner Schloss - Allgemeines

  • die Krähen scheinen sich an der Anwesenheit der Bauarbeiter nicht zu stören, bin Mal gespannt wie lange die Kupferhaut noch kupfern glänzt.

    Aufnahme von heute von der Baustellen Kamera Südseite.8o

  • 1900 - Schinkelplatz - Bau der Ufermauer


    Man beachte die zünftig gekleideten Zimmerleute mit

    - Schlapphut (damit keine Späne in den Hemdkragen fallen)

    - Staude (weißes, kragenloses Hemd)

    - Zunftweste oder auch Kreuzspinne, mit 8 weißen Perlmuttknöpfen (8-Stundentag)

    - Schlaghose (damit keine Späne in die Schuhe fallen) mit zwei Reißverschlüssen


    Dazu gehörten noch:

    - Ehrbarkeit (Krawatte in Zunftfarbe - schwarz = Holz / weiß = Stein)

    - Jackett mit 6 Perlmuttknöpfen vorn (6 Tagewoche) und je 3 Knöpfen an den Ärmeln (3 Lehr- bzw. Wanderjahre)

    - goldener Ohrring (damit bei tödlichem Unfall die würdige Beerdigung gesichert ist. Bei Vergehen gegen die Zunftehre wurde der Ohrring herausgerissen Schlitzohr)


    Weiter beachtenswert:

    Die Halbinsel an der Schleusenbrücke. Gepflegt

    Heute: ungepflegt und verdreckt.

    Wie lange hält der Baum darauf noch aus ?


  • So wie es aussieht (bzw. soweit ich das richtig erkenne) wird die Ufermauer zwischen Schlossbrücke und Denkmalssockel bereits für die Treppenanlage entfernt. Sehe ich das richtig?

  • Ich glaub, meine Vermutung war falsch, die Ufermauersteine liegen da vermutlich schon länger und waren bislang nur verdeckt.

  • Ich glaub, meine Vermutung war falsch, die Ufermauersteine liegen da vermutlich schon länger und waren bislang nur verdeckt.

    Die Aktivitäten an der Ufermauer hängen wohl mit den Fortschritten beim Bau des U5-Tunnels zusammen - siehe hier: Projekt U5

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    Gutmensch = Gut gemeint, nicht zuende gedacht, schlecht gemacht

  • eine kleine Anmerkung am Rande ! Was hätten die Chinesen heutzutage in 8 Jahren ! alles gebaut ?

    Ich erinnere der Bau der Nord- Süd S- Bahn dauerte von 1930- 1939, mitten durch die Innenstadt und Unterquerung der Spree und des Landwehrkanals.

  • Genau, in totalitären Staaten geht es viel schneller...ohne Diskussionen, Buergerbeteiligungen und sonstige nervige Paragrafen.

  • Genau, in totalitären Staaten geht es viel schneller...ohne Diskussionen, Buergerbeteiligungen und sonstige nervige Paragrafen.

    Wäre vermutlich besser Sarkasmus in Forums-Beiträgen irgendwie zu markieren oder nachträglich darauf hinzuweisen, damit unwissende Leser nicht ggf. falsche Vorstellungen bekommen :)

  • Man muss gar nicht nach China gehen und auch nicht anfangen zu polemisieren, auch andere demokratische Länder (z.B. die Schweiz) schaffen es viel schneller. Die Wahrheit ist, dass man mittlerweile sämtliche Prozesse dermaßen bürokratisch überfrachtet hat und man keinen Vergleich mehr zu Vorzeigebürokratiestaaten wie Italien scheuen braucht, auf das man früher immer mit erhobenen (und überheblichen) deutschen Zeigefinger gezeigt hat. Jeder (selbst nicht einheimische) Lurch kann riesige Investitionen auf Jahre verzögern...

  • In dem Artikel steht immerhin dass der Zugbetrieb schon Ende dieses Jahres beginnen soll. Da bin ich ehrlich etwas baff. Ich hatte geglaubt, das wäre noch um einige Jahre nach hinten gerückt. Wenn das tatsächlich was wird, dann ist das ja mal was Gutes, kurz nach der Eröffnung des Humboldt-Forums. :)
    Ich finde den Entwurf des U-Bahnhofs übrigens recht ansehnlich, die rustizierte Optik der Wände und Bögen und dann die mit Sternen gespickten Tonnengewölbe nach einen Bühnenentwurf von Schinkel.

  • Liebe Gemeinde,


    so wie in dem oben beschreibenden Artikel trug es sich zu.

    Es wurde auch arg kritisiert, dass die ahistorische schnurgerade Straßenführung über den Schlossplatz nicht in Abstimmung mit den Verantwortlichen des Baus des Stadtschlosses vollzogen wurde.


    Herr Herrmann argumentiert, dass unter Berücksichtigung des aktuellen Straßenverlaufs eine Rückführung des Schlossbrunnens (Neptunbrunnen) nur dann erfolgen könne, wenn man diesen näher vor Portal |V setzte, dies mit ihm aber nicht zu machen sei.


    Ein Schelm wer dabei...


    Eine Rückverlegung des Brunnens an seinen angestammten Platz ginge mit einer Umverlegung der Straßenführung und Umbauten der unterirdischen Fernwärmeanlagen einher, was zu kostenintensiv wäre.

    GÄHN!


    Ich hatte den Eindruck, dass diese steinerne Wüste an der Südseite des Schlosses etwas unbeholfen verteidigt wurde.


    Ferner wurde argumentiert, dass Platz für die Logistik, behindertengerechte Parkmöglichkeiten und Platz für den zu erwartenden Zweiradverkehr bereit gehalten werden muss.
    Und das würde man nun mal mit dem Schlossplatz gewährleisten, da man dem Humboldtforum sonst die Baugenehmigung entziehen müsste.


    Spätestens hier fiel es mir schwer mich ernst genommen zu fühlen.


    Positiv festzuhalten bleibt aus meiner Sicht, dass die historischen Räume durch die vorgesehene Bepflanzung erfahrbar gemacht werden sollen, der historische Höhenunterschied auf der Lustgartenseite durch die Neuinterpretation der Schlossterrassen aufgegriffen wird, Holzbänke zur Verwendung kommen, eine Rückführung der Rossbändiger schon jetzt möglich wäre und der Saal geschlossen die Hand hob, als Herr André Schmitz die Frage stellte, wer denn für die Rückführung des Schlossbrunnens an seinen angestammten Platze sei?


    Wir alle sind gefragt.


    Im Übrigen erfreute sich die uns drohende Einheitsschale geringem Zuspruch.


    Gruß aus Berlin.


    P. s.: Am 19. März wird es wohl noch mal eine Veranstaltung geben, auf der die Möglichkeit besteht, für die Rückführung des Brunnens zu stimmen.

    Diese Gelegenheit werde ich ergreifen.


    Die genaue Adresse ist mir entfallen.

    Evtl. kann jemand helfen?

    Ansonsten melde ich mich, sobald ich die in Erfahrung gebracht haben werde.

  • Das hätte alles vermieden werden können, hätte man das Schloss gedreht - also parallel zum Schloßplatz - zur Spree und zur K-L-Str. wieder aufgebaut.

    Auch das Fundament des Nationaldenkmals hätte dann halbwegs parallel im Kupfergraben gestanden. :unsure:


  • Ich würde mir einen Aufbau einiger Häuser "An der Stechbahn" wünschen. (Wie auf meinem Profilbild zu sehen)

  • Schloss den Rücken zu und blickt Richtung Cöllner Rathaus.

    Da gibt es eine interessante Anektdote da zu - Neptun schute wohl zunächst in das Schlafgemach seiner Majestät, worauf er sich unangenehm beobachtet fühlte und den Brunnen hat umdrehen lassen. Ich meine es wäre König Friedrich Wilhelm IV gewesen.

    Das Schloß war ja von der Architektur überhaupt nicht für Wohnzwecke der Monarchen vorgesehen, es verfügte ja nicht einmal über ein eigenes Badezimmer. Dem König war das wurscht, er ließ halt die Badewanne von der nächsten Badeanstalt holen.

  • Friedenau,ja das wäre ganz interessant mit den Häusern an der Stechbahn.Aber das ehemalige Staatsratsgeb.steht dem im Weg.Und gerade dieses steht unter Denkmalschutz.Also wird das mit den Häusern auf lange,lange Zeit Wunschdenken bleiben.