Umfeld Berliner Schloss - Allgemeines

  • Und auf der 'Wippe' kann man sich dann sonnen! Dufte!


    Ich war bei einer Veranstaltung in der Karl-Liebknecht-Str zum Thema Stadtbad und da hieß es noch, der Zugang erfolgte neben dem Staatsratsgebäude, als da wo die Grünfläche neben dem Spreekanal ist und dort soll es dann auch Umkleideräume, Toiletten etc. geben. Ist vielleicht schon wieder überholt. Sollte mich dann freuen, wenn man dort ins Wasser steigt, bis hier zu den Treppen am Schloss schwimmen kann und dann, da erschöpft, nackt auf dem Landweg zurück läuft. Det wär Berlin!

  • Also wenn man sich die Webcam des Ostflügels anschaut, habe ich schon seit Wochen das Gefühl die bauen nach dem Kinoklassiker ,, Den sie wissen nicht was sie tun " . Da werden wieder Gräben gezogen wo vor einiger Zeit alles Plan gezogen wurde, man hat offensichtlich die Entwässerung vergessen. Aber dieser Ostflügel ist schon von seinem Konzept totaler Murks. Allein die überdimensionierten Rampen sind grauenhaft.
    Da Trauer ich dem alten Ostflügel sehr nach ! :wuetenspringen:


  • Zustimmung. Die jetzige Lösung ist mir zu klotzig. Gerade, wo die runde Ecke ist, kommt ihr die Ostseite viel zu nahe. Bei Kollhoff hätte sich auch eine harmonischere Abfolge der Uferfront - Marstall/Schloss/Dom - ergeben. Jetzt wird diese Abfolge durch die Ostseite sehr negativ beeinträchtigt . . . mal von der völlig vermurksten neuen Rathausbrücke abgesehen . . .


    Kollhoffs Lösung + eine rekonstruierte Kurfürstenbrücke wäre vermutlich nicht teurer, aber sehr viel schöner gewesen . . .

    "Mens agitat molem!" "Der Geist bewegt die Materie!"

  • Wer Kolhoff sagt, muss auch sagen: Keine Innenseiten von Portal II, III und IV, keine Durchfahrten in den Portalen I-V und kein Foyer, sondern Kinosaal.


    Nimm das Recht weg, was ist der Staat dann noch anderes als eine große Räuberbande? (Augustinus von Hippo)

  • Stimmt genau. Der von den Schlossgegnern immer wieder beschworene Widerspruch zwischen Barockfassaden außen und modernem Völkerkundemuseum innen ist m.E. bei Kolhoff tatsächlich wahrnehmbar und besonders extrem ausgeprägt. Kolhoff wäre keine gute Wahl gewesen, trotz deutlich besserer Ostfassade als bei Stella. Aber man muss eben das Gesamtpaket sehen.
    Und der Eosanderhof als futuristischer Kinosaal, in dem man sich in der Konzernzentrale von Apple wähnt?? Ein Grauen! Stattdessen bekommen wir an gleicher Stelle die herrliche Agora von Stella. Gut so.

  • Wer Kolhoff sagt, muss auch sagen: Keine Innenseiten von Portal II, III und IV, keine Durchfahrten in den Portalen I-V und kein Foyer, sondern Kinosaal.

    Es ging mir in erster Linie um das äußere Erscheinungsbild. Was das Gesamtkonzept betrifft, hätte man das sicher auch mit Kollhoff noch mal entsprechend überarbeiten können. denke nicht, dass sich jemand wie er dagegen verwehrt hätte. Hilft aber nichts. Alles in allem ist es eh fast ein Wunder, dass das Schloss überhaupt zurückkommt.

    "Mens agitat molem!" "Der Geist bewegt die Materie!"

  • ja, wir haben Schwein gehabt dass es dieses Gebaude jetzt überhaupt gibt, dass sollen wir tatsaechlich nie vergessen.
    die Anti Schloss Kraefte haben wirklich alles versucht in den vergangenen Jahren, dass Schloss zu ""blockieren"" man hat wirklich ""tausend"" Argumente benutzt es zu verhindern …(auch Alle Medien waren nicht gerade Schloss Freunde )


    Uebrigens:


    die beste Loesung waere damals eine Mischung aus den Entwuerfen von Stella ( West und MIttel Teil ) und Kollhoff
    (Ost Teil )gewesen, aber gut, ich kann damit leben.
    Uebrigens ist Kollhoff ein grosser Fan der Bauakademie, aber dass wisst ihr sicher schon!

  • Ob ohne F. Stella die Rückseiten der Portale II bis IV samt Durchfahrten gekommen wären, vermag ich nicht zu sagen. Ich bin da eher skeptisch. Sein Hauptargument war von Anfang an, dass die Außenseite eines Blocks auch der Innenseite entsprechen müsse. Darum wollte er ursprünglich auch den Eosanderhof weitgehend herstellen, während er sich resistent zeigte, die zwei barocken Westachsen des Schlüterhofs mitzurekonstruieren, weil es auf der Seite zur Passage kein Pendant gab. Die Portale hat er immer als Stadttore gesehen, daher auch die Durchfahrten.
    Ob ein anderer Architekt das in sein Programm nachträglich hätte aufnehmen können, obwohl es nicht integraler Bestandteil seines Konzepts gewesen wäre, weiß ich nicht.

    Nimm das Recht weg, was ist der Staat dann noch anderes als eine große Räuberbande? (Augustinus von Hippo)

  • Zufällig habe ich ein Foto entdeckt, das Reinhold Begas in seinem Atelier bei der Arbeit am Modell des Reliefs mit der Furie des Krieges zeigt. Das danach geschaffene Bronzerelief war Bestandteil des Sockels des Nationaldenkmals Kaiser Wilhelm I. auf der Schlossfreiheit in Berlin. Wenn man die Körpergröße von Reinhold Begas im Verhältnis zur Höhe des Reliefs als Vergleichsmaßstab nimmt, so wird einem erst bewußt, wie groß das Denkmal zur Deutschen Einheit von 1871 tatsächlich gewesen sein muss.


  • Solche Atelier-Bilder, die den jeweiligen Künstler bei der Arbeit zeigen, illustrieren immer sehr schön, mit wie viel Sorgfalt, Liebe zum Detail, Herzblut und Zeitaufwand damals gearbeitet wurde. Zählt man dann noch die Stunden, Tage und Wochen hinzu, die die ausführenden Kunsthandwerker benötigten, um diese Entwürfe umzusetzen, dann überkommt einen ein großes 'Fremdschämen' für all die Ikonoklasten, die ab 1918 und verstärkt ab 1933 /1945 bis in die Gegenwart in barbarischer Weise hier eingeholzt haben. Von dem Befremden über die heutigen antiseptischen und sterilen Computerschöpfungen ganz zu schweigen (einer der wenigen rühmlichen Ausnahmen ist hier natürlich Axel Spellenberg. Dieser Stuttgarter und Worpsweder Baumeister könnte sich einem Begas oder einem Rudolf Maison kongenial an die Seite stellen ! )

  • Es gibt auch eine Darstellung von Begas mit dem Miniaturmodell des aufgesockelten Reiterstandbilds des KWND.


    Noch eine schöne Seitenansicht von Süden (mit der Allegorie des Friedens am Sockel):


    Weitere (Detail-)Bilder hier: https://www.kudaba.de/?p=31357#16/52.5183/13.3998

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Gute Nachricht:
    Im Zuge der Bauarbeiten zwischen Schleusenbrücke und Rathausbrücke wurden bereits zwei gusseiserne Laternenpfähle (die gleichen wie Unter den LInden und östlich der Schlossbrücke) gesetzt; einer vor dem Staatsrat, ein anderer vor dem Neuen Marstall. Ich gehe davon aus, dass noch weitere folgen werden.
    Bilder sind ja überbewertet und überhaupt beeinträchtigen sie die Phantasie, daher vielleicht mal später.

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Die Berliner Morgenpost berichtet in ihrer Ausgabe vom 22.05.2019 das ein Löwe jetzt den Eingang der Museumsinsel bewacht.


    "Den vormodernen August Gaul kann man im Berliner Tiergarten bewundern. Dort stehen vor dem Alfred-Brehm Haus zwei bronzene Löwen, die ursprünglich das Kaiser-Wilhelm-Denkmal vor dem Berliner Schloss schmückten, dort, wo das Denkmal der Einheit, die sogenannte Einheitswippe geplant ist. August Gaul ging dem Meister des Denkmals Reinhold Begas zur Hand und schuf die Tierskulpturen. Das Denkmal wurde 1946 abgetragen, nur die Löwen und der Sockel sind noch erhalten."

    https://www.morgenpost.de/kult…acht-jetzt-ein-Loewe.html

  • In der Nähe des Schlosses, wo sich früher die Adresse 'An der Schleuse 13' befand, wurde bei Ausgrabungen ein Keller mit einem Tresor gefunden.


    Berlin-Kurier


    Lage des Hauses


    An der Schleuse 13


    Leider habe ich nur ein Foto (ca. 1910) von der Nr. 12, das Haus links, die 13 (bzw. 1943 12a), ist angeschnitten.
    Im Straubeplan gibt es noch die Nr. 13, 1943 aber nicht mehr.


    An der Schleuse 13


    Hier befand sich lt. Adressbuch von 1943 die Hapro Handesgesellschaft, vielleicht gehörte denen der Tresor.


    Hier sieht man das besagte Gebäude neben dem 'Roten Schloss' An der Stechbahn 1-2,


    An der Stechbahn