Umfeld Berliner Schloss - Allgemeines

  • Vor der Westfassade wird geteert. Ich hoffe, dass das nur ein Provisorium ist, weil man die Fläche zur Eröffnung rasch begehbar machen will, und die Pflasterung später nachgeholt werden wird.

    Nimm das Recht weg, was ist der Staat dann noch anderes als eine große Räuberbande? (Augustinus von Hippo)

  • Vor der Westfassade wird geteert. Ich hoffe, dass das nur ein Provisorium ist, weil man die Fläche zur Eröffnung rasch begehbar machen will, und die Pflasterung später nachgeholt werden wird.

    Hier habt ihr es schwarz auf ocker ^^:


  • Klar ist das ein Provisorium, das ist doch offensichtlich. Man wird die Fläche vor dem Westportal erst endgültig herstellen, wenn die beiden Nachbarbaustellen (Wippe und U5) geräumt sind, was ja auch Sinn macht. Es ist doch sehr löblich, dass man das Portal III offenbar im Dezember schon öffnen und den Schlossplatz komplett frei geben möchte, vermutlich auch die Spreeseite und die Lustgartenseite bis auf den Bereich westlich vom Portal IV.

  • Der Schlossplatz wird gestalterisch aufgewertet: durch Fahrradständer!


    Nimm das Recht weg, was ist der Staat dann noch anderes als eine große Räuberbande? (Augustinus von Hippo)

  • Ein Mittagsrundgang. So viel Geschäftigkeit und Emsigkeit mit derart vielen Leuten auf der Baustelle wie heute habe ich übrigens schon sehr lange Zeit nicht mehr wahrgenommen. Man könnte es beinahe mit der letzten Runde bei einem Langstreckenlauf vergleichen, nachdem die Glocke das Zeichen gegeben hat. :zwinkern:










    Sind ja nicht mal barockisiert, die Fahrradbügel - und ganz schön viele sind das auch...

    ... passen aber stilistisch gut zu den Leuchtstelen. sad:)


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    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Wäre bitte jemand noch so freundlich, kurz mitzuteilen, welche Figuren jetzt genau im Schlüterhof auf ihre jeweiligen Sockel gehoben wurden?

    Die gerade durchgeführte Suche durch die einzelnen Threads empfinde ich als zu langwierig. Vielen Dank!

  • Vielen Dank für die hervorragenden Bilder. Besonders gut erkennbar ist die gelungene Gestaltung der hoch dekorativen Fahrradständer und auch die gut sichtbare eindrucksvolle Platzierung im Schnittpunkt der Westfassade und der Südfassade. Da hat sich der Senat nun doch bei der Gestaltung des Schlossplatzes selbst übertroffen. Ich ziehe deshalb selbstverständlich nach dieser Glanzleistung meine früher geschriebenen dummdreisten Beiträge mit der penetranten und völlig überflüssigen Forderung nach Rückversetzung des Neptunbrunnens zurück. Es bleibt zu hoffen, dass auch auf der Lustgartenseite rechts und links vor Portal IV weitere dekorative und kunstvolle Fahrradständer montiert werden, so dass dort auch keine Rossebändiger mehr gebraucht werden. Damit ist nun auf höchst elegante Art jede Auseinandersetzung um die Rückversetzungen von Kunstwerken beendet. Ein Glück!

  • Was willst Du denn? Die Haltestangen spielen kreativ mit dem Ort und nehmen dabei aufgrund ihrer Materialität in kritischer Weise Bezug zum historischen Neptunbrunnen. So entsteht zur Südfassade des Humboldt Forums ein spannender Kontrast, der eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart baut.

  • Darüber hinaus sind die Fahrradständer ein wichtiges ikonographisches Motiv, stehen sie doch in denkbar engem Verhältnis zur figürlichen Bauplastik. Während die in luftigen Höhen fliegenden Famen des Eosanderportels für absolutistisches Selbstüberhöhung stehen, verkörpern die Fahrräder die geistige Erdung und Bodenständigkeit einer demokratischen Zivilgesellschaft. Man kommt auch als einfacher Bürger vorwärts - ohne abzuheben. Die darin enthaltene kritische Selbstermahnung beziehen die Auftraggeber, also die derzeit politisch Verantwortlichen, selbstverständlich auch auf sich und ergänzen so die Programmatik der (noch zu ergänzenden) Personifikationen der Herrschertugenden (Westportal) sowie des zivilisatorischen und geistigen Fortschritts (Südseite).
    Des weiteren spielt das Motiv des Rades auf die Ezechielvision von der Merkaba , dem Thronwagen Gottes, an, dessen vier Räder jeweils in alle Richtungen laufen können (Hes 1,4 EU ff). Damit wird natürlich eine Brücke zu den künftigen Prophetenskulpturen am Kuppeltambour geschlagen. Und indem sich der steinerne Figurenschmuck in den Fahrradständern und den daran befestigten Rädern fortsetzt, bezieht er natürlich auch die Menschen, die diese Räder nutzen, in den Bildapparat der Architektur ein. Im Menschen vitalisiert sich das Schloss gleichsam und dies nirgendwo so deutlich und tiefgründig wie an dieser Stelle.

    Nimm das Recht weg, was ist der Staat dann noch anderes als eine große Räuberbande? (Augustinus von Hippo)

  • So sehr ich mich über das Schloss freue,aber Kritikpunkte bleiben bei mir bei der direkten Schlossumfeldgestaltung.Das Schloss steht irgendwie nackt so da.Die einstig architektonisch üppigen Schlossterrassen ersetzt heute eine bescheidene und nüchterne Grünanlage.Auch die Südseite ist ziemlich Steinernd monoton steril.:|

  • So sehr ich mich über das Schloss freue,aber Kritikpunkte bleiben bei mir bei der direkten Schlossumfeldgestaltung.Das Schloss steht irgendwie nackt so da.Die einstig architektonisch üppigen Schlossterrassen ersetzt heute eine bescheidene und nüchterne Grünanlage.Auch die Südseite ist ziemlich Steinernd monoton steril.:|

    An uns hier liegt es nicht. Das ist politisch so gewollt.

  • Weshalb man sich über mehrere Beiträge über ein paar Fahradständer aufregen kann, ist wirklich nicht nachzuvollziehen.


    Freut Euch doch über das Ereichte!

  • Weshalb man sich über mehrere Beiträge über ein paar Fahradständer aufregen kann, ist wirklich nicht nachvollziehen.


    Freut Euch dich über das Ereichte!

    ...das erstens nicht nur durch die Installation von Fahrradständern in seiner Wirkung gemindert wird, sondern auch durch die spätere Ansammlung von wild durcheinander "geparkten" Fahrrädern. Kann man an sehr vielen Stellen in der Stadt beobachten.

    Aber wer unsensibel mit alten oder wieder errichteten Kulturgütern umgeht, muss sich nicht wundern, wenn die allgemeine Gleichgültigkeit der Gesellschaft in Bezug auf sehr viele Probleme zunimmt.