Schlossumfeld - Neptunbrunnen, Kolonnaden und Lustgartenterrassen

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    • 3 verschiedene Visualisierungen zur Umfeldgestaltung des Berliner Schloßes

      Zur besseren Illustration und Vergleichbarkeit der verschiedenen Gesaltungsvorschläge für das Schloßumfeld, habe ich aus der neuen DVD des Fördervereins aus den von Eldaco angefertigten Animationen einige Schnappschüsse gemacht.

      Im folgenden werden 3 verschiedenen Gestaltungen vorgestellt:
      1. Die Senatsplanung von 2013: mit Einheitswippe, Steinplätze ohne historische Schloßterrassen, nur andeutungsweise, keine Rossebändiger und sonstige historische Skulpturen, kein Neptunsbrunnen
      2. Eine Kompromissvorschlag des Fördervereins: mit Wippe, Lustgartenterassen, Skulpturen und Brunnen
      3. und die für den Verein schönste und beste Lösung: ohne Wippe, dafür mit den vereinfachten Kolonnaden, mit den Terrassen, Skulpturen und dem Brunnen
      Man beachte die Gestaltung der Spreeseite auf allen Visus. Diese entspricht m.E. nicht der Senatsplanung, wäre allerdings eine sehr schöne, da sie sich auf die Ostfassade bezieht und mehrfach bis direkt ans Wasser führt.

      Visu 1





      Visu 2






      Visu 3











      Spreeseite, auf allen Visualisierungen gleich gestaltet!? ?(


      Die Bäume wachsen während des Schwenkfluges mit! biggrin:)

      eldaco.net/berliner-schloss/
      berliner-schloss.de/

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von SchortschiBähr ()

    • Im neusten Berliner Extrablatt (S.29) heißt es, dass die Stiftung Humboldtforum derzeit bezüglich des Neptunbrunnens und des Schlossumfelds "intensive Gespräche" mit dem Berliner Senat führe. Ob es doch noch zu einem "Kompromiss" kommt?? Ich glaube nicht recht daran.
      In Bezug auf die Visu 1 scheint mir die DVD des Fördervereins nicht hundertprozentig stimmig zu sein, die Ostseite des HuFo zeigt auf dem Homepage des Büros BBZ als Begrünung nur jene einzelne Trauerweide (die ob der geplanten Umfeldgestaltung sehr trauert...)
    • Heilig-Geist-Viertel schrieb:

      Es werden Wetten angenommen, wie lange es dauert, bis diese neuen Mauern genauso von Berliner kriminellen Schmierfinken besudelt sind, wie bereits jene am Humboldthafen.
      Ich habe mal gelernt, dass die wirkungsvollste Strafe eine solche ist, die in inhaltlicher Verbindung zur Tat steht. Also: Fangt solche Schmierfinken und setzt sie an ihre "Werke", mit Zahnbürste und Reinigungsmittel, bis der letzte Quadratzentimeter Sachbeschädigung beseitigt ist.

      Alternativ könnte man sie auch möglichst geschmacklos tätowieren. Dann verstehen sie vielleicht, wie sich die vielen Opfer ihrer Machenschaften oft fühlen.

      Wenn dann noch die Aufklärungsquote erhöht werden könnte, hätten wir sicher bald wieder sauberere Städte.
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      Gutmensch = Gut gedacht, nicht nachgedacht, schlecht gemacht
    • Oh Heimdall, ich glaub das ist so abartig, das wird sofort Kult.
      Ich verstehe ja diese Wutgedanken, nur: "man hätte sie denn". Der beste Schutz sind wohl Spaziergänger zu allen Tageszeiten, die Sprühereien an diesen Orten für daneben ansehen und u.U. was dagegen unternehmen, und wenns nur lautstarkes Mißfallen ist. Also eine andere Art Publikum wie am Humboldthafen.
    • Die Senatsplanung von 2013 ist eine absolute Katastrophe - und auch der Umfeldplan des Büro BBZ zeigt nicht nur eine einzige Trauerweide - es ist ein ganzes Trauerspiel. Die Bäume am Spreekanal sind viel zu hoch und verdecken das HF, als wolle man es verstecken. Die Spreeseite wird von Rampen beherrscht, wo Terrassen zum Verweilen sein sollten. Wieso nimmt man nicht Bezug zum Ort auf und legt Terrassen mit unterschiedlichen Höhen an, die die Grundrisse und Gebäudeteile der früheren Schloss-Ostseite aufnehmen und erlebbar machen.
      Auch sollten sich die Planer endlich von der Exerzierplatz-Gestaltung des Lustgartens verabschieden und mehr Grün planen. Inzwischen wohnen in dieser Gegend wieder wesentlich mehr Menschen als noch vor einigen Jahren - da wäre eine Park- und Gartengestaltung, die auch der Erholung der Bevölkerung und nicht nur der Rast von Touristen dient, mehr als wünschenswert. So könnte die Schlossterrasse die Gartengestaltung des 19. Jahrhunderts darstellen und das Parterre davor die Zeit des Barock sowie der Renaissance (hier befand sich schließlich auch einmal der Küchengarten des Schlosses im 17. Jahrhundert). Die Straße wird auf eine Fahrradstraße und Fußweg reduziert und wir erhalten ein einmaliges Zeugnis der Gartengestaltung mehrerer Epochen in der Mitte Berlins mit hohem Erholungswert für alle.
      Auf der Schlossplatzseite muss wieder ein Brunnen errichtet werden. Wenn nicht der Neptunbrunnen (und es gibt kein sinnvolles Argument dagegen - außer politische Verbohrtheit auf Grund von Unkenntnis) so dann wenigstens ein Bassin mit Fontaine, damit dieser große Steinplatz im Sommer nicht zu einer unerträglichen Sauna mutiert. Und die auf dem Platz im Entwurf abgestellten Autos sollen doch wohl nicht einen Parkplatz für Touristenbusse andeuten?! Ist die Planung aus den 60er Jahren?
    • An all dem wird sich aber so schnell nichts ändern, nicht mit diesem Senat. Da bekommt Berlin vom Bund eine großartiges neues Schloss samt sanierter Museumsinsel auf dem Silbertablett serviert, und der Senat hat nichts Besseres zu tun als eine öde Stadtbrache aus der Ära Honecker zum städtebaulichen Heiligtum (Denkmalschutz) zu erklären. Von der eigentlich unabdingbaren Versetzung des Neptunbrunnes ganz zu schweigen.
      Es ist ganz klar: Wer zukünftig die Spree Richtung Osten überquert oder vom HuFo dorthin blick kriegt einen Schock und wird sich angewidert zurück orientieren. Es wäre jetzt, kurz vor der Fertigstellung des HuFo dringend an der Zeit, sich um eine touristisch ansprechende, städtebaulich sinnvolle Gestaltung des Marx-Engels-Forums zu bemühen. Dazu gehört sicherlich auch eine Teilbebauung mit kleineren Shops, Restaurants etc.. Ein ungepflegter Gammelpark jedenfalls, in dessen Mitte sich ein Denkmal der rauschebärtigen Erfinder eines gescheiterten Gesellschaftsmodells befindet, und dem sich vielfach zwielichtige Gestalten rumtreiben (Marx-Engels Forum mal bei Google-News eingeben...) sollte wohl kaum Berlins Beitrag zur Entwicklung des Schlossumfelds sein. :kopfschuetteln:

      Der Blick vom HuFo nach Osten, Regulas städtebaulicher Beitrag zum Schlossumfeld:

      Von Gerd Danigel , gerddanigel.de. - Own work, CC BY-SA 4.0, commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=53748065
    • Ich denke, dass man Seitens der Stiftung jetzt versuchen wird, Duplikate ans Schlossumfeld zu setzen, wenn man die Originale nicht rausrücken will. Herr von Boddien hat so etwas in Bezug auf den Neptunbrunnen ja schon angedeutet. Die große Frage ist aber, ob man im Senat dann nicht wieder einen Grund findet, dies abzulehnen.
      Ich denke, man wird den Neptunbrunnen und die Rossebändiger durchaus durch private Spender finanzieren können, so sachbezogene Spenden haben immer gezogen, nur was bringt es, wenn das Geschenk niemand annehmen will. Bisher hat man es ja damit begründet, dass man die Originale an den jeweiligen Standorten behalten möchte und man deswegen keinen Umzug zum Schloss will.
      Wenn sich jetzt Spender finden, die es Duplikat bezahlen, bin ich mal gespannt, was man sich im Senat dann einfallen lässt. Berlin ist echt die einzige Stadt, die völlig pleite ist, aber trotzdem noch die Arroganz aufbringt, so weitreichende Geschenke wie durch den Bund abzulehnen, das muss man auch erst mal bringen :lachentuerkis:
      APH - am Puls der Zeit
    • Erst einmal:
      Was für ein olles Bild hat man denn da für die Visualisierung genommen? Das ist doch mindestens 30 Jahre alt.

      Ehrlich gesagt, gibt es für mich persönlich sehr viel Schlimmeres als eine großzügige Parkanlage an dieser Stelle, wenn diese ansprechend gestaltet und gepflegt ist. Da sie ja komplett erneuert wird, gehe ich mal davon aus.
      Ich war auch immer der Meinung der Fernsehturm braucht Freiraum zum Atmen und die Sichtachse vom Frernsehturm zu Schloss finde ich persönlich sogar recht anprechend, ja, eindrucksvoll.
      Ich bin allgemein für den Rückgewinn des alten Stadtgrundrisses und Nachverdichtung der Stadt, aber irgendwie nicht hier.
      Außerdem wage ich zu bezweifeln, dass was auch immer man dort hinbauen würde, tatsächlich zur Aufhübschung der Gegend beitragen würde, zumindest nicht im Moment. Die Ostfassade des HFs wird da auch keine große Inspiration dafür liefern.
      Mir graust es schon jetzt vor dem, was man in einigen Jahren um das Alte Stadthaus errichten wird. Wobei ich dort auf jeden Fall für einen Rückgewinn von Bebauung bin.
    • @ Treverer: Das Bild oben ist von 1986. Die Bäume sind inzwischen deutlich größer, das ist der einzige Unterschied. Ansonsten dieselbe Katastrophe.

      Wissen.de schrieb:

      Ich denke, dass man Seitens der Stiftung jetzt versuchen wird, Duplikate ans Schlossumfeld zu setzen, wenn man die Originale nicht rausrücken will. Herr von Boddien hat so etwas in Bezug auf den Neptunbrunnen ja schon angedeutet.
      biggrin:)
      Na das wäre ja mal eine Idee! Aber schon ein wenig skurril. Immerhin wurde der Neptunbrunnen im "Phantasialand" bei Brühl ja schon einmal nachgebaut, wenn auch ein wenig kitschig wirkend:

      lBy David Jafra from Toulouse, France - Phantasialand Unnamed Shot #19Uploaded by Trockennasenaffe, CC BY 2.0, commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=14898676
    • Treverer schrieb:

      Was für ein olles Bild hat man denn da für die Visualisierung genommen? Das ist doch mindestens 30 Jahre alt.
      In diesem Zustand steht es aber unter Denkmalschutz. Und dieser Zustand zu rekonstruieren hat sich die BVG als Bauherrin des U55-Tunnels verpflichtet
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Wie schnell sich das mit dem Denkmalschutz erledigen kann sieht man ja gerade an den Ku´Damm-Bühnen. Die Art wie in Berlin mit Denkmalschutz umgegangen wird ist wirklich schlimm. Im Fall des M-E-Forums und des Nikolaiviertels lässt es dann aber doch hoffen.
      Was das Nikolaiviertel anbelangt hat die Plattenbauten nach "hanseatischer Art" nicht mal der Architekt Stahn gemocht - das hat er mir 1989 bei einem Besuch bei ihm zu Hause gesagt. War eben ein Kompromiss - eine richtige Rekonstruktion wäre zu teuer geworden und war von Honecker auch nicht gewünscht. Mehr so ein bisschen "Berliner Allerlei". Und da die kapitalistischen Briten und Amerikaner die Altstadt zerbombten, konnte man auch zeigen, was die bösen Kapitalisten zertört hatten. Das man dabei mal eben selbst abgerissene Gebäude rekonstruierte, wenn auch 500 Meter vom ursprünglichen Standort, war egal und diente der Geschichtsklitterung.
      Sollte man Duplikate der Roßbändiger und des Neptunbrunnens anfertigen müssen, weil die Originale für die jeweiligen Standorte so wichtig sind (wie könnte man sich nur den Kleistpark ohne die Roßbändiger vorstellen - undenkbar! Sind sie doch ein Identifikationsmerkmal für alle Schöneberger! p.s. falls diese davon schon mal gehört haben), so würden diese Duplikate in Kontinuität mit der Gerichtslaube im Nikolaiviertel stehen. Eine Duplizierung wäre daher sicherlich kein Problem und das Ergebnis würde wahrscheinlich bald schon unter Denkmalschutz gestellt.