Berliner Stadtschloss - Umfeld (Schlossplatz, Schlossfreiheit, Lustgarten & Spreeufer)

  • Ergänzung: Im Falle der weitgehenden Zerstörung des Sockels nimmt das Denkmalschutzamt durch Duldung teil an der Zerstörung. Im Falle der Rossebändiger und des Neptunbrunnens nimmt das Amt teil durch die Zerstörung zweier viel älterer, historisch bedeutungsvollerer und ästhetisch ausdrucksstärkerer Standorte. Beide Standorte sind im Rahmen des Ensembles der Museumsinsel unverzichtbar. Das Amt tut dieses, indem es für die Artefakte eine Not- und Interimslösung der Nachkriegszeit durch ein „Gewohnheitsrecht“ hochstilisiert und favorisiert.

    Ich vermute Weihnachten - aber keine Ahnung, welches Jahr!


    Es wurden jetzt schon so oft Gerüstabbau-Termine genannt, die alle ohne Not gerissen wurden.

    Als Termin für die Abnahme des Gerüstes vor dem Eosander-Portal hat der Förderverein BS den September genannt. Begründung: Es müssten noch Kupferabdeckungen montiert werden. Die Arbeiten seien wegen Corona in Verzug.

    Es wäre nicht schlecht, dazu auch einen Link zu schicken.


    Denkmal-Debatte in Stuttgart

    Kommt jetzt Kaiser Wilhelm I. in die Schusslinie?

    https://www.stuttgarter-nachri…bd-b2cb-47d142a743e2.html


    Es wäre nicht schlecht, dazu auch einen Link zu schicken.


    Denkmal-Debatte in Stuttgart

    Kommt jetzt Kaiser Wilhelm I. in die Schusslinie?

    https://www.stuttgarter-nachri…bd-b2cb-47d142a743e2.html

  • Dass die Eingriffe in den Sockel so massiv sind, hätte ich nicht gedacht. Wozu hat man ihn überhaupt saniert, wenn man ihn jetzt pulverisiert? Das ganze Projekt gerät immer mehr zu kompletten Farce.

  • Vor allem: Wie kann es sein, dass die Berliner Denkmalbehörde solche weitreichenden Zerstörungen durchgewunken hat ??

    Ulbricht zerstörte das Oberteil, Grütters nun das Unterteil. Und die "lästigen" Mosaiken werden wahrscheinlich bald irgendwo eingemottet, in der Hoffnung, dass man sie bald vergisst. Es ist beschämend, dass sich die heutigen Verantwortungsträger im Grunde genauso verantwortungslos und kulturbarbarisch verhalten wie die Bilderstürmer der SED 1950. Aber andererseits ist ja Bilderstürmerei gerade wieder voll im Trend ...

    Auf dieser Webseite gibt es ein paar schöne Eindrücke der Gewölbe, die man nie wieder so erleben können wird.

  • An der Wasserseite muss ja wohl dann auch ein Geländer montiert werden.

    Ob sie soviel Geschmack haben, das originale Geländer von der anderen Uferseite zu kopieren - oder passen sie es an die Wippe an - hochkant gestellte Fußabtreter ?


  • Where once was the Memorial to Kaiser Wilhelm I , now a big hole preparing for a new monument and new foundation.


    Wo einst das Denkmal für Kaiser Wilhelm I. war, bereitet sich heute ein großes Loch auf ein neues Denkmal und eine neue Gründung vor.

  • Ich wollte schon frohlocken, als ich das Bild sah, weil es aussieht als wäre ein Bagger in den Tatort gestürzt.

    Aber hier wird wohl nur Sand in den Sockel gekippt.

  • Ich denke, ein nicht zu unterschätzender Beweggrund, historische Gebäude / Denkmäler zu erhalten, war für die deutschen Kommunisten, die Motivation ausländischer Besucher als Devisenbringer zu stärken. Das hat ihnen sicher einige Schmerzen bereitet.

    Inwiefern auch eine späte Erkenntnis, beim Abriss des Schlosses diesbezüglich einen Fehler gemacht zu haben, eine Rolle spielt, bleibt unklar.

    Wie sie sich die Stadt der Zukunft wirklich vorgestellt haben, konnte ich schon als 14-jähriger im Buch "Weltall, Erde, Mensch" bewundern.


    Big illustration from the book

  • I remember some 25 years ago in Berlin before any construction started on the Palace/ Humboldt Forum, the general idea was to complete the Fridericus Forum and the rebuilt palace. This would erase the void left by the demolition of the palace. The job is mostly done now and though many are sad that it is not a complete copy of the past building what we see fits in the present historical context.


    Code
    Ich erinnere mich, dass vor 25 Jahren in Berlin vor Baubeginn des Schlosses / Humboldt-Forums die allgemeine Idee bestand, das Fridericus-Forum und das wiederaufgebaute Schloss fertigzustellen. Dies würde die Leere löschen, die durch den Abriss des Palastes entstanden ist. Die Arbeit ist jetzt größtenteils erledigt und obwohl viele traurig sind, dass es keine vollständige Kopie des vergangenen Gebäudes ist, passt das, was wir sehen, in den gegenwärtigen historischen Kontext.
    Code


  • Mein täglicher Rundgang ums Berliner Schloss ist ernsthaft gestört!

    Drei der vier Webcams sind momentan außer Betrieb, was bei mir traurige Erinnerungen vom Abschalten der Webcam im Schlüterhof aufruft. Hoffentlich ist diese Massnahme nur der Sommerhitze oder des Unterhalts geschuldet.

    Übrigens, die beiden Webcams vom gegenüber liegenden DHM sollten eigentlich nach der Restaurierung auch mal wieder funktionieren.

  • Nein hab ich nicht.

    Da die Störungen schon seit zwei Tagen bestehen und von Foristen mitgeteilt wurden, bin ich davon ausgegangen, dass schon jemand tätig war.

    Ausserdem hatte ich das schon bei früheren Ausfällen Hi.Res.Cam gemeldet und möchte nicht als Blockwart dastehen.

    Jetzt möge es jemand anderes melden.

  • Das ist die umstrittene Kaiser-Wilhelm I Statue in Stuttgart. Der Mitgeschäftsführer Milla, der für die Zerstörung des Nationaldenkmal-Sockels und für Konzeption und Bau der Wippe mitverantwortlich ist, möchte diese Statue "neu kontextualisieren", vom Sockel heben, ein vorhandenes Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus auf den Sockel stellen und den Reiter mit Ross (wahrscheinlich?) auf den Boden dort stellen, wo das andere Denkmal heute steht. Über die Löwen und Obelisken (nicht sichtbar) sagt er nichts.

  • Hatten die Löwen am Berliner Nationaldenkmal nicht eigene Namen ?

    Mut, Tapferkeit, Weisheit, Stolz, oder so ähnlich ?


    Hier im Tierpark Berlin ein Paar gebildet aus den Einzellöwen vom Nationaldenkmal.

    Vielleicht "Tapferkeit" und "Mut"


    Datei:KaiserWilhelmLoewen2.JPG – Wikipedia

  • 1. Danke für die Löwenbilder. Sehr schön.

    2. Nicht so schön ist, wenn immer mal wieder diese kleinen Briefmarkenbildchen hier eingestellt werden. Das geht auch größer. Und manchmal stellen Forumsmitdiskutanten auch in den gleichen Beitrag große und kleine Bilder, was ich gar nicht verstehe.

    3. Gar nicht schön ist, wenn Bilder mit Wasserzeichen und/oder ohne Urheberangabe eingestellt werden, wenn das Fremdfotos sind. Auf den zweiten Bildern ist deutlich "pixelio.de" zu lesen. Da gibt es Verwendungsrichtlinien. Aber eigentlich ist das Aufgabe der Moderation darauf hinzuweisen.

  • Respektiert alte Denkmäler!


    Soll also der alte Kaiser Wilhelm I mitsamt seinem Pferd in Stuttgart auf dem Karlsplatz bleiben, wo er ist, oder runter auf den Boden (mitsamt den Obelisken und Löwen?), um einem anderen Denkmal Platz zu machen? Oder soll er „neu kontextualisiert“ werden? Soll er irgendwohin an den Stadtrand, oder in den Schmelzofen? Welche Motive treiben solche Diskussionen überhaupt an?


    Motive für die Abräumung: 1. Kommerzielle Interessen: mehr Platz im Zentrum, für Konsumfeste, Gastronomie und Umsatz. 2. Ästhetische Wünsche: mehr Rasenrabatten und gärtnerisch angelegte Blumenbeete. 3. Politisch-korrekte Verurteilungen: alte feudale Symbole dynastischer und militärischer Macht seien nicht mehr zeitgemäß. 3. Städtebauliche Visionen: moderne Bauten und Plätze, Glas und Stahl, spiegeln das Leben der heutigen Gesellschaft am besten wider.


    Motive für den Erhalt: 1. Ausdruck der Stadtgeschichte: Unabhängig von der Symbolik ist das Denkmal ein Erinnerungsstück an das alte Stuttgart. 2. Respekt vor der Vergangenheit: Die Bedeutung eines Denkmals kann nur ohne manipulative Eingriffe verstanden werden. 3. Geschichte des 19. Jhds.: Es geht nicht um die geschichtliche Bindung an die Person Wilhelm I. Das Standbild war auch eine Antwort auf die Unterdrückung durch Napoleon I, die Befreiungskriege, die Expansionspolitik von Nap. III und somit auch ein Zeugnis der württembergischen Geschichte. 4. Gegen die Unkultur des zerstörerischen Zeitgeistes: Eine „Neukontextualisierung" oder Verfremdung führt zu einer ideologisch bedingten Einengung und arroganten Geschichtsvergessenheit. Wilhelm von Humboldt sagt dazu: „Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft “