Berliner Stadtschloss - Umfeld (Schlossplatz, Schlossfreiheit, Lustgarten & Spreeufer)

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      Das ständige Gejammer über die Ostfassade ist auch nur schwer zu ertragen. Ohne Ostfassade gäbe es gar kein Schloss, weil es nicht durchsetzbar gewesen wäre. Dann hätten wir da jetzt irgendeinen modernistischen Kasten dort stehen, der der komplette Ensemblewirkung mit Dom, Lustgarten, Zeughaus, Straße Unter den Linden ruiniert hätte. Dann gäbe es tatsächlich Grund zum Jammern.
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      stef_berlin wrote:

      Ohne Ostfassade gäbe es gar kein Schloss, weil es nicht durchsetzbar gewesen wäre.
      Das mag ja sein, muss aber nicht heißen, dass es für immer so bleiben muss.
      Und es ist wohl durchaus legitim sich für eine Veränderung einzusetzen. Und dies beginnt nun einmal mit einer Beschreibung und Analyse des "Ist-Zustandes" … was du "jammern" nennst.

      Ich denke es ist langfristig etwa auf jeden Fall eine Rekonstruktion des Apothekerflügels machbar und auch durchsetzbar, wenn man die Möglichkeit in das allgemeine Bewusstsein bringt.
      Ggf. wäre sogar eines Tages noch eine teilweise Rekonstruktion der alten Ostfassade möglich. Platz genug scheint Stella dafür vor seiner modernen Ostfassade ja noch gelassen zu haben...(wenn man die alten Grundrisspläne des Schlosses vergleicht).
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      Der Kurfürst wrote:

      Alles schön und gut, aber derzeit wirkt das Schloss wie ein modernes Gebäude mit Zitaten aus der Vergangenheit, und die Lücke Richtung Marienkirche ist noch unerträglich groß.
      Das Berliner Schloss/Humboldt-Forum als modernes Gebäude mit Zitaten aus der Vergangenheit zu bezeichnen ist sehr weit hergeholt und wird dieser zu großen Teilen mit althergebrachter Handwerkskunst geschaffenen Neuschöpfung in keiner Weise gerecht.


      Gruß aus Berlin.
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      Nach internationaler Ausschreibung unter den besten zeitgenössischen Designer*Innen und anschließender intensiver Diskussion in Fachkreisen hat sich ein hochkarätig besetztes Konsortium zusammen mit der Berliner Bausenatorin nun für nachfolgendes, prägendes Gestaltungselement zur Ausstattung der Lustgartenfront entschieden:


      Das Gestaltungselement steht bereits zum Einbau anstelle der Reiterstatuen bereit und soll künftig unter den Passant*Innen den interkulturellen Dialog anregen :thumbsup: (Achtung Ironie)

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      Eiserner Pirat wrote:

      Die sind in spätestens 3-4 Jahren verrottet, ach ja das Umfeld wird ja durch Berlin gestaltet, getreu dem Leitspruch " arm aber sexy".
      ..."arm und sexy" war Berlin vielleicht einmal, aber mittlerweile sollte der Spruch vielleicht an die objektiven Gegegebenheiten angepasst werden in "leider nur noch arm".

      Ich war vor ca einem Monat beruflich in B und war entsetzt über die Rentner gefühlt an jeder Ecke, die glaublich Flaschen aus den Mülleimern fischten, um scheinbar ihre karge Rente um ein paar Cent aufzubessern? Ich bin jetzt noch schockiert, über dieses Bild, das mir gerade zu Weihnachten nicht und nicht aus dem Kopf gehen möchte und die dortigen Politapparatschiks versenken fast 8 Milliarden um einen Flughafen einigermaßen auf die Reihe zu bekommen, wenn er denn einmal überhaupt fertig werden sollte..."poor and paltry".
      „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)








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      Wo bist Du denn da gewesen? Ich bin fast jeden Tag kreuz und quer in Berlin mit den Öffentlichen unterwegs und sehe nur selten Leute, die Flaschen in Abfallbehältern suchen. Meistens sind es Leute, die ich vom Äußeren her als Obdachlose einstufen würde.

      Und das dämliche Flughafen Bashing habe ich auch langsam satt. Klar, es ist total scheiße gelaufen, aber das liegt eben auch an der allgemeinen Pflicht, nicht nur beim Flughafenbau, alles ständig (europaweit) ausschreiben zu müssen.
      Und ich vertraue trotz der vielen Pannen darauf, dass der vor einigen Tagen genannte Eröffnungstermin diesmal auch gehalten wird.
      Im Übrigen sollte man sich mal ansehen, wann das letzte Mal in Deutschland ein Großflughafen gebaut wurde, dem im Laufe der Zeit immer mehr Sicherheitsauflagen gemacht wurden.
      Ich erinnere nur an die beinahe jahrzehntelangen Querelen und Schwierigkeiten und Baupausen beim Flughafen München.
      Die ersten Planungen, den Stadtflughafen Riem zu ersetzen, stammen aus dem Jahr 1954. Eröffnung war schließlich nach sage und schreibe 38 Jahren statt am 11. Mai 1992.
      Aktuell haben die Münchener übrigens ziemliche Probleme mit dem Feinstaub durch den Flugverkehr.
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      @Oberbaumbrücke

      Ich gehe vielleicht als Außenstehender und Nichtberliner mit ganz anderen Augen durch die Stadt als jemand, der tagtäglich diese Stadt erleben darf. Vielleicht kennst Du dieses Wahrnehmungsempfinden? Ich verstehe zwar Deine Frage nicht wirklich, worauf Du genau hinaus willst, aber ich habe es halt gesehen, aber das bis dato auch und zwei Monate zuvor ja in Leipzig ebenso wahrgenommen und ich würde einmal davon ausgehen, dass ich doch sicherlich nicht der einzige bin, dem das bisher aufgefallen ist? Ich vermute einmal, dass Altersarmut in D mitterweile ein gesamtdeutsches Problem ist - leider. Wenn ich daran denke, was ich einmal als Rente ausbezahlt bekommen werde, falls es dann noch eine geben wird, dann habe ich aber auch ein mulmiges Gefühl!

      Naja und "Flughafen-Bashing"...man kann meiner Meinung nach nicht oft genug auf dieses finanzielle Desaster hinweisen. Auch Du zahlst diesen Skandal mit Deinen Steuern und nicht zuletzt verkürzt es wiederum die ohnedies schon mikrigen Renten, wobei wir wieder bei den mülleimerfischenden Omis und Opis sind. Ich finde es halt beschämend und traurig und bin froh, dass dieses Schicksal meinen Großeltern erspart blieb. Ist aber meine persönliche Meinung und jeder ist eben anders gestrickt. Heute tut es mir aufrichtig leid, dass ich denen nicht einen 50er zugesteckt habe, aber da musste ich vermutlich diese Erlebnisse erst einmal mental verarbeiten.
      „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)








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      Einem Österreicher fällt die Flaschensammelei in Deutschland natürlich besonders auf, weil es in Österreich ja kein Pflaschenpfand auf Einwegprodukte gibt. Ich sehe bei uns auch abends Leute durch die Stadt streunern und sämtliche Abfallkörbe durchleuchten. Das sind nicht nur Rentner, sondern auch jüngere Leute, denen man es auf den ersten Blick gar nicht so ansieht. Schwarze Jeans, schwarzes T-Shirt, kurze Haare, Mountain-Bike... und dann wird die Taschenlampe herausgeholt und in den Papierkorb geleuchtet...
      In Berlin mag das noch extremer sein, weil dort eben alles größer und extremer ist. Ich erinnere mich, wie ich vor über zehn Jahren mal im Berliner Ostbahnhof landete. Ich hatte eine oder zwei kleine Plastikflaschen dabei und wollte die an einem Kiosk abgeben. Der Betreiber verwies mich auf den Automat eines Supermarktes im Untergeschoss. Als ich dort ankam, stand eine Schlange von vielleicht sieben oder zehn Leuten vor mir, fast alle mit randvoll mit Pfandflaschen gefüllten Einkaufswagen. Ein älterer Mann schaute schon gierig auf die beiden Fläschchen in meiner Hand. Ich habe sie ihm geschenkt, weil ich keinen Sinn darin sah, für die 50 Cent womöglich eine Stunde anzustehen.

      Zu den Lederhülsenbäumen: Diese sind zwar eine invasive Art, die aus Nordamerika stammt, insofern eigentlich nicht bei uns beheimatet ist. Aber immerhin ist diese Art sehr robust, wenig pflegeintensiv, hat kein Problem mit etwas trockenen Sommern und hat kaum Krankheiten. Ein sicherlich nicht schlechter Baum, um dem Klimawandel zu begegnen. Und gut sieht er auch aus.