Am 9.November findet unser großes Initiativentreffen in Frankfurt am Main statt. Unter der Rubrik "Aktuelles und Allgemeines" finden Sie alle Informationen vor.

Berliner Stadtschloss - Umfeld (Schlossplatz, Schlossfreiheit, Lustgarten & Spreeufer)

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    • Soweit ich weiß tun diese Leuchten beides, sie dienen als Straßenbeleuchtung und sie dienen als Anstrahler für bedeutende Gebäude. Wurden nicht die selben Leuchten nur in schwarz/dunkelgrau um Sankt Hedwig aufgestellt? Multifunktional aber außergewöhnlich hässlich die Teile. Aber auch nicht so hässlich wie die Anstrahler des Doms, muss man auch mal anmerken. Die haben was von Fußballstadionbeleuchtung. ;)
    • Was soll dieser ganze Mist von Wippe, diese Obstschale wird doch nur als Müllhalde benutzt. Wer kommt für Unfallschäden auf, wird die dann eingezäunt ? Wo läuft das Regenwasser hin ? Das unnsinnigste Projekt wird nur noch durchgepeitscht und kostet nur unnütze Millionen von € und die ständige Wartung und Instandhaltung wird bestimmt auch nicht billig. Da würden die Kollonaden besser hinpassen zumal das Gesamtgewicht auf eine größere Grundfläche verteilt wird. Ich bin am zweifeln ob diese Obstschale das statisch bei Bewegung überhaupt aushält und beim Gesamtgewicht von 150 Tonnen !!! mit wie viel Menschen bekommt man die überhaupt zum Schaukeln. Ich wundere mich das ins besondere aus der Politik kein Widerstand gegen die Verschauckelungswippe zu vernehmen ist. Gute Nacht Deutschland !!! :daumenunten: :cursing: :schlafenbett:
    • Eiserner Pirat wrote:

      Obwohl die bebaute Schlossfreiheit den Blick auf das Eosanderportal verstellt , wäre es eine bessere Lösung als die mit aller Macht durchgepeitschte Verschauckelungswippe
      Ganz sicher nicht. Wilhelm II. hat die die Häuser der Schlossfreiheit nicht nur für den Bau des Nationaldenkmals abreißen lassen, sondern auch um einen freien Blick auf die erhabene Westseite des Schlosses zu ermöglichen.
    • Die "Großmannssucht" Wilhelms II. war nicht größer als die anderer Könige deren Paläste und die jeweiligen Umgebungen schon viel früher prachtvoll gestaltet worden waren.
      Und andererseits dokumentiert die dichte Bebauung rund und das Hohenzollernschloss, dass dieses eben inmitten der Bürgerhäuser lag. "Berlin war das Schloss". Dieses Schlagwort habe ich Anfang der 90er Jahre im Zuge der ersten Wiederaufbaudiskussionen gehört.
      Nichtsdestotrotz kann man die Entscheidung von Willem Zwo nur begrüßen, wird uns doch dadurch nach Beendigung der Bauarbeiten (unabhängig von der vermaledeiten Wippe) eine grandiose Sichtachse von den Linden auf das Schloss geschenkt, die nicht nur die Berliner begeistern wird.
    • Ich finde es jeweils schon faszinierend, wenn ein grosser Palast in den Organismus einer Stadt eingebettet ist, so wie man das in italienischen Städten noch oft erleben kann. Der Vergleich zu den gotischen Kathedralen, die alle jeweils in ein Häusermeer eingebettet und nicht an repräsentative Plätze gestellt wurden, sei hier ebenfalls gestattet. Kathedralen leben aber allein schon ihrer Höhe wegen von der Fernwirkung, was beim Schloss nur mit der Kuppel gegeben ist. Insofern bevorzuge ich hier als Ausnahme den Nahblick ohne die Bebauung an der Schlossfreiheit. Das Schloss unterscheidet sich allein schon wegen des Eosanderportals von andern Schlössern und Palästen, weshalb ich den mittelbaren Nahblick auf das Triumpfportal begrüsse. Gerade der Blick vom Ende von 'Unter den Linden' mit der Schlossbrücke im Vordergrund ist grandios.

      The post was edited 1 time, last by Riegel ().

    • Als das Schloss barock umgebaut wurde, war es von kleinteiligen Häusern umgeben. Diese verschwanden mit der Zeit, durch die Bebauung der Museumsinsel, den Bau des Marstalls, des Doms, der Prachtbauten unter den Linden. Die Häuserzeile auf der Schlossfreiheit wirkte im Zuge dieser fortschreitenden Monumentalisierung immer deplatzierter, insofern war ihre Ersetzung durch das Nationaldenkmal städtebaulich folgerichtig. Jetzt die Schlossfreiheit wieder mit einer kleinteiligen Bebauung zu versehen, wie manche Architekten es vorgeschlagen haben, wäre anachronistisch.
    • Was für blühender Unsinn! Die Museumsinsel war bis ins 19. Jahrhundert unbebaut und wurde als Garten genutzt. Vorgängerbau des Doms war... genau, ein Dom. Die Prachtbauten Unter den Linden waren vom Schloss aus kaum sichtbar, weil die Schlossfreiheit dazwischenstand. Der Neue Marstall entstand 10 Jahre bevor die Schlossfreiheit abgebrochen wurde, hier liegt quasi Gleichzeitigkeit und keine Entwicklung vor. Tatsächlich beseitigt wurde die letzte kleinteilige Bebauung um das Stadtschloss in den 1950er Jahren, nämlich da wo sich heute das Marx Engels Forum befindet. Städtebaulich natürlich ein Glück, gibt es doch jetzt den Blick auf die monumentale Stella-Fassade frei (die, nebenbei gesagt, eine kleinteilige Fassade ersetzt und deswegen wohl auch eine städtebauliche Verbesserung darstellt)...
      Der Barock (als ähnlich geartetes Beispiel wurde hier schon einmal St. Peter in Rom mit der Via della reconciliazione genannt) hatte noch ein Gespür dafür, die verfassungspolitische Wirklichkeit (z.B. Absolutismus) in Architektur und Städtebau abzubilden. Der König war eben nicht ein dem Volke entrückter Herrscher, der - wie die Königin des Vereinigten Königreichs gerade wieder - nur zu besonderen Anlässen vom Premierminister "aus der Kiste geholt" wurde. Er war mitten im Volk, quasi Ellenbogen an Ellenbogen, aber durch sein Amt und seine Würde herausgehoben aus dem Volk. Da kein Parlament zwischen Volk und König stand, musste er auch nah beim Volk sein, um dessen Wünsche, Anliegen und Probleme hören zu können (vgl. Bittschriftenlinde in Potsdam).
      Dieses Verständnis hatte - trotz Parlament - noch Friedrich Wilhelm IV., und noch Friedrich III./I. war "nah beim Volk" , solange er als Kronprinz sein Gut in Bornstedt bewirtschaftete (er hatte dann ja leider keine Zeit, sich als Kaiser zu bewähren). Bloß Wilhelm II. ging dann jedes Verständnis dafür ab, warum er aus seinem Schloss den Bürgern ins Wohnzimmer schauen sollte...
      Es ist ja jedermanns Geschmack überlassen, was ihm besser gefällt. Den Kahlschlag Wilhelms II. als Vollendung der städtebaulichen Konzeption Schlüters und Eosanders verkaufen zu wollen, ist aber reines Wunschdenken.