Termin bitte vormerken: Am 9. November findet unser großes Initiativentreffen in Frankfurt am Main statt- Jeder ist willkommen.

Berliner Stadtschloss - Umfeld (Schlossplatz, Schlossfreiheit, Lustgarten & Spreeufer)

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    • Hier muss ich widersprechen: Der Dom in seiner historischen Form sah meiner Meinung nach einfach besser aus. Sein heutiges äußeres Erscheinungsbild wirkt geradezu hässlich. Die Kuppeln samt Laternen wirken wie gewollt und nicht gekonnt. Die Formsprache der historischen Kuppeln war zwar übertrieben und überladen, aber ohne sie wirkt der Dom als Ganzes nicht stimmig und verstümmelt. Außerdem fehlt natürlich sehr schmerzlich die Denkmalskirche. Die äußere Domgestalt ist nur noch ein schwacher Abglanz ihrer einstigen Pracht. Als Denkmal seiner Entstehungszeit sollte er auch wieder so aussehen dürfen, wie er einst erbaut wurde. Sein jetziger Zustand verfälscht den Denkmalscharakter. Eine vollständige Rekonstruktion wäre daher wünschens- und empfehlenswert. @Rastrelli: Warum sollte man sich über einen missglückten Teilwiederaufbau freuen, wenn er sich stets als Ärgernis erweist?
    • Und wieder einmal verwechseln einige hier ihr subjektives Empfinden mit objektiven Tatsachen. Es ist eben keineswegs allgemein anerkannt, dass die jetzige Gestaltung der Kuppeln "geradezu hässlich" ist. Die einen empfinden es so, die anderen so. Unbestritten und ganz objektiv aber sind die jetzigen Kuppeln ein Zeugnis des Wiederaufbaus. Wie bereits jemand hier schrieb: ich finde den gesamten neuen Dom überladen und protzig, er stiehlt den barocken Schlossfassaden die Schau. Der klassizistische Schinkel-Dom passt viel besser dorthin. Trotzdem verlange ich keinen Abriss des Raschdorff-Klotzes...
    • Eiserner Pirat wrote:

      noch ein schönes Bild aus dem Jahr 1920, auf die Burgstraße und das Nikolaiviertel, aufgenommen aus dem Schloss
      Sagt was ihr wollt, aber ich finde, die Burgstraße ist unter den Bürgerhauszeilen Alt-Berlins DER Reko-Kandidat schlechthin! :saint: ;( :thumbsup:

      Noch ein Bild: commons.wikimedia.org/wiki/Fil…C3%9Ffront.jpg?uselang=de


      Gern auch in der Verlängerung, mit Alter Börse und Co später...
    • Von der Nordcam aus kann man sehen, dass an der Straße durch den Lustgarten (die lt. Google-Maps merkwürdigerweise Schlossplatz heißt) begonnen wurde, den Bürgersteig auf der Schlossseite mit den typischen Granitplatten ("Berliner Schweinebäuche") zu belegen. Sehr schön!

      Hoffentlich reißt man bei der Gelegenheit gleich die hässlichen Peitschenlaternen (tatsächlich veraltete Westberliner Modelle, die man nach der Wende dort hin verpflanzt hatte) raus und ersetzt sie, wie z.T. bereits auf der Gegenseite, durch die herrlichen Schupmann-Kandelaber.
    • Was ich immer wieder erstaunlich finde: Wenn man sich mal aufrafft und etwas angeht z.B. Pflasterung, Fassadenanstrich or Kuppelverkleidung, dann geht es immer ganz flott. Nach nur einen Tag sind da schon ordentliche Fortschritte zu vermelden. Wenn man das nur eine Woche durchziehen würde, wäre das Äußere des Schlosses und dessen Umfeld im Nu fertig. Das Problem ist, dass man sich nur alle paar Wochen aufrafft und dann auch nur für ein/zwei Tage, und dann ist auch schon wieder Schicht im Schacht für die nächsten Wochen. Da ist es überhaupt kein Wunder, dass man eine Fertigstellung des Schlossumfelds erst für 2022 anvisiert.
    • Ist das nicht bei zahlreichen öffentlichen Baustellen im ganzen Bundesgebiet so? Ist das deutsche Baustellenmanagement nicht allgemein in einem schlechten Zustand? Ich habe schon nervige Fahrbahnabsperrungen erlebt, bei denen Wochen lang nicht ein Arbeiter aufgekreuzt ist. In Frankfurt hat die Neuanlage eines Fahrradweges am Deutschherrenufer und die Umpflasterung des Frankensteiner Platzes seinerzeit etwa knapp drei Jahre gedauert. Unlängst sagte mir ein Bekannter, dass es in Köln Baustellen gäbe, die schon da waren, als er dort vor etlichen Jahren weggezogen ist... :zwinkern:
    • Treverer wrote:

      Was ich immer wieder erstaunlich finde: Wenn man sich mal aufrafft und etwas angeht z.B. Pflasterung, Fassadenanstrich or Kuppelverkleidung, dann geht es immer ganz flott. Nach nur einen Tag sind da schon ordentliche Fortschritte zu vermelden. Wenn man das nur eine Woche durchziehen würde, wäre das Äußere des Schlosses und dessen Umfeld im Nu fertig. Das Problem ist, dass man sich nur alle paar Wochen aufrafft und dann auch nur für ein/zwei Tage, und dann ist auch schon wieder Schicht im Schacht für die nächsten Wochen. Da ist es überhaupt kein Wunder, dass man eine Fertigstellung des Schlossumfelds erst für 2022 anvisiert.
      Ich würde vorschlagen, dass Sie sich bei Herrn Hegner als Bauleiter melden. "Wenn man das nur eine Woche durchziehen würde..." Solch fundierte Sachkenntnis und offensichtliches Organisationstalent ist natürlich das, was dem Projekt fehlt um zur Jahreswende fertig zu werden. Sind Sie überhaupt in der Baubranche tätig?
      Heilen ist besser als Wunden offenhalten!
    • Als Baufachmann habe ich allerdings auch den Eindruck erhalten, dass in den letzten Monaten aussen nur mehr ein bisschen da gewerkelt wird und dann dort. Insbesondere bei den schrecklichen Rampen der Ostseite wird seit Monaten gewerkelt. Oder wieviele Monate ist jetzt die Südfasssade ausgerüstet, und man ist erst jetzt daran, die Bossen am Erdgeschoss aufzumodellieren? Siehe Webcam zwischen Portal II und Südwestecke.

      Andererseits ist es mir reichlich egal, ob jetzt die Kuppel erst im August fertig ist oder erst im Januar 2020, wenn das Museum eh erst im Verlauf des nächsten Jahres eröffnet wird. Sie darf einfach andere Arbeiten nicht behindern und verzögern, zum Beispiel die Pflästerungsarbeiten beim Portal III. Die Verschiebung des Eröffnungstermins hat auch nichts mit den von aussen sichtbaren Bauvorgängen zu tun. Vielmehr ist es doch einfach die Ungeduld (bei mir auch), endlich wieder mal etwas fertiges zu sehen und zu erleben.

      Eines ist klar: auf meinen Baustellen wird es zum Schutz der Bauarbeiter nie eine Webcam haben, damit diese unbeobachtet und unkritisiert ihre Arbeit verrichten können. Der Fachkräftemangel ist effektiv ein nicht zu unterschätzendes Problem zur Zeit. Gerade heute habe ich die Meldung erhalten, dass eine Firma die Leute nicht aufbringen kann, die für mich auf einer Baustelle ab 1. Oktober während drei Wochen Abbrucharbeiten ausführen sollten. Soll ich jetzt das Gericht aufsuchen, um den Auftragnehmer einzuklagen, oder mir die Zeit nehmen, eine andere Firma zu finden? Ich bin Pragmatiker... Jedenfalls ist so etwas eine Katastrophe, und dies gleich zu Baubeginn! Aber was willst du machen? Nach Asien fliegen und zehn Arbeiter holen mit allen Bewilligungen und so? Oder 10 Arbeitslose beschäftigen und in einem denkmalgeschützten Haus mit zwölf Wohnungen Ausbrucharbeiten ausführen lassen?
    • Und ich ärgere mich über die vollkommen ineffiziente, widersprüchliche, kostentreibende, unsystematische hü und hott Arbeitsweise auf öffentlichen Bauvorhaben und ja auch beim Bau des Stadtschlosses.
      Als Beleg muss man sich nur die Webcams über die Jahre ansehen oder an Autobahnbaustellen denken oder andere öffentliche Bauten, die über Jahre gehen. Es gibt so unendlich viele Beispiele.
      Ich denke auch nicht, dass es an den Handwerkern liegt, sondern an der Planung, den Bauherren und der Bauleitung!
      Wenn ich als Selbständiger so arbeiten würde, wäre ich längst pleite.

      Ich habe im April meine Praxis umgebaut. Es waren Abrissarbeiter, Trockenbauer, Installateure, Fussbodenlegen, Elektriker und Maler zum Teil gleichzeitig vor Ort und haben auf die Minute passend zusammen gearbeitet. Innerhalb einer Woche war alles fertig, obwohl man mir sagte, es ginge nicht. Doch es ging.

      Auch deshalb ist mir die Arbeitsweise auf öffentlichen Baustellen zuwider.
      Ich entschuldige mich für meine deutliche Sprache, aber ich finde so was muss mal gesagt werden.
      Auckland bei Nacht

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    • Was mir bei meinem letzten Berlin Besuch im Mai sofort in's Auge viel, und absolut nicht gefällt ist, das
      dieses Humboldt Forum an der Ostseite dran ist. Das verschandelt das ganze schöne Gebäude, die konnten es mal wieder nicht lassen, und so die Illusion vom Stadtschloß quasi zunichte machen.
      Und was auch zu kritisieren ist, dass an der Westseite nicht das alte Denkmal errichtet wird, sondern
      Die Wippe/Einheitswippe“.
      Diese Wippe braucht es nicht wirklich.
    • Gedankenspiel zur Brüderstraße

      Ich weiß, daß das Folgende ein heißes Eisen ist, mit dem man sich garantiert in die Nesseln setzen kann, aber ich denke Viele werden den wunderbaren Blick von der Brüderstraße auf die Südwestecke des Schlosses mit der aufragenden Kuppel schmerzlich vermissen. Wie wäre es, wenn man die zwei Achsen des Staatsratsgeäudes, welche die Brüderstraße versperren abbrechen und an der Seite zur Breiten Straße ansetzen würde (der Anbau eine Achse würde wohl auch ausreichen), um diese einmalige Sichtachse wieder freizulegen ?



      Ja, ja, der alte Pagentorn ist nun komplett irre geworden... :gehtsnoch: :augenkrummblau: ;)
    • Warum diesen Kasten überhaupt stehen lassen? Und jetzt bitte nicht mit "Teil der Deutschen Geschichte" kommen. Da sind schon weitaus wichtigere Bauwerke abgerissen worden.
      Mal ein bisschen träumen:
      Wiederaufbau des Heiliggeistviertels im Osten, Wiederaufbau der Bauakademie mit originaler Fassade und die Wiederherstellung der Südwestseite. Dazu noch die Rückkehr des Neptunbrunnens an den Schlossplatz, an der Lustgartenseite die Terrassen mit den Rossebändigern und den Oranierfürsten, Gestaltung des Lustgartens wie vor 1914. Das gäbe ein Ensemble, das andere gravierende Bausünden der letzten 30 Jahre stark abmildern könnte, gleichzeitig den Weg für weitere Rekonstruktionen bahnen könnte.
      Aber ich weiß, alles nur Träume!
    • Man könnte den von Oberbaumbrücke genannten Träumen noch einen weiteren an die Seite stellen:

      Um dem gegenwärtig etwas seltsam wirkenden Versatz im Verlauf der von der Schleusenbrücke zum Schloßplatz führenden Fahrbahn wieder einen Sinn zu geben, wäre zu überlegen, ob man nicht den abgetrennten westlichen Teil des Staatsratsgebäudes auf die ehemalige Bauflucht des 'Roten Schlosses' vorziehen sollte ...

      Außerdem kann man sich fragen, ob die unbebaute Flanke von Alt-Cölln am Kupfergraben hinter dem Staatsratsgebäude wirklich einer Altstadt angemessen ist. In der modifizierten, grob ausgeführten Visualisierung ist diese deshalb mit einer geschlossenen Bebauung zugesetzt.



    • Man könnte das Staatsratsgebäude ganz abtragen und am Ostufer der Spree, gegenüber von Stellas Fassade, wiederaufbauen. Dann hätte man freie Hand. Gebäude wurden schon öfters versetzt...

      Schön zu sehen übrigens, wie bis zum Bau des Pergamonmuseums die beiden Kuppeln des Kaiser-Friedrich-Museums mit den Schlosskuppeln korrespondierten.