Berliner Schloss - Umfeld

  • Der Krebs ist längst über die Spree in der Havel angekommen und breitet sich dort aus. Ob er auch flußaufwärts üner die Schleusen in Mitte klettern kann weiß ich nicht.

  • Ich gehe mal davon aus, dass die Flussbad-Initiatoren in erster Linie einen prominenten Standort für ihr Projekt wollen.


    Da dieses Projekt finanziell eh schon recht stark unterfüttert ist, gehe ich mal davon aus, dass es umgesetzt wird.


    Mir stellt sich eher die Frage:

    Findet sich nicht ggf ein anderer, geeigneterer Standort in der Mitte, mit mehr Platzkapazität?


    Und da das Thema ja doch immer wieder kommt und viel Raum einnimmt, macht ggf. ein eigenes Diskussionsthema Sinn.

  • Findet sich nicht ggf ein anderer, geeigneterer Standort in der Mitte, mit mehr Platzkapazität?

    Sind da nicht bereits erste Baumaßnahmen getätigt worden? Und lief nicht bereits die Finanzierung? Warum sollte das nun also noch abgebrochen werden, um mit einer Standortsuche wieder bei 0 anzufangen? Zumal nicht zu erwarten ist, dass es im politischen Personal einen radikalen Wechsel geben dürfte.

  • Zumal nicht zu erwarten ist, dass es im politischen Personal einen radikalen Wechsel geben dürfte.

    Im Abgeordnetenhaus hat keine einzige Fraktion gegen das Projekt gestimmt.

    Vielleicht sollte Stadtbild eine Partei gründen....:)


    Als makabere Hoffnung bleibt ggf. noch, dass coronabedingt die Finanzen sich so verschlechtern, dass das Projekt nicht weitergeführt wird.

    Oder irgendwer findet noch eine seltene Kaulquappe, welche den Umbau nicht verträgt, dort in der Spree.

  • Hier mal das Bauschild für die Bauarbeiten an der Ufermauer. Von der gegenüberliegenden Seite mit unbewaffnetem Auge nicht zu lesen.

    Hier steht gar nichts von "Treppe".... die Uferwand soll neu gebaut werden.


    The photo shown with steps is further down and across the bridge next to the old GDR State Council building.


    Das mit Stufen gezeigte Foto ist weiter unten und über die Brücke neben dem alten DDR-Staatsratgebäude.

  • Ja! Der Verein Monbijou des Parks Monbijou moechte seit Jahren Geld haben um die bereits bestehende Badeanlage

    von Monbijou Wintertauglich zu machen. Dies ist die Situation: keine 200 Meter vom geplanten Bad ist schon ein Bad!

    Dieses kann nur im Winter genutzt werden! Es gab sogar die Idee, eine der Hallen wieder aufzubauen. Als Sport-Schloss!

    Der Verein wird aber ignoriert und sammelt selber Geld um das zweite Torhaus wiederaufzubauen. In dieser Rekonstrucktion

    sollen Einrichtungen fuer den Sport. Monbijou war schon vor dem Krieg von 1914 eine Huelle fuer Sport gewesen.

    Zurueck zum Thema: Im Park Monbiju gibt es Umkleiden, Toileten und Abfall Eimer. Alles vorhanden und keine 200 Meter weiter!

  • Sind da nicht bereits erste Baumaßnahmen getätigt worden? Und lief nicht bereits die Finanzierung? Warum sollte das nun also noch abgebrochen werden, um mit einer Standortsuche wieder bei 0 anzufangen? Zumal nicht zu erwarten ist, dass es im politischen Personal einen radikalen Wechsel geben dürfte.

    Das Projekt ist nicht angefangen worden. Es wurden 4 Millionen verschekt, um Studien zu machen. Es gibt aber Wiederstand von verschiedenen Gruppen und Personen. Die 200 Milionen geschaetzt fuer das Bad sind nur vorsichtige Voranschlaege.

    Es gibt auch schon Vorwuerfe zur Koruption! Der Verein der das Projekt umsetzen will, wird von der einzigen Betonfirma finanziert,

    die in der Lage ist die unterirdischen Betonrohre zu Bauen.


    Die jetzigen Baumassnahmen sind etwas anderes: Man will "nur" eine Freitreppe bauen. Die Wand haette sowieso erneuert gehoert...

  • Die meine ich nicht - sondern diese:


    titelbild_freitreppe_c_flussbad_berlin_e.V.jpg

    Well this is another version, I do not remember ever seeing this photo in previous plans. Maybe it was a proposal at some point in the past. Does not appear likely now.


    Nun, dies ist eine andere Version, ich erinnere mich nicht, jemals dieses Foto in früheren Plänen zu sehen. Vielleicht war es irgendwann in der Vergangenheit ein Vorschlag. Scheint jetzt nicht wahrscheinlich.

  • Kleine Fortsetzung über die Schlossbrücke nach Osten.




    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Meldung der Berlinerischen Zeitung - 1.4.2021


    Glaubwürdige Kreise wollen erfahren haben, dass Berlins Kulturpapst, Viledera heimlich die Rück­führung des Neptun-Brunnens zum Schlossplatz plant, obwohl er das offiziell ablehnt. Grund waren bisher Gasleitungen und Kosten. Auch soll eine Elterninitiative fordern, für die Kleinen wenigstens die Brunnen-Jungfrauen für „Abenteuer­spiele“ zu belassen (Zitat: Boron). Immerhin habe es Viledera erreicht, dass der Bund 10 Mio. € für die Umsetzung anbietet. Viledera sei auch für die Rückführung der Rosse­bändiger. Das sei aber zu teuer (fehlende Kitas). Den Rossebändiger-Umzug verweigere er nur, damit der Bund das irgendwann auch finanziert. Da der Bund wegen der Pandemie pleite sei, lehne er weitere Pferde, Reiter und Bändiger in B-Mitte ab. Jetzt prüfe Willi Boden vom ProSchloss-Verein, mit Spenden auszuhelfen. Ergebnis: Diese könnten zwar für einen Rossebändiger, nicht aber für zwei reichen. Der Teilrepatriierung mit Spenden würde der Kulturchef sogar zustimmen, da beide Statuen im Kleistpark zu weit auseinander stünden. Jetzt werde endlich eine alle befriedigende Gesamt­lösung ausgearbeitet. Danach könnten beide Pferde mit Personal umziehen, wenn die „grausige nachgemachte Schlossfassade“ (Zitat: v. Dusel) dafür „zeitgemäß“ an dem „sehr prominenten Ort“ (Zitat: Luschara) von religiösen Barocksymbolen befreit und weiß gestrichen würde. Auch müsse der Lustgarten planiert werden, damit durch die Pferde kein Freiluftmuseum entsteht. Der so gewonnene „Platz der demokratischen Republik“ könne für beliebte Großdemos von bis zu 60.000 Personen dienen (Wunsch des Senats). Vorteil: Der Platz könnte dann auch als Bus-Parkplatz alle Parkprobleme lösen. Das Rote-Rathaus-Forum könnte dann eng und historisierend bebaut werden (Forderung der Reko-Fraktion). Zur Finanzierung dieses genialen Konzeptes liegen keine Informatio­nen vor, es wären aber viele Bürger zu Spenden bereit. Zudem lägen lukrative Angebote aus aller Welt zum Ankauf von Raubkunst vor, was erheblich zur Finanzierung beitragen könnte. Das erfolgreiche BER-Projektmanagement stehe für diese neue Herausforderung bereit. Red.: Bauaesthet

  • Irgendwie beschämt es mich und ist mir mittlerweile peinlich, dass ich sehr lange Zeit CDU-Sympathisant war! Diese Partei hat in den letzten Jahren so gut wie alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann. Selbst bei so "Kleinigkeiten" wie dem hier aufgezeigten Aushebeln des Denkmalschutzes versagen die CDU Protagonisten. Ich hoffe, dass hier das letzte Wort bzgl Bodenmosaik noch nicht gesprochen ist, aber eine Wiedererrichtung an einem andern Standort macht inhaltlich überhaupt kein Sinn!

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • 1. April 2021 um 13:07 Uhr

    Zur Antwort von Frau Grütters, die ihre Weglass-Entscheidung verteidigt: Der Erhalt der Mosaike am alten Standort sei „weder Gegenstand der Bundestagsbeschlüsse noch Teil des Wettbewerbs“ für das Freiheits- und Einheitsdenkmal gewesen.

    Das ist ein erbärmlich schwaches, ja unverantwortliches „Argument“! Weder nimmt sie Bezug auf gerechtfertigte Vorwürfe, dass hier Denkmalschutz willkürlich und eigenmächtig gebrochen wird, noch geht sie auf die historische, kunstgeschichtliche oder ästhetische Rechtfertigung für den Erhalt der Mosaike an diesem Ort ein. Stattdessen versteckt sie sich hinter rein formalen, bürokratischen angeblichen Zuständigkeiten des Bundestags (wofür?) bzw. des Wettbewerb-Auslobers, die schließlich beide dem Denkmalschutz verpflichtet sind. Frau Grütters hat zwar manches gut gemacht, aber hier liegt sie voll daneben und biedert sich völlig argumentationslos den Kulturvandalen an. Leider gehört in Berlin auch das Denkmalschutzamt in diesem und anderen Fällen zu diesen Vandalen.

  • Also offensichtlich scheine ich etwas verpasst zu haben. Seit wann darf Frau Grütters einfach so entscheiden, welche Bestandteile eines Denkmals zu erhalten sind und welche nicht? Denkmalschutz ist Landesrecht und Berlin ist immer noch keine Kolonie der Bundesregierung. Der ganze Vorgang ist skandalös.