Berliner Schloss - Umfeld (Schlossplatz, Schlossfreiheit, Lustgarten & Spreeufer)

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    • Meister Lampe wrote:

      Den Entwurf der BBZ Landschaftsarchitekten finde ich grundsätzlich nicht schlecht. Es muss nur die Möglichkeit bestehen den Entwurf unter Einbeziehung der Rossbändiger, Fürsten, Adlersäule, Neptunbrunnen zu erweitern.

      Grundsätzlich schlecht ist die BZZ-Planung gewiss nicht. Ein Mangel bleibt aber die modernistische Gestaltung der Lustgarten-Beete und vor allem die öde, grünlose und praktisch nicht gestaltete Südseite (Schlossplatz), die eigentlich nur aus Steinpflaster besteht. Immerhin ist aber der gesamte Entwurf etwas verbessert worden, wovon insbesondere die Schlossfreiheit (durch mehr Bäume) profitiert hat, siehe Bilder auf der BZZ-Homepage.
      Insgesamt bleibt die Planung jedoch suboptimal. :augenrollengruen:
    • Kralle wrote:

      Immerhin ist aber der gesamte Entwurf etwas verbessert worden, wovon insbesondere die Schlossfreiheit (durch mehr Bäume) profitiert hat
      Wieso sind die Bäume an der Schlossfreiheit, die den wohl schönsten und bekanntesten Blick von der Schlossbrücke im Vordergrund auf die grandiose Westfassade mit Portal III komplett verstellen werden, eine Verbesserung? Generell habe ich nichts gegen Bäume, aber noch falscher hätte man sie hier wohl nicht platzieren können!
      :wie: :kopfschuetteln:
      Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)
    • Genau das habe ich mich auch bereits gefragt, warum man ausgerechnet an dieser Stelle der Schlossfreiheit die Bäume platziert. :gehtsnoch:

      Es gäbe doch so viele Möglichkeiten, stattdessen die Scheußlichkeiten im Schlossumfeld hinter Bäumen zu verstecken:

      Die neuen Retro-Platten am Schinkelplatz, das Staatsratsgebäude (außer dem Liebknechtportal), Auswärtiges Amt.

      Allein die Bäume anstelle der Schlossapotheke machen Sinn, sie verstecken das Gruselkabinett "Marx-Engels-Forum" ein bisschen, wenn sie denn mal groß genug sind.
    • frank1204 wrote:

      Kralle wrote:

      Immerhin ist aber der gesamte Entwurf etwas verbessert worden, wovon insbesondere die Schlossfreiheit (durch mehr Bäume) profitiert hat
      Wieso sind die Bäume an der Schlossfreiheit, die den wohl schönsten und bekanntesten Blick von der Schlossbrücke im Vordergrund auf die grandiose Westfassade mit Portal III komplett verstellen werden, eine Verbesserung? Generell habe ich nichts gegen Bäume, aber noch falscher hätte man sie hier wohl nicht platzieren können!

      Gut, das ist dann wohl Geschmackssache. Ich empfinde diese einzelnen Bäume, solange daraus kein halber Wald wird, überhaupt nicht als problematisch, sondern vielmehr durchaus als "schmückend".
      Selbst der Förderverein Berliner Schloss zeigt in seinen Visualisierungen die Schlossfreiheit mit ein paar Bäumen:


      (C): Förderverein Berliner Schloss / Eldaco
    • Goldstein wrote:

      Die Prios müssen aber hin zu Bäumen und naturnahen Grünflächen gesetzt werden.
      Das fordert allein schon der beginnende Kimawandel.
      Denn wenn die Sonne einst mit 40 - 45 °C uns im Sommer zu verbrennen droht, dann werden wir um jeden heute bereits gepflanzten Baum mehr als dankbar sein!
      Das stimmt schon. Wir sind hier aber in der Stadt und nicht im Wald. Und in einer Stadt sollte die Architektur im Vordergrund stehen. Natürlich sind auch in der Stadt Bäume sehr wichtig, aber sie sollten nicht gedankenlos so platziert werden, dass man damit wichtige Blickbeziehungen - und diese ist eine der wichtigsten in ganz Berlin - verstellt.

      Ist eigentlich die auf dem Bild zu sehende Freitreppe am Wasser auch neu hinzugekommen oder war sie mir bisher nur nicht aufgefallen? Steht die Ufermauer - die zugegebenermaßen momentan wegen der U-Bahn-Baustelle ohnehin aufgerissen ist - nicht eigentlich unter Denkmalschutz und muss nach Bauende genauso wiederhergestellt werden?
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    • Gmünder wrote:

      Wundert mich nicht, das Ergebnis. Wird aber vermutlich nicht viel nützen. Der Senat bzw. die Senatsbaudirektorin werden dadurch nur in ihrem "Sendungsbewußtsein" gestärkt, der "trögen Masse" das richtige Geschmacksempfinden (ihres, modern) aufzuzwingen . . .

      Das stimmt leider. Die eine Entscheidungsträgerin, Lüscher, wurde von Modernisten und Bauhauslern in Schweizer Architekturbüros sozialisiert und ideologisiert, die andere Entscheidungsträgerin, Lompscher, wurde im Städtebau der DDR sozialisiert und ideologisch "eingeostet" (weshalb verkehrsreiche Magistralen und überdimensionierte innenstädtische Leerflächen für sie als bauliche Errungenschaften gelten und erhalten bleiben müssen). In Sachen Schlossumfeld und gestalterischer Verbesserung des gegenüberliegenden "Marx Engels Forums" ist bei diesem unseligen Weiber-Gespann leider in den nächsten Jahren keinerlei Bewegung zu erwarten, zumal der erkennbar destruktiv regierende Senat laut Umfragen wahrscheinlich noch lange nicht abgewählt werden wird. :kopfschuetteln:
    • Goldstein wrote:

      Wie sollen die U-Bahn-Eingänge am Schloss genau gestaltet werden? Gibt es dazu detaillierte Visualisierungen?
      Das hatte ich vor längerer Zeit schon mal im Schloss-Strang gepostet, also hier nochmal:

      Visualisierungen der U-Bahn Eingänge gibt es hier. Dort rechts unter "Visualisierungen" auf das mittlere Bild über "Der zukünftige U-Bahnhof Museumsinsel" klicken. Ich kann es leider nicht direkt verlinken, weil die Seite offenbar leider so programmiert wurde, dass man an den Seitenquelltext nicht herankommt.

      Jedenfalls ist dort zu sehen, dass die Treppenabgänge selbst relativ unauffällig durch niedrige Brüstungen - wohl sogar aus Granit oder Sandstein - eingefasst sind und jeweils eine Stele mit U-Bahn-Schild erhalten. Was aber nervt, ist ein Aufzugshäuschen, das in etwa dort platziert ist, wo momentan die Ufermauer aufgerissen ist, also nahe der Schlossbrücke. :sad: :kopfschuetteln:
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    • Berlin als Seestadt

      Vor dem Hintergrund des gestrigen Unwetters in Berlin und des seinerzeitigen - grauenhaften - Vorschlages aus dem 'Hause Lüscher', den südlichen Teil des Heilig-Geist-Viertels und das Marienviertel als innerstädtischen See aufzustauen (wohl in Anlehnung an die Binnenalster) möchte ich dem Forum das folgende Fundstück nicht vorenthalten.
      Auch wenn es sicherlich auf die Seefahrtsbegeisterung unseres Kaisers Bezug nimmt, so ist es doch ebenso als Witz aufzufassen, wie der Vorschlag von Frau Lüscher !
      Man sieht in manchen Bereichen bleibt der Humor über Jahrzehnte sehr ähnlich...



      P.S.: Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: Mein Mitgefühl gilt natürlich Allen, die durch das gestrige Unwetter Schaden erlitten haben !