Am 9.November findet unser großes Initiativentreffen in Frankfurt am Main statt. Unter der Rubrik "Aktuelles und Allgemeines" finden Sie alle Informationen vor.

Abrißstadt Bremen: Schwachhausen

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    • Nehmen wir mal an, ich kaufe die Villa Schottbeck im Knoops Park, erwecke das altehrwürdige Gebäude aus einem langwährenden Dornröschenschlaf, integriere in die historische Bausubstanz 'gefühlvoll' 17 moderne Wohneinheiten, die nicht nur die Lage des Gebäudes im Park, sondern auch die Außendarstellung des Gebäude in der Inneneinrichtung spiegeln und somit eine mondäne Wellness-Wohnlandschaft allerhöhster Kategorien erschaffen, natürlich mit großem, herrschaftlichen Eingangsbereich,...

      ...und dann interessiere ich mich für den Kauf der Villa Gross. Ich frage schon vor Wochen beim Eigentümer nach - blitze bei ihm aber ab.

      Wohlgemerkt, wenn ich mich für ein Obkjekt der Kategorie 'Villa Gross' interessieren, dann setze ich mich doch wohl schon einmal mit dem Gebäude auseinander, erfasse seine Historie, besprechen den hochsäuligen Eingangsbereich und erörtere, was sich wohl dahinter befinden könnte, erkundige mich nach Bauzeichnungen etc. und sammel fleißig Informationen, die ich so auf dem Markt erhalten kann oder schlendere bei einem Spaziergang ganz unerwartet an der Villa und den portalen Eingangstüren vorbei und spähe durch die Fenster.
      Bei firmeninternen Meetings wird über das Thema 'Villa Gross', Ist-Zustand und Nutzungskonzepte, diskutiert und Möglichkeiten oder besser Visionen angeregt. Kurzum: Ich befasse mich als Interessent doch mit der Immobilie meines Interesses - oder etwa nicht?

      Nun bekomme ich vom Eigentümer die Möglichkeit, plötzlich und unerwartet dennoch Gespräche über einen Verkauf der Objektes zu führen. Man trifft sich, speist lecker, trinkt lecker, lässt sich vom Eigentümer den Stand der Dinge erläutern, bekommt Pläne oder dergleichen zu sehen, man spricht über Kaufsummen.

      Und plötzlich fällt mir als Käufer auf: Mensch, das Ding hat ja ne riesige Eingangshalle!! Wie sollen wir solch eine Halle in ein mögliches Nachnutzungskonzept einfügen?
      Das geht ja gar nicht!
      Also nein, von solch einem Objekt müssen wir Abstand nehmen.
      Da wäre eine Nutzung viel zu unrentabel...

      Wenden wir uns da lieber dem Projekt 'Kriegsbunker' zu.
      Das ist einfacher zu konzipieren...!!!

      Crazy - oder etwa nicht?
    • Umsetzung 1:1 als Strafe

      Für alle, die ob der nun anhebenden Kulturbarbarei schier verzweifeln mögen und zukünftig nur noch mit verhängten Auto- bzw. Straßenbahnfenstern - wie weiland im polnischen Korridor - am bisherigen Standort der Villa Gross vorbeifahren werden, anbei der Versuch - mehr ist momentan nicht drin - eines schwachen Trostes:
    • Lieber Ostwestfale,


      mir liegen schreckliche Bilder vor, die die zwei Bagger zeigen, wie sie sich als erstes den wunderbaren palladianischen Portall-Eingang vorgeknöpft haben - als hätten sie dort mit Absicht begonnen...

      Ich kann diese Horror-Bilder hier nicht einstellen, weil ich einerseits nicht freigeschaltet bin, und zweitens wurden die Fotos von einen BI-Kollegen aufgenommen...

      Es ist grauenhaft, sich diese Bilder anzuschauen...

      Ein ganz, ganz schwarzer Tag für Bremen...


      und vielen Dank für den Link!
    • Kassandra Heinzer:


      versus
      • Jakku Scum






      • Liebe Freunde des Medienhauses, liebe Freunde der Villa Gross,

        nie waren wir unserem Ziel so nahe wie am heutigen Tag.






    • Diese letzte Untat von Herren Italiano sollten wir zum Anlaß nehmen, verstärkt für unseren Verein zu werben und noch mehr Mitstreiter aus Politik und Wirtschaft zu gewinnen. Herr Italiano ist nur eine der bösen Fratzen der Stadtbildzerstörung, welcher sich offenkundig auch noch als der "nette Onkel" zu verstehen gibt.

      Er liefert uns hier jede Menge Material um Menschen überzeugen zu können, daß es so nicht weitergehen kann.

      Ich persönlich habe jetzt überhaupt keinen Bezug zu Schwachhausen, jedoch hat mich das traurige Schicksal der Villa arg berührt - auch in anderen Städten gibt es derart fassungsloses Vorgehen.

      Jedoch denke ich, daß das Schicksal der Villa Gross hier alle Nutzer von Oslo bis nach Bern arg bewegt hat - eine Villa die stellvertretend für eine bundesweite Zerstörung architektonischer Kultur und Kunst steht.
      Mit Ziegelsteinen kann man Fensterscheiben zerstören, mit Glas, Stahl und Beton ganze Städte.
    • Du sprichst mir aus der Seele, Onkel Henry.

      Ich habe schließlich nicht umsonst gesagt, dass wir hier in Bremen noch nicht fertig sind.
      Ich bin der Überzeugung, dass wir den Fall der Villa Gross aufnehmen sollten, um am Beispiel der skrupellosen Politik eines Architekten vom Schlage eines 'netten Onkels' wie Herrn Thorsten Italiano zum Anlass nehmen sollten, um die bedenkenlose Zerstörung von architektonischer Kultur, Tradition, Identifikation, Ambiente und Kunst in ihrer ganzen Wahrhaftigkeit darzustellen.

      Wenn Herr Italiano denkt, mit dem Abriss der Villa Gross ist der Fall für ihn erledigt, so wird er sich irren.
      Solche Investoren, die gierig und brachial der Vision einer 'modernen Stadt' nachjagen, haben in Bremen nichts verloren – das werden wir ihm verdeutlichen.

      In diesem Sinne unterstütze ich deine angesprochenen Bemühungen.

      Besonders, wenn man sich die letzten Tage in Erinnerung ruft, verdeutlichen sie, dass es Herrn Italiano nie um einen wirklichen Verkauf ging.
      Er wollte abreißen – um jeden Preis.
      Über die Gründe kann man trefflich mutmaßen.
      Und über die Gründe, warum der Käufer plötzlich abgesprungen ist, auch!