Berlin - Bezirk Marzahn-Hellersdorf

  • http://www.educat.hu-berlin.de…umhellersdorf/ansicht.gif[/img]
    (Quelle: www. educat.hu-berlin.de)


    "Hellersdorf soll eine städische Mitte gegeben werden, mit zahlreichen Einkaufs-, Gewerbe-und Dienstleistungseinrichtungen, mit Freizeit-und Kulturellen Einrichtungen, mit Einrichtungen für den Gemeinbedarf und mit Flächen für öffentliches Grün. Der Ort, an dem dies alles umgesetzt werden soll, befindet sich an der Kreuzung der Hellersdorfer und Stendaler Straße. Des weiteren bildet das entstehende Zentrum die Kreuzung zwischen der U5 und der Straßenbahn. Kern des Siegerentwurfs ist ein quardratischer Platz von 120x120m mit einer 6-geschossigen Randbebauung und Arkaden im Erdgeschoß. In den Randbebauungen werden sich zahlreiche Einzelhandelseinrichtingen befinden; gleichzeitig entstehen hier Flächen für öffentliche Verwaltung und eine Fachhochschule. Das zweite wesentliche Element sind die vom Platz abgehenden Diagonalen, die die einzelnen Wegebeziehungen in die umliegenden Quartiere aufnehmen. Das dritte städtebauliche Element sind die vorgeschlagenen Hochhäuser als Markierungs- und Orientierungspunkte. Insgesammt sind 12 Architekten an den Entwürfen für die Gebäuden beteiligt. Der Kern des Stadtteils um den Platz herum soll im Sommer bzw. im Herbst 1997 fertiggestellt werden. In acht Jahren wollen die MEGA und der Senat das gesammte Werk vollendert haben. Gesamtinvestitionen von 2 Mrd. DM sind veranschlagt worden. ."
    (Quelle: s.o.)




    A Wohn- und Geschäftshäuser
    B Markt Brandenburg
    C Bibiothek und Kleinkunstzentrum
    D Rathaus
    E Kinozentrum
    F Kaufhaus Kriegbaum
    G Bürohaus
    H Jugendfreizeiteinrichtung
    I Oberstufenzentrum mit Sporthalle
    J Telecom
    K Einkaufspassagen
    L C&A
    M Stadtplatz
    N Hochschule für Sozialarbeit und -pädagogik
    O Finanzamt
    P Alles rund ums Auto
    Q Discotheken
    R U-Bahnlinie 5
    S Park
    T Schwimmbad
    U "Erntekranz"


    mehr infos auf: Hellersdorf


    hat jemand mehr infos zu diesem projekt?



    @ der sauerländer - danke für den tipp! :gg:

  • Ist Hellersdorf nicht eine Plattenbausiedlung ?
    Tja, gibt es denn für solche Megasiedlungen überhaupt noch
    eine Zukunft ? Ich denke jedenfalls nicht.
    Irgendwann werden die Bewohner eine nette Wohnung
    in einer hübschen und vor allem urbanen Umgebung
    haben wollen.
    Da nützt auch kein Plattenbau-Marktplatz !


    Am besten wäre es, wenn in diese Siedlungen kein weiteres
    Geld mehr hineingesteckt wird, denn diese Viertel sind
    einfach nur Auswüchse sozialistischer Utopien.
    Besser das Geld in den Abriß dieser Klötze investieren ! :klapps: :klaresnein:

  • Naja... solange man nicht woanders Wohnungen zum selben Preis über hat sollte man sie stehenlassen und zumindest instandhalten. Allerdings nicht solche Großprojekte wie das obige veranlassen.

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • aber könnte dies nicht der anstoß zu einer umfassenden neugestaltung hellersdorfs sein? den städtebau an sich finde ich nicht schlecht, die ausführung (architektonisch) jedoch eher unterstes mittelmaß. aber wenn dort eine verdichtung stattfindet, könnte man über mittel - bis langfristig auf einen abriss der wohntürme und platten hoffen, und weiterhin über eine vergrößerung des quartiers nachdenken, d.h. dass der städtebau wie o.g. so weiterfortgeführt wird. und das auf den grundstücken der ehemaligen platten. oder bin ich ein hoffnungsloser visionär? :gg:

  • Quote from "Kai"

    ...aber wenn dort eine verdichtung stattfindet...


    Hallo Kai, wo siehst Du denn auf dem Plan eine Verdichtung ?
    Dieser eine Platz hat die Ausmaße mehrerer nebeneinander liegender
    Fußballfelder. Also nicht gerade das, was ich mir unter einer
    Verdichtung vorstelle.
    Ganz im Gegenteil. Das wird der Freischein für weitere Platten werden.


    Hellersdorf ist nicht mehr schön zu machen. Du musst Dir das
    vorstellen, wie ein riesiger Sumpf. Diese Architektur schlägt
    sich auf die Grundstimmung der Menschen nieder - der Sumpf
    zieht die Bewohner langsam aber stetig immer tiefer nach unten.
    Nicht ohne Grund steigt ja in diesen Mega-Platten-Vierteln
    die Arbeitslosigkeit.
    Die Lösung dieses Problems ist denkbar einfach. Den Sumpf trocken
    legen und dann wieder urbar machen. Und das am besten mit
    trad. Architektur ! (Dazu sollte im übrigen nicht die Eigenheimzulage
    abgeschafft werden...) :zwinkern:

  • @ oliver
    ich meinte auch den städtebau um den platz herum. den finde ich nicht schlecht. die idee einen zentralen, belebten platz zu errichten finde ich aber dahingegen sehr richtig, nur dieser ist viel zu überdimensioniert, schließlich hat dieser platz eine größe von 10000m² !

  • Dieses Viertel steht doch bereits seit einigen Jahren. Das waren auf jeden Fall herausgeworfene Steuergelder...


    Man benennt dieses Viertel - Die Hellersdorfer Mitte. Und es ist wahr, dass es teilweise wirklich recht dicht, urban bebaut worden ist. Dennoch hat sich dort niemals richtiges Leben entfaltet wo man auch Lebenslust gespürt hat, wie das zum Beispiel in Kreuzberg der Fall wäre. Einfach aus dem Grunde, weil diese Hellersorfer Mitte inmitten eines riesigen Plattenbaubezirkes liegt. Es ist sozusagen das kleinste Übel in einem üblem Bezirk dem ich aber seinen gewissen Reiz der Tristesse nicht absprechen möchte. Mich reizen auch die Plattenbauten aus fotographischer Sicht. Grauer Himmel, graue Platte, dunkle Wolkenfelder, leere breite Straßen und viele Bäume mit Sträuchern sowie Rieselfelder...


    Das hat schon etwas aber mit schöner Architektur hat das alles nichts zu tun. Daran krankt auch diese Hellersdorfer Mitte. Weder ist die Architektur modern-interessant, noch ist sie klassisch. Sie ist schlichtweg mies. Hellersdorf ist sowieso kein Bezirk für die Ewigkeit. Ob der sich bis an das Ende des diesigen Jahrhunderts halten wird kann ich nicht genau sagen. Jedoch tippe ich auf ein nein.

  • ganz schoen diese neu planung fuer den PDS hochburg Hellersddorf: kann man den palast der republik nich abreissen und da wiederaufbauen: so zu sagen als ""kultureller""mittelpunkt hellersdorf??dann koennen ja al die genossen und genossinnen die jetzt der palast so gerne am schlossplatz behalten moechten als kultureller hoehpunkt ihres lebens vielleicht auch gern mitziehen nach hellersdorf und da an die glanzvolle und herrliche "" vor wende"" zeit zurueckdenken? vielleicht kann man dann um hellersforf herum auch wieder eine art von anti faschistischer schutzwall bauen??und dann sagen ( wie bei den gebrueder grimm) "" und sie lebten noch lange und gluecklich im sozialistischen paradies?? :gg:

  • Quote

    Spendenaufruf für maroden Kirchturm im Vivantes Klinikum Hellersdorf


    Der Turm der 112 Jahre alten Kirche des Vivantes Klinikums Hellersdorf im Wuhlgarten Brebacher Weg soll wieder aufgebaut werden. Dazu wurde jetzt ein Spendenaufruf gestartet. Für die Instandsetzung der maroden Turmhülle und den Wiederaufbau des Pyramidendaches setzt sich eine Interessengemeinschaft ein. Kosten von 200 000 Euro sind veranschlagt. Die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Basilika war 1997 wiederentstanden, der Turm aber nur behelfsmäßig gesichert worden.[...]


    Quelle: http://www.welt.de/data/2005/12/27/823341.html



    Habt ihr von der Reko gehört, ich noch nie, kann aber auch nichts allzu Bedeutendes sein.

  • In der Tat schöne Architektur. Dieser Stil sollte verpflichtend sein, wenn Siedlungen aus den zwanziger bis fünfziger Jahren verdichtet werden. Ich bin gespannt, wie das fertige Ergebnis aussieht.

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • Und der Architekt hat ein Gespür für Symmetrie, Materialien, Proportionen und Silhouettenwirkung! Ich fasse es nicht! Der muss ganz neu in der Branche sein...


    Auch das Konzept mit den "Haustypen" finde ich richtig gut: http://www.grüne-aue-biesdorf.de/seite/die-haustypen
    Das stärkt die Identifikation mit dem eigenen Haus dann doch ungemein!


    Hoffen wir, dass das Beispiel Schule macht :-)

    "Die Qualität städtischen Bauens resultiert aus einer Generationen währenden, kollektiven Leistung." Hans Kollhoff

  • Das sieht nach einem recht freundlichen Vorort aus. Die Häuschen sehen recht ansprechend aus.

  • Und der Architekt hat ein Gespür für Symmetrie, Materialien, Proportionen und Silhouettenwirkung! Ich fasse es nicht! Der muss ganz neu in der Branche sein...

    Neee...Krier & Kohl sind, was angepaßte Architektur oder New Urbanism betrifft, ein Begriff für den Kenner. Nach dem Fassadenentwurf von Kohl, der scheinbar jetzt alleine weitermacht, wird ja auch das Hotel und Geschäftshaus am Burgplatz in Leipzig gebaut.



    Quelle: Christoph Kohl

  • Hammer! Und danke für den Hinweis. Den werde ich im Auge behalten...

    "Die Qualität städtischen Bauens resultiert aus einer Generationen währenden, kollektiven Leistung." Hans Kollhoff

  • Das sieht alles sehr nach Parkstadt aus. Ein guter Ansatz. Nur die Hausdächer müssten rot sein, am besten noch in Biberschwanz oder typischen Berliner Schindeln gedeckt. Auch das typische Konzept langweiliger weißer Fassaden ist verbesserungswürdig. Mit Ausnahme der weißen Stadt sind diese in Berlin Parkstädten (Altglienicke, Taut) eher farbig.