Ediger-Eller (Galerie)

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    • Ediger-Eller (Galerie)

      Ediger-Eller ist ein traumhafter Winzerort, ein paar Kilometer südlich von Cochem gelegen. Was mich an diesem Ort immer wieder fasziniert, das sind die teilweise noch mittelalterlichen Fachwerkhäuser, die bis ins 15 Jh. zurückgehen! Aber auch landschaftlich gesehen liegt der Doppelort sehr reizvoll, denn zwischenEdiger-Eller und Bremm, am Rande der großen Moselschleife, liegt der steilste Berghang Europas, wo noch Wein angebaut wird, der Calmont:



      Beginnen wir unserem Gang durch die Altstadt vor dem wohl schönsten Fachwerkhaus Edigers: das Haus Pelzergasse 1 von 1623 .
      Heute ist dort die Tourist-Info untergebracht.







      Von der Seite:





      Links daneben die alte Apotheke, 19 jh. aber das Erdgeschoss sieht deutlich nach Mittelalter aus!





      Ein weiteres reich verziertes, fränkisches Fachwerkhaus, findet man an der Moselweinstraße. Dieses hier hat mich sehr beeindruckt! Es wurde 1657 erbaut.









      Fortsetzung folgt ;)
    • DIeses Haus von 1515 gehört zu den ältesten Fachwerkhäusern der Moselfront. Man erkennt es noch an den typisch schlichten, gradlinigen Gefüge.







      Verlassen wir nun die "Moselweinstraße" und schauen wir uns die mittelalterlichen Gassen des Ortskerns an!

      Fangen wir mit der Kapellenstraße an, der östlichsten Straße des Ortes. Hier steht nicht nur die namensgebende Kapelle aus dem 1667...



      ...sondern auch sehr interessante Fachwerkbauten aus dem 16 und 17 Jh.



      Vorallem dieses seltsame schräge Haus fand ich bezaubernd!







      Wenn man dann weitergeht, kommt man in die Hochstraße raus, quasi die hintere Hauptstraße, parallel zur Moseluferstraße laufend!

      Gerade das erste Fachwerkhaus von 1549 war einfach fotogen :foto:



      Wie ein Postkartenmotiv :)

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    • Mündener wrote:

      Dieses Haus ist aber ganz eindeutig ein Werk des 15. Jahrhunderts, vermutlich irgendwas zwischen 1430 und 1470.


      Und die große Rasterfassade an der Moselfront hätte ich spontan für viel älter gehalten, so Mitte bis Ende 14. Jahrhundert.
      Laut der Liste der Kulturdenkmäler in Wikipedia
      scheinen die Häuser aber aus dieser Zeit zu sein !


      Wikipedia wrote:

      Ediger, Moselweinstraße 13
      dreigeschossiges Fachwerkhaus, teilweise massiv, bezeichnet 1515, Wappenschild des Erzbischofs Richard von Greiffenklau zu Vollrads (1511–31)

      Wikipedia wrote:

      Ediger, Kapellenstraße 8, Fachwerkhaus, teilweise massiv, 16. Jahrhundert, Anbau im 19. Jahrhundert
      ja ich finde es auch etwas merkwürdig, diese Häuser erscheinen mindestens spätmittelalterlich. Im Falle von Moselweinstraße 13 ist es aber auf der anderen Seite nur "bezeichnet 1515", da kann das Gebäude selbst eigentlich schon älter sein!
    • Naja, die Wikipedia-Listen sind meist übernommen aus älteren Denkmallisten...

      Beispielsweise das Hauptgebäude der Johanniterkommende Steinfurt im Münsterland, dass schon in einer Publikation von 1986 als dendrochronologisch auf 1398 datiert aufgeführt ist, wird in Wikipedia immer noch auf "um 1650" datiert.

      Oder als neulich die Galerie zu Wimpfen erweitert wurde, habe ich aus Spaß mal die Wikipedia-Liste durchgeblättert, dort werden Bauten anhand von Inschriften datiert, die mehr als eindeutig als nicht der Originalsubstanz zugehörig zu erkennen sind.
    • Gibt es aktuellere Listen im Netz? Weil selbst die Liste von Wiki hat als Quelle eine vom 4 Mai 2016 als pdf_Datei
      denkmallisten.gdke-rlp.de/Cochem-Zell.pdf

      Nur diese Liste ist noch viel schlampiger als die Wikiliste: und basiert auf eine Liste von 1998.
      Alles sehr stark vereinfacht, veraltet und dann noch ganz offiziell vom Land Rheinland-Pfalz, die es ja eigentlich wissen sollten!
    • Noch ein paar Bilder von der Hochstraße





      An der Ecke zur Pelzerstraße steht dieses interessante Fachwerkhaus. Wikipedia schreibt, dass es aus der zweiten Hälfte des 16 Jh. stammt. Ich jedoch denke, dass es älter ist mindestens Anfang 16 bzw Ende 15 Jh.



      Ein Stück weiter...



      Dieses schon fränkische Fachwerkhuas mit seinen wundervollen Details soll im Jahre 1628 errichtet worden sein!







      Daneben dieses Ensemble aus dem 18 Jh.



      Auch sehr interessant ist die Nr. 37, wahrscheinlich im Kern spätmittelalterlich, bez 1614.





      Vorallem das Portal ist ein interessantes Zeugnis vom Übergangstil der Gotik in die Renaissance.

    • Ein Blick zurück





      Nun gehts den Hang hoch Richtung Kirche!





      Nun kommt die typische Ediger-Eller Ansicht die so einmalig ist: das Ensemble aus der got. Martinskirche mit Befestigung und Stadttor!







      Die Kirche aus dem 16 jh. war von außen teilweise eingerüstet.



      Innen überrascht die spätgotische, zweischiffige Kirche mit ihrem schönen Netzgewölbe!



      Draußen wieder, gegenüber St. Martin, der barocke Torbogen des Springiersbacher Hofes!





    • Der Verlauf der Befestigung und der Standort des Tores sind mir nicht so richtig klargeworden.

      Das "Stadttor" in abload.de/image.php?img=img_20160703_180210czsto.jpg ist dann wohl der Bogen rechts im Bild, den wir im folgenden Bild noch deutlicher sehen. Dann befindet sich unser Standort aber auf der Feldseite der abgebildeten Befestigungsmauer, die sich ja fraglos an der Ostseite der Kirche befindet, sowie an der Ortsseite des Tores. Hat es also zwei Befestigungen gegeben, wenn wir innerhalb der einen und außerhalb der anderen stehen? War der Friedhof selbst auch befestigt und hat die Ortsbefestigung an diese Friedhofsbefestigung angeschlossen?

      commons.wikimedia.org/wiki/File:Ediger_Eller_St_Martin.jpg
    • Nun gehen wir die Kirchstraße runter.



      Etwas Besonderes ist finmde ich auch dieses Fachwerkhaus, das über die Straße gebaut ist!



      Von der anderen Seite:







      Das Nachbarhaus aus dem 16 Jh. mit einigen Andreaskreuzen.





      Wenn man jetzt die Paulusstraße zurückgeht, dann wirds richtig mittelalterlich eng ^^






      Ein seltsamer Steinbau steht hier, sicherlich mittelalterlich, aber diese Fenstreröffnungen? :--)
      Haben níx mit Romanik und Gotik zu tun...









      Nochmal Hochstraße 30



      Oberbachstraße mit teils gotischen Fachwerkbauten.





    • Auf meiner kleinen Tour an der Mosel habe ich nach Bremm auch Ediger aufgesucht, um das Motiv des alten Fotos nachzufotografieren. Wie in der ausführlichen Bildergalerie von Fachwerkliebhaber schon zu erahnen, handelt es sich dabei um den hinteren Teil der Kirche und auch die Umgebung wurde seitdem kaum umgebaut. Auffällig sind allerdings die farbliche Absetzung der Fensterumrandungen, die man auf dem alten Bild so nicht erkennen kann:



      Der einzig nennenswerte Unterschied ist rechts der Durchgang in der Mauer mit der Laterne darüber. Dieser gibt einen sehr schönen Blick auf das gotischen Strebewerk der Kirche frei:



      Anbei ergänzend noch ein paar Bilder der Kirche: