Göttingen (Galerie)

  • Zu Göttingen stelle ich mal nachfolgend eine Auswahl eigener Aufnahmen ein, beginnend am Markt. Fotografiert habe ich in erster Linie die interessanteren Fachwerkhäuser.



    Altes Rathaus



    Nach Norden zweigt vom Markt die Weender Straße ab.



    Weender Str. und Sankt Jacobi



    Weender Str. 30, die Ratsapotheke, ein gotisches Fachwerkgebäude aus der Zeit um 1480, mit Zwischengeschoss und über Knaggen vorkragendem Obergeschoss.




    Sankt Jacobi

  • Weender Str. 62


    http://www.goettinger-tageblat…nder-Strasse-Haus-Fassade



    Haus des Tuchmachers Jürgen Hovet oder auch Schrödersches Haus, eines der prächtigsten der Stadt, 1549 errichtet.



    Am Erker neben Grotesken und Fabelwesen ein Mann und drei Frauen (Paris-Urteil?)




    Über dem Eingang u.a. König David und Bathseba sowie zwei musizierende Engel, einer davon mit Schriftband und der Jahreszahl 1549.




    Die beiden „fischschwänzigen Menschengestalten“ über dem Torbogen mit Weberschiffchen und Kamm. Im Bogen die Insignien des Schlossermeisters Schröder.








  • Ritterplan 7, der Hardenberger Hof



    Jüdenstr. 30, Ecke Speckstr., der Kleine Ratskeller, ein weiteres gotisches Fachwerkhaus, das ursprüngliche Eingangstor noch erkennbar.

  • Barfüßerstr. 5




    Die sogenannte Junkernschänke ist ein gotisches Wohnhaus aus der Mitte des 15. Jh., welches 1547/48 umgestaltet wurde.



    1997 wurde der Gastronomiebetrieb eingestellt, der Pachtvertrag des mittlerweile stark baufälligen Gebäudes lief 2001 aus. Nach dem Verkauf durch die Stadt Göttingen im Jahr 2003 wurde die Junkernschänke umfangreich saniert und 2008 wieder eröffnet. Doch bereits nach zwei Jahren musste sie kurzzeitig wieder geschlossen werden. Eine Neueröffnung erfolgte Anfang November 2010. Im Juni 2015 wurde das Restaurant auf Grund von fehlender Rentabilität geschlossen
    Wikipedia - Junkernschänke



    Am prächtigen Erker Grotesken, Rankenmalerei, Porträtmedaillons des Bürgermeisters Giselher Swanenflogel und seiner Frau Othilia etc.




    Zumindest König David mit Harfe und Judith mit dem Haupt der Holofernes sind klar, der Sündenfall ebenfalls...







  • Barfüßerstr. 12



    Sog. Bornemannsches Haus, 1536 ließ es der spätere Ratsherr Abel Bornemann errichten.



    Über dem früheren Eingang und heutigen Schaufenster der Spruch: Godes wort blift ewick / Gode to love un disse stat Abel Bornemann dit hus ghebuwet hat




    Im Bereich der Schwelle und Füllholzer recht frühe Beispiele von sogenannten Schiffskehlen.



  • Die Burgstr. 1 am Eck (von 1536)




    Lange Geismarstr. 51, ein weiteres typisch gotisches Fachwerkgebäude, es stammt von 1523




    Groner Str. 35, Quentins Ecke, südlicher Abschluss der Weender Straße:


    Erbaut um 1590, mit Blendarkaden (Duderstadt hat da ein wenig mehr...)


  • Die großartige Kurze Str., ein ganz klein wenig braunschweigisch...



    Kurze Str. 12-10 und St. Michael




    Kurze Str. 12, der Schwarze Bär



    Noch ein wenig Abendstimmung zum heutigen Abschluss:


  • Der Stelzfuß wäre, wenn er wiederaufgebaut worden wäre bzw. wieder würde, eine besondere Zierde des Holzmarktes und das Beispiel für einen Fachwerkbau mit Blendarkaden schlechthin.


    Neben Duderstadt war Halberstadt das Zentrum dieser offenbar aus dem Steinbau übernommenen Fachwerk-Schmuckform, wenn ich mich so recht erinnere. Paar Beispiele gibt es noch in Osterwieck, mehr einzelner in H. Münden, Hornburg oder Goslar, gibt/gab es da überhaupt etwas in Quedlinburg? Ansonsten gibt es dann dazu wohl gar nicht mehr so viel. Eine Sammlung von Fachwerkhäusern mit Blendarkaden wäre mal etwas (wie auch zu Treppen- und Bügelfriesen) ...

  • Zwei Aufnahmen von der Langen Geismarstraße und der Kurzen Straße von meinem ersten Göttingen-Besuch anno 1990:




    Nikolaistr. 1 b



    Die (oder der?) Alte Fink, ein Neubau aus der Jahrhundertwende mit einer seinerzeit von der Groner Straße hierher umgesetzten Fassade.



    Am Renaissanceerker von 1585 finden sich weitere rosettengeschmückte Arkaturen in den Fensterbrüstungen.





  • Düstere Str. 8



    Düstere Str. 21 und 20, letztere 1568 bez. über der alten Einfahrt.




    Hospitalstr. 35, die sog. Kleine Mühle aus dem 18. Jh. am Leinekanal




    Rathaus-Rückseite


    Die nach 1883 ausgemalte Halle im Rathaus.



    Rathaus

  • Neben Duderstadt war Halberstadt das Zentrum dieser offenbar aus dem Steinbau übernommenen Fachwerk-Schmuckform, wenn ich mich so recht erinnere. Paar Beispiele gibt es noch in Osterwieck, mehr einzelner in H. Münden, Hornburg oder Goslar, gibt/gab es da überhaupt etwas in Quedlinburg? Ansonsten gibt es dann dazu wohl gar nicht mehr so viel. Eine Sammlung von Fachwerkhäusern mit Blendarkaden wäre mal etwas (wie auch zu Treppen- und Bügelfriesen) ...

    In Hornburg, Goslar und Quedlinburg gibt es jeweils nur noch ein einziges Haus mit Blendarkaden. Treppenfriese sind seit dem 15. Oktober 1944 leider auch ziemlich rär, Bügelfriese gibt es aber zumindest in Goslar noch ziemlich viele.

  • Wäre mal interessant ob es seinerzeit, z.B. in Goslar, wirklich nur dieses eine Haus mit Blendarkaden gab (Bäckerstr. 3) und weitere nicht mehr existieren. Oder ob der Bauherr vielleicht aus Halberstadt kam und sie von dort mitbrachte? Weitere Blendarkaden gibt es des weiteren noch in Helmstedt und Harbke.


    Bezüglich der Treppenfriese war Braunschweig bis eben WK 2 ein Eldorado, zumindest ein paar Beispiele gibt es dort noch. Und nach dem Buch Das Bürgerhaus in Goslar von Hans-Günther-Griep gab es dort zwar viele Trapezfriese, vergleichsweise dazu aber eher wenig einfache und doppelte Bügelfriese (immerhin 16).

  • Weiter geht es in Göttingen mit der Johannisstraße.



    Johannisstr. 28, 27 und 26



    Zusammen mit den 2002/03 eingetüteten Türmen der Johanniskirche




    Johannisstr. 26


    Auf der älteren Aufnahme von 1990 ist bei der Johannisstr. 26 weitgehend eine Lücke (oder sind da noch Teil vom Fachwerkgerüst erkennbar? Oder Brand? Eine Rekonstruktion?), hab im Internet erst mal nichts dazu gefunden.


    Eine ältere Aufnahme dazu noch:
    http://pictures.abebooks.com/1047816/12587708456.jpg

  • Eines der größeren Fachwerkhäuser Göttingens und noch dazu mal ein Eckgebäude mit Giebelfront ist die in das 16. Jh. zurückgehende Johannisstr. 33



    Johannisstraße Ecke Papendiek




    Johannisstr. 1 (?)



    Paulinerstr. mit den Nr. 6 und 7



    Paulinerstr. 6 (mittig), ein weiteres gotisches Fachwerkhaus aus der Zeit um 1500.



    Paulinerstraße und St. Johannis

  • Und nach dem Buch Das Bürgerhaus in Goslar von Hans-Günther-Griep gab es dort zwar viele Trapezfriese, vergleichsweise dazu aber eher wenig einfache und doppelte Bügelfriese (immerhin 16).

    Ja, so könnte es auch sein. Werde es mal nachschauen in meinem eigenen Bildarchiv.


  • Gotmarstr. 2



    Prinzenstr. 7


    Von der Junkernschänke noch zwei Aufnahmen von der Fachwerkzier zur Jüdenstraße, mit Aposteln und den sieben Planetengöttern:




    Junkernschänke




    Weender Str. mit Ratsapotheke

  • Und zum Abschluss der etwas einseitig-fachwerklastigen Göttingen-Galerie noch St. Jacobi und der Ausblick vom Turm.






    Blickrichtung Süd mit Weender und Kurzer Straße sowie St. Michael und Rathaus



    Blickrichtung SW mit St. Johannis, Paulinerkirche und St. Marien sowie der Prinzenstraße.





  • Sind die Säulen von St. Jakobi eigentlich wirklich schief oder ist das eine optische Täuschung hervorgerufen durch die Bemalung?


    Ganz egal, es wird jedenfalls ein herrliches, fast schon groteskt surreales Raumbild erzeugt :)

    "Schönheit wird die Welt retten" - Dostojewski