Stuttgart - Das alte Stuttgart - und Vergleiche

  • nein, noch gibt es nichts inhaltliches, da ich mich noch fernab meiner informationstechnischen hochburg aufhalte. ich bin gerade bei meinen eltern im ländle und habe einerseits einige alte aufnahmen aus dem stuttgarter stadtarchiv besorgt und andererseits selber mehrere vergleichsaufnahmen von dem status quo gemacht. das ergebnis ist leider ziemlich deprimierend, ich werde es aber trotzdem einstellen, sobald ich wieder in berlin bin. :)
    ist nicht uninteressant... ;)

    Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
    Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
    Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.

  • du machst es spannend, anti!
    freue mich trotz der wahrscheinlichen tristesse schon!


    danke für den ganzen aufwand!

  • Darauf bin ich auch sehr gespannt :D
    In das Stadtarchiv werde ich auch demnächst mal gehen.
    Mich interessieren dabei besonders die Vorkriegsfassaden einiger historischer Gebäude in der Königstrasse, die heute -da "modernisiert"- kaum wiederzuerkennen sind (Salamanderbau, WMF-Haus u.a.) In welcher Form sind alte Fotografien dort erhältlich?

  • sodele. hier kommen jetzt die bilder. ich beginne mit aufnahmen des alten stuttgart. von den gezeigten objekten steht so gut wie nichts mehr. bei den meisten handelt es sich um totalverluste. im zweiten teil finden sich vergleichsaufnahmen. ich wollte eigentlich mehr vergleiche machen, hatte aber keine zeit mehr. für den sommer habe ich mir aber vorgenommen, die vergleiche zu erweitern und auch geografisch etwas auszudehnen, denn die objekte unten liegen fast alle in oder um die königstraße.
    sollte jemand irgendwelche fehler entdecken, dann bitte mir sagen.


    i. das alte stuttgart


    1. blick in die hauptstätterstraße. der name leitet sich ab von der hauptstätt, d.i. die hinrichtungsstätte. aufnahme 1890.




    2. leonhardsplatz mit nachtwächterbrunnen links.




    3. ecke reinsburgstraße/hasenbergsteige, davor der gänsepeterbrunnen. brunnen von 1901.




    4. die liederhalle von innen. platz für 4000 gäste und sehr gute akustik. erbaut 1874/75.




    5. die hauptpost. erbaut 1868-71. (ehemaliger standort mir noch unklar)




    6. das eberhard-ludwigs-gymnasium. erbaut 1903.




    7. der basar. erbaut 1834-37. (ehemaliger standort mir noch unklar)




    8. der schwabtunnel. inbetriebnahme 1896. damals breitester tunnel europas.




    9. wetterhäuschen auf dem schlossplatz. steht nicht mehr, ob es irgendwo eingelagert wurde ist mir nicht bekannt. aufgestellt um 1900. reko wäre wunderbar und machbar.





    ii. vergleiche


    1. beginnen wir die vergleiche mit dem landesherrn. links "württembergs geliebter herr" könig wilhelm ii., der im volk eine popularität hatte, die man bei heutigen personen der öffentlichkeit vergeblich sucht.
    rechts der amtierende ministerpräsident erwin i. (ein derer von teufel).


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    2. das alte schloss. aufnahme vom schlossplatz aus. im hintergrund der nicht mehr vorhandene alte turm des rathauses. man erkennt die verarmung von schloss-dach und front und das fehlende grün davor. alte aufnahme um 1910.


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    3. das alte schloss, innenhof. auch hier wurde nur ungefähr rekonstruiert. abgesehen vom dach aber nicht schlechter als es vorher war. schade um den fehlenden sockel des denkmals.


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    4. blick in die untere königstraße um 1905/06. später entstand am ende der neue bahnhof. links das hotel marquardt, rechts das geschäftshaus königin-olga-bau von 1893-95.

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    5. großaufnahme des hotel marquardt. heute nur noch mit entstelltem gesicht. typische wegnahme von ornamentik und aufstockung, sowie zerstörung des gebäudeeindruckes durch metall/plastik-einbauten. rekonstruierbar.


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    6. das hotel silber. bau 1874. auch hier nur noch ein verstümmelter rest. rekonstruierbar.


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    7. hotel silber und waisenhaus (1705/1788) am charlottenplatz. letzteres wurde erträglich rekonstruiert. der platz besteht heute nur noch aus einer kreuzung.


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    8. kriegsministerium am charlottenplatz. links in der straße sieht man einen typisch verstümelten gründerzeitler, ohne giebel und altem turm, dafür weniger schmuck.


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    9. marktplatz links des rathauses. gebäude teilweise 14 jh. mitte sog. hauflersches haus. geschmückt anlässlich des 100. geburtstages von ludwig uhland. parzellenstruktur halbwegs erhalten. für reko (teil-)abriss nötig, aber machbar.


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    10. marktplatz ggü rathaus. umzug des 5. deutschen sängerfestes von 1896. vorne festwagen germania. bzgl. reko gilt obiges. summa: reko des marktplatzes auf den gezeigten bildern und des rathauses relativ problemlos möglich, wenn gewollt.


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    11. blick in die stiftstraße. ganz links das autenriethsche haus, dann das rappsches haus, in dem goethe und schiller zu gast waren (beides totalverluste), dann stiftskirche, dann weiterer totalverlust. alle drei leicht rekonstruierbar. zweites und letztes sehr erwünscht.


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    12. das erwähnte autenriethsche haus, festlich geschmückt. heute ein elend. aufnahme 1889.


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    13. der wilhelmsbau. erbaut 1909 als geschäftshaus am oberen ende der königstraße. auch über die maßen verstümmelt. angrenzende neubebauung ein graus. rekonstruierbar.


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    14. blick auf den alten postplatz. zwei gebäude überlebten. die restliche altbebauung war nichts besonders, die neubebauung ist schrecklich. bild um 1910. soldaten auf dem weg zur rotebühlkaserne (teilweise erhalten). reko nicht notwendig.


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    15. blick in rotebühlstraße. fast alles zerstört, straße wurde verbreitert. verschönerung täte not. aufnahme um 1900.


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    16. und zum schluss noch ein postitives beispiel. ein geschäftshaus silberburgstraße, ecke reinsburgstraße. davon wollen wir mehr!


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    puh! 'ne ganz schöne arbeit. aber was tut man nicht alles für seine vaterstadt.

    Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
    Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
    Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.

  • Schönen Dank für den Vergleich ! Die Dächer scheinen mir hier
    wieder die markanteste Änderung zu sein. Besonders schön finde
    ich ja die alte Tunneleinfahrt ! Das nenne ich liebe im Detail ! :D
    Ist sicher schon alles weg... :weinenstroemen:

  • Die Hauptpost befand sich in der heutigen Bolzstraße, gegenüber dem alten Bahnhof (heute Metropol). Dort entsteht demnächst das Stilwerk.
    Das Ensemble Ecke Reinsburgstraße/Hasenbergsteige bzw. Johann-Sebastian-Bach Platz besteht heute zum Glück noch nahezu unverändert.
    Besonders schade ist es um den Großen Bazar, die Fassaden waren weitestgehend erhalten, heute steht hier der Wittwer und Gebäude auf kleineren Parzellen.
    Der neue Olgabau wurde wenigstens in akzeptablem, wenn auch ungleich bescheidenerem traditionallen Stil der Stuttgarter Schule neu gebaut.
    Das Hotel Silber wäre gut rekonstruierbar, aber als ehemaliges Hauptquartier der Gestapo würde da wohl mancher sofort Einwände haben (obwohl das Gebäude ja nichts für diese mißbräuchliche Nutzung kann).
    Der Wilhelmsbau wäre ein hervorragendes Projekt für eine Fassadenrekonstruktion, nichts spricht dagegen. Dieselben "Modernisierungsaktionen" hat man bei einigen anderen Gebäuden in der Innenstadt betrieben, wie ich im letzten post bereits schrieb.
    Der Schwabtunnel existiert noch unverändert.
    An der Hauptstätterstraße hat zumindest die schöne Häuserzeile zum Bohnenviertel den Krieg überstanden, sie kommt direkt an der Stadtautobahn nur leider bisher kaum zur Geltung. Aber gerade dieser Bereich soll ja in den nächsten Jahren zurückgebaut und für Fußgänger attraktiver gemacht werden.


    Danke für die Bilder :)

  • Danke! Sone Vorher-Nachher-Vergleiche find eich immer bes. interessant!


    Naja, sind natürlich schlimme Anblicke, aber nichts, was ich nicht auch aus Berlin kennen würde. Insofern...Allerdings habt ihr mir Stuttgart trotz allem schon seit längerem schmackhaft gemacht ;). Schade, dass es so weit weg ist...


    Von wann ist denn nun der neue Olga-Bau? Der sieht ja noch recht alt aus...

  • Alles in allem macht Stuttgart mal neugierig.



    Aber dennoch muß man mal ganz klar sagen: Stuttgart hat den wohl abscheulichsten Marktplatz des deutschsprachigen Raums. :weinen:

    Nein, die werden gedünstet

  • Hmm. soo schlimm scheint'S Stuttgart ja doch nicht getroffen zu haben.


    Der Wilhelmsbau und die Hotels Silber und Marquardt müssen auf jeden Fall rekonstruiert werden, wobei ich beim Hotel Marquardt ja noch hoffe, dass Steigenberger oder Kempinski sich dessen annehmen, in Stuttgart gibt es kein einziges altes Grandhotel mehr, sowas haben sonst nur Berlin und Bremen. Die jetzige Nutzung als Kino finde ich nicht gut.


    Bei dem Königin-Olga-Bau hoffe ich auf eine Reko wobei der jetzige sicherlich unter Denkmalschutz steht... die Hauptpost war klasse aber wenn da jetzt das Stilwerk hinkommt wird wohl erstmal min. 40 Jahre lang Glas an dieser Stelle sein... deren Bauten sind einfach nicht so gut wie das was sie verkaufen.


    Das Eberhard-Ludwigs-Gymnasium sollte - wenn es in der Stadtmitte lag - ebenfalls rekonstruiert werden, von dem Bau ist lediglich der Torbogen im Schullogo erhalten geblieben.


    Naja... Basar und Liederhalle müssen ja wohl sowieso zurück, oder?


    Hast du eigentlich beim Alten Schloß eine andere Seite fotografiert oder wurde es abgestockt? Die dächer dort müssen in meinen Augen auch zurück, ebenso die Begrünung des Schloßplatzes - auch wenn dann das Schloß nicht mehr 100%ig einsehbar ist.


    Und: Kämpft für euer Rathaus dass der Mief der 50er trotz Denkmalschutz weicht! Zumindest äußerlich, gerade der Turm ist wichtig für Stuttgart.


    Wie ist eigentlich die Oper von Innen erhalten? Original oder modern?

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • Hab übrigens grad gesehen, dass man am Königsplatz fein am bauen ist... dort, wo bis 1965 das Kronprinzenpalais stand wurde Platz geschaffen... nein, nicht für eine Reko sondern für einen 65 Millionen Euro Glaskasten der vor kurzem eröffnet wurde.


    Und selbst vor dem historischen Königsbau macht der Einkaufscenterwahn nicht halt, dahinter entsteht eine große Passage, doppelt so hoch wie der Köningsbau....


    ... armes Stuttgart!

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • "Allerdings habt ihr mir Stuttgart trotz allem schon seit längerem schmackhaft gemacht ."


    also ganz ehrlich: wirklich lohnen tut es sich eher nicht. die schönen seiten an stuttgart gibt es zwar, aber man muss sie suchen. insbesondere das zentrum, das areal königstraße, ist kaum zu ertragen. da flucht man an jeder ecken.


    "Hmm. soo schlimm scheint'S Stuttgart ja doch nicht getroffen zu haben."


    wie kommst du denn darauf? also ich finde, stuttgart hat es ziemlich schlimm getroffen. vielleicht hätte ich noch härtere vergleiche wählen sollen.
    aber wie gesagt, ich habe im sommer vor, die zahl der vergleich zu verdoppeln, dann suche ich noch ein paar besonders grausige raus, was nicht schwer wird.


    "Bei dem Königin-Olga-Bau hoffe ich auf eine Reko wobei der jetzige sicherlich unter Denkmalschutz steht."


    dort fände ich eine reko nicht so wichtig.
    aber die fassade des alten hotels ggü. sollte man endlich mal in ordnung bringen.


    "Kämpft für euer Rathaus dass der Mief der 50er trotz Denkmalschutz weicht!"


    ja, am marktplatz ließe sich relativ einfach viel verbessern. man könnte ihn wieder zu einer perle machen. altes rathaus und fachwerk auf zwei weiteren seiten. das wär schon was!


    "Ecke Reinsburgstraße/Hasenbergsteige heute"


    danke fürs bild. was stellen wir fest? im prinzip gut erhalten, aber: straßen zu breit, autos zu viel, leuchten weg - das übliche halt.

    Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
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  • Zum Marktplatz gibt es Aktuelles:



    Ideen für die Marktplatz-Gestaltung gesucht
    Architekten und Lichtdesigner sollen Vorschläge liefern - Ziel ist flexible Nutzung des Rathaus-Vorplatzes
    Stuttgart (a) Zu den Sorgenkindern in der Landeshauptstadt gehört der Marktplatz. Das soll sich nun ändern. Die Stadt schreibt einen städtebaulichen Wettbewerb für den Platz vor dem Rathaus aus.
    Nach diesem sollen sich dreißig Architekturbüros Gedanken darüber machen, wie man den Marktplatz attraktiver gestalten kann, damit er insbesondere am Abend und nachts besser angenommen wird. Der Ausschuss für Umwelt und Technik soll sich heute mit dem Beschlussantrag für den Wettbewerb, der etwa 86 000 Euro kostet, beschäftigen. Sofern der Gemeinderat grünes Licht gibt, könnten Ende September die Ergebnisse des Wettbewerbs vorliegen.
    Für die Planer wird dies sicherlich keine leichte Aufgabe, zumal die Erwartungen hoch gesteckt und die Einschränkungen vielfältiger Art sind: Der 100 mal 65 Meter große Platz, unter dem sich nach wie vor ein Bunker befindet, der nicht angetastet werden darf, muss für die Wochenmärkte, für Weihnachtsmarkt und Weindorf frei gehalten werden. Eine Einbeziehung des ehemaligen Bunkerhotels in die Planungsüberlegungen sei zur Zeit aus verschiedenen Gründen nicht sinnvoll. Im Rahmen des Wettbewerbs könnten allenfalls Überlegungen über eine Platzgestaltung ohne Bunker als Alternativen dargestellt werden. Lediglich vor dem Rathaus und vor dem Herrenbekleidungsgeschäft Breitling sind gewisse Eingriffe denkbar. So könnten allenfalls die Baumgruppe mit dem Thouret-Brunnen und der dortige Taxistand verlagert werden. Die Stadt möchte dem zentralen Ort wieder mehr Bedeutung verleihen. Das Städtebau-Referat stellt sich eine flexible Nutzung, eine gesteigerte Aufenthaltsqualität und eine bessere Vernetzung mit dem Umfeld vor. Dies bedeutet, dass die Architekten in ihre Entwürfe die angrenzenden Seitenstraßen einbeziehen sollen.
    Die Planer werden dabei in erster Linie mit Licht und Design spielen müssen. Ziel des Wettbewerbs ist es, dem Marktplatz, der sich zur Zeit weit unter Wert präsentiert, wieder eine qualitätsvolle eigenständige Form und Funktion zu geben. Dabei soll mit möglichst einfachen Mitteln eine Aufwertung des Platzes erreicht werden.
    Die Rede ist von flexiblen Nutzungen. Darunter sind vor allem weitere Straßencafs zu verstehen, die die Märkte aber nicht blockieren dürfen. Das Caf Scholz hat bereits in diese Richtung einen Anfang gemacht und den Platz etwas belebt, aber es ist noch allein auf weiter Flur. Die Münzstraße soll zur reinen Andienungszone umgestaltet werden.

    Quelle: Esslinger Zeitung


    Anm.: Ich hoffe, die "Lichtdesigner" richten nicht allzuviel ausgeflippten Unfug an, bedauerlich auch, daß man gar nicht erst an eine Bürgerbeteiligung in Sachen Platzgestaltung denkt.

  • kann mir nicht vorstellen, dass da was sinnvolles rauskommt. wird die übliche kontemporäre spinnerei geben, mit blumigen worten umschrieben, teuer aufgebaut und nach ein paar jahren wieder abgebaut.
    ich halte das auch für eine ziemlich irrelevante angelegenheit, da bei den gegebenen fassaden ohnehin kaum etwas zu retten ist.
    deshalb: alte fassaden her, dann ist der platz auch so viel schöner. und das geld für ein supertolles beleuchtungskonzept können sie sich sparen.
    das beste beleuchtungskonzept sind ohnehin ganz normale kandelaber.

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  • vielen dank für den artikel, dirk. ich bin wirklich enttäuscht, dass die uni stuttgart das thema in ihrem diesjährigen lehrangebot nicht aufgenommen hat. meist sind die entwürfe sehr praxis- und realitätsfern. da hätte man doch mal vorort die möglichkeit etwas aufzugreifen. ich kann immer wieder nur den kopf über die hochschule schütteln...

  • Quote from "Antiquitus"


    das beste beleuchtungskonzept sind ohnehin ganz normale kandelaber.


    .... ergänzt durch eine Beleuchtung der wundervollen Hausfassaden wenn sie dieses denn sind.



    Im übrigen ist es schon möglich, die Autos aus den Innenstädten rauszuhalten. In Enschede (NL) ist es neuerdings so, dass man am Stadtrand einen P+R-Platz (kostenlos) befährt, dort ein kostenloses Busticket bekommt und damit dann in die Stadt fährt. Find ich klasse.... aber die Holländer haben m.E. sowieso die besseren Verkehrsansätze.

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • klingt gut, aber was ist mit innestädten, in denen eingekuft werden soll? alles mit dem bus transportieren? weiß nicht...

    Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
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  • Naja, die meisten fahren ja nur von außerhalb in die Stadt um Krimskram einzukaufen. Möbelgeschäfte und große Lebensmittelmärkte sollten ja eher in Industriegebieten liegen und die paar Ausnahmen kann man dann noch gelten lassen. Aber ich behaupte mal, dass 80-90% aller Kunden in Innenstädten ihr Auto nicht an Ort und Stelle brauchen.

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • Antiquitus


    Also ich habe auch noch eine ganze Menge Bilder aus dem Stuttgarter Stadtarchiv, allerdings dachte ich, man müsste sich erst Rechte erkaufen, um sie hier zu veröffentlichen??


    Ansonsten: Diese Marktplatz - Planung ist ein Witz! Das Haufler und die beiden Nachbarhäuser müssen wieder aufgebaut werden. Bei Spielwaren Kurzt etc... sieht es nicht anders aus. Der Markplatz wird mit dem Rathaus und dieser Breitling / Breuniger- Peinlichkeit dann immer noch hässlich genug sein.
    Allerdings, so fürchte ich, sind die Ratsherren in S vollkommen durchgeknallt.


    Gruß,
    Mozart

  • "Also ich habe auch noch eine ganze Menge Bilder aus dem Stuttgarter Stadtarchiv, allerdings dachte ich, man müsste sich erst Rechte erkaufen, um sie hier zu veröffentlichen?? "


    wäre mri neu, lasse mich aber gerne eines besseren belehren.

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