Der Touri-Strang - Tipps und Anregungen für Dresden-Besuche

  • Vielen vielen Dank für die Bilder. Sind echt toll geworden. Besonders die von der Frauenkirche sind immer wieder fazinierend. :P

  • Das Nacht-Foto ist wirklich sehr schön ! Man müsste eigentlich
    nur noch den Turm vom Rathaus (?) beleuchten. Oder sieht der
    so schäbig aus ? :keine ahnung:

  • Prisco-Passage? Les ich da bei einem Bild richtig? Ist das ein Umbau oder ein Neubau?


    Die Bilder von den Dreharbeiten machen richtig traurig, demnächst kann man der Moderne wohl nicht entfliehen, selbst wenn man den Neustädter anstatt des HBF's nimmt. Ich glaube kaum, dass man die Häuser dort wiederaufbaut...

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • Hmm, hab mich auch gewundert warum die Prisco Pasage heißt, wenn man die Königstraße von Süden kommend hochläuft ist es die zweite Querstraße. Übrigens ein sehr gutes Lokal darin, Steaks und Cocktails was will man mehr :)

  • Das ist das erste Projekt, wo Arturo Prisco in Dresden investiert hat.
    Gute Gastronomie da, aber etwas abgelegen.

  • Bin vor einigen Tagen mal von West nach Ost durch die Innenstadt gelaufen und möchte davon einige Bilder reinstellen:



    Erstes Foto: Ostra-Allee
    Ruine vom Kopfbau des Orangeriegebäudes an der Herzögin Garten,
    keine Ahnung, was daraus mal werden soll,
    das Areal dahinter ist völlig verwildert



    Geschäftshäuser in der Ostra-Allee gegenüber vom Zwinger



    Zwinger: Langgalerie mit Kronentor



    "Großes Haus"



    Der Postplatz:
    derzeit noch unstrukturiertes Wirrwar aus Straßenbahngleisen,
    dahinter
    Glockenspielpavillon, Hausmannsturm, Taschenbergpalais, Advanta-Riegel und rechts hinter der "Käseglocke" die zur Hälfte abgerissene ehem. HO-Gaststätte "Am Zwinger", im Volksmund "Freßwürfel" genannt



    Wilsdruffer Str.,
    früher als Ernst-Thälmann-Straße Schauplatz der örtlichen Maiparaden,
    deshalb extrabreit und hindernisfrei gehalten



    Altmarkt Ostseite mit Bauten aus den 50er Jahren und der Kreuzkirche



    Stalinbarock: Haus Altmarkt








    Weiße Gasse, Blick zur Frauenkirche



    Im Innenhof




    eigentlich Architektur vom Feinsten.
    (Wenn man mal ausklammert, daß damit historisches Altstadtgelände einschließlich der Straßengrundrisse überbaut worden ist)
    Auch die "Kunst am Bau" wirkt im Gegensatz zu späteren Auswüchsen des "sozialistischen Realismus" nicht hohl oder aufgesetzt.



    Am Pirnaischen Platz endlose Verkehrsfläche,
    links kann sich, wer will, den Kaiserpalast hindenken



    Wer weiter will, muß in den Tunnel!



    Grunaer Straße,
    ich begebe mich nach links in das Wohngebiet



    Grunaer Straße Nordseite war der erste Wohnkomplex, der nach dem Krieg neu gebaut wurde.



    Seidnitzer/Ecke Mathildenstr.



    Dieses ?Toilettenhäuschen? stammt der Architektur nach aus der Vorkriegszeit,
    hier war lt. Vorkriegsstadtplan einst der Seidnitzer Platz.
    Von der übrigen Vorkriegsbebauung der Pirnaischen Vorstadt ist nichts mehr übrig.


    Zurück auf die Hauptstraße:

    Die Gläserne Maufaktur von VW am Straßburger Platz
    leider präsentiert sie sich gerade zu der Seite hin, wo der meiste Verkehr vorbeirauscht, als schmuckloser glatter Glaskasten.



    ein Versuch,
    ehem. Platte durch Umbau zum Luxusapartmenthouse (mit Portier!)
    zukunftsähig zu machen
    Das Objekt wurde von der Woba nach dem benachbarten Straßburger Platz geistreicherweise "Straßburg" genannt. :augenrollen:


    Zum Glück steht es nicht am Rosa-Luxemburg-Platz,
    sonst hätte man die Fassade rosa gestrichen. :zwinkern:



    Gegenüber von VW werden die Reste der Elfgeschosser beseitigt



    Im Zulieferbereich der VW-Manufaktur wird eine CarGoTram entladen



    Stübel-Allee an der Nordseite des Großen Gartens, Blick landwärts
    der alte Baumbestand wurde in den letzten Jahren wegen angeblicher Krankheit komplett durch Neupflanzungen ersetzt.
    Die Hochhäuser gehören zum Wohnkomplex Zwinglistraße,


    Ich gehe auf die parallel zur Stübelallee verlaufende Comeniusstraße, vor dem Krieg ein Villenviertel.



    eine der wenigen erhaltenen Villen in der Comeniusstraße



    Mutzschmannvilla.

    Seniorenheim in der Comeniusstraße



    Vorgängertyp jener Zeilenbauten, mit denen im Massenwohnungsbau der 60er Jahre die inneren Vorstädte zugepflastert wurden



    Stübel-Allee, stadtwärtiger Blick
    Die Hochhausscheibe am Pirnaischen Tor verdeckt den Hausmannsturm,
    Wie von erstaunlich vielen Punkten ist auch hier die Frauenkirche sichtbar, (im Gegensatz zum höheren Rathausturm)
    Erst seit ihrer Fertigstellung kann man ermessen, daß sie wirklich die
    Dominante der Dresdner Turmlandschaft ist



    Platten-Umbau Stübelallee/Ecke Karcherallee
    Leider auch hier kein Komplett-Abriß.



    Der Architekt der Thomaskirche in der Bodenbacher Str. war hauptberuflich wahrscheinlich auf Bahnhöfe spezialisiert :zwinkern:



    Letztes Foto:
    Die Zwinglistraße ergibt durch die Neubauten wieder ein geschlossenes Bild.

  • danke für diese aufwändige und informative übersicht! :daumenoben:
    mir würden einige bemerkungen einfallen, aber mir fehl im moment die zeit. vielleicht kann ich sie nachtragen. :)

    Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
    Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
    Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.

  • Die Hochhausscheiben der Stübelallee verdecken auf der gesamten Länge die Stadtviertel dahinter.
    Schade ist das besonders im Abschnitt Fetscherstraße bis Karcherallee.
    Hätte ich die Möglichkeiten, ich würde sie alle dem Erdboden gleichmachen.
    (ein Anfang ist ja zumindest Nähe Strassburg gemacht)


    Vielen Dank für Deine Mühen und den detaillierten Blick auf's zweite Gesicht der Stadt!

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • Habe noch ein paar Fotos von diesem Jahr gefunden, die ich Euch nicht vorenthalten werde. Die Fotos erklären sich eigentlich von selbst:













    Nun ein Liebling von mir: Dieses Modell hätte verordnet werden müssen (mit ein paar Ausnahmen)! Und ja, wenn man wollte, dann ginge es!





    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Ich möchte morgen nach Brandenburg und Sachsen reisen, wobei aufgrund der letzten erfreulichen Entwicklung um den Neumarkt (selbstverständlich) ein Besuch Dresdens auf dem Programm steht.
    Nun ist es keineswegs so, dass ich Dresden überhaupt nicht kenne, jedoch wäre ich über, wie man etwas misstönig sagt, 'Insidertipps' dankbar, vor allem, was die in diesen Foren oft erwähnten nördichen Vororte betrifft, und die natürlich über Neumarkt, Milchladen und Königsstraße hinausgehen.
    Ich danke im Voraus für Beiträge.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Hallo, ursus carpaticus!


    Zunächst einmal solltest du, falls du mit der Bahn anreist, nicht am Hauptbahnhof aussteigen, sondern am Bahnhof Neustadt. Die Umgebung des Hauptbahnhofs kann es einem mit Dresden ziemlich verleiden.


    Der Neumarkt ist natürlich Pflicht, außerdem die nördliche und westliche Umgebung, also die Brühlschen Terrassen und der Theaterplatz. Dann würde ich -- wenn das auch kein Insider-Tipp ist -- nach Norden über die Augustusbrücke latschen und durch die Königstraße über den Albertplatz in die Neustadt. Falls du vom Bahnhof Neustadt kommst, geht das alles natürlich auch anders herum.


    Meine Lieblingsstelle in Dresden ist die Elbaue westlich vom Blauen Wunder. Falls du die Zeit hast, solltest du mal dorthin fahren und dir die Brücke, die Auen und die Viertel (Blasewitz, Striesen) etwas erwandern.


    Mal sehen, was die anderen Dräsdner für Ratschläge haben. :-)


    --
    Aenos

  • Quote from "Aenos"

    Meine Lieblingsstelle in Dresden ist die Elbaue westlich vom Blauen Wunder. Falls du die Zeit hast, solltest du mal dorthin fahren und dir die Brücke, die Auen und die Viertel (Blasewitz, Striesen) etwas erwandern.


    Mal sehen, was die anderen Dräsdner für Ratschläge haben. :-)


    --
    Aenos


    Mein Ratschlag: Unbedingt einen "Schwarzen Steiger" im Schillergarten trinken! :trinken:


    Falls Du auch in die Richtung Radebeul fahren möchtest: Sehr nett finde ich Altkötzschenbroda, mit dem sanierten kleinen Platz und seinen Cafes, Weinbars, Schokoladenläden, Galerien etc.
    Auf dem Weg dorthin kann man bei einem Rolls Royce Händler vorbei schauen, um vom VW Lupo auf das Phantom Drophead Coupé umzusteigen. 8) Es gibt nur noch drei weitere Händler in Deutschland - was immer das über die Region aussagt.

  • Neben den "Klassikern" Loschwitz/Blasewitz/Weißer Hirsch und der Gartenstadt Hellerau (absolut sehenswert!) würde ich auch noch empfehlen, mit der Straßenbahn in den Norden und Westen Dresdens zu fahren.


    Ich bin ziemlicher Fan von Stadtteilen wie Wilder Mann/Trachenberge (der mich teilweise fast an München erinnert, außerdem viele Villen) im Norden oder Löbtau/Cotta im Westen - besonders interessant finde ich die Gegend um den neuen Annenfriedhof sowie die teilweise sehr schönen und ruhigen Straßenzüge am Cottaer Rathaus wie die Klopstockstraße mit alten gründerzeitlichen Häusern und viel Grün. Ein Besuch im Ostragehege mit den alten Erlwein-Bauten sollte auch nicht fehlen.


    Ich werde in Kürze eine Galerie mit einigen Fotos unter http://picasaweb.google.de/KimDealReloaded/DresdenVororte\r
    picasaweb.google.de/KimDealReloa ... denVororte dazu hochladen.


    P.S. Radebeul gehört zwar nicht zu Dresden, ist mit diesem aber zusammengewachsen und absolut sehenswert.

  • Danke Aenos für den Hinweis.
    Ich komm eh mit dem Auto (zwar verwerflich, aber immer noch besser als per Flugzeug).
    Ja, ich hab gelesen, dass die Prager Straße weitestgehend umgestaltet, sprich verschandelt wurde.
    Ich werd sie mir wohl nicht ansehen, meine ich (Zeitvergeudung).
    Früher bedeutete sie für uns Ausländer irgendwie etwas Besonderes.
    Über Dresden waren ja Informationen nur über das DDR-Reisebüro und offizielle Stellen erhältlich, und die zeigten eben voll Stolz die Prager Straße (neben Zwinger natürlich).
    Irgendwie gefiel mir die weitläufige Bebauung mit den Sichtachsen auf die alten Kirchtürme nicht schlecht, es unterschied sich sehr von der Ödnis unserer 60er Jahre Fußgängerzonen, und man freute sich einfach, dass in Dresden städtbaulich wieder überhaupt etwas stand, und dass man etwas zu sehen bekam.
    Als ich dann das erste Mal in DD war, kam ich tatsächlich mit dem Zug und ging durch die Prager Straße.
    Wenngleich meine Gefühle ob der grundsätzlichen städtebaulichen Leere durchaus ambivalent waren, freute ich mich doch, hier zu sein. irgendwie schien der genius loci auf die an und für sich trostlose Plattenbebauung durchzuschimmern.
    ich meine, die heutige Bebauung läßt keine derartige Ambivalenz zu, die ist nur abstoßend.
    Aber ich werd mir kein eigenes Bild davon machen, sondern, gemäß deinem Rat, diese Gegend meiden.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • thodremuc
    Bitte mehr über dieses Getränk, da derartige Fragen erfahrungsgemäß tatsächlich große Bedeutung für die Tourengestaltung erlangen können.
    @silesiano
    genau darum ging es mir im Grunde.
    ich meine, Loschwitz und Blasewitz und Gartenvorstadt sind eher großflägige Angaben.
    gibt 's da besondere Punkte, die man womöglich als Ortsfremder, der ich immerhin bin, selbst wenn man, wie ich es durchgehen lassen kann, DD als nördlichste Vorstadt meiner Stadt bezeichnet, leicht übersieht?

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Die Prager Straße wurde nicht verschandelt, sondern meines Erachtens deutlich verbessert. Ist aber natürlich Geschmacksache. Jedenfalls würde ich jedem Dresden-Besucher auch die Achse vom Wiener Platz bis zum Altmarkt an's Herz legen - schließlich will man Dresden sehen und dazu gehört eigentlich auch das Gebiet, in dem sich die meisten Dresdner tagsüber aufhalten?! Außerdem finde ich gerade diese Architekturabfolge mit ihren scharfen Abgrenzungen vom Hauptbahnhof bis zum Neustädter Bahnhof interessant - und sehenswert. Man nimmt die unterschiedlichen Stile und urbanen Verhältnisse auf dieser Achse sehr intensiv wahr.


    Aber auch die entgegengesetzte Richtung vom Hauptbahnhof aus ist interessant: Die Südvorstadt mit ihren noch zahlreich erhaltenen prachtvollen und mächtigen Villen zwischen den DDR-Wohnblöcken. Besonders empfehlen würde ich hier die Gegend um die Jugendherberge / Hübnerstraße. Einfach genial!


    Weiter bergauf gelangst Du nach Plauen, eines der schönsten und homogensten Villenviertel Dresdens. Bist Du am "Hohen Stein" mit dem Aussichtsturm angekommen, genießt Du die einzigartigen und urigen Sichtachsen in den Plauenschen Grund und in Richtung Frauenkirche.


    Schau Dir in jedem Fall ein paar der erhaltenen Dorfkerne inmitten der städtischen Urbanität an: Mein Lieblingsdorf ist Alt-Strehlen. Herrlich romantisch! Aber auch das umliegende Strehlen (Wasaplatz) mit seinen für Dresden oft ungewöhnlichen Villenformen ist toll!


    Einen letzten Rest von der innenstadtnahen Bebauung Striesens findest Du im Bereich zwischen Stresemannplatz und Fetscherstraße. Unbedingt angucken!!! Hier stehen wohl die prächtigsten Jugendstil-Mehrfamilienvillen Dresdens.


    Striesen selbst erfasst man am Besten mit dem Fahrrad oder Auto. Einfach mal die kilometerlange Wittenberger Straße oder Augsburger Straße abfahren. Beeindruckend.


    Ein Muss - mit dem Fahrrad - ist natürlich eine Tour entlang der Elbe. Erst rechtselbisch von der Augustusbrücke bis nach Pillnitz fahren. (diese Elbseite ist einfach wundervoll, und Du wirst merken, welch fürchterliche Auswirkungen die Waldschlösschenbrücke hat) Mache hier einen Abstecher nach links bergauf in die Radeberger Vorstadt (Preußisches Viertel - eines meiner Lieblingsstadtviertel), bestaune die zahlreichen Elbvillen, die drei Elbschlösser, den wundervollen Körnerweg unterhalb der Weinhänge - Du fühlst Dich hier bei schönem Wetter wirklich wie in Südeuropa, den alten Dorfkern Loschwitz, mit den beiden Bergbahnen hinauf zum Weißen Hirsch und nach Loschwitz - die Plattleite zu Fuß wieder hinab. Nun weiter bis Schloß Pillnitz, mit der Fähre über die Elbe und linkselbsich zurück durch die Villenviertel Kleinzschachwitz, Laubegast (hat die für mich schönste Stadtviertel-Elbfront), bis nach Blasewitz. (Hier lohnt ein Rundkurs - wichtig: Goetheallee!!!!! / Mendelssohnalle) Kurz auf's Blaue Wunder und Ausblicke genießen. Dann den Elberadweg durch die weiten Auen an der Wahnsinnsbrückenbaustelle vorbei bis zur Hofkirche. Über die Augustusbrücke und rechtselbisch vorbei an den neuen Strand-Lounges in Pieschen bis nach Radebeul / Altkötzschenbroda. Alten Dorfkern mit Millionärsgastronomiemeile angucken, dann den Hang hinauf. Dampfende Lößnitzgrundbahn, Weinbergstraße, Hoflößnitzstraße, Spitzhaustreppe hinauf zum Spitzhaus, Aussicht genießen, und wieder runter, den Augustusweg entlang zurück zum Wilden Mann, durch's schöne Trachenberge hindurch bis in die Äußere Neustadt. Dort einen Kneipenabend verbringen. Fertig. Viel Spaß. Schüss. (und jetzt soll mir nochmal einer sagen, Dresden bestünde nur aus dem Mini-Kern namens Neumarkt, und außenrum gäb's für Touristen außer Plattenwüste nix zu sehen.)

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • Na ja, für Loschwitz: einfach mit der Straßenbahn zum Schillerplatz, dort weiter Richtung Blaues Wunder (Café Toscana nicht vergessen), dann zur Loschwitzer Kirche und mit der Schwebebahn hoch Richtung Weißer Hirsch.


    In Hellerau würde ich das Schauspielhaus und den Hauptplatz empfehlen, in Cotta/Löbtau vielleicht die Kesselsdorfer Straße entlang und dann durch den Neuen Annenfriedhof Richtung Süden - dort gibt es sehr schöne Gründerzeitbebauung (Richtung Clara Zetkin-Schule).


    Am Wilden Mann kannst Du ja im namensgebenden Lokal einkehren:


    http://de.wikipedia.org/wiki/Wilder_Mann_(Dresden)


    Im Ostragehege (Yenidze liegt ja auf dem Weg) dann einfach die Erlwein-Bauten anschauen.

  • ursus carpaticus


    Meine erste Frage an Dich: Aus welcher Stadt kommst Du (dann kann ich Dir vielleicht einen besonderen Tipp geben)?


    Zweite Frage: Wie viel Zeit hast Du für Dresden eingeplant?


    Dritte Frage: Kommst Du mit dem Auto?


    Vierte Frage: Welche anderen Städte in Sachsen hast Du Dir noch vorgenommen (Görlitz sollte auf jeden Fall dabei sein!)? Zur Oberlausitz hätte ich auch noch ein paar Tipps…


    Ad Vororte:


    Weißer Hirsch: Muss man gesehen haben! Wenn Du mit dem Auto kommst (von der Bautzner Straße!), dann gleich bei der Plattleite vis-a-vis vom ehemaligen Lahmann-Sanatorium stehen bleiben und die Villengegend per Pedes erkunden – traumhaft. Als Höhepunkt schlage ich das Lokal „Luisenhof“ mit seiner wunderbaren Aussicht auf Dresden und die Elbe vor!


    Blasewitz: Prachtvolle Villenkolonie, die man auch per Auto gut begutachten kann.


    Radebeul: Eine wirklich sehr schöne Stadt. Unbedingt die Gegend unterhalb des „Spitzhauses“ erkunden. Hat ein bisserl etwas von Grinzing in Wien (Weingärten und süsse Häuser). Als Ausklang das über Radebeul thronende „Spitzhaus“ beehren. Auch von dort oben ein grandioser Ausblick auf das Nahe Dresden…



    Damit Du verstehst, wovon ich rede und den Gusto anzuregen…



    Spitzhaus in Radebeul



    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Einfach nur auf Youngwoerth hören. Besser kann man die wahrlichen Vorzüge dieser Stadt nicht beschreiben. Und das aus dem Munde eines Nicht-Dresdners. Wahnsinn, wie er sich in knapp einem Jahr in die Seele dieser Stadt, in ihr wahrliches Wesen eingelebt hat. Seine Schwärmerei erinnert mich immer wieder an die bildhaften Beschreibungen Erich Kästners als er "ein kleiner Junge war". Schade dass Dresden solch einen Bewohner verloren hat :weinengelbtraenen:

    "Wenn es zutreffen sollte, daß ich nicht nur weiß, was schlimm und häßlich, sondern auch, was schön ist, so verdanke ich diese Gabe dem Glück, in Dresden aufgewachsen zu sein."


    Erich Kästner (1899 - 1974)

  • Vor allem youngwoerths Tipp, Dresden-Plauen zu besuchen, hat es mir angetan. Das ist selbstredend der mit Abstand beste Stadtteil. ;-)


    Und unbedingt den Tipp befolgen, im Schillergarten ein Bier zu trinken!


    --
    Aenos