Kurfürstendamm

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    • Friedenau schrieb:

      Schlimm - der Kurfürstendamm entwickelt sich vom Boulevard zu einer Häuserschlucht. Traurig.
      Der Kudamm/Tauentzein ist noch ein paar km länger. Soll man sich doch an dieser Kreuzung, wo eh nun schon einiges steht und es sich vielleicht auch lohnt, austoben. Und Hochhäuser (oder ehe hohe Häuser) gibt es am Kudamm auch nicht erst seit dem Zoffenster, sondern seit 50 Jahren (Europacenter, Kranzlereck, Allianzhaus, Kudammkarree, der Turm Ecke Bleibtreu, ehem. Deutsche Bank am Olli, das Scheibenhaus am Adenauerplatz).

      Außerdem, bisher gab es viele solcher Pläne überall in der Stadt. Ist was passiert? Selten...Investor will so, Senat will anders, blabla, hin und her...

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Benni ()

    • Auch die Abendschau berichtete über die Hochhauspläne. Die Meinungen der Bürger sind geteilt. Mir reichen Upper West und Waldorf Astoria als Hochhäuser an dieser stelle aus. Ein attraktiver Neubau mit einem guten Nutzungsmix könnte ein Gewinn für den Kudamm werden, wenn der Entwurf gut ist. Ich bin gespannt, wie die konkreten Pläne am ende aussehen.

      Ich könnte mir an dieser Stelle auch einen Neubau in traditioneller Kaufhausarchitektur mit verschiedenen Nutzungen vorstellen, die sich etwa das legendäre Wertheim-Kaufhaus am Leipziger Platz orientiert. Vielleicht könnte man das Karstadt-Haus dann auch wieder in Wertheim umbenennen. Deutlich realistischer scheint allerdings eine moderne Architektur mit zwei bis drei Hochhäusern.

      mediathek.rbb-online.de/tv/Abe…22076&documentId=58085240
    • Nachtrag - auch die aktuellen Neubaupläne für das Hutmacher-Haus wurden im Bauausschuss abgelehnt.
      Es kann nicht sein, dass ein Betreiber das Gebäude erst verkommen lässt und dies dann als Begründung für eine Aufhebung des Denkmalschutzes und einen Abriss anführt. Hoffentlich bleibt es bei der Linie keine weiteren Hochhäuser an der Gedächtniskirche. Und hier noch die Bitte, man solle den "Kuhfladen" von Kudamm-Eck überarbeiten und in der Höhe kürzen - es ist eine absolute Fehlplanung und an Plumpheit kaum zu übertreffen - vielleicht noch vom Kranzler-Eck.
    • Am Kudamm offenbart sich doch das ganze Berliner Problem. Es gibt kein Konzept für wesentliche Bereiche der Innenstadt. Anders als bei Stimmann, der eine klare Linie verfolgt hat, ist mittlerweile alles nur noch Stückwerk.

      Was soll der Kudamm städtebaulich sein? Welche Architektur will man hier? Soll es ein kleines New York werden? Oder doch ein gebautes Museum der ehemaligen City West oder ein Boulevard im klassichen Sinne? All das ist völlig unklar. Mal gibt es Entscheidungen in die eine, mal in die andere Richtung. Ein Konzept sehe ich da nicht.

      Warum definiert man nicht mal Abschnitte und Areale und zieht dann eine Linie durch. Man könnte z.B. um die Gedächtniskirche eine Betonung auf die Architektur des City-West legen. In der Mitte des Kudamm, wo ja noch sehr viel erhalten ist, könnte man zum Boulevard nach gründerzeitlicher Orientierung zurückkehren. Auch ließe sich überlegen, wie man in Richtung Bahnhof Zoo vielleicht ein Hochhauscluster integrieren könnte.
      Aber dafür müsste es mal eine klare Line seitens des Stadtplanungsamtes geben. Aber denen fällt ja mit Ausnahme des Rasterwahns wie am Leipziger Platz oder der Totgeburt an Kuben rund um den Hbf gar nichts ein. Und so macht eben jeder, was er will. Und so wird es dann am Ende auch aussehen!
      APH - am Puls der Zeit
    • Ganz genau. Es fehlt die klare Linie. Hochhäuser sind per se erstmal neutral zu sehen aus meiner Sicht - sie können städtebaulich und architektonisch hervorragend sein, oder eben nicht. Die City West sehe ich schon prädestiniert für ein gut geplantes Hochhausviertel. Aber eben nicht in so einem Stückwerk aus "hier mal ein bisschen ja, da auch, oder lieber doch nicht..." - das schafft Unsicherheit und am Ende sehr unbefriedigende Lösungen. Auch die MediaSpree ist ja u.a. deswegen so gruselig geworden, weil die Planungssicherheit fehlte und aus zunächst ambitionierteren Plänen dann eilige Rasterkisten wurden.
    • Man sollte jetzt keine weiteren Hochhäuser um die Gedächtniskirche - oder wie Frau Lüscher sagen würde: Gedenkkirche - bauen. An der Hertzallee o,k. aber am Breitscheidplatz ist es absolut genug. Hier war immer die Gedächtniskirche Maßstab und Fixpunkt und so sollte es bleiben.
      Auf New York übertragen würde es bedeuten, so viele höhere Hochhäuser um das Empire State Building zu setzen, dass es am Ende untergeht. Das wäre genauso schade.
      Berlin hat nur einen wirkliche Boulevard und den sollte man in seiner Bedeutung auch erhalten.
    • Es gibt Überlegungen zum Abriss eines Nachkriegsbaus am Adenauerplatz, drei der vier Eckbauten sind ja furchtbare Nachkriegsbauten, nur noch einer ist historisch. Nun könnte zumindest ein Bau fallen, der direkt hinter einem der Eckbauten liegt.

      morgenpost schrieb:

      ..Es geht um das Areal, das sich hinter dem markanten Gebäude des Architekten Helmut Jahn Ecke Kurfürstendamm und Lewishamstraße in Richtung Charlottenburger S-Bahnhof bis zur Waitzstraße erstreckt. Geht es nach dem vorgestellten Entwurf, soll das alte Panorama-Hotel abgerissen und um drei Stockwerke höher wieder neu aufgebaut werden. Gleichzeitig soll anstelle der Parkpalette an der Ecke Waitzstraße ein Hochhaus mit Mietfläche für Gewerbe, Praxen und Büros errichtet werden. Dazwischen hat Architekt Max Dudler 43 Mietwohnungen und 40 Einheiten für studentisches Wohnen eingeplant....
      Quelle: morgenpost.de/bezirke/charlott…ll-abgerissen-werden.html

      Aber ihr ahnt es schon, es gibt Gegenwind. So wollen zum Beispiel die Grünen den Bestand erhalten, auch ansonsten hält sich die Begeisterung seitens der Politik in Grenzen. Naja, was soll man auch anderes erwarten, wenn es um Baudenkmäler der Güte Panorama-Hotel geht :kopfwand:

      Ich fürchte, dass man so langsam zusehen muss, dass diese 70-er Jahre Bauten fort kommen, bevor in einem Anfall von Nostalgie und Realitätsverweigerung ein Bau nach dem anderen unter Denkmalschutz gestellt wird. Zu Gute kommt uns dann wohl nur noch, dass Bauten aus dieser Zeit sowohl von den Grundrissen, den Deckenhöhen und vor allem der Bauqualität nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechen und oft auch gar nicht zu akzeptablen Preisen energetisch saniert werden können. Denn sonst prophezeihe ich in 10 Jahren eine Welle der Unterschutzstellung dieser furchtbarsten aller Epochen.
      Daher gilt: Weg mit dem Kram, solange es noch geht!
      APH - am Puls der Zeit
    • Das sich die Politik zurück hält ist in diesem Fall gut, denn wie auch schon Benni oben schrieb, sollte man zunächst die Gesamtsituation betrachten und hier Verbesserungen herbei führen - danach ein aufeinander abgestimmtes Bauensemble planen. Und auch der Wohnanteil sollte höher sein als bei der vorgestellten Planung - da haben die Grünen schon recht.
    • Mantikor:

      Wieso "Das verhinderte Gebäude des Jahres" ? Ich laufe dort oft vorbei, ich finde das Gebäude nicht schlecht.

      Stuegert schrieb:

      Bei solchen Bildern möchte man direkt wieder an ein neues goldenes Zeitalter Berlins glauben.

      Ja, ich kann Dir bestätigen, dass ich selber überrascht bin wie häufig man hier richtig gute Neubauten sieht. Die sind nicht so formenreich und ausladend-üppig wie Gründerzeit, sondern eine strengere und kargere, dennoch elegante Form die mich oft ein bischen an Klassizismus erinnert.

      Das ist übrigens auch der Grund, warum man Dresden auf keinen Fall abschreiben sollte - das geht mir einfach nicht aus dem Kopf - weil man zur Zeit einen totalen Umschwung in der Architektur beobachten kann. Ich habe hier in Berlin schon unzählige Neubauten gesehen, die o.g. Architektur die ich eine "beinahe"-Gründerzeite nenne. Dresden hat es seltsamerweise noch nicht erreicht, aber auch dort wird man den Lauf der Geschichte nicht auffhalten. Deutsche Städte - und zwar Dresden ebenso - können jetzt wieder urban werden, da einige Architekten offenbar etwas begriffen haben. Du musst halt nur Geduld haben. The mills of god grind slowly - but they grind.

      Warum dieser neue Stil - eigentlich sind es mehrere verschiedene - ausgerechnet in Berlin so blüht, kann ich dir nicht sagen. "Golden" ist vielleicht etwas übertrieben, aber sagen wir mal so: Eine Art Edelmetall ist für die nahe Architekturgeschichte sicher drin ;)
      "Die Modernisten sollten sich endlich eingestehen, dass sich die Qualität einer Stadt konventioneller Architektur verdankt" - (H. Kollhoff).