Berlin - Kurfürstendamm

  • Ja, habe ich mittlerweile nachgeholt. Es gab ja wohl schon in den 20ern einen großen Umbau, der das Äußere völlig verändert hat. Insofern eine wirklich beachtliche Leistung, die hier erbracht wurde. Wertet den Kudamm ungemein auf, vor allem im Bereich um den grauenhaften Adenauerplatz.

  • N°68, das Alhambra mit heruntergelassen Rollos.




    3D-Works: Visualisierung Kurfürstendamm 68 / "Alhambra"


    Ein Haus nach links, N°69, Ecke Adenauerplatz/Lewishamstraße.


    Das neue Eckküppelchen erscheint mir ziemlich mickrig. Dafür sind die bisherigen Gauben weg und durch eine ganze Armada liegender Dachfenster ersetzt worden. Nicht gerade eine Verbesserung...



    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Die Dachzone benutzen sehen wir überall: Dachfenster und Glass wo es einst sparsam wellenartige Dachgauben gab. Am Deutschen Bank in der Mitte geschieht dasselbe. Die Dachzone wird heute intensiv benutzt.


    Das Ecktürmchen ist wieder so etwas quasi historisches aber gleich auch Fremdkörperliches an historischen Bauten die früher ganz anders gestallten wurden mit mehr neo-barocke, neo-renaissance oder Wilhelminische Formenpracht. Das war rund 1900 auch der Praxis: wuchtige und imponierende Ecktürmen zu schaffen, von weiten Distanz zu staunen. Details am Türmchen fehlen heute natürlich. Leider!!!

  • Ecke Joachimsthaler, das umgenutzte ehem. Swissotel.


    N°236, das Marmorhaus nach Sanierung und Mieterwechsel. Rechts anschließend ist die N°235 eingerüstet.


    Gegenüber schreiten die Bauarbeiten bei N°12 ff. recht zügig voran.


    Bei N°15 erfolgte eine neue Farbgebung, die zunächst noch gewöhnungsbedürftig ist. Mal etwas anderes...

    Darüber hinaus erhält auch die Erdgeschosszone eine zarte Putzquaderung (Aufnahme 2014)


    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Die Nr. 15 erscheint mir in ihrem jetzigem Farbton wesentlich authentischer als die vorherige Version. Ich hätte vielleicht etwas weniger Gelb daher genommen - aber hier kann natürlich auch die Aufnahme täuschen und den Farbton wesentlich mehr sättigen als es das Original hergibt.

    Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.

    Horst Seehofer

  • Noch ein paar Bilder vom 3er-Komplex Kürfürstendamm 12-15, ergänzend zu Mantikors Foto oben:


    Ich finde diesen Baustil ganz okay. Auch die schöne Architekturpoesie-Framing-Floskel "zeitgemäß" trifft es ganz gut...:zwinkern:

    Die Fassade des mittleren Baus - insgesamt ist man anscheinend sehr dicht an den Visualisierungen geblieben:


    Kudamm 14.11.20


    Kudamm 14.11.20


    Kudamm 14.11.20


    Der rechte/östliche Bau - die Färbung des Kalksandsteins und entfernter auch die Fassadenstruktur erinnert tatsächlich an den dort vormals befindlichen Gloria-Palast :


    Kudamm 14.11.20


    Kudamm 14.11.20

    Eingestellte Bilder sind, falls nicht anders angegeben, von mir

  • Eine recht ansprechende Symbiose aus alt und neu.

    Naheliegende Frage: Wie sah der Eckbereich vor dem Krieg aus?

    In dubio pro reko

  • Das älteste an dem Haus ist der Glaszylinder (mir fällt grad kein besseres Wort ein). Man konnte es schon durchs gerüst erahnen. War echt gespannt. Gute Sache!

  • Ich finde es sieht jetzt besser aus als in dem Zustand von 1930. Das will was heißen, angesichts dessen was wir sonst an Neuheiten zu Gesicht kriegen. Auch das gründerzeitliche Original gehörte nicht unbedingt zu den schönsten Exemplaren am Ku'damm, von daher geht es voll in Ordnung was man an der Stelle geschaffen hat. Die Kombination von klassischer Fassade mit moderner Eckbetonung erinnert mich an das Mossehaus.

  • Naja fast wie ne Kopie DarkVision?Ich empfinde die Fassade der Schadow-Arkaden in Düsseldorf sieht doch stark anders und weit edler aus, als die in Berlin.Gerade mal der große gläserne Erker lässt eine etwas optische Ähnlichkeit erkennen mehr aber nicht.

  • Der den westlichen Eingang des Kurfürstendamms prägende Eckbau Kurfürstendamm 130/Westfälische Straße erhält im Rahmen einer Sanierung eine stärker an die Originalerscheinung angelehnte Kuppel zurück. Der schöne, gut erhaltene Bau war bereits in den 1980er Jahren saniert worden und erhielt damals eine durchsichtige Kuppel aus Stahlstreben. Ich finde diese Neugestaltung der Kuppel vorbildlich und generös. So etwas wird viel zu selten gewürdigt.


    Projektseite


    Ansicht des Eckbaus von der Nordseite des Henriettenplatzes aus - links der Kurfürstendamm, mittig blickt man in die Westfälische Straße Richtung Südost:


    Sanierung Kurfürstendamm 130 1-2021


    Sanierung Kurfürstendamm 130 1-2021


    So sah es im März 2020 aus:


    Kudamm 130 3-2020

    Eingestellte Bilder sind, falls nicht anders angegeben, von mir

  • Bisher war die Südwestseite des Henriettenplatzes an der Seite zur S-Bahn und Stadtautobahn unbebaut. Nun nähert sich der folgend gezeigte Kopfbau zur Seesener Straße der Fertigstellung. Ich bin mir noch nicht sicher, wie ich diese unterkühlt-rationalistische Architektur an diesem Ort finden soll. Zum gründerzeitliche geprägten Kurfürstendamm passt sie eigentlich weniger - allerdings ist das direkte Umfeld ohnehin überwiegend von heterogenen Bauten der Nachkriegsjahrzehnte geprägt. Die bisher erkennbare Fassade aus Kalksandstein wirkt gut strukturiert und wertig verarbeitet.


    StreetView


    Bauschild:


    Henriettenplatz 1-2021


    Henriettenplatz 1-2021


    Henriettenplatz 1-2021


    Henriettenplatz 1-2021

    Eingestellte Bilder sind, falls nicht anders angegeben, von mir

  • Ich fand dieses Kuppelskelett eigentlich auch immer ganz interessant, aber wenns nun wieder gedecke Kuppel gibt, ist es natürlich ein gutes Zeichen.