Baulobby will Millionen alter Häuser abreißen lassen

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    • Welt.de wrote:

      Alt, eng, dunkel – in Millionen deutschen Wohnhäusern will niemand mehr leben. Hier hilft nur noch Abriss und Neubau - sagt die Baulobby.
      Modern, unwohnlich, gedämmt - in Millionen deutschen Neubauten will niemand leben. Hier hilft nur noch Abriss und Rekonstruktion - sagt der gesunde Menschenverstand.
      :D
      Labor omnia vincit
      (Vergil)
    • Memminger wrote:

      Gebäude aus den 50ern, 60ern, und 70ern sind aber keine Altbauten, sondern Postmoderne Bauten. Die Artikelüberschrift fürt einen aber in die Irre
      Naja, die vielen Gebäude aus den 50ern im Heimatstil würde ich definitiv als Altbauten bezeichnen. Postmodern sind die 60er und 70er auch nocht nicht, das kam m.W. erst ab den 80ern im großen Stil. Die späten 60er und 70er sollen sie ruhig abreißen, das war so mit die dunkelste Epoche der Architekturgeschichte. Nur bitte dann auch wirklich schöner bauen und nicht so banale Kisten wie sie aktuell überall stehen. Bei den Bauten der 50er-Jahre würde ich mir mehr Ästhetikbewusstsein wünschen bei der Beurteilung. Viele der Gebäude haben architektonische Qualitäten, die es mindestens mit der Neuen Sachlichkeit der 20er Jahre aufnehmen können und erhaltenswert sind.
      Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
      Karl Kraus (1874-1936)
    • Ob Gebäude aus den 50er-70er Jahren nun alt oder neu sind, kann meines Erachtens dahinstehen. Besonders alt sind sie sicher nicht, besonders neu auch nicht.

      Sie eint aber, dass sie nach nichts aussehen, wo der Betrachter gerne stehen bleibt. Von daher ist ihnen in der Regel keine Träne nachzuweinen.

      Das eigentliche Problem liegt doch darin, ob die neu zu errichtenden Gebäude daran etwas ändern würden. Nach meiner Beobachtung ist das zumeist nicht der Fall - weshalb in 30 Jahren wohl die heute errichteten Neubauten wieder genauso zur Disposition stehen dürften, wie jene, die nun dem Abriss preisgegeben werden sollen.


      Fazit: Wenn seit Kriegsende in jeder Generation die gleichen Fehler gemacht werden, sollte man mal weniger über Abrisse, als über die Aberkennung von Berufsabschlüssen debattieren. Vielleicht wäre das mal der richtige Ansatzpunkt.