Telc (CZ) (Galerie)

  • Ein paar meine Fotos vor lange Zeit aus Telc, Süd-Tschechien. und der Umgebung. Auch wegen eine Baugeschichteexkursion, Eine sehr kleine und schöne Stadt...



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  • Nette Bilder, aber bis die von dem chinesischen Server drüben sind, hat mein Bart sich wieder um einige Millimeter verlängert ;).
    Soll ich sie bei mir draufpacken?

  • Was? dauert bei euch allen so lange? Immer noch ISDN? Bei mir ist aber zick zack...? Dann stelle ich nachher auf 'ne Deutsche Seite, wird's dann schneller sein?

  • Auf jeden Fall wird es dann schneller sein. Viel mehr als ISDN-Geschwindigkeit kommt momentan nicht rüber.


    p.s. wo kommst du denn her?

  • Aber immer.
    Oh, das ist ja sehr interessant. Ich denke, das Leben in China kann sich hier kaum jemand vorstellen.
    Ich hab da übrigens eine Frage zur chinesischen Küche, die stelle ich aber per privater Nachricht weil das hier wahrsch. eher nicht zum Thema gehört =).

  • @ P., @ haussmann:


    Eure privaten Fragen tauscht doch bitte in Zukunft per PN aus, die betreffenden (themenfremden) Beiträge habe ich gelöscht (du weißt ja jetzt Bescheid, wo P. wohnt und herkommt).



    Über Bilder aus Shanghai würde ich mich auch sehr freuen!

  • Hier noch ein paar wenige Bilder von mir aus Teltsch.


    Der Markt ist der Grund warum die Stadt Weltkulturerbe ist. Der ist wirklich so schön böhmisch das es schon kitschig ist:




    Schlechtes Bild, aber böhmischer gehts nicht. Hach, schöööön:




    Einzelnes Haus am Markt:




    Hmm, das ist das Grab eines südböhmischen Adligen... aber welcher. Ich glaube es waren jedenfalls die Neuhaus, ....wenn mich nicht alles täuscht.



    Bürgerhaus:




    Mehr habe ich nicht, da es nur Zwischenstation war. Allerdings werde ich wohl nochmal einen Wochenendausflug nur für das Städtchen machen, denn es ist wirklich außerordentlich schön.
    Bis 1945 war sie übrigens ein mehr oder weniger deutsche Stadt.

  • Karasek:
    Bis 1945 war sie übrigens ein mehr oder weniger deutsche Stadt.


    Tschuldigung, aber das ist falsch.
    richtig nicht einmal das genaue Gegenteil, denn Teltsch war nicht mehr oder weniger tschechisch, sondern rein tschechisch, von der Fürstenfamilie v. Bodenstadt und ev. deren Hofstaat abgesehen.
    Nicht einmal für die (rätselhafte) Gründung kommt dt. Kolonisation in Betracht.
    Das einzig dt an der Stadt ist der Umstand, dass bei ihrem Neuaufbau in der Renaissance nach einem großen Stadtbrand (an welchem der edle Fürst Zacharias von Neuhaus, der wahrer Gründungsvater der heutigen Stadt, er ist s auch der in jenem Grabe liegt, eventuell mitgewirkt hatte), die Baumeisterfamilie Österreicher aus dem unweiten Zlabings (DAS war deutsch) führend beteiligt hat.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Quote from "ursus carpaticus"

    Karasek:
    Bis 1945 war sie übrigens ein mehr oder weniger deutsche Stadt.


    Tschuldigung, aber das ist falsch.
    richtig nicht einmal das genaue Gegenteil, denn Teltsch war nicht mehr oder weniger tschechisch, sondern rein tschechisch, von der Fürstenfamilie v. Bodenstadt und ev. deren Hofstaat abgesehen.
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    Darf ich fragen von wo Du diese Info hast?

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Ich mein, das ist unzweifelhaft.
    In dezitierter Form ausschließlich tschech. Quellen (Bücher über T. bzw die Region) aus der Zeit nach der Wende, allerdings unzweifelhaft und ausgewogen, über die ethn. Zugehörigkeit von etwa Zlabings und Neubistritz wird dort auch nichts Falsches berichtet. (Heute wird etwa in der Stadtinformation von Neubistritzu auch auf die Neubesiedlung nach 45 hingewiesen.)
    Es ist mir auch keine widersprüchliche Info bekannt. Auf allen mir verfügbaren ethnischen Karten (Adam Kraftverlagsreihe) über das Sudetenland liegt Teltsch eindeutig jenseits der Sprachgrenze, die südl. von Datschitz verlief und zwar in zu 80-100% tschech. Gebiet.
    Die tschech. Bücher sprechen davon, dass die Stadt um 1900 ob ihrer kulturgeschichtlichen Bedeutung zum Hort nationalistischer bzw patriotischer Wiedergeburt wurde, und dass es mangels dt. Bevölkerung 1945 zu keinen ethnischen Auswirkungen der B.D kam.
    Auch in tschech. Büchern über Zlabings wird, soweit ich mich erinnere, gerne auf die unterschiedliche ethn. Ausgangslage zu T. hingewiesen.
    ich kann mich sogar erinnern, dass Ähnliches ein tschechischer Privatführer einer dt. Gruppe mitteilte -er war zweifellos den B.D. nicht allzu positiv eingestellt und nahm die vertriebene bzw enteignete Fürstenfamilie in Schutz, berichtete insb. dass Schloss Teltsch unter Diebstählen der Benes-Administration besonders zu leiden hatte ("die haben gestohlen wie die Raben")

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Ich frage deshalb, weil ich mir selber nicht sicher bin. Tatsächlich hat meine Familie mütterlichseits nämlich einen persönlcihen Bezug zu den letzten Eigentümern von Schloss Teltsch (wenn Du mehr wissen willst nur via PN).


    Bis dato bin ich immer davon ausgegangen, dass die ehemaligen Einwohner der Stadt auch vertrieben wurden. Auf der englischsprachigen Wiki-Seite fand ich jedoch das:


    http://en.wikipedia.org/wiki/Tel%C4%8D

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Wie gesagt, ich kann mir s nicht vorstellen. NW von Teltsch gab es eine dt Enklave, deren Name mir jetzt nicht einfällt. die berühmte Wurstfabrik mit dem etwas degoutanten Logo ist von dort. Aber Teltsch selbst?
    Dass die Stadt nicht zu Niederdonau angeschlossen wurde, sondern im Protektorat verblieb, ist wohl unstrittig.
    Mir ist auch nicht bekannt, dass irgendeiner diese Forderung erhoben hätte (wie zB bei Iglau).
    Ich hab auch noch nie einen Dt.getroffen, bzw von einem gelesen, dass er aus T. stamme. Es gibt im Waldviertel auch kein Mahnmahl der Teltscher (wohl aber der Zlabinger und Iglauer).
    Ich meine, über das Schicksal etwaiger dt Bewohner aus so einer interessanten Stadt wüsste man was, weshalb auch heutige tschech. Publikationen keine derartigen Falschaussagen hätten wagen dürfen.
    Von Neuhaus geben die selben Publikationen auch 5% dt. Anteil zu, auch die dt Umgebung wird nicht in Abrede gestellt.
    In: "Sommerfrischen in Mähren und Schlesien" aus der Monarchiezeit, das nur dt bzw gemischtsprachige Gebiete beinhaltet, ist Teltsch nicht genannt (wohl aber aus dieser Gegend Znaim, Frain, Fratting, Iglau und Zlabings)
    Nein, Teltsch war sicher zu 99-100% tschechisch.
    Von der Schönheit einer Stadt auf ihre historische ethnische Zugehörigkeit zu schließen ist mE unzulässig, denn oft ist das Ergebnis in unseren Augen paradox: vgl Aussig, Tetschen, Reichenberg, Trautenau mit Pardubitz, Königgrätz, Kuttenberg, Neuhaus, Kolin.
    Der Wikipediaartikel ist auch sonst in einem Punkt falsch.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Quote from "Exilwiener"


    Bis dato bin ich immer davon ausgegangen, dass die ehemaligen Einwohner der Stadt auch vertrieben wurden. Auf der englischsprachigen Wiki-Seite fand ich jedoch das:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Tel%C4%8D


    In der Wikipedia kann jeder schreiben was er will. Da die Behauptung nicht mit einer Quelle belegt ist kann sie genauso gut falsch sein.


    Meine Behauptung dass die Stadt Deutsch gewesen sei war auch nur dem Gefühl geschuldet dass das eben so gewesen sein mag, vor allem wegen der Lage, und weil ich wahrscheinlich genau so einer unbelegten Behauptung wie in der Wikipedia aufgesessen bin. Ich muß gestehen dass ich die Nationalitätengrenze in Südböhmen und Südmähren nicht kenne, im Gegensatz zu der in Nordböhmen. Dort kann ich's ungefähr dorfgenau sagen.

  • Letztes Jahr hat es im 2. Anlauf endlich geklappt mit Teltsch. Von diesem Besuch an einem fotogenen Frühlingstag im Anschluß an Zlabings stelle ich mal einen Schwung Bilder ein. Beginnend mit dem berühmten Marktplatz des gerade mal 5000 Einwohner zählenden Städtchens im mährischen Hügelland. Den langgestreckten, geschlossen von Renaissance- und Barock-Giebelhäusern mit Laubengängen umgebenen Platz fand ich in Wirklichkeit noch um einiges eindrucksvoller als auf Bildern eh schon. Sehr beeindruckend die endlos lange Reihe der Giebelhäuser auf der Nordseite, mit gewisser Wrkung das nach SO zur Mariensäule und zum Schloß beiderseits ansteigende Bodenrelief, toll der Gegensatz zwischen dem engen, sich zum Platz hin verbreitenden Durchgang vom Tor im N und die Weite des Platzes ein paar Meter weiter. Angenehm auch das Kopfsteinpflaster, störend wie auch vielerorts anderswo die Nutzung als Autostellplatz, wenn auch zumindest „nur“ auf der Ost- und Südseite.


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    Blick über den gesamten Marktplatz hinweg auf die Bebauung der Ostseite...


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    und zurück zum Schloß


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    In den Laubengängen


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    Mariensäule

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    Blickrichtung W zur Jesuitenkirche


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    Ost- und Südseite mit Romanischem Turm

  • Sehr reizvolle, idyllische Ansichten von Teltsch (die „Seerose“) ergeben sich immer wieder über die 3 miteinander verbundenen Teiche hinweg auf die Stadt, insbesondere von S.


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    Kleines Tor, durch das man von N auf den Marktplatz gelangt


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    Schloß von NW


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    Kirche St. Jakob, unten innen


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    Rtg. Romanischem Turm, dem Überrest der Heiliggeistkirche


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    St. Jakob, Jesuitenkirche und -kolleg


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