Spalt (Galerie)

  • Zwei Luftaufnahmen vorweg.



    Nürnberg-Luftbild


    https://www.nuernbergluftbild.…nstadt-spalt-luftaufnahme



    Ein aktuelles Luftbild (mit Kornhaus-Anbau)


    http://static.panoramio.com/photos/large/118688112.jpg




    Spalt, im Tal der Fränkischen Rezat gelegen, von den Höhen im Süden aus gesehen.


    Spalt hat knapp 5000 Einwohner. Das gut erhaltene Stadtbild wird geprägt von einer beträchtlichen Anzahl reizvoller Ackerbürger- und Handwerkerhäuser aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Besonders charakteristisch sind die Hopfenbauernhäuser.


    Als Bierstadt bekannt, liegt sie in einer hügeligen, mittelfränkischen Hopfenanbaugegend, der viertgrößten Deutschlands. Der Hopfenanbau hat aber in den letzten Jahrzehnten an Bedeutung verloren.



    Vorne rechts das Obere Tor und die beiden ehemaligen Stiftskirchen. Markant die Stadtbrauerei, laut Wikipedia-Artikel die letzte kommunale Brauerei in D, und einige Hopfenbauernhäuser.


    Rechts, am Ostrand der Altstadt, das stattliche ehemalige Kornhaus, davor der Drechslerturm.


  • Meine Runde durch die Stadt beginnt im Südosten. Die Aufnahmen stammen von verschiedenen Tagen zwischen 1986 und 2015. Spalt war von Anfang an eine meiner fränkischen Lieblingsstädte und wird es wohl trotz des widerwärtigen, grauenvollen Kornhaus-Anbaus bleiben.


    Häuser an der Turmgasse im Bereich der einstmaligen Stadtbefestigung. Die Scheune links gehört zu Hofgasse 9.





    Rückseiten von insbesondere aus dem 19. Jh. stammenden Hopfenbauernhäusern an der Albrecht-Achilles-Straße, im Hintergrund Stadtbrauerei und Oberes Tor (1996 oben und 2006 unten). Dieser Bereich zählt zur außerhalb der Stadtmauern gelegenen Oberen Vorstadt.


  • Saazer Str. 3 aus dem 17. Jh., die ehem. Ziegelhütte vor den Mauern der Stadt.



    Oberes Tor:

    Feldseite. 1422 über mittelalterlichem Vorgängerbau errichtet. Mansardhelmdach 18. Jh.



    Durch das Gelände der im Altstadtbereich ab 1880 errichteten Brauerei geblickt.


    Hofgasse 9, ein ehem. Seifensiederanwesen, bez. 1788, die rückwärts gelegene zugehörige Scheune war schon im Bild.

  • Ein Vergleich über die Jahre hinweg, mit der Hopfenscheune Am Oberen Tor 3 rechts:
    1996


    2006


    2013


    Über 7 Jahre im Rohbau??? Ist das normal?? Oder schick?
    Das Haus Hofgasse 13 aus dem 17./18. Jh. stand unter Denkmalschutz und ging gegen 2003 verlustig... Ansonsten gibt es bei einem Vergleich der Denkmalliste aus der Mitte der 1980er Jahre und heute kaum Unterschiede.
    Warum auch immer, fehlen aber Hauptstr. 13 und 15, zwei einstige Gasthöfe, in der aktuellen Liste.



    Die gewaltige Hopfenscheune Am Oberen Tor 3, bez. 1911, dahinter das Obere Tor.

  • Hauptstraße mit Drechslerturm. Ursprünglich verlief die Hauptstraße vom Kirchplatz Richtung Süden zum Oberen Tor. Erst 1930 erfolgte der Durchbruch Richtung Südosten, wofür ein Teil der Stadtmauer dran glauben musste.


    Der Drechslerturm, einer von sechs erhaltenen Stadtmauertürmen.




    Höllgasse 3 und 5
    Die Nr. 3 leidet schon länger, Nr. 5 stammt aus dem 18. Jh., wo könnte das Haus sonst stehen wenn nicht in Spalt?



    Nach dieser Aufnahme hätte mich fast der Schlag getroffen, von da an war in Spalt nichts mehr wie es vorher war...

  • Das Haus Hofgasse 13 aus dem 17./18. Jh. stand unter Denkmalschutz und ging gegen 2003 verlustig...

    Sehr schade um dieses schöne fränkische Fachwerkhaus :weinenstroemen:
    Dabei sah es doch 1996 so gut in Schuss aus
    Warum reißt man so ein schönes altes Haus ab, das gerade noch mit den Nachbarhäusern ein wunderbares Ensemble bildet?
    Also ich finde, dass das Wegfallen des Denkmalschutzes kein Argument sein kann disgust:)

  • Hofgasse 13


    Damit es gegen 2003 abgerissen werden konnte, müsste es ja eigentlich aus dem Denkmalschutz genommen worden sein. Wäre interessant wie das in diesem konkreten Fall ablief.


    Viele von ihnen freilich sind vernachlässigt, stehen wohl schon jahrzehntelang leer oder sind untergenutzt.

    Auf dem Lande im weiteren Umfeld von Spalt ja, aber für Spalt war das nicht so mein Eindruck in den letzten Jahren. Das Städtchen macht durch das weitgehende Fehlen von Geschäften einen ziemlich ausgestorbenen Eindruck. Die Hauptstraße ist viel befahren. Abseits davon ist es aber recht ruhig und es wohnt sich ganz angenehm. Mir wäre jetzt nicht aufgefallen, dass allzu viel leer stünde oder vernachlässigt wäre.

  • Kornhaus


    Von der Hauptstraße gelangt man über die Höllgasse zu diesem gewaltigen Gebäude.


    Bis 2013

    Südseite


    Seit 2013
    http://www.abload.de/img/img_0949_spalt_kornhaffsy5.jpg



    Spalt - Kornhausanbau




    Sucht seinesgleichen trotz der zahlreichen zeitgenössischen Entstellungen...


    Ostseite


    Die ehem. Zehntscheuer der Eichstätter Fürstbischöfe stammt noch aus dem 15. Jh. und ist einer der gewaltigsten Fachwerkbauten Frankens (Länge 36m / Breite 13m / Höhe 20m). Dendrochronologisch datiert 1456, Umbau 1577 (Denkmalliste).
    Ein knappes Jahrhundert lang diente das Gebäude bis 1984 als Hopfensignierhalle.


  • mit der ehem. Stiftskirche St. Nikolaus




    Im Hintergrund folgt ein weiterer zeitgemäßer, ultrahässlicher Gruselbau, das Caritas-Seniorenheim St. Nikolaus.


    Die Diözese Eichstätt hat sich ja schon u.a. an der zeitgemäßen „Verschönerung“ ehrwürdiger Gebäude in Eichstätt, beim Kloster Rebdorf, Schloss Pfünz oder am Schloss Hirschberg oberhalb Beilngries besonders hervorgetan.



    Um wie viel angenehmer sind da doch die baulichen und erbaulichen Errungenschaften früherer Jahrhunderte...



  • Die östliche Flanke der Altstadt



    Fröschau 2, um 1800, auf und über die Stadtmauer gebaut.



    Fröschau 1 vom Gabrieliplatz aus



    Fröschau 1, 3 und 5 sowie St. Nikolaus



    Östlich der Stadtmauer gibt es tatsächlich heute noch direkt angrenzend wiesenschaumkrautreiches Feuchtgrünland.



    Ein wundervolles Gebäude, ganz nach meinem Geschmack (18. Jh.)



    Auf der Pirsch


  • Die ehem. Stiftskirche Sankt Nikolaus geht auf Gründung durch den Nürnberger Burggrafen Konrad den Frommen zurück (Ende 13. Jh.).



    Die Westfassade ist in der Enge der Altstadtgassen schwer zu erfassen.


    Die heutige Kirche wurde ab 1767 durch den Ellinger Deutschordensbaumeister Matthias Binder barockisiert.







    Interessant ist der Vergleich des Volksaltares aktuell und 2008:





    Im Hintergrund die ehem. Stiftskirche St. Emmeram.

  • Herrengasse 6, ein ehem. Kanonikatshof von 1736




    In der Herrengasse steht auch der ehem. Dekanatshof, das jetzige Rathaus, ein barocker Bau von Gabriel de Gabrieli.



    Der Schilthof am Gabrieliplatz, ein ehem. Meierhof


  • Kath. Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt und St. Emmeram, ehem. Stiftskirche


    Spalt gehörte über 5 Jahrhunderte lang, bis 1804, zum Hochstift Eichstätt.


    Die jetzige Pfarrkirche ist der Ursprung des Ortes, eine Niederlassung des karolingischen Stiftes St. Emmeram in Regensburg. Um die Kirche herum bildete sich die Siedlung mit Straßenmarkt. Eine Vereinigung der beiden Stifte erfolgte 1619.



    Der Südturm wurde 1795 niedergelegt.



    Beim barocken Umbau hat es offensichtlich nicht mehr für Stuck oder Deckengemälde gereicht.




    Laurentiuskapelle im Untergeschoss des Nordturms.



    Mesnerhaus am Kirchplatz.

  • Hauptstraße


    Giebelhäuser auf der Ostseite der Hauptstraße. Das linke Haus, die Nr. 12, steht unter Denkmalschutz, könnten angepasste Neubauten sein.


    Die Hauptstraße, der einstige Marktplatz, verläuft von der Pfarrkirche nach Norden und endete am nicht erhaltenen Unteren Tor.


    Die ersten drei schauen auch neuer aus, dann kommt ein ehemaliger Gasthof.


    Hauptstr. 30 und 28


    Westseite mit dem Alten Rathaus.



    Weiter geht es dann im altertümlichen Nordwestteil der Altstadt.