• Es haben etliche der Besucher den zweiten Teil der Ausstellung wohl nicht gesehen, weil die Beschilderung mangelhaft ist!


    Die Ausstellung erstreckt sich über zwei Gebäude. Im ersten werden die Statuen und das andere Gedöns gezeigt, im zweiten Gebäude wird das ganze im EG mit entsprechenden Bildern und Texten stärker fokusiert, dort sind auch alle Informationen über Standort, Künstler etc, zu finden und es werden wesentlich mehr Denkmale etc. als Fotos gezeigt.


    Gleich hinter dem Eingang zur Zitadelle war zwar 1 Ständer mit einem Plakat als Hinweis, danach Flaute, ich habe den Eingang zum Teil mit den Figuren etc. nur durch Fragen gefunden, er war absolut nicht gekennzeichnet. Den zweiten Teil nur durch Zufall entdeckt.

  • Armer "Spreetunnel" (wird irgendwann mal Zeit für Klarnamen, ich bin hier nicht beim Geheimdienst oder sonstwie konspirativ unterwegs). Wir hätten uns halt doch treffen sollen. Ich hätte dir wirklich gerne dabei geholfen, dich auf der Zitadelle zurechtzufinden, denn ich kenne sie rauf und runter. Mir erscheint sie deshalb als sehr übersichtlich, aber das kann wohl auch täuschen. Hast du den Leuten am Eingang Bescheid gesagt, dass die Ausschilderung dir nicht ausreicht ? Verbesserungen gehen nämlich tatsächlich immer, aber manchmal muss man eben darauf hingewiesen werden als Verantwortlicher. :-) Wie gesagt, ich selbst hätte auch nicht gedacht, dass es dabei Schwierigkeiten gibt, aber als "Auswärtiger" sieht man das halt mit anderen Augen, das ist klar.
    Na, als kleines, weiteres "Schmankerl" hier der "olle Kaisa Willem" aus der Werkstatt von Reinhold Begas (vermutlich von seinem Schüler August Kraus ausgeführt) aus der ehemaligen "Siegesallee", da die Rückkehr des reitenden Monarchen auf die Schlossfreiheit ja wohl ausgeschlossen sein dürfte. Die beiden Nebenfiguren Moltke und Bismarck aus der Siegesallee haben leider nicht "überlebt". Dafür kann man sich die beiden ja auch am "Großen Stern" im Tiergarten angucken, wo ich übrigens am kommenden Samstag, den 07. Mai 2016 ein bischen Fotografieren gehen werde. Nur, damit´s nicht heißt, ich hätts nicht kundgetan.


    Kaiser Wilhlem I. von Reinhold Begas by Clemens Kurz, auf Flickr

  • Im Spandauer Grimnitzseepark soll die "Keramische Verkehrssäule Spandau" rekonstruiert werden. Diese wurde 1937 enthüllt, im Krieg beschädigt und 1958 endgültig abgetragen. Die geplante Reko wird auch von der SPD-Fraktion unterstützt.


    Quote

    Der Finkenkruger Kunstbildhauer Gottfried Kappen schuf daraufhin eine vier Meter hohe, sechseckige, vollständig mit Kacheln verkleidete Säule.18 farbenprächtige Bildplattenkacheln zeigten Motive aus Spandau und dem Havelland, so war unter anderen je eine Kachel der Havel, dem Stadtwald, dem Juliusturm und der Schützengilde gewidmet. Auf einem der beiden umlaufenden Spruchbänder stand zu lesen: „Besucht Spandau – Auskunft Verkehrsverein Spandau Rathaus“. Den Abschluss der Säule bildete eine gelbe Keramik-Weltkugel von 70 Zentimetern Durchmesser, die auf einem umlaufenden blauen Band von den zwölf Sternzeichen geziert wurde.


    Keramiksäule soll rekonstruiert werden

    In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.


    Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.

  • In der Zeitschrift "Centralblatt der Bauverwaltung", herausgegeben vom Ministeruim der öffentlichen Arbeiten, Berlin, 26. März 1892 findet sich ein interessanter Artikel. Dieser berichtet über den Bau der Landungstelle für den Kaiserlichen Salondampfer Alexandria bei Spandau. Sowohl der Grundriss, als auch eine photographische Abbildung setzen mich in Erstaunen, denn die Ähnlichkeit zur Matrosenstation Kongsnaes in Potsdam ist ganz offensichtlich. Auch das Gebäude in Spandau lehnt sich in seiner Formgebung an die Vorbilder der norwegischen Holzbauweise an. Aber genug der Worte, seht und lest selbst:








  • [...] dieses Gebäude mit der Adresse "Jüdenstraße 35". Es schaut doch so recht ackerbürgerlich aus, gell ? Das breite, grüne Tor in der Mittelachse weist auf die Befahrbarkeit mit Kutschen hin, die dem Ackerbürger als notwendig galt. Man schätzt, dass diese Optik schon seit 1781 so in der Altstadt Spandau zu sehen war. Ist das abgebildete Gebäude aber auch so alt ?


    Die Antwort ist: NEIN. Denn das Original-Haus Jüdenstraße 35 von 1781, in dem sogar zwischenzeitlich im späten 19. Jahrhundert eine Gastronomie betrieben worden sein soll, wurde wegen Baufälligkeit 1966 abgerissen. [...]
    DSCI0863 by Clemens Kurz, auf Flickr

    Und so sah das Haus einige Zeit vor dem Abriss aus. Der Wiederaufbau ist m. E. durchaus gelungen.

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Da wurde ja extrem geklotzt. Das Ergebnis ist irgendetwas zwischen Großblock in Plattenbau-Optik, mit Wärmedämm-Anstrich, einigen neoklassischen Zierleisten und einen Kopfbau mit Art déco-Zitat. Aus was besteht diese Fassade? Styropor?

  • Einen Klotz-und-fertig Manifesto. Wie man nur Klotzen oder Würfel baut oder bauen kann.

    Es fehlt extrem an hochwertige und auch wirklich schöne Bauten.

    Es werden nur Löcher gefüllt.

  • Die Ecke sieht für mich unharmonisch aus - der Hochbau deplatziert.

    Einen prominenten Eckbau mit rechtsseitiger , kurzen Fortsetzung der Reihenbebauung als Auslauf, fände ich besser.

    Ich sehe gerade auf Earth, daß sich rechtsseitig der kleine Eckbau wiederholt - also eine Art Symmetrie vorhanden ist.

    Leider stehen die kleinen Flanken des Hochbaus so weit zurück, daß der rechtsseitige Teil von der Hauptstr. nicht zu sehen ist - die Symmetrie verloren geht.

  • Snork

    Changed the title of the thread from “Spandau” to “Berlin-Spandau”.
  • Snork

    Changed the title of the thread from “Berlin-Spandau” to “Berlin - Spandau”.
  • Weiß jemand, was hier passieren soll ?

    Ein Großteil der Kleingartenanlage am Saatwinkler Damm, Nähe Einmündung Gartenfelder Str. ist vollständig abgeräumt und mittlerweile tief ausgebaggert.


  • Ebenfalls fast vollständig beräumt - die westliche Halbinsel Gartenfeld.

    Außer dem Klinker-Flügelbau und der "roten" Halle, stehen nur noch vereinzelte kleine Solitäre. Die riesigen Hallen - alle weg.

    Dafür ebenfalls eine riesige Baugrube - 3m tief ausgebaggert.


    Hier der Altzustand:


  • Sowohl am Dreieck Saatwinkler Damm / Siemensbahn (letztere die bewaldete untere Begrenzung mit den alten Bahnsteigdächern der Endstation "Gartenfeld") im ersten Bild als auch auf der Insel Gartenfeld selbst (2. Bild) sollen rund 20.000 Wohnungen entstehen. Es geht langsam, aber es geht voran.


    Beides wird angeschlossen durch den Wiederaufbau der Siemensbahn (S-Bahn) zwischen Station Jungfernheide und (vorerst End-) Station Gartenfeld. Es gibt auch Überlegungen die S-Bahn über oder unter der Insel Gartenfeld weiter bis nach Hakenfelde zu verlängern / alternativ könnte aber auch eine Straßenbahn von Spandau via Hakenfelde nach Gartenfeld und weiter zum ehemaligen TXL (ich weigere mich diesen dusseligen Anglizismus von der "Urban Tech Republic zu verwenden) geführt werden.