Der Postplatz - Geschichte, Gegenwart und Zukunft

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    Jahreshauptversammlung 2019: 1. und 2. Juni in Balingen/Zollernalb. Mach mit!

    • Noch eine kleine Anmerkung zum Kaiserpalast: Dass dieser sich aus der Masse der Gründerzeitbauten heraushob, lag sicherlich auch an dem fähigen Architektenduo Gräbner und Schilling. Damit ist jener Schilling gemeint, der uns als Bildhauer in Dresden solche berühmten Kunstwerke wie die Figurengruppe 4 Tageszeiten auf der Brühlschen Terasse oder die Pantherquadriga auf der Exedra der Semperoper hinterlassen hat, um nur die bedeutendsten zu nennen.
    • "jojojetz" wrote:

      Noch eine kleine Anmerkung zum Kaiserpalast: Dass dieser sich aus der Masse der Gründerzeitbauten heraushob, lag sicherlich auch an dem fähigen Architektenduo Gräbner und Schilling. Damit ist jener Schilling gemeint, der uns als Bildhauer in Dresden solche berühmten Kunstwerke wie die Figurengruppe 4 Tageszeiten auf der Brühlschen Terasse oder die Pantherquadriga auf der Exedra der Semperoper hinterlassen hat, um nur die bedeutendsten zu nennen.

      Julius Gräber und Rudolph Schilling haben ja allerhand gebaut, was noch steht:
      z.B.
      Rathaus Pieschen, Christuskirche Strehlen, Wohnsiedlung Trachau, verschiedene Villen in Blasewitz
      z.t. stilistisch völlig unterschiedlich,
      haben aber mit dem Bildhauer Johannes Schilling meines Wissens nichts zu tun.
      (edit: Doch! Rudolph Schilling war der Sohn von Johannes Schilling!)
    • @ Miwori

      Ach, das ist mir peinlich. Ich glaube zwar sicher, in irgendeinem Buch gelesen zu haben, dass es sich um den gleichen Schilling handelt, aber ich nehme an, dass Du da besser informiert bist, zumal die Autoren oft ja nur gegenseitig voneinander abschreiben.
      Trotzdem bezeugen ja auch Bauwerke wie die Christuskirche Strehlen, dass das Architektenduo nicht das schlechteste war.
    • "Wissmut" wrote:

      Wenzel, sie sind raus ! :x:D

      Höhne nur!
      Aber frage an Dich:
      Hast du gewußt, daß der Erbauer der Yenidze, Prof. Martin Hammitzsch,
      durch Heirat von Angela Raubal geb. Hitler
      quasi dem "Führer" sein Schwager gewesen ist?
      Das steht in keinem Reiseführer!
      Da wird nur immer erwähnt, daß er wegen der Yenidze aus der Reichsarchitektenkammer ausgeschlossen wurde. Das aber lange vor den Nazis.
    • >>
      Höhne nur!<<

      Immer wieder gern! :gg: :)

      >>Aber frage an Dich:
      Hast du gewußt, daß der Erbauer der Yenidze, Prof. Martin Hammitzsch,
      durch Heirat von Angela Raubal geb. Hitler
      quasi dem "Führer" sein Schwager gewesen ist?<<

      Hoppala! Nee, das wußte ich nicht. Dem Addi hätte der Stil ja eigentlich gefallen sollen...ach ja, er mochte seinen Großvater ja nich besonders(und das, was damit noch dranhang ;)). Dresden wollte er eine Fassung geben...habe mir, weil der PF-Server wieder'n Abgang gemacht hat(wieder Spamverstopfung durch zuviele Türkenthreads ? :schockiert: ), ein bißchen den Bildindex gegeben(war auch nicht grade flott); u.a. den Adlf-Hitler-Platz. Und mußte feststellen, daß der noch beschissener ausah als das Weimaer Gauforum, an dem ich im Semester jeden tag vorbeikomme.


      >>Das steht in keinem Reiseführer!<<

      Der Teilnehmer verwendet wieder einmal die Verbalambivalenz zu seinem verehrtem Reich, genau wie seine braunen Kameraden. Wiedermal wird die Verbindung von dumpfer Hinterlist unserer Wertkonservativen, hinterrücks braune Ausdrucksweisen zu verwenden und dabei keinerlei Schamgefühl zu zeigen und dem entsprechenden Gedankengut unserer latent xenophoben Dumpfbacken deutlich. Möge er sich bessern, für ihn sehe ich noch Hoffnung. *hackenschlag*

      Mit freundlichen Grüßen, ein Bürger

      >>
      Da wird nur immer erwähnt, daß er wegen der Yenidze aus der Reichsarchitektenkammer ausgeschlossen wurde. Das aber lange vor den Nazis<<


      Die RAK war schon vor den Nazis ziemlich reaktionär, was ausgefallene, "unpassende" Architektur angeht. Kommt drauf an, was die Begründung gewesen ist; entweder zuviel Ornament oder unpassende eklektischer Zierrat. Wenn sich die Herren durchgesetzt hätten, wäre Dresden um eine Attraktion ärmer und ein gewisse Muslima L./R./M. hätte nichts zu keifen gehabt ob der schönen Moschee im tiefsten "Dunkeldeutschland". 8)
    • Um die Abschweifungen zu beenden:
      Im Bildindex finden sich auch Fotos, wie der Postplatz zu DDR-Zeiten geplant war. Man kann heute dankbar sein, daß damals die Mittel nicht gereicht haben.

      Eine interessante Homepage habe ich gestern entdeckt:

      weisseritzmuehlgraben.de

      Das Gebiet östlich von Postplatz bis zur Eisenbahn (wo damals noch das alte Flußbett der Weißeritz verlief) war ja Dresdens ältestes Gewerbegebiet mit Pulvermühle, Spiegelschleife etc., das seine Energie aus der Wasserkraft eben dieses Weißeritzmühlgrabens bezog.
      Wer den Löffler "Das alte Dresden" hat, kann auf dem beiliegenden hist. Plan noch den Verlauf des Mühlgrabens erkennen.

      Wer beim Hochwasser im August 2002 in der Gegend war, weiß zumindestens, wie tief das ganze Areal zwischen Ostra-Allee und Annenkirche liegt.
    • Neues aus der Regionalpresse

      Hallo,

      hier die heutigen Artikel aus SZ + DNN:

      SZ->
      "Umsteigen künftig mit trockenen Füßen
      Von Stefan Rössel

      Postplatz. Der Umbau startet am Freitag. Nach 15 Monaten soll er Investoren anlocken.

      Ab Freitag früh, vier Uhr, fahren keine Straßenbahnen mehr über die Wilsdruffer Straße. Das ist das fühlbarste Zeichen dafür, dass der ehrgeizige Umbau des Postplatzes im Herzen der Stadt beginnt. Über das Wochenende werden Vorbereitungsmaßnahmen getroffen. Am Montag gehen dann die eigentlichen Baumaßnahmen los. Bis zum Jahresende soll die Umgestaltung der Wilsdruffer abgeschlossen sein. Diesen Zeitplan verkündete gestern Reiner Zieschank, Vorstand der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB).

      Zeitgleich beginnen die Arbeiten in der Wallstraße. Sie übernimmt künftig den Straßenbahn- und Busverkehr in nord-südlicher Richtung über den Postplatz. Das Gleisdreieck auf dem Postplatz wird aufgelöst und durch eine Eckhaltestelle mit bis zu 100 Meter langen Bahnsteigen ersetzt (siehe Grafik).

      Völlig neu wird auch die Verkehrsführung nach Westen hin gestaltet: Die Schweriner Straße bleibt zunächst frei, und die Straßenbahn biegt gleich in die Freiberger Straße ein. So entsteht ein Schlenker über die Hertha-Lindner-Straße, die auch zum Verteiler für den Autoverkehr wird.

      Erschlossene Baugrundstücke

      Die Führung wurde aus städtebaulichen Gründen gewählt. Auf dem westlichen Teil des Postplatzes werden baureife Grundstücke geschaffen. Oberbürgermeister Ingolf Roßberg (FDP) hofft, dass sich nach der Erschließung Investoren dafür interessieren. Er wolle sich auch darum bemühen, dass auf dem Gelände des jetzigen Fresswürfels endlich etwas passiert. Bei der Vorstellung gestand Roßberg „gewisse Emotionen“. Immerhin habe er selbst im Jahr 1991 als Baubürgermeister mit 29 Jahren seinen ersten Städtebauwettbewerb um das Umfeld des Postplatzes gestartet.

      Für die DVB ist der Schlenker zur Schweriner Straße „eine kleine Kröte“, die sie hätten schlucken müssen, gestand Zieschank. Er habe allerdings Verständnis für den Vorrang des Städtebaus. Den Wunsch, das jetzige Gleisdreieck einfach zu vergrößern, wies er allerdings klar mit dem Argument zurück, dass dann nur eine riesige, ungegliederte Verkehrsfläche bleiben würde.

      Dach für die Haltestellen

      Stadt und DVB sehen in dem Umbau ein besonders wichtiges Projekt. So nahm Dieter Glück vom Bundesverkehrsministerium an der Pressekonferenz teil. Er wies darauf hin, dass der Bund die Pilotlinie 2 bereits mit 83 Millionen Euro unterstützt habe und 35 weitere Millionen dafür plane.

      Hans-Ulrich Schmidt vom sächsischen Wirtschaftsministerium verkündete die frohe Botschaft, dass die Haltestellenbereiche auch mit einem Dach geschützt werden sollten. Die Fahrgäste können demnach trockenen Fußes umsteigen.

      Zum Stadtfest im Jubiläumsjahr 2006 soll der Postplatz bereits wieder voll genutzt werden können. Der Zeitplan ist optimistisch. Als Risikofaktoren nennen die DVB archäologische Sensationen, Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg und natürlich das Wetter."



      DNN->
      "Ende des Haltestellen-Dreiecks am Postplatz

      Alle Messen sind gesungen für das Haltestellen-Dreieck am Postplatz, am Freitag beginnt der Umbau des Verkehrsknotens im Zentrum. Dann wird die "Wilsdruffer" für Straßenbahnen gesperrt, es stehen die letzten Arbeiten für den echten Start des Umbaus an, der am Montag beginnt. Bis Juni 2006 bestimmen dann Baumaschinen das Bild auf dem Postplatz, pünktlich zum Stadtjubiläum sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, versprach gestern Oberbürgermeister Ingolf Roßberg (FDP).

      Bis zum Striezelmarkt-Beginn in diesem Jahr soll die neue Haltestelle in der "Wilsdruffer" zwischen dem ehemaligen "Haus des Buches" und dem "Fresswürfel" fertig sein. Parallel dazu beginnen ebenfalls noch im Mai die Arbeiten an der Wallstraße, berichtete gestern Verkehrsbetriebe-Vorstand Reiner Zieschank. "Der Postplatz wird nie vom Straßenbahnverkehr abgeschnitten", kündigte der DVB-Chef an. Gleiches berichtete auch Baubürgermeister Herbert Feßenmayr (CDU) für die Autofahrer.

      Erste deutlich spürbare Verkehrseinschränkungen wird es danach auf der Wallstraße geben. Dort verschwinden künftig alle Autos, die nicht unmittelbar mit Anlieferungen für die Geschäfte zu tun haben. Der Weg zur Altmarkt-Galerie führt künftig durch die Marienallee, schon während der Bauzeit wird der Verkehr in beiden Richtungen durch diese Straße rollen.

      Am Postplatz selbst wird in der dritten Bauphase, die im November beginnt und im Juni endet, die "Freiberger" für den Autoverkehr in beide Richtungen geöffnet. Außerdem avanciert der Abschnitt zwischen Postplatz und Hertha-Lindner-Straße zu einer neuen Hauptachse für die Verkehrsbetriebe. Denn Bahnen Richtung Bahnhof Mitte fahren künftig ein Stück auf der "Freiberger", biegen dann in die Hertha-Lindner-Straße ab, fahren bis zur "Schweriner" und dort weiter Richtung 26-er Ring. Grund für diese Änderung sind Zieschank zufolge städtebauliche Vorgaben für den Postplatz. So soll die Ecke zwischen Schauspielhaus und Schweriner Straße bebaut werden, so dass dort künftig keine Bahnen mehr fahren können. "Wir nehmen den Schlenker in Kauf", sagte der DVB-Vorstand, die "Freiberger" habe sich ohnehin zu einer wichtigen Achse für die Straßenbahnen entwickelt.

      Vierte Bau-Etappe wird bei der Postplatz-Umgestaltung die Anbindung der Ostraallee. Diese Arbeiten beginnen im Dezember und dauern bis zum April. Danach wird dann der Dr.-Külz-Ring in die neue Straßenbahntrasse durch die Wallstraße eingebunden, bevor zum Abschluss der Arbeiten unmittelbar am Postplatz die Einfahrt in die Sophienstraße erneuert wird. Finale des Umbaus werden die Bauarbeiten auf der Schweriner Straße. Dort entsteht zwischen Postplatz und 26-er Ring eine neue behindertengerechte Haltestelle.

      OB Roßberg erinnerte an den Städtebau-Wettbewerb 1991, den er als frisch gebackener Stadtentwicklungsdezernent begleitete. Damals gewann der Schürmann-Vorschlag mit der segelförmigen Gestaltung der Eck-Haltestelle am ehemaligen "Haus des Buches". Dies sei sein erster großer Wettbewerb gewesen, so Roßberg. Jetzt beginne die Erschließung des Platzes, danach könnten dann baureife Grundstücke angeboten werden. Erste Interessenten gibt es Feßenmayr zufolge für Teile des Platzes zwischen Wallstraße und Marienstraße. Roßberg hofft, dass auch die Zukunft des "Fresswürfel" nach dem Umbau neu diskutiert werden kann.

      Finanzierung: Der Umbau ist mit 47,1 Millionen Euro veranschlagt. Davon kosten die Arbeiten für die DVB 32,1 Millionen. 27,8 Millionen Euro kosten die reinen Bauarbeiten für die Verkehrsbetriebe. 20,1 Millionen Euro von den Gesamtkosten wurden beim Bund und beim Land als Fördermittel beantragt.

      Alle Bauarbeiten sollen im September 2006 abgeschlossen sein."

      Gruß
      Norbi :zwinkern:
    • Hab kein Bild hier, da ich euch den Anblick ersparen wollte. Diese Stahlkonstruktion ist monströs und zieht sich das halbe Lindehaus vom Postplatz die Wilsdruffer entlang. Der Postplatz (der durch die alte Haltestellenstruktur immerhin ein wenig Platzcharakter hatte) wird eine weitere städtische Fehlplanung. Was mit der "Käseglocke" passiert, liegt noch in den Sternen.
    • Wenigstens wird dadurch das noch häßlichere Linde-Haus etwas verdeckt,
      auch wenn es natürlich gleichzeitig zementiert wird - aber an einen Abriß war sowieso nicht mehr zu denken.
      Warten wir doch das Endergebnis ab, wenigstens ist es keine 08/15-Haltestelle,
      sondern eine mit Schmetterlingsdach und 40m hohen Pylonen.

      Die neuen Haltestellen vor dem Leipziger Bahnhof finde ich da wesentlich monotoner.
      Wenn schon modern, dann individuell und mit Wiedererkennungswert.
      Davon profitiert die Stadt eher als durch quadratische Bauhauskästen.
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
      Jesus ist mein Herr und Retter!