• In Ratingen wird in kürze ein kleines Gründerzeit Haus abgerissen. Dieses steht in bester Lage direkt am Markt. Ich bin der Meinung, dass man hier zumindest die Fassade hätte retten können.
    Der Nachfolgebau ist zwar ganz ok, fällt aber doch zu schlicht aus.


    Quelle

  • Die Tage der wirklich fiesen Schmuddelecke im Herzen der Stadt sind gezählt. Jetzt werden die beiden Häuser am Markt (19 und 20) entkernt und abgerissen. (...)


    Die Bezeichnung "fiese Schmuddelecke" halte ich für deutlich übertrieben. Außer der etwas poppigen Farbgebung des linken Hauses, sehen die Bauten nicht wirklich ruinös aus. Aber das ist wieder die typische Zeitungs-Polemik.




    (...) Vorhandene Stilelemente der bestehenden Gründerzeitfassaden sollen bei der Neubebauung wieder verwendet werden. (...)


    Die Visualisierung sieht ja recht gut aus. Und das linke Haus hat sogar Fensterläden. Ich bin gespannt, ob die tatsächlich angebaut werden.

  • Seltsam finde ich, dass die beiden Häuser die abgerissen werden sollen auf der Visualisierung, wie es nach Fertigstellung aussehen soll, völlig identisch aussehen, als ob die Fassaden rekonstruiert werden sollen. Das linke Haus hat wieder den Stuck über den Fenstern und die dichter liegenden mittleren Fenster und die beiden Dachgauben und das rechte Haus hat wieder 2 Fenster im 1. und 2. Stock mit Fensterläden. Wo ist da der Unterschied?!?!?

  • Die filigran stuckierte Fassade des grünen Hauses sollte man erhalten oder wenigstens genau rekonstruieren. Das ist doch ein schönes Ausrufezeichen in dem sonst eher schlichten Straßenzug.

  • Euphemistisches Bewerben von Investoren, von denen man sich seitens der jeweiligen Städte durch "neue Architektur, Zeitgemäß" etc. etc. eine Sogkraft erhofft, sind nichts neues; daher ist es auch nicht ohne weiteres möglich, an manchen Aussagen im Zeitungsartikel nicht schon vor 50 Jahren in ganz gleicher Form getätigte Aussagen des jeweiligen Zeitgeistes zu erkennen. Manche dieser Aussagen im Artikel haben leider in ihrer Brachialität schon etwas erschreckendes an sich; und im Jahre 2016 abermals den Zeitgeist der 1960er erneut aufzugießen, ist nicht erstrebenswert.
    In Zeiten voraussehbarer wirtschaftlich noch vollkommen unabwägbarer globaler Konstellationen wäre es neben Ratingen noch für viele viele andere Städte im Ruhrgebiet angemessen, sich beim Umgang mit der vorhandenen Substanz zu mäßigen und im Umgang mit ihr deren positiven Signale für die Stadt zu sehen.
    Daß ein Gebäude gleich abgerissen werden muß, nur weil die Fassade eine Sanierung vertragen könnte, will nicht einleuchten. Da sie die Bautraditionen ihrer Region erkennen läßt, wäre es umso mehr zu wünschen, daß sie Bestandteil eines neuen Komplexes werden würde. Auch wenn einige Fenster erhalten bleiben, ist das dennoch alles andere als befriedigend, da unterm Strich zu viel weiteres verloren geht.
    Wie es insgesamt um den weiteren und um den erhaltenen Bestand in Ratingen bestellt ist, wäre durchaus interessant zu wissen.

  • In Ratingen soll in kürze das lange leerstehende Hertie-Kaufhaus aus den 70er Jahren abgerissen werden. Das Hertie-Haus steht in exponierter Lage an einer belebten Kreuzung am Eingang zur Altstadt. Die direkte Umgebung ist geprägt durch Gründerzeit- Architektur bzw. historische Bebauungen.


    Google Maps



    Den Architekten bzw. Projekt Entwicklern gehts ausschließlich um Ihre Rendite. Daher sind Ihnen auch als Städtebauliche Idee und Antwort auf einen großen 70er Jahre Würfel nur fünf kleinere Würfel eingefallen...


    Natürlich hat niemand auch nur einen Gedanken an Blockrandbebauung mit ortsüblichen Materialien und kleinteiligen abwechslungsreichen Fassaden verschwendet.


    Siehe hier:


    Aber es gibt noch einen Funken Hoffnung. Ausgerechnet ein ehemaliger grüner Baudezernent begehrt auf und kritisiert den Entwurf in der Presse. Dem werde auch ich mich bald anschließen. :D