München - Altstadt

  • Ich hab jetzt bzgl. der Attikafiguren von Maximilianstraße 6 & 8 vom Denkmalschutzamt eine Auskunft erhalten, nachdem die Baufirma auf zwei neuerliche Mails von mir nicht reagiert hat. Die Bauarbeiten scheinen immer noch nicht abgeschlossen zu sein (3 Jahre, nachdem die Gerüste abgebaut wurden...) und von daher müssen die Figuren noch etwas warten. Sie sind auch schon restauriert worden und werden wiederaufgestellt werden, sobald die letzten Bauarbeiten abgeschlossen sein werden. Wann dies der Fall sein wird, konnte man mir nicht sagen.

  • Kann man das mit der Scheinfassade der Residenz vergleichen? Mir fehlt da einfach das plastische/materielle Erlebnis. Aber dennoch um vieles besser als was "modernes" an der Stelle.

  • Der Neubau Weinstraße 7, die FC Bayern Welt, ist nun fertig, ich hab davon einige Fotos im Baukulturforum gepostet: Link


    Fassade-Weinstrase-1-Leo.jpg

    ich hab´s mir vorhin angeschaut.....furchtbar und geschmacklos. Hat nichts mit historischen Illusionsmalereinen oder historisierendem Bauen zu tun. Bin sehr enttäuscht.

  • Die Fassaden im Kaiserhof und an der Residenzstraße sind gemalt, diese hier ist Sgraffito. Ich finde, dass es in echt schon ganz gut ausschaut :-)

  • Aber vom Effekt her durchaus vergleichbar, finde ich. Mir gefallen solche Illusionsfassaden allgemein weniger, sie befriedigen mich irgendwie nicht. Ich stelle mir dann nur vor, wie schön das wäre wenn es eine dreidimensionale Fassade mit echtem Bauschmuck wäre.

    In dubio pro reko

  • Der Neubau Weinstraße 7, die FC Bayern Welt, ist nun fertig, ich hab davon einige Fotos im Baukulturforum gepostet: Link


    Fassade-Weinstrase-1-Leo.jpg

    Lieber Leonhard,


    dürfte ich dieses Bild, um die Fassadentechnik zu bewerben auf meiner Facebookseite (Historische Mitte Gießen) verwenden?


    Liebe Grüße aus Mittelhessen.

  • Ich finde die Fassade misslungen. Gegen Illusionsmalerei habe ich generell nichts, aber hier wirkt alles zu zuckerig und übertrieben. Ich finde derartige Fassaden ziehen den Gedanken, das traditionelle Architektur der modernen etwas voraus hat, ins Lächerliche und geben nur den Kritikern Aufwind, die Reko-Bemühungen grundsätzlich als Kitsch und "Disneyland" ablehnen .

  • wohlgemerkt, ich habe nichts gegen die Ornamentik an sich, nur etwas gegen die Art der Umsetzung. Es wirkt halt bemüht, wie gewollt und nicht gekonnt.

  • Der Effekt wird durch die hohlen Fensterlöcher noch verstärkt... Es passt einfach nicht zusammen... Wirkt unstimmig

  • Der Effekt wird durch die hohlen Fensterlöcher noch verstärkt... Es passt einfach nicht zusammen... Wirkt unstimmig

    Zustimmung.


    Außerdem wirkt die Fassade einfach zu glatt. Ein bisschen mehr tatsächliche (also gebaute) Struktur zwischen der Illusionsmalerei und der Effekt wäre deutlich überzeugender.


    Finde es "in echt" auch eher enttäuschend.

  • Man stelle sich vor man hätte hier so etwas wie den neuen Königshof hingestellt. Ich denke wir können uns glücklich schätzen.

    Hat die Schönheit eine Chance-Dieter Wieland

  • Also ich finde die Bemalung gut gelungen und an sich schaut die Ausführung auch wertig aus. Was mir fehlt sind eine ordentliche (nicht gemalte) Traufe und die Struktur der Fenster. So sieht es halt wirklich nur noch nach bemaltem Putzklotz mit Löchern drin aus. Die Richtung stimmt aber, meiner Meinung nach.

    Es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, sowie eine andere, die sie zerstört.

  • Ein Experiment, das im Ergebnis erfreulicher als die üblichen modernistischen Entwürfe ist und dennoch keine Vorbildfunktion aus genannten Gründen haben kann.

  • Ich möchte angesichts des in obigen Posts irrtümlich verwendeten Begriffes "Illusionsmalerei" bloß nochmal in Erinnerung rufen, dass die Fassade nicht bemalt ist, sondern als Sgraffito gestaltet ist. In natura sieht man also eine leichte Reliefwirkung, die auf den Fotos nicht unbedingt ersichtlich ist. Es wurden drei Putzschichten aufgetragen, zuerst eine dunkelgraue, dann eine rote und schließlich eine grau/ockerfarbene. Die Fassadenelemente entstanden dadurch, dass man die oberen Putzschichten an bestimmten Stellen abgekratzt und somit die unteren roten und schwarzen Putzschichten sichtbar gemacht hat. Der Höhenunterschied zwischen den einzelnen Putzschichten dürfte jeweils 2-3 cm mm betragen.

    Dies nur zur Präzisierung, auch wenn es das ablehnende Urteil der meisten nicht ändern wird, da die Fassade trotzdem flach und nicht plastisch ist. Aber sie ist eben nicht komplett plan.


    Edit: ich war heute noch mal dort und hab die Putzschichten ganz aus der Nähe betrachtet und befühlt (bis vor kurzem war das nicht gut möglich) und muss mich berichtigen, was die Höhenunterschiede betrifft: es handelt sich nur um jeweils 2-3 mm, nicht cm.