Rekonstruktion des Narrenhäusels (in Planung)

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    Jahreshauptversammlung 2019: 1. und 2. Juni in Balingen/Zollernalb. Mach mit!

    • Es geht nun vielleicht etwas tatsächlich voran:

      Fassadenwettbewerb fürs Narrenhäusel

      Zwar soll das historische Gebäude im Zustand wie vor der Zerstörung aufgebaut werden. Doch Änderungen sind nötig.

      "Gerade ist die Ausstellung der 28 Entwürfe für das Königsufer und den Neustädter Markt zu Ende gegangen. Feststehendes Element darin ist das Narrenhäusel. Der Dresdner Stadtrat hat entschieden, dass dieses historische Gebäude in der Gestalt wie vor der Zerstörung wieder aufgebaut werden soll. Bauunternehmer Frank Wießner, der den Zuschlag erhalten hat, soll allerdings auf Wunsch der Stadt einen Fassadenwettbewerb starten, gegen den er sich lange gewehrt hat. Immerhin ist er im Besitz vieler Fotos und Pläne vom historischen Gebäude. Lediglich für die Nordfassade fehlte ein Teil der Ansichten. Deshalb hat Wießner den Wettbewerb nur für diesen Bereich verstanden.

      ...

      Frank Wießner sagt, dass er das Vorhaben nicht länger hinauszögern möchte und deshalb dem begrenzten Wettbewerb zustimmt. Vorher muss allerdings der Verkauf des Hauses an ihn geklärt sein. Bisher ist Wießner nicht Eigentümer und könnte gar keine Architekturbüros beauftragen. Die Stadt will nun eine Vorlage dafür vorbereiten, damit Wießner nicht das finanzielle Risiko trägt, ohne Besitzer zu sein
      !"

      Sächsische Zeitung vom 07.09.2018
      Weniger EU ist mehr Europa!








    • Hat jemand von den Dresdnern sich ein Bild vom Wettbewerb machen können udn wie sich die zukünftigen Nachbarn zum Narrenhäusel machen werden?

      dnn.de/Dresden/Lokales/Nur-noch-fuenf-Entwuerfe-im-Rennen

      DNN wrote:

      Der Dresdner Bauunternehmer Frank Wießner hat den Zuschlag für den Wiederaufbau des Gebäudes auf der Augustusbrücke erhalten. Er schaute sich am Mittwoch im Landhaus die fünf ausgewählten Entwürfe interessiert an. „Ich will ja schließlich wissen, wie meine künftigen Nachbarn aussehen könnten“, erklärte Wießner.
      Was Herr Wießner zu den Entwürfen jedoch sagte, das steht dann leider nicht mehr im Artikel?! Ich befürchte, dass es ihm die Stimme einfach verschlagen hat...er sagt im Artikel nichts, aber uns sagt das vermutlich leider sehr viel.
      Weniger EU ist mehr Europa!








    • Ja es waren viele da(ich auch) und wir dürfen bis Februar nicht darüber reden.
      Deswegen redet hier keiner darüber, denn wenn doch, könnte der ganze Wettbewerb für nichtig erklärt werden.
      Wenn nicht anders angegeben, sind alle Bilder von mir.

      Da das Einbinden externer Bilder nicht mehr im Forum gestattet ist, leidet etwas die Quaität meiner Bilder. Sorry :(
    • Ich bin ja leider nicht vor Ort, sonst hätte ich entweder selber einen Vorschlag eingereicht oder eifrig die Chance wahrgenommen, das Ergebnis des Wettberwerbs zu kommentieren. Aus meiner Sicht müsste ein Schlagwort über der zuküftigen Ausrichtung des Neustädter Ufers stehen und das ist Versöhnung. Versöhnung von Neustädter und Altstadtseite, Versöhnung von Platzraum und den dahinterliegenden Strukture, Versöhnung von Geschichte und Zukunft.

      Wie könnte das aussehen? Ich würde da zwischen der West- und Ostseite des Neustädter Marktes unterscheiden.

      1. Ziel sollte es sein, dass man eine weitreichende Annäherung des Stadtgrundrisses an den historischen auf der Westseite anstrebt, der dann auch das fast komplett erhaltene historische Quartier dahinter wieder an den Stadtkörper anbindet. Mit der Sanierung des Hotel Stadt Leipzig wird bald das gesamte historische Areal saniert sein, nur ist es heute durch die Plattenbauriegel völlig vom Markt getrennt. Hier muss mit dem Rückbau der vorhandenen Strukturen die Grundlage für eine Wiederannährung an den historischen Stadtgrundriss gelegt werden.

      2. Damit folgt dann auch die Forderung nach der Rekonstruktion des Neustädter Rathauses und der Großen Meißner Straße als Aussöhnungsprojekt und Anknüpfungspunkt von Neustädter Seite und Altstadtseite. Dies ist mit sehr geringe Aufwand möglich, da nur begrenz Bauten abgerissen werden müssen. Zudem stehen die Grundstücke neben dem Bellevue für vier Fassadenrekonstruktionen zur Verfügung und parallel müsste man darüber nachdenken, ob Teile des aktuellen Hotels nach Hildesheimer Vorbild mit historischen Fassaden verblendet werden können, ohne dass substanziell ins Bestandsgebäude eingegriffen werden muss.

      3. Die Verkehrssituation muss dringend mit einem langfristigen Konzept entlastet und umgeplant werden. Ob dies über Ausweichrouten, Tunneloptionen oder andere Möglichkeiten geschieht, muss man diskutieren, aber ohne die Eindämmung des Verkehrs wird die Straße weiterhin wie eine Schneise das gesamte Ambiente der Platzanlage negativ beeinflussen und er verhindert zudem die Annäherung der Stadtgrundrisse auf westlicher Seite.

      4. Die Rekonstruktion des Narrenhäusel ist die wichtige Standortbestimmung für die Ostseite des Marktes. Allerdings ist die städtebauliche Lage hier eine völlig andere als auf der Westseite, weil nicht nur die Platzbebauung fehlt, auch sämtliche historische Hinterfütterung des Areals ist schlicht nicht existent. In Zeiten des knappen Wohnraums ist zudem nicht damit zu rechnen, dass man sich an die großen Blöcke im Hinterland ran macht. Daher gilt die Aufmerksamkeit den Grundstücken am Ufer. Und hier geht es meiner Meinung nach weniger um Rekonstruktionen, sondern um eine ansprechende zeitgemäße Bebauung, die ein wesentliches Ziel verfolgt, nämlich Urbanität zu schaffen.

      5. Wie kann diese Urbanität aussehen? Erstens darin, dass man keine riesigen Blöcke bekommt, die das gesamte Areal dominieren, der Altmarkt sollte hier abschreckendes Beispiel sein und noch mehr der Postplatz. Man hat hier zum dritten mal in Dresden die Chance, einen der zentralsten Orte Dresdens zu gestalten. Ich hoffe inständig, man lernt aus den Fehlern. Aus meiner Sicht hieße das, dass man kleinteilig baut, nicht alles an einen Investor verkauft, ähnlich wie in Frankfurt oder Potsdam Gestaltungsregeln festlegt, die dann auch befolgt werden. Zudem sollte man die 1AAA-Lage wertschätzen und sie zu dem machen, was sie sein sollte, die gute Stube der Elbmetropole.

      Fazit: Ich könnte jetzt Romane verfassen, weil das Areal so viel hergibt und würde man Leute aus Frankfurt da jetzt ran lassen, wäre ich sehr optimistisch, dass da etwas sehr Gutes bei raus kommen würde. In Dresden bin ich da trotz des neuen Verfahrens nach wie vor skeptisch, aber vielleicht überrascht einen Dresden ja mal positiv. Zeit wäre es, so viele Chancen wird man in Dresden nicht mehr bekommen!
      APH - am Puls der Zeit
    • Es stand jedem frei einen Vorschlag einzureichen. Egal woher kommend. Und bei manchen Bewerbern muss das sehr weit gewesen sein, so wie die schon bei der Benennung von Örtlichkeiten ins Aus geschossen haben. Also hättst du durchaus einen Vorschlag machen können - bei fachlicher Eignung. Sollten ja Stadtplaner/Architekten und Landschaftsarchitekten eine ARGE bilden.

      Und man sollte sich hüten bei diesem ersten Versuch der Bürgerbeteiligung den Ernstfall zu forcieren, nur weil einem das Ergebnis nicht gefällt. Denn dann wär das Format auch schon gleich zu Grabe getragen, statt es weiter zu öffnen und vielleicht noch transparenter und demokratischer zu gestalten.

      Nächste Runde dann am 5./6./7. Februar 2019 und die Woche drauf schon der Sieger - mit anschließender Ausstellung aller eingereichten Arbeiten. Dort kannste dann auch alle deine Punkte direkt nochmal anbringen. :)
    • Narrenhäusel

      Gott sei Dank, die Medienanschlüsse fürs Narrenhäusel werden doch schon gleich mit hergestellt.

      Vom neuen Schacht in der Neustädter Brückenrampe wird derzeit eine Anschlussleitung für das neue Narrenhäusel hergestellt. Das ist schon jetzt notwendig, um Aufgrabungen der neuen Fußwege zu vermeiden. Allerdings fanden die Arbeiter erneut Gebäudereste im Untergrund und stellten deshalb bis zur Beurteilung durch das Landesamt für Archäologie die Arbeiten ein.

      Quelle: dresden.de/de/rathaus/aktuelle…lungen/2018/12/pm_039.php
      Wenn nicht anders angegeben, sind alle Bilder von mir.

      Da das Einbinden externer Bilder nicht mehr im Forum gestattet ist, leidet etwas die Quaität meiner Bilder. Sorry :(
    • Herr Wiesner muss wirklich eine Engelsgeduld haben. Wenn ich mir diese Vertragsbedingungen angucke, würde ich persönlich nicht darauf eingehen. Da soll der Investor das Grundstück von der Stadt kaufen, dann schreibt ihm die Stadt einen teuren Architekturwettbewerb vor. So weit so gut. Aber nach 60 Jahren erhält die Stadt das Grundstück samt vom Investor errichteten und bezahlten Gebäude rückübertragen. Wenn ich das richtig verstanden habe. Also, Herr Wiesner ist ja ein Idealist und Mäzen der ganz alten Schule. Dafür sollte ihm demnächst eine Ehrenbürgerschaft angetragen werden.
    • Chris1988 wrote:

      Wiessner würde aber auch ohne Wettbewerb so weit wie möglich original rekonstruieren.

      Genau das scheint mir der Grund zu sein, warum "Stadtplaner" und Behörden ihn drangsalieren. Man will urbane und europäische Architektur mit allen Mitteln verhindern.
      "Die Modernisten sollten sich endlich eingestehen, dass sich die Qualität einer Stadt konventioneller Architektur verdankt" - (H. Kollhoff).
    • Verstehe ich nicht so ganz. Warum behält die Stadt das Grundstück nicht selbst und vergibt es nur zur Pacht an einen Investor? Und andererseits: Wenn die Stadt ein Wettbewerbsergebnis haben will, bevor sie verkauft, warum organisiert sie den Wettbewerb dann nicht selbst? Der Artikel deutet an, dass die Hauptfassade nicht originalgetreu rekonstruiert werden soll. So kompliziert war sie ja eigentlich nicht. Das Ganze wird noch spannend bleiben, bis das Haus steht. Meine Meinung: Wenn man nicht sauber rekonstruiert, dann sollte man das Gebäude leicht verschieben. Die Positionierung direkt an der Brücke lässt sich nur historisch rechtfertigen. Andernfalls könnte ich mir eine ähnliche Positionierung zur Brücke vorstellen wie beim Blockhaus.
    • @Rastrelli
      Bitte mal ein paar Seiten zurückblättern. Das Narrenhäusel wird ohnehin verschoben, da es sonst zu weit auf der Augustusbrücke steht.
      Die Anpassungen an die Hauptfassade dürften marginal sein (auf keinen Fall so gravierend wie bei diversen Neumarkt-Gebäuden, wie z.B. eingeschobene Geschosse, übermäßige Stauchung/Streckung der Deckenhöhen etc.) Es soll nur behutsam an aktuelle Erfordernisse der geplanten Nutzung angepasst werden.
      Das Hin und Herr um diesen ominösen Fassadenwettbewerb ist in meinen Augen eine Farce, Herr Schmidt-Lamontain bekleckert sich da weiß Gott nicht mit Ruhm... (er war ja ein ausgewiesener Gegner des Wiederaufbaus).