Weihnachtsmärkte

  • Wie wär's denn mal mit der Bodensee-Region?
    Wunderbar pittoreske Städte da, mit sicherlich auch schönen Märkten: Lindau, Meersburg, Wasserburg, Konstanz, Tettnang, Pfullendorf, Bodman, Überlingen, Langenargen, Radolfzell, das nahe Ravensburg und Sigmaringen, auf Ö-Seite Bregenz und Hard, auf CH-Seite z.B. Stein am Rhein...

    In der weiteren Umgebung gibt's noch diverse Highlights - insgesamt eine viel zu wenig beachtete Region, die definitiv zu den schönsten Deutschlands gehört: https://www.oberschwaben-touri…ck/historische-altstaedte

  • Im Oberland gibt es auch einige schöne Weihnachtsmärkte, die allerdings alle recht klein sind: Tegernsee, Murnau, Polling, Garmisch Partenkirchen, trotz einer etwas vergammelten Altstadt hat mir der Wolfratshausener Weihnachtsmarkt immer gut gefallen und der Weilheimer kommt mir zwar verhältnismäßig noch kleiner vor, ist aber trotzdem fein. Ob dieses Jahr alle stattfinden weiß ich allerdings nicht.

    Hat die Schönheit eine Chance-Dieter Wieland

  • Solche Äußerungen sollten doch unterbleiben:

    Lasst uns doch einfach über Weihnachtsmärkte reden, statt omnipräsente Bedrohungen derselben durch Hygienevorschriften ständig zu erwähnen.

    Es ist nun mal so, dass das nicht klar ist. Bevor jemand dann dorthin fährt in dem Glauben „ein ortskundiger hat die empfohlen, also werden sie schon stattfinden“ sag ichs lieber nochmal.

    Hat die Schönheit eine Chance-Dieter Wieland

  • Den in Landsberg am Lech finde ich ganz schön, weil er recht klein und nicht so überlaufen ist.


  • Spart euch (bitte) themenabschweifende Beiträge bezüglich Hygienevorschriften, Corona, Politik, blablabla. Ich möchte nur wissen, welche dieser Städte sich für eine Tagesreise lohnen.

    Totschweigen hilft gegen Corona nicht. Eigentlich konnte man sich schon vor Wochen denken, dass es ein offenes Rennen wird. Der MDR bringt seit Längerem Berichte, in denen es genau um die Frage geht, ob und wie Weihnachtsmärkte in diesem Jahr stattfinden können. Nun läuft es auf einen Showdown hinaus - zwischen rasant steigenden Inzidenzen und Hospitalisierungsraten und der Entschlossenheit, Weihnachtsmärkte zu veranstalten.


    Der Pulsnitzer Pfefferkuchenmarkt wurde frühzeitig abgesagt. Die kleinen Weihnachtsmärkte Artern und Meerane sind inzwischen auch gecancelt. Chemnitz hat die traditionelle Bergparade abgesagt.


    Gerade eben der Paukenschlag: München sagt den Christkindlmarkt ab.


    Die Stadt Leipzig will unbedingt einen Weihnachtsmarkt veranstalten. Dresden äußert sich vorsichtiger. In Leipzig wurde der Weihnachtsbaum am 4. November aufgestellt. Die Buden auf dem Markt stehen ebenfalls schon. Das große Riesenrad auf dem Augustusplatz wird derzeit aufgebaut. Das Südtiroler Dorf (Holzbuden mit Gastronomieangebot) steht auch schon vor dem Hauptgebäude der Universität. Auf dem Nikolaikirchhof hat der Aufbau ebenfalls begonnen. Auch das traditionelle Märchenland vor der Oper ist in Arbeit. Die Weihnachtsmarktbuden stehen nach meinem Eindruck nicht weiter auseinander als sonst.


    Schaut man sich die Pandemielage an, dann sieht es gerade für Weihnachtsmärkte in Sachsen und Thüringen nicht gut aus.

  • Die Weihnachtsmärkte in Weilheim, Polling und am Tegernsee sind auch bereits abgesagt. Ich hoffe, dass wenigstens ein paar in Oberbayern stattfinden werden.

    Hat die Schönheit eine Chance-Dieter Wieland

  • In Hannover findet er statt, wird gerade aufgebaut, ich wohne mittendrin... Hier sieht die Lösung so aus, dass es Stationen geben soll, an denen - je nach Lage - 3G oder 2G überprüft oder aktuell getestet wird, dann bekommt man ein Armbändchen und nur damit wird man an den Buden bewirtet bzw. darf sich dort aufhalten.

    Die 7-Tagesinzidenz lag gestern allerdings auch "nur" ganz moderat bei 146...

    Wer zwischen Steinen baut, sollte nicht (mit) Glashäuser(n) (ent)werfen...

  • Oh je, am Sonntag wurden noch die ganzen Buden auf dem Marienplatz und in der Kaufingerstraße aufgebaut. Die Standlbetreiber können einem Leid tun :| Aber leider nachvollziehbar, bei den Massen dort wäre nichts vernünftig kontrollierbar.


    VonSalza: Je nachdem wo du wohnst, aber der kleine, atmosphärische Markt innerhalb von Schloss Blutenburg im Stadtteil Obermenzing findet bis jetzt noch statt (3G, 1€ Eintritt, 02. - 05. Dezember) https://www.blutenburgverein.de/blutenburger-weihnacht

  • Hier waren aber schon die Vandalen am Werk.

    Das ist natürlich nur ein subjektiver Eindruck, aber mir kommt es so vor, als sei diese Zerstörungswut in Sachsen-Anhalt am ausgeprägtesten. Ständig liest man so etwas aus dieser Gegend. Bei Schloss Zerbst gab es ja gerade auch wieder Beschädigungen. Gut, es finden sich auch solche Berichte z.B. aus Sachsen (Stichwort Randale auf den Schlossberg-Terrassen in Plauen). Aber, siehst Du das auch so, "Elbegeist"?

    Und, wenn ja, woran liegt das? Ist es in Sachsen-Anhalt so langweilig? Ist dort die sittliche Verwahrlosung so hoch? Liegt es an der Arbeitslosenrate? Oder hat durch Abwanderung eine Negativ-Auslese stattgefunden?...

    - Ist etwas off-topic. Eine kurze Antwort würde ja reichen. -


    Zu Weihnachtsmärkten: Ich war ja eigentlich noch nie Fan davon. Meist war es mir dort zu voll. Vor allem den Frankfurter Weihnachtsmarkt habe ich immer gemieden, wo es ging. Das war früher teils ein einziges ekelhaftes Geschiebe. Somit bin ich da nur auf dem Weg zu anderen Zielen durchgeilt.

    Dann ist es mir im Dezember meist zu kalt, mich allzu lange draußen aufzuhalten.

    Es gab aber auch mal schöne Ausnahmen, so der Markt in Bad Homburg, den ich an einem ziemlich leeren Abend erwischte.

    Gleichwohl, da ich ja noch nie großer Fan war, ist mein Drang dorthin zu gehen, ohnehin gering. Wenn ich jetzt aber noch den ganzen Zirkus lese mit 2G-Zone, 3G-Zone, Zugangskontrollen, Maske ja oder nein, Markt-Absagen, Politikerwarnungen, Kritik an Alkoholausschank... Dann kommen wohl noch die massiv angezogenen Preise hinzu, wie mir gestern ein Bekannter berichtete... Da frage ich mich noch mehr, was ich da eigentlich soll? Außer Solidarität mit den gebeutelten Schaustellern zu zeigen?... Wenn sie ihren eventuell doch noch verbotenen Glühwein wenigstens im Stil französischer Bauern der Stadtverwaltung vor die Büros kippen und dem Bürgermeister die nie mehr gegessenen Bratwürste ans Fenster schmeißen würden, gäbe es immerhin noch Schauwerte... so aber...


    Ein Gutes aber hätten die Marktabsagen. Wenn das nun ein dauerhafter Modus werden sollte, könnte man doch zumindest endlich mal die hässlichen Legosteine bzw. Bürgerschutz-Betonpoller von unseren Plätzen wegräumen. Denn nicht mal der blödeste Terrorist rast mit dem Laster über einen abgesagten Weihnachtsmarkt. Dem Stadtbild wäre damit jedenfalls geholfen.

  • Heimdall:


    Deine Beschreibung der großstädtischen Christkindlmärkte teile ich. Mit entschleunigtem, besinnlichem Einstimmen auf Weihnachten haben die so überhaupt nichts gemein, was natürlich auch daran liegt, dass sie i.d.R. auf großen Plätzen stattfinden, wo einfach gefühlt die halbe Stadt durch muss. Im Gegenteil verursachen sie bei mir eher innere Beschleunigung und Ungeduld ^^.


    Gerne bin ich jedoch auf den kleinen und schon deutlich ruhigeren Märkten in Außenbezirken oder kleinen Städtchen im Umland.

  • Das ist natürlich nur ein subjektiver Eindruck, aber mir kommt es so vor, als sei diese Zerstörungswut in Sachsen-Anhalt am ausgeprägtesten. Ständig liest man so etwas aus dieser Gegend. Bei Schloss Zerbst gab es ja gerade auch wieder Beschädigungen. Gut, es finden sich auch solche Berichte z.B. aus Sachsen (Stichwort Randale auf den Schlossberg-Terrassen in Plauen). Aber, siehst Du das auch so

    Nach meinem subjektiven Eindruck ist es in Sachsen-Anhalt auch nicht schlimmer als in den angrenzenden Bundesländern. In Rathenow, Land Brandenburg, wurde vor einigen Jahren der große Weihnachtsbaum auf dem Märkischen Platz angesägt und umgeworfen. Ein großer Teil des Baumschmucks ging dabei zu Bruch. In Rathenow gibt es auch ein großes Graffiti-Problem. Fahrkartenautomaten wurden dort schon zerstört. Bei einer Brücke über die Havel wurden Metallteile durchtrennt. Das musste aufwendig repariert werden. Auf dem Friedhof wurde Altmetall geplündert usw. Nun liegt Rathenow nahe an der Grenze zu Sachsen-Anhalt, bei Stendal. Aber in anderen Teilen Brandenburgs wird es auch nicht besser sein. In Potsdam-Sanssouci gibt es immer wieder Fälle von Vandalismus. Viele Fälle werden nicht publik oder sind nur der lokalen Bevölkerung bekannt. Deshalb Rathenow nur als Beispiel. In Erfurt sind Figuren des Kinderkanals von ARD und ZDF in der Innenstadt aufgestellt. Sie waren auch schon oft Ziel von Anschlägen. Man kann sagen, dass Kleinstädte von Vandalismus nicht weniger betroffen sind als Großstädte.


    Wenn ich jetzt aber noch den ganzen Zirkus lese mit 2G-Zone, 3G-Zone, Zugangskontrollen, Maske ja oder nein, Markt-Absagen, Politikerwarnungen, Kritik an Alkoholausschank... Dann kommen wohl noch die massiv angezogenen Preise hinzu, wie mir gestern ein Bekannter berichtete... Da frage ich mich noch mehr, was ich da eigentlich soll?

    Ich kann dich gut verstehen. Zum Glück gibt es noch keine Weihnachtsmarktbesuchspflicht. Ich persönlich mag die sächsischen Weihnachtsmärkte. Auch die großen in Dresden und Leipzig sind reizvoll, aber häufig überfüllt. Es gibt schon regionale Unterschiede in der Gestaltung der Märkte und im Angebot (z. B. regionale Spezialitäten). Da ist Sachsen schon spezifisch. Auch die Städte, in denen die Märkte stattfinden, haben eine spezifische Atmosphäre.


    Gerade in Sachsen ist es nun leider so, dass sich die Pandemielage zuspitzt. Ministerpräsident Michael Kretschmer und Gesundheitsministerin Petra Köpping haben appelliert, die Weihnachtsmärkte abzusagen. Die wichtigen "WM-Städte" pochen jedoch auf frühere Zusagen der Staatsregierung, dass die Märkte in jedem Falle in diesem Jahr stattfinden dürfen.


    Hier zur Diskussion mit Stand 11. November:

    mdr.de/nachrichten/sachsen/kretschmer-fordert-absage-weihnachtsmarkt


    Freiberg, Marienberg, Annaberg-Buchholz, Schwarzenberg, Olbernhau und Schneeberg halten an Weihnachtsmärkten und Bergparaden fest:

    mdr.de/nachrichten/sachsen/chemnitz/freiberg/corona-weihnachtsmarkt-erzgebirge-bergparaden-konzept

    (Stand 15. November)


    Für das Festhalten an den Märkten gibt es wirtschaftliche und kulturelle Gründe (regionales Brauchtum):

    mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/weihnachtsmarkt-offen-geschlossen-folgen-haendler

    (Stand 16. November)


    Ab Montag gibt es eine neue Sächsische Corona-Schutzverordnung mit Teil-Lockdown für Ungeimpfte:

    mdr.de/nachrichten/sachsen/corona-planung-regeln-handel-weihnachtsmarkt-schule

    (Stand 16. November)


    Stadt Leipzig verzichtet nun auf den Alkoholausschank auf dem Weihnachtsmarkt:

    leipzig.de/news/leipziger-weihnachtsmarkt-mit-einigen-einschränkungen (Stand 4. November)

    leipzig.de/news/verschaerfte-corona-situation-weihnachtsmarkt-in-diesem-jahr-ohne-alkoholausschank (Stand 12. November)


    Heute ist übrigens der sächsische Nationalfeiertag - der Buß- und Bettag.

  • Das ist natürlich nur ein subjektiver Eindruck, aber mir kommt es so vor, als sei diese Zerstörungswut in Sachsen-Anhalt am ausgeprägtesten. Ständig liest man so etwas aus dieser Gegend. Bei Schloss Zerbst gab es ja gerade auch wieder Beschädigungen. Gut, es finden sich auch solche Berichte z.B. aus Sachsen (Stichwort Randale auf den Schlossberg-Terrassen in Plauen). Aber, siehst Du das auch so, "Elbegeist"?

    Und, wenn ja, woran liegt das? Ist es in Sachsen-Anhalt so langweilig? Ist dort die sittliche Verwahrlosung so hoch? Liegt es an der Arbeitslosenrate? Oder hat durch Abwanderung eine Negativ-Auslese stattgefunden?...

    - Ist etwas off-topic. Eine kurze Antwort würde ja reichen. -

    Hier kommen, ebenso wie die sich häufenden Brandstiftungen an leerstehenden oder zum Verkauf stehenden Gebäuden, sicherlich mehrere Faktoren infrage. Der Hintergrund ist aber meiner ganz persönlichen Meinung nach politischer Natur, ausgenutzt von Trittbrettfahrern, die nicht persönlich aufgefordert zu werden brauchen. Aber hierzu äußere ich mich nicht an diesem Ort.

  • Gibt es einen Plan über das abgesperrte Areal des Rothenburger Reiterlesmarkts 2021? Ich lese auf Rothenburg Tourismus nur grob vom Marktplatz, Grünen Markt und Kirchplatz, nicht aber welche Zugänge dorthin von den Absperrungen ebenfalls betroffen sind. Die Information dürfte z.B. nicht ganz uninteressant für Besucher/Besucherinnen sein, die einen spontanen Besuch über die Weihnachtszeit in Rothenburg einplanen und keinen PCR-Test vorweisen können!


    Jeder, der sich die Fähigkeit erhält Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.
    www.archicultura.ch

  • Der Köthener Weihnachtsmarkt wurde abgesagt. Beim Dessauer wird noch über Maßnahmen diskutiert, aber erst im Ergebnis der heutigen Beschlüsse.

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    Ein Gutes aber hätten die Marktabsagen. Wenn das nun ein dauerhafter Modus werden sollte, könnte man doch zumindest endlich mal die hässlichen Legosteine bzw. Bürgerschutz-Betonpoller von unseren Plätzen wegräumen. Denn nicht mal der blödeste Terrorist rast mit dem Laster über einen abgesagten Weihnachtsmarkt. Dem Stadtbild wäre damit jedenfalls geholfen.

    Ein Geheimtip für alle Anhalter in einer geschützten, äußerst romantischen Atmosphäre ist seit Jahren der Adventsmarkt in Wörlitz. Allerdings ist auch hier das Gedränge groß. Ob er stattfindet, ist aber auch hier noch offen.