Mönchengladbach

  • Der Geropark wird demnächst umgestaltet, aber gegen die Pläne regt sich Widerstand. Gut so! Denn das hier erinnert eher an einen Designer-Park. Man wolle dem Münster angeblich ein würdiges Umfeld schaffen.


    4383_WES_Geropark_A_Aerial_201116_a.jpg


    Positiv

    - Die Parkfläche fällt größenteils weg.

    - Der Park wird vergrößert.

    - Die Wegführung erinnert an den Verlauf der alten Stadtmauer.


    Negativ

    - Der Weiher wird schmaler und verkommt zur unnatürlichen Dekor-Wasserfläche.

    - Jahrzehntealte Bäume werden wieder sinnlos abgeholzt, aber hier regt sich Widerstand. Man ruft vorher den Klimanotstand auf, aber fällt danach gesunde Bäume. Wo passt das zusammen?

    - Es soll noch eine Außengastronomie gebaut werden, aber das kann nur ein Reinfall werden. Vor allem architektonisch.

    - Wieder mal die übliche Betonwüste am Fuße des Münsters. Dann kann man auch die Parkplätze lassen.



    Es bleibt spannend, ob man die Pläne noch überarbeitet.

  • - Die Parkfläche fällt größenteils weg.

    - Der Park wird vergrößert.

    Wenn man nicht abstrahieren kann, könnte man die Aussage als widersprüchlich empfinden. :lachentuerkis::lachentuerkis::lachentuerkis:


    "Vitusstädter", abgesehen davon hätte ich die Frage, ob das von Dir gezeigte Bild die Ist-Situation darstellt oder die Planung? Könntest Du mal - sofern vorhanden - beide Situationen zeigen?

  • Die Ist-Situation kann man bei Google Maps ganz gut sehen.


    https://goo.gl/maps/J4rpEkj6gwgoUYNg7


    So sehen Park und Geroweiher aus:


    https://mg-heute.de/wp-content…-januar2014-10-von-16.jpg


    Und das ist der Parkplatz:


    https://www.radio901.de/extern…80x800&dt=201906241451230


    Das von Vitusstädter gezeigte Bild, stellt die Planung dar.


    Mein Urteil fällt da aber nicht so hart aus. Die Bilder von der Planung gefallen mir, im Großen und Ganzen, eigentlich ganz gut. Der Weiher wird zwar schmaler, dafür aber in die Länge gezogen, bis auf die Höhe des Münsters. Um diese Wasserfläche zu bauen, müssen die dort stehenden Bäume weichen. Die werden aber an anderer Stelle nachgepflanzt.


    Der beste Punkt ist aber sicher die Verkleinerung des Parkplatzes. Das wird die gesamte Erscheinung in dem Bereich deutlich verschönern.

  • Wenn man nicht abstrahieren kann, könnte man die Aussage als widersprüchlich empfinden. :lachentuerkis::lachentuerkis::lachentuerkis:


    "Vitusstädter", abgesehen davon hätte ich die Frage, ob das von Dir gezeigte Bild die Ist-Situation darstellt oder die Planung? Könntest Du mal - sofern vorhanden - beide Situationen zeigen?

    Sollte natürlich Parkplatzfläche heißen ^^

    Die aktuelle Situation am Münster direkt sieht so aus.


    Ich halte die Umgestaltung für zwingend notwendig, aber ich habe ein bisschen Bammel vor einer weiteren Betonwüste am Ende des Weihers.

  • Ich schwanke da zwischen dem ersten und dem aktuellen. Aus ästhetischen Gründen bevorzuge ich den barocken, aber aus historischen den jetzigen Turmhelm.

    Das riesige Teil aus der Kaiserzeit war allerdings eine Schande.

  • Das riesige Teil aus der Kaiserzeit war allerdings eine Schande.

    Na ja, da gibt es andere Schanden. :zwinkern: Ich persönlich fand ihn eigentlich am besten proportioniert bzw. passend. Der jetzige Zustand sieht mir arg nach Nachkriegszeit-Notdach aus. Aber wenn das der historische Zustand ist, dann soll es wohl so sein.

  • Das dachte ich lange Zeit auch, bis man mich damals im Münster aufgeklärte. Es gibt einige Gemälde oder Darstellungen aus dem 17. Jahrhundert mit diesem Helm. Von daher ist der jetzige Zustand nachvollziehbar.

  • Ist das die Folge eines Kriegsschadens? Oder einer Umgestaltung in der Nachkriegszeit?

  • Eine Mischung aus beidem. Man wollte der Kirche nach dem Krieg ein "zeitgemäßeres" Aussehen verpassen. Das Kloster daneben haben sie ja immerhin verschont mit der "Auffrischung".

  • Der Hauptbahnhof mit einer ähnlich tragischen Geschichte.

    Vor dem Krieg


    Nach dem Krieg


    Nach der ,,Modernisierung".



    Die Bomben haben es nicht geschafft, die markanten Giebel zu zerstören. Das hat man aber nachträglich für sie erledigt.

  • Ja krass. Was habe ich mich darüber schon gewundert/geärgert. Völlig ohne Not wurde das intakte Bauwerk verschandelt. Seltsam nur, daß man das große Fenster nicht auch noch eckig gemacht hat.


    Aber mein Auto ist mir auch irgendwie zu "geleckt". Da werde ich mir morgen mal ein paar Kratzer und Beulen reinfahren. :gehtsnoch:

  • Neußer

    Schau hier. Das ist halt wirklich maximal ärgerlich, weil die Giebel wie durch ein Wunder den Krieg überstanden haben. Und dann kam so ein typischer Nachkriegsmove. Ich glaube, der heutige verstümmelte Zustand inklusive der vergilbten Kacheln ist sogar denkmalgeschützt.


    w940_h528_x470_y264_02687dd8a358b36a.jpg


    Übrigens könnte der linke Teil als Inspiration gedient haben, wenn man sich den Giebel wegdenkt.

  • Ich glaube, der heutige verstümmelte Zustand inklusive der vergilbten Kacheln ist sogar denkmalgeschützt.

    Wenn nicht, wäre es nicht unmöglich, dem Gebäude das ursprüngliche Erscheinungsbild zurückzugeben.

  • Daran sieht man, daß es den Leuten in der Zeit des Wirtschaftswunders, und danach, einfach zu gut ging. Sonst wäre man sicher nicht auf die Idee gekommen, ein bereits instandgesetztes Gebäude nochmal umzubauen.

    (...) Der Hauptbahnhof Mönchengladbach mit seiner Empfangshalle, den Grundstrukturen, dem Bahnhofstunnel mit den erhaltenen originalen Wandfliesen, die Treppenaufgänge mit den Geländern und die tragenden Teile der Bahnsteighalle sind bedeutend für die Geschichte der Stadt Mönchengladbach. Er ist daher unter Nr. E 029 am 6. Februar 1991 in die Denkmalliste der Stadt Mönchengladbach eingetragen worden. (...)

    Mit der tollen Leistung des Wiederaufbaus, lässt sich der Denkmalschutz jedenfalls nicht begründen. Denn der Wiederaufbau erfolgte ja zunächst mit dem Erhalt der zwei Giebel. Die Verstümmelung wurde erst später durchgeführt.

  • Die alten Synagogen in Gladbach und Rheydt




    Schade, dass das jüdische Leben in der Stadt heute kaum sichtbar ist. Das hier ist quasi die heutige "Synagoge"