Nürnberg - in alten Ansichten (Galerie)

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    • Ich habe mal einige Pegnitz-haltige Ansichten gesammelt. Ich hoffe, ich habe das alles einigermaßen richtig zugeordnet, denn allzu gut kenne ich mich in N nicht aus. Die Bilderstrecke geht dann hoffentlich von Osten nach Westen.

      Am Nordufer gegenüber der Insel Schütt.


      Nochmals die gleiche Ansicht.


      Gegenrichtung - über den nördlichen Flussarm zur Spitalbrücke und Synagoge am Hans-Sachs-Platz geschaut.




      Bekannter Blick von der Museumsbrücke zum Heilig-Geist-Spital


      Gegenrichtung: Museumsbrücke und Viatishaus




      Von der Museumsbrücke zur Fleischerbrücke


      Bayerischer Hof am Wasserturm mit Henkersteg


      Und mit dem Weinstadel links anschließend.


      Am Weinstadel (Blickrichtung Ost?)


      Vorn links die Maxbrücke, Blick nach St. Sebald und zur Burg.


      Das ist die Nordwestseite des Trödelmarkts zwischen Henkersteg und Karlbrücke, Blickrichtung Süd (nach HInweis von Riegel).


      Zum Abschluss der Blick nach Osten über die Maxbrücke zur den Türmen der St-Lorenzkirche.
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)

      The post was edited 2 times, last by Mantikor ().

    • Mantikor wrote:

      Am Weinstadel (Blickrichtung Ost?)

      Nein, das ist der Wehrgang über dem nördlichen Pegnitzarm, beim Einfluss in die Altstadt, Blick Richtung Westen. Leider zerstört und bis heute nicht wieder aufgebaut, im Gegensatz zum erhaltenen Wehrgang über dem südlichen Pegnitzarm, von dem nur die Holzteile abbrannten.

      The post was edited 1 time, last by Riegel ().

    • Vielen Dank für diesen wunderschönen Strang!

      Ich habe ihn und die anderen Stränge über Nürnberg erst vor wenigen Tagen richtig entdeckt. Ich habe neulich schon im Strang Nürnberg geschrieben, wie ich vor fünfundsechzig Jahren 1954 als Dreizehnjähriger zusammen mit einem Freund mit dem Fahrrad 18o km nach Nürnberg gefahren bin.

      Der Grund waren Bilder aus dem Vorkriegs-Nürnberg in einem Buch meines Vaters: ausschlaggebend war besonders ein Bild vom Innenhof Radbrunnengasse 8; mich hat dieser und natürlich viele andere Bilder der schönen Stadt damals schon richtig fasziniert. In Nürnberg selbst erlebten wir dann natürlich einen Schock -

      Das Buch meines Vaters ging bald verloren, und ein Bild von Radbrunnengasse 8 habe ich seither nirgendwo mehr wiedergefunden, auch in vielen Bildbänden nicht, habe es aber nie vergessen, auch den Namen Radbrunnengasse nicht. Und nun freue mich nach so viel Jahren, dass ich den Anblick dieses wunderbar gotisierenden Innenhofes wieder genießen kann. Wenn auch leider nur als Bild. Vielen Dank dafür!

      Bei den Recherchen zu einem Roman über die Zerstörung von Nürnberg etwa 2003 hat mich Erich Mulzer - unvergesslich! - durch die Reste der Altstadt geführt, und wir gingen dabei extra zur modern aufgebauten Radbrunnengasse 8. Wir haben damals auch festgestellt, wie dieses Haus fast an unzerstörte Teile der Stadt grenzte, wie knapp seine Zerstörung war -
    • Ich besitze eine Ansichtskarten- und Fotosammlung über die Altstadt von Nürnberg mit etwa sechs- bis siebenhundert Ansichten vor 1945. Viele Fotoansichtskarten zeigen oft nur ein einzelnes Geäude und sind deshalb echte Raritäten, da von ihnen meist nur sehr kleine Auflagen produziert wurden. Zwanzig von ihnen konnte ich keiner Adresse zuordnen, auch wenn Firmenanschriften und Hausnummern erkennbar sind. Mithilfe von Adressbüchern sollten die Gebäude zwar identifizierbar sein. Manchmal steht auch versteckt eine Adresse mitten im handschriftlichen Text.

      Ich mache deshalb mal den Anfang mit vier Ansichten:



      "Chr. Eberlein Ww., Specialgeschäft, Gardinen & Wäschestickereien.
      Cafe & Feinbäckerei, Georg Stumpf.
      Brot & Feinbäckerei, [Name nicht lesbar]"

      Leider keine Hausnummer oder Strassenschild sichtbar, aber als Anhaltspunkt noch das links angeschnittene Gebäude, welches wohl ein sehr massives und altes Aussehen hatte. 1907 gelaufene Fotoansichtskarte.






      "Louis Butz, K. b. Hofschuhmacher.
      Ernst Bauernt...., Charkutier (anstelle des "t" auch ein "f" möglich)."
      Am linken Gebäude die Hausnummer 63.

      Am 2. Obergeschoss in der Kartusche die Jahrzahl "1652", was zur frühbarocken Fassade passt. Das Portal zeigt noch eine Profilierung aus der Spätgotik/Renaissance. 1920 gelaufene Ansichtskarte.

      Edit.: >> Breite Gasse 65. Danke an Tübinger!






      "N. Fuchs. Möbel- u. Ausstattungs-Geschäft.
      N. Fuchs, Verkauf gegen baar und Teilzahlung. Adlerstr. 31.
      S. Hirschmann Söhne Bankgeschäft."

      Zwei zusammengefasste Steinbauten mit überaus reicher Bildhauerarbeit an einem Erker aus der Renaissance/Barock. Links angeschnitten ein Hauszeichen mit einem geflügelten Löwen. Dacherker mit Masswerkbrüstung aus dem 16./17. Jahrhundert. Auf historischen Ansichten der Adlerstrasse habe ich das Haus bisher noch nicht gefunden. Hingegen könnte es auf dem letzten Bild in diesem Beitrag ganz links sichtbar sein; dieses Gebäude hatte aber die Adresse Adlerstr. 30 oder 32. Ungelaufene Fotoansichtskarte.






      "Johann Brandt Schuhmacher".
      Im Durchgang das Schild "Dörrersgasse".

      Die Dörrersgasse war vor 1945 eine t-förmig verlaufende Hinterhofgasse, welche unter Durchgängen in drei Strassen mündete:
      im Süden in die Lorenzer Strasse, im Westen in die Peter-Vischer-Strassse und im Norden in die Katharinengasse. Vom schmalen Grundriss und dem Durchgang her tippe ich am ehesten auf letztere, wobei es dann die Hausnummern 12 und 10 sein müssten.

      Der Dekor an beiden Häusern ist noch speziell: am linken mit Fenstersimsdekor im Stil von Historismusstühlen (verputzter Fachwerkbau), am rechten Sandsteingewände mit starker Hohlkehle aus der Spätgotik/Renaissance, aber mit ungewöhnlich breiten, durchgehenden klassizistischen Fenstersimsgurten. Ungelaufene Fotoansichtskarte.

      The post was edited 4 times, last by Riegel ().

    • Das Haus rechts - mindestens die Fassade - ist ein Wiederaufbau. Wenn man das Fugenbild auf der Ansichtskarte mit dem heutigen Zustand vergleicht, erkennt man, dass zwischen dem Erd- und 1. Obergeschoss vier Steinreihen noch original sind. Diese Steinblöcke haben auch zugespachtelte Löcher. Auch dürften Teile der Brandmauern erhalten sein; von der linken mindestens bis und mit 1. Obergeschoss, und von der rechten bis zum 2. Obergeschoss. Zudem greifen sie über die Dachflächen hinaus, was ebenfalls auf ein höheres Alter als Nachkriegswiederaufbau schliessen lässt. Allerdings ist das Haus nicht in der Denkmalliste eingetragen.

      Die wiederaufgebaute Fassade finde ich trotz ihrer Schmucklosigkeit noch bemerkenswert, denn sie scheint massiv gemauert und nicht einfach mit einer Steinplattenverkleidung versehen worden zu sein. Die zurückspringenden Fenstereinfassungen verraten das 20. Jahrhundert.
    • Ich habe im Forum für Baukultur noch weitere sieben Fotoansichtskarten mit mir unbekannten Häusern aus der Nürnberger Altstadt eingestellt:
      baukultur-forum.bz/forum/index…&postID=314774#post314774

      Selbstverständlich können auch hier im APH allfällige Hinweise gegeben werden, dann aber bitte mit Angabe der Bildnummer.

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    • Vielen Dank @Mantikor! Das ist die nordöstliche Seite der Königstrasse schräg gegenüber des Frauentors. Das giebelständige Gebäude mit dem Hotel existiert heute noch und hat die Nr. 81. Die beiden Gasthöfe 'zum grünen Weinstock' und 'zum gold'nen Bären' wurden dann in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts abgebrochen und durch einen Reformbau ersetzt, der im WK keinen Schaden davon trug. Dieser wiederum wurde dann um etwa 1980 mitsamt den rechten Nachbargebäuden durch die folgende Schönheit ersetzt:
      goo.gl/maps/j7V5eRCcyoJvCUrh8 Der Bären hatte wahrscheinlich die Hausnummer 85 (im Stadtplan schwer lesbar).

      Am rechten Bildrand einer der beiden Ecktürme des Künstlerhauses in historistischem Stil an der Königstormauer (die beiden Türmchen ebenfalls nicht mehr erhalten). Wegen der gestaffelten Lage des 'Bärens' und den Strassenbahngeleisen hatte ich auch die Königstrasse im Visier, aber mangels Vergleichsfotos aus diesem Bereich bin ich dann nicht drauf gekommen. An der Königstrasse stehen heute noch viele Gebäude gestaffelt und nicht in einer Flucht - das Merkmal dieses Strassenzugs.
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      Streifzüge durch das alte Nürnberg. Die Bilder stammen aus der Zeit um 1935. Koloriert wurden sie von mir.

      Paniersplatz 20, um 1935



      Unschlittspeicher, um 1935



      Winklerstraße (rechts das Geburtshaus Albrecht Dürers)



      Schustergasse mit Blick auf die Türme von St. Sebald, um 1935



      Toplerhaus, um 1935



      Hans Sachs-Haus, um 1935



      Webersplatz 2, um 1934



      Wunderburggasse 7 (angebliches Veit Stoß-Haus), um 1934



      Untere Talgasse, um 1934

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      Einfach nur traumhaft! Vielen Dank für diese kolorierten, zukünftigen Wiederaufbauvorlagen ;-)!

      Wir fangen teilweise und ganz vereinzelt wieder an, unsere für immer verloren geglaubten Stadtbilder zurück zu holen, aber es bleibt an unseren Kindern und Kindeskindern dieses Werk fortzuführen und diese Aufgabe ihrerseits sodann einmal an deren Kinder weiterzugeben - das hätten unsere noch ehrwürdigen Vorfahren mindestens von uns erwartet und das lassen wir uns von den "schwarzen Schafen" der der irregeleiteten Kriegs- und Nachkriegsgeneration nicht kaputt machen! Gerade Nürnberg ist hier noch ein großer Acker, der auf seinen Fruchtwechsel wartet, den es zu bestellen gilt und mit den Altstadtfreunden steht auch ein fähiger Bauer bereits parat!
      „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)








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      War da nicht vorhin wo von einem Paralleluniversum die Rede?



      aber es bleibt an unseren Kindern und Kindeskindern dieses Werk fortzuführen und diese Aufgabe ihrerseits sodann einmal an deren Kinder weiterzugeben
      Aufwachen, die Realität ist diese:
      tag24.de/nachrichten/nuernberg…ottesdienst-bayern-859407
      Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
      14. Buch 9. Kapitel
      Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.