Nürnberg - in alten Ansichten (Galerie)

  • Ich habe zwei Fragen zu Nürnberg: Wieviele dieser charakteristischen Innenhöfe gibt es heute noch? (Mir ist nur der Sebalder Pfarrhof bekannt: http://www.nuernberg-aha.de/nu…pfarrhof_in_nuernberg.jpg)


    Und gibt es in Nürnberg gut erhaltene Gründerzeitviertel abgesehen vom eher maroden Gostenhof? (Johannisstadt, Gärten hinter der Veste oder Nibelungenviertel?)

    In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.


    Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.

  • Quote


    Wieviele dieser charakteristischen Innenhöfe gibt es heute noch?

    Beim Fembohaus scheint's noch 2 zu geben. Und dann steht noch einiges an der Füll oder Lammsgasse.

  • Da blutet einem das Herz aus tausend Wunden!


    Andererseits: Auch ohne Krieg wäre manches der "autogerechten Stadt", dem "Renovierungs"-, Dämm- und Umbauwahn zum Opfer gefallen. Viele Gebäude in der heutigen Nürnberger Altstadt sehen halt wie "kaputt renovierte" Altbauten in irgendwelchen württembergischen Örtchen aus. Es ginge natürlich viel besser, aber auch viel, viel schlechter...

  • Mehr Pellerhaus:

























    Und wieder einige Luftbilder - man erkent neben den Egidienplatz sofort die Söldnersgassen, den Paniersplatz, die Tetzelgasse, die Stöpselgasse, die Schildgasse und das Brunnengässchen:






  • Die Wunderburggasse - im Hintergrund das angebliche Veit-Stoßhaus an der Ecke Wunderburggasse/Martin-Treu-Straße:



    Das Veit-Stoßhaus (mit einer Kopie einer seinen Madonnen) vor der Fachwerkfreilegung:



    Und nach (sehe rechts):



    Über die Martin-Treu-Straße erreichen wir den Dötschmannsplatz:









    Von der Bindergasse konnte ich nur einen Foto eines Hinterhofes finden:



    Und dann noch der Kleine Rathaushof am Fünferplatz:








    Rechts unten der Dötschmannsplatz:


  • Eine schwerverdauliche Galerie. Man kann nur die Bilder als das genießen, was sie sind: wunderbare Bilder. Eine Reflexion über das Heutige muss man ausblenden, das macht einen nur bitter. Dh das heutige Nürnberg ist zu 100% abzuschreiben.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Hauptmarkt Nr. 19:



    Die zum Glück noch existierende Liebfrauenkirche:



    Nr. 18:



    Das bedeutendste Haus am Hauptmarkt war das Haus Forster, Hauptmarkt Nr. 11:




















    Aufnahme von 1892:



    Vermutlich vor 1870(!):



  • Eine schwerverdauliche Galerie. Man kann nur die Bilder als das genießen, was sie sind: wunderbare Bilder. Eine Reflexion über das Heutige muss man ausblenden, das macht einen nur bitter. Dh das heutige Nürnberg ist zu 100% abzuschreiben.

    Die Galerie wirkt beinahe unwirklich, erträumt, weckt ferne, wehmütige Erinnerung an ein Zeitalter, in dem kollektives Kunstvermögen über Jahrhunderte an einer stimmigen, betörend schönen Stadt immer weiter zu bauen verstand, ohne die geringste Gefahr des Abgleitens in Einseitigkeiten, ohne die geringste Ahnung, wie eine "Bausünde" zuwege zu bringen wäre.


    Ich bleibe dabei, dass es unfasslich erscheint, dass eine Bürgerschaft, die sich im Jahr 0 im Handumdrehen ihrer Vergangenheit zu schämen begann, das Kind mit dem Bade ausschüttete und ein unvergleichliches Stadtkunstwerk preisgab, ohne ein Ringen, so viel wie irgend möglich der Vernichtung zu entreißen, Reste zu sichern, Rekonstruktionen vorzubereiten. Das schließlich Gesicherte und Rekonstruierte ist ja verschwindend wenig gegenüber dem Preisgegebenen.

  • Die Bilder tun weh! Nürnberg war das tatsächliche Equivalent von Florenz in Nordeuropa. Wenn das heute alles noch da wäre...Mensch, wie berühmt und heißgeliebt die Stadt wäre... Heutzutage übersieht man Nürnberg oft und mit den Anstrengungen, die andere deutsche Städte bis heute unternehmen, um sich wieder zu mehr altem Glanz zu verhelfen, fällt Nürnberg irgendwie mehr und mehr unter ferner liefen.













  • (^^ ???)


    Über den vorderen Insel Schütt geht's zur Heubrücke:











    Der hintere Insel:








    Der Aussicht vom Insel:











    Vom Hoher Steg aus gesehen:



    Am Sand:





    Das Herrenschießhaus ist auch heute noch erhalten:


    Im Hintergrund der Laufer Schlagturm:



  • Was für ein Elend! Nichts erhalten, nicht das kleinste Ensemble!

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Und jetzt die Obere Talgasse, richtung Laufer Schlagturm:










    Dacherker eines Hauses an der Inneren Laufer Gasse:



    Tür in der Untere Talgasse:



    Standort unbekannt:



    Und zum Schluss noch die Rittergasse zwischen Neue Gasse und Tucherstraße (wahrscheinlich im ältesten Kern der Altstadt):



  • Was für ein Elend! Nichts erhalten, nicht das kleinste Ensemble!

    Einige Einzelbauten sind selbst dort erhalten geblieben. Aber das war's dann wohl - nur zwischen dem Laufer Schlagturm und dem Obstmarkt (genau der älteste Teil der Stadt...) steht wirklich nichts mehr.